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Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Landrätin zeichnet verdiente Bürger mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten aus

Gisela Ott aus Mainbernheim und Helmut Römpp aus Iphofen erhielten von Landrätin Tamara Bischof in einer Feierstunde das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern.

Gisela Ott ist seit 1993 Hospizbegleiterin im Hospizverein Würzburg e. V.. 1994 war sie Gründungsmitglied der Regionalgruppe Kitzingen des Hospizvereins Würzburg. Seit dieser Zeit ist sie gemeinsam mit einer anderen Frau Einsatzleiterin für die Regionalgruppe Kitzingen. Von März 2013 bis April 2016 war sie darüber hinaus als Vertreterin der Regionalgruppe im Vorstand des Hospizvereins tätig. In dieser Zeit leitete sie die Treffen der Regionalgruppen, die dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dienen. Auch weiterhin ist sie mit ihrer großen Erfahrung im Schulungsteam für ehrenamtliche Hospizbegleiter tätig.

Gisela Ott ist als Verantwortliche und Ansprechpartnerin in der Hospizarbeit der Regionalgruppe Kitzingen sehr engagiert. Frau Ott leitet den Gesprächskreis „Trauern und Trösten“ jeden ersten Mittwoch im Monat in den Bürgerstuben in Kitzingen und ist seit 16 Jahren im seelsorgerischen Besuchsdienst in der Klinik Kitzinger Land tätig. Hospiz begleitet Menschen auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens. Ziel ist es dabei, ein Leben in Würde bis zuletzt sowie eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten. Dabei schließt die Hospiz-begleitung das soziale Umfeld des Kranken mit ein.

Die Angehörigen erhalten Hilfestellungen, um den bevorstehenden Abschied zu bewältigen. Hospiz setzt sich dafür ein, dass sich die Hospizidee in der Gesellschaft verbreitet. Das geschieht u. a. durch Vorträge bei unterschiedlichen Gruppen und Institutionen. In allen hier erwähnten Bereichen ist Frau Ott für die Regionalgruppe sehr aktiv. Als Einsatzleiterin ist sie zusätzlich Ansprechpartnerin für Hilfesuchende in der Region. Über das Hospiztelefon sorgt sie für Erreichbarkeit „rund um die Uhr“. Sie nimmt die Anfragen entgegen und setzt dann geeignete Hospizbegleiterinnen und -begleiter in der Region ein.

 

Helmut Römpp ist seit 1993 ehrenamtlicher Mitarbeiter im Arbeitskreis Asyl im Caritasverband für den Landkreis Kitzingen e. V.. Herr Römpp engagiert sich auf unterschiedliche Weise im Arbeitskreis Asyl. Er bringt sich ein bei der Konzeptionsarbeit und übernimmt bei Bedarf die ehrenamtliche Flüchtlingsberatung.

Römpp ist eine wichtige Säule bei der Öffentlichkeitsarbeit durch Mitarbeit bei den Nachbarschaftsfesten, dem Fest der Kulturen oder an den Infoständen. Er berät bei den regelmäßigen Treffen im Arbeitskreis mit, ist Ansprechpartner für alle schulischen Angelegenheiten der Flüchtlingskinder sowie Sprecher des Arbeitskreises und Vermittler zur Regierung von Unterfranken. Den „Interkulturellen Gesprächskreis“, aus dem das „Internationale Frauentreffen“ hervorging, hat er mit auf den Weg gebracht.

Als ehemaliger Realschulrektor setzte sich Herr Römpp in den Anfangsjahren sehr dafür ein, dass eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge eingerichtet wurde. Er kümmert sich um die Kontaktaufnahme zu Behörden und öffentlichen Ämtern, rief Deutschkurse für die Asylbewerber ins Leben und half mit, eine regelmäßige Flüchtlings-beratung anzubieten. Die Schulbildung der Flüchtlingskinder war ihm ein großes Anliegen. Wenn es Probleme in der Schule gab, vermittelte er zwischen Schüler und Lehrer. Auch setzte er sich dafür ein, dass die Flüchtlingskinder an schulischen Veranstaltungen wie

Ausflügen, Schullandheimaufenthalte, etc. teilnehmen konnten. Viele Schulabgänger begleitete er bei der Lehrstellensuche oder half ihnen einen entsprechenden Schulplatz, FOS, Hauswirtschaftsschule, o. ä. zu finden. Bei öffentlichen Veranstaltungen, Presseterminen, Ausstellungseröffnungen etc. war er als fachkundiger Redner und Sprecher des Arbeits-kreises sehr beliebt und angesehen. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kitzinger Bevölkerung sich auf die vielen Flüchtlinge einlassen konnte und die Hilfsbereitschaft der Leute erheblich zunahm. 

Herr Römpp ist da, wenn man ihn braucht. Er hat ein offenes Ohr für die Probleme und Nöte der Flüchtlinge, ganz besonders der Schulkinder. Ein besonderes Herz hat er für Schulabgänger, für die er sich unermüdlich einsetzt, damit diese eine Ausbildung oder einen höheren Schulabschluss machen können. 
Besonders hervorzuheben ist die lange Zeit, in der er sich kontinuierlich für den Arbeitskreis Asyl engagiert und die wertvolle Vernetzungs- und Vermittlungsarbeit, die er seit Jahrzehnten leistet zu Schulen, Ämtern, öffentlichen Einrichtungen, Politikern bis hin zur Regierung von Unterfranken.