Koboldtipps April — also allerhöchste Zeit, sich draußen um die Beete zu kümmern. Wie Ihr Euch vielleicht noch erinnern könnt, haben wir im Herbst Samen von unseren Sommerblumen gesammelt und in Tüten verpackt. Die hole ich nun wieder heraus, weil ich die Samen wieder im Garten aussäen möchte. Dazu muss ich zunächst einmal nachsehen, ob die Samenkörnchen den Winter auch gut überstanden haben. Zum Glück habe ich im Herbst auf die Tüten drauf geschrieben, welche Blumen drin sind, wann sie blühen und welche Farbe sie haben. Sehr schön wirkt es auch, wenn man sich einige Sommerblumen in Töpfe aussät. Ich habe übrigens noch Samen von Kapuzinerkresse, Feuerbohnen, Ringelblumen und Bechermalven vom letzten Jahr gefunden. Und wer im Herbst keine Samen gesammelt hat, oder das Ganze zum ersten Mal ausprobieren möchte, kann sich ja auch ein paar neue Päckchen besorgen. Eines aber dürft Ihr nicht vergessen. Nachdem es jetzt schon so warm ist, müsst Ihr Eure Aussaaten immer schön feucht halten. In der Sonne würden sie sonst schnell vertrocknen. Viel Spaß dabei! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Frühling ist es höchste Zeit, sich wieder einmal mit unseren Zimmerpflanzen zu beschäftigen. Den grünen Freunden in der Wohnung gefällt der Winter meist auch nicht so gut. Draußen ist es nicht so hell wie im Sommer und im Zimmer ist die Luft viel zu trocken. Viele unserer Zimmerpflanzen kommen aus den Subtropen oder den Tropen, dort ist die Luft immer feucht und warm wie in einem Gewächshaus und es gibt keine kalten, dunklen Winter. Klar, dass diese Pflanzen, die es bei uns im Winter aushalten müssen, eine Erholung brauchen. Deshalb lieben sie es, wenn sie umgetopft werden. Ist der Topf zu klein geworden und die Erde ausgelaugt, besorgt man sich einen neuen Topf, der eine Nummer größer ist als der alte (steht meist auf dem Topfrand oder auf dem Boden) und gute Blumenerde. Dann löst man die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf heraus und schüttelt die Erde ab. In den neuen Topf legt man unten ein paar Steinchen hinein, (damit die Wurzeln beim Gießen nicht ertrinken), füllt ein bisschen frische Erde ein und setzt die Pflanze darauf. Dann lässt man vorsichtig rundherum am Rand die neue Erde einrieseln. Dabei kann man die Pflanze ein bisschen rütteln und schütteln, dann verteilt sich die Erde besser. Am Topfrand drückt man einen Rand in die Erde, damit das Wasser beim Gießen nicht ausläuft. Das kann man dann beim Angießen gleich ausprobieren. Eure grünen Lieblinge werden aufatmen. wie immer: Januar Na, das neue Jahr gut angefangen? Hoffentlich gedeiht mein Glücksklee gut, er erinnert mich daran, was ich mir für das neue Jahr vorgenommen habe. Aber er und meine anderen Pflanzen gut wachsen, muss ich auf ein paar Dinge achten. Denn auch das Gärtnern im Zimmer will gekonnt sein. Die meisten Zimmerpflanzen mögen z.B. keine trockene Heizungsluft. Aber nur wegen meiner grünen Lieblinge kann ich ja nicht frieren. Deshalb versuche ich, ihnen ein angenehmes Klima zu verschaffen und besprühe sie ab und zu mit Wasser. Ganz vorsichtig mit einem Zerstäuber (haben Eure Eltern bestimmt), und nicht auf Blüten oder weiche, haarige Blätter, die würden sonst faulen. Natürlich muss ich auch regelmäßig gießen, aber auch das ist so eine Sache, weil manche Pflanzen mehr und manche weniger Wasser brauchen. Eines vertragen aber alle nicht: Nasse Füße. Die bekommen sie, wenn im Untersetzer oder Übertopf zu lange Wasser übrig bleibt. Deshalb ein Tipp: Was die Pflanze eine halbe Stunde nach dem Gießen noch nicht aufgesogen hat, schüttet Ihr am besten weg. Das braucht sie dann nicht mehr. Wenn Ihr mal vergesst zu gießen, ist das meistens nicht so schlimm, vorausgesetzt, Ihr merkt es rechtzeitig. Die Zimmerpflanzen können nur nicht vertragen, wenn sie einmal ganz viel und dann wieder ganz wenig gegossen werden. Am besten bekommt es ihnen, wenn Ihr sie regelmäßig gleich viel gießt. Da können sie sich gut darauf einstellen. Na ja, und ab und zu müssen die Zimmerpflanzen auch noch umgetopft werden. Und zwar dann, wenn ihnen ihr alter Topf zu klein geworden ist und sie nicht mehr genügend Erde zur Verfügung haben. Der neue Topf sollte aber nur eine Nummer größer sein als der alte und eine neue gute Blumenerde solltet Ihr den Pflanzen auch gönnen. Darin können sie wieder besser wachsen, weil ihre Wurzeln nicht mehr eingequetscht sind und sie neue Nährstoffe bekommen. Ach so, ja — Nährstoffe. Die brauchen die Pflanzen zum Wachsen und Blühen. In der Erde sind nach einiger Zeit aber nicht mehr genügend davon drin, deshalb freuen sich Eure Pflanzen, wenn sie mit einem Blumendünger neue Nahrung bekommen. Einmal pro Woche reicht aber. Bleibt nur der Platz für Eure Lieblinge. Hell sollte er sein, die meisten mögen es aber nicht, wenn sie in der vollen Sonne stehen. Dunkle Zimmerecken mag aber keine Pflanze. Ohne Licht können sie nämlich nicht wachsen, sie würden kümmern und gehen ein. Aber aufmerksame Gartenkobold-Leser haben ja den grünen Daumen und finden schnell heraus wo und wie es ihren Pflanzen am besten gefällt. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() So ein Winter dauert ja doch ganz schön lange. Seit ich das letzte Mal etwas aus meinem Garten geerntet habe, sind schon einige Monate vergangen. Da bekommen Kobolde schon mal Sehnsucht nach frischen grünen Kräutern. Draußen ist es aber viel zu kalt, die Natur hält Winterschlaf. Macht aber nichts, denn wie Ihr wisst, kann man ja auch auf im Zimmer gärtnern und sich ein bisschen Frühling auf die Fensterbank holen. Da kommen dann wieder ruck-zuck Vitamine und frisches Grün auf den Tisch. Das geht auch ganz einfach: Ich besorge mir eine Samentüte mit Kresse. Kresse schmeckt lecker, ist gesund, und was das Beste ist — man kann sie sehr leicht selber ziehen. Dazu braucht man noch nicht einmal Erde! Die Samen keinem sogar auf Watte oder Küchenpapier. Aber jetzt der Reihe nach, für alle die das ausprobieren wollen: Holt Euch einen Teller, eine flache Schale oder ein anderes Gefäß, das auf der Fensterbank Platz hat. Gebt eine dünne Schicht Watte oder Küchenpapier hinein. Darauf verteilt Ihr die Kressesamen. Und jetzt kommt das Wichtigste: Kräftig angießen. Das geht am besten mit einem Zerstäuber. Die Watte oder das Papier müssen richtig schön feucht sein — und auch bleiben. Also müsst Ihr jeden Tag nachschauen und gießen. Nur schwimmen sollten die Samen nicht. Jetzt müsst Ihr nur noch ein paar Tage Geduld haben. Und zwar wirklich nur ein paar Tage und nicht Wochen, denn die Kresse keimt schnell. Schon nach vier bis fünf Tagen könnt Ihr die ersten Blättchen abschneiden. Die schmecken toll auf einem Butterbrot oder im Salat. Lecker. Da werden wintermüde Gartenkobolde ganz schnell wieder fit. Viel Spaß beim Ausprobieren! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Der Januar neigt sich dem Ende entgegen und spätestens jetzt verspüren Gartenkobolde wieder so ein Kribbeln in der Nase. Denn bald geht es wieder los im Garten. Ich halte schon immer Ausschau nach den Schneeglöckchen. Das sind die weißen, zarten Blütchen, die meine allerersten Frühlingsboten im Garten sind. Die blühen sogar schon, wenn es noch Schnee gibt. Und weil dieses Kribbeln in der Nase immer stärker wird, fange ich schon mal an, mir Gedanken darüber zu machen, was ich im Frühjahr wohin pflanzen möchte. Für so einen Gartenplan ist der Winter nämlich genau die richtige Zeit. Und außerdem werden ja nicht alle gleich hoch. Nicht dass ich hohe Sonnenblumen genau vor die niedrigen Löwenmäulchen pflanze. Und beim Gemüse muss man auch einiges beachten. Da darf z.B. nicht jedes Jahr die gleiche Pflanze an die selbe Stelle. Dort wo im letzten Jahr meine Gelbe Rüben waren muss ich also dieses Jahr etwas anderes säen oder pflanzen. Aber wie Ihr vielleicht noch wisst, wachsen in meinem Gemüsebeet nicht nur solche Pflanzen, die man essen kann. Es soll auch schön bunt aussehen. Deshalb stehen bei mir zwischen Salat- und Gemüsereihen lauter bunte Sommerblumen. Sieht toll aus. Und so ist es bei mir ganz einfach. Dort, wo eine Reihe Gemüse war, kommt jetzt eine Reihe Blumen hin und dort wo die Blumen waren, pflanze ich Salat und Gemüse. Gut, dass ich mir schon im letzten Jahr so einen Plan gemacht habe, denn jetzt kann ich genau nachschauen, wo was war. Das hätte ich sonst schon längst vergessen. Also, viel Spaß beim Beete-Ausdenken Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Zu Neujahr habe ich wieder Glücksklee verschenkt. Im warmen Zimmer brauchen die zarten Blättchen ziemlich viel Wasser, deshalb muss ich darauf achten, das kleine Töpfchen regelmäßig zu gießen. Der neue Topf sollte aber nur ein bisschen größer sein, Wenn es draußen wieder wärmer wird, und es nach den Eisheiligen im Mai keinen Frost mehr gibt, Leider kommt er mit dem kalten Winter bei uns nicht so gut zurecht, bevor derFrost kommt, muss der Glücksklee also wieder ins Haus geholt werden. Die schönsten und größten Glückskleeblätter aber, die zupfe ich ab und lege sie in die Blumenpresse. Wenn ich sie nach ein paar Tagen wieder herausnehme, dann sind die Blätter schön platt gedrückt und getrocknet. Damit kann ich dann zum Beispiel schöne Karten gestalten. Probiert es doch auch einmal aus! Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Hallo, seid ihr alle wieder aus den Weihnachtsferien zurück? Aber was macht man denn mit dem Weihnachtsbaum, wenn die Feiertage vorbei sind? Erst hat man sich lange auf ihn gefreut,
Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, den Weihnachtsbaum sinnvoll zu verwenden.
Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Jetzt ist er doch noch gekommen, der Winter. Wenn dann so gar keine Aufteilung mehr zu erkennen ist, wirkt der Garten ganz anders, findet ihr nicht? Beim Stapfen durch den Schnee ist mir aber auch noch eine andere Frage in den Sinn gekommen. Der Schnee besteht aus Wasser. Wasser selbst hat ja keine Farbe (auch wenn das Meer blau aussieht). Die Eiskristalle sind eigentlich auch durchsichtig, also farblos. Das könnt ihr auch einmal mit einer Taschenlampe ausprobieren. Sehr spannend, findet ihr nicht? Aber wenn ich ganz ehrlich bin, beginne ich schon langsam, mich auf den Frühling zu freuen, denn der Januar ist ja jetzt vorüber. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Noch mehr Gartentipps gibt es unter www.kitzingen.de/bürgerservice/service Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Komisches Wetter, findet ihr nicht? Denn jetzt im Januar blühen meine Hyazinthenzwiebeln, die ich vor Weihachten in Hyazinthengläser gestellt habe.
Pflanzen senden ja verschiedene Signale aus.
Aber nicht alle Tiere mögen die gleichen Pflanzen. Manchmal dient der Geruch auch dazu, gefräßige Feine abzuschrecken. Höchstens, dass Gartenkobolde die duftenden Ähren pflücken. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Habt ihr das schon einmal gesehen? Das wollte ich wissen und habe folgendes herausgefunden: Der Wind bläst dieses trockene Knäuel dann über den Wüstenboden. Die legt ihr dann einfach in eine Schale mit Wasser. Besonders beeindruckt hat mich, dass es in der Natur Pflanzen gibt, Weil die ‚Wüstenrose‘ oder ‚Rose von Jericho‘ solch eine besondere Fähigkeit besitzt, Ich hätte nie gedacht, dass dieses schrumpelige Knäuel eine solche Wunderpflanze ist. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Hat das neue Jahr gut für euch angefangen? Wenn es so warm ist, stellen die Pflanzen ihre innere Uhr um, und beginnen damit, ihrer Umgebung mitzuteilen, dass es Frühling ist. Und das tun sie mit ihrer eigenen Sprache. Manche Menschen behaupten ja, dass Pflanzen sprechen können. Sie senden nämlich bestimmte Signale aus. Keine Töne, die wir hören können, sondern Außerdem sind auffällige Zeichnungen der Blüten ein Signal. Und ein ganz deutliches Signal, das Pflanzen aussenden, ist der Duft. Es gibt aber auch Signale, die wir Menschen gut verstehen können. Es gibt also viele Möglichkeiten, mit denen Pflanzen ihrer Umwelt etwas mitteilen können. Man muss nur die Augen aufhalten, dann kann man auch diese Sprache ein bisschen verstehen. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]()
Unsere Zimmerpflanzen brauchen dafür ein bisschen mehr Pflege.
Also habe ich die Blumentöpfeverschönert.
So ein bemalter Topf ist übrigens auch ein hübsches Geschenk. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Der Winter hat die Natur noch fest im Griff. Draußen ist es immer noch kalt, so dass die meisten Pflanzen im Winterschlaf sind. Den langen Winter nutze ich immer gerne, um bei meinen Zimmerpflanzen aufzuräumen. Ich habe eine besonders hübsche Pflanze, die hellgrüne und ganz weiche, haarige Blätter hat.
Dafür knipst man ein größeres Blatt mit einem ca. 2-3 cm langen Stiel ab, an dem sich schon neue ‚Kinder‘ gebildet haben.
Vielleicht erinnert ihr euch ja noch. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Das neue Jahr hat begonnen und ich bin wieder aus meiner Winterpause zurückgekehrt. Welche Blumen soll ich für den Sommer pflanzen?
Für meine Blumenbeete schneide ich Bilder aus Gartenkatalogen aus, und wenn ich nicht mehr so genau weiß, wie mein Garten im letzten Jahr ausgesehen hat, schaue ich auf Fotos nach.
Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Sehnt ihr euch auch nach frischem Grün? Eigentlich mag ich ja alle meine Pflanzen gerne, aber ich habe auch ein paar Lieblinge darunter.
Wenn man die Kindel abgeschnitten habt, kann man sie erst einmal für ein paar Tage in ein Gefäß mit etwas Wasser stellen. Aus dem kleinen Ableger wird bald eine kräftige Pflanze werden, Damit sie sich gut entwickeln kann, sollte die Grünlilie vom Frühling bis zum Herbst gedüngt werden, Findet ihr nicht auch, dass die Grünlilie eine tolle Pflanze ist? Bis nächste Woche! Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de
![]() Auch wenn es draußen ungemütlich ist und die Natur immer noch schläft, Eine ganz besonders coole ist auch dabei, ihr machen sogar Schnee und Kälte nichts aus. Meistens beginnt sie Anfang Februar damit, auszutreiben. Am besten gedeihen sie an Plätzen, die etwas geschützt vor der Sonne liegen. Auf ihren Blütenblättern tragen die Schneeglöckchen einen grünen Fleck, Wenn ihr euch im Herbst ein paar Schneeglöckchen-Zwiebeln pflanzt, werdet ihr bald feststellen, Aus der Blüte bildet sich nämlich ein kleiner grüner Ball, der Fruchtknoten. Deshalb braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn plötzlich an Ecken im Garten Schneeglöckchen auftauchen, wo ihr gar keine hingepflanzt habt. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Februar Es ist zwar in den letzten Tagen noch ganz schön kalt geworden, Auf eine Frühlingsblume freue ich mich immer ganz besonders. Der Huflattich hat eine gelbe Blüte, die ein bisschen so aussieht wie Löwenzahn. Huflattich wächst am liebsten dort, wo es ein bisschen steinig und schön warm und sonnig ist, Das Besondere am Huflattich ist der Stängel. Will man den Huflattich an den Blättern erkennen, muss man aber warten, bis die Blüten verwelkt sind. Denn die kommen erst dann heraus, wenn die Blüten schon wieder verschwunden sind. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Darf ich vorstellen: Das ist Jakob Fischer. Denn Jakob Fischer ist ein Apfel, genauer gesagt, die Sorte eines Apfels. Wenn ihr in euerem Garten einen Apfelbaum pflanzen wollt, könnt ihr euch eine bestimmte Sorte aussuchen. Vielleicht habt ihr auch schon einmal gehört, dass der Apfelbaum ‚veredelt‘ wurde. ‚Veredeln‘ bedeutet, dass zwei verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften Warum macht man das dann bei einem Obstbaum? Man braucht ein bisschen Geschick und auch Erfahrung, bis man die richtige Technik beherrscht. Das Veredeln von Obstbäumen hat man schon in der Antike gemacht, Mein Freund Jakob Fischer aber ist ein saftiger Apfel, Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() ‚Fällt im Fasching Schnee, rufen die Apfelbäum‘ Juchhe‘. Diesen Spruch habe ich in einem Kalender gelesen. Nun, die Landwirte sind ja sehr davon abhängig wie das Wetter wird. Wenn es zum Beispiel immer an einem bestimmten Tag regnete und es im gleichen Jahr darauf einen besonders heißen Sommer gab, dann schrieb man das auf. Für heute, den 5. Februar habe ich diese Bauernregel gefunden: Jetzt kommt sogar noch eine Agathe ins Spiel, wer ist das nun wieder?
Einige Bauernregeln sind aber dennoch ganz nützlich. Eine Bauernregel aber stimmt ganz sicher: Ich halte auf jeden Fall schon einmal Ausschau nach den ersten blühenden Frühlingsboten. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Zaubernüsse — ich bin ganz begeistert davon! Was man mit Zaubernüssen machen kann?
Und jetzt kommt es: Die Zaubernüsse zaubern ihre Blüten auf, wenn die Sonne scheint. Sobald aber Kälte, Regen oder Schnee drohen, werden die Blütenblätter flugs wieder zusammengerollt. Und plötzlich sieht der Strauch aus, als ob er noch eine Weile brauchen würde, bis er blüht. Damit aber nicht genug. Im Herbst wird es dann richtig unheimlich. Eine Pflanze, diezauberhaft aussieht, gut duftet und auch noch Krach macht. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() So, der Fasching ist vorbei, es wird Zeit, die Luftschlangen wieder wegzunehmen. Deshalb werde ich meine Pflanzen etwas verwöhnen. Zunächst sehe ich mir einmal die Blumentöpfe an. Der neue Topf sollte aber nur eine Nummer größer sein als der alte.
Nun suche ich mir einen Platz, an dem es ruhig ein bisschen schmutzig werden darf. Das neue Gefäß fülle ich zuerst mit etwas frischer Erde, auf die ich die Pflanze setze. Fast fertig. Denn jetzt muss die Pflanze noch angegossen werden.
Meine Zimmerpflanzen fühlen sich nach so einem Frühjahrsputz immer viel wohler und sehen auch viel frischer aus. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Februar liegt der Garten ja immer noch im Winterschlaf. Nein, nicht mit Anmalen, das würde den Blumen nicht gut bekommen. Ich kenne eine viel bessere Methode. Und schon geht es los mit dem Faschingsspaß für Blumen. Zuerst nehmt ihr euch die Blume vor. Achtet darauf, dass die obere Hälfte des Blumenstiels verbunden bleibt. Nun füllt ihr die beiden Gläser mit Wasser. Alle Pflanzen saugen Wasser und Nährstoffe aus der Erde. Das bedeutet, dass der andere Teil der Blüte von den blauen Röhren versorgt wird.
Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Der Winter hat den Garten noch fest im Griff.
Zum Säen habe ich mir flache Kisten besorgt und diese mit Aussaaterde gefüllt. Die Samen streue ich dann vorsichtig auf der Aussaaterde aus und drücke sie ganz leicht hinein. Für ein besonders gutes Klima zum Keimen spanne ich nun eine Folie über die Aussaatkästen.
Viel Spaß beim Aussäen. Das macht den langen grauen Winter ein bisschen grüner. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Manchmal, wenn ich draußen durch den Garten streife, kann ich schon den Frühling riechen. Ganz besonders freue ich mich immer auf die Veilchen.
Man kann sich natürlich auch einen Strauß Veilchen aus dem Garten pflücken,
Veilchen werden schon seit Jahrhunderten genutzt.
Viel Spaß beim Veilchenfinden Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Leberblümchen, Lungenkraut, Stinkende Nieswurz — findet Ihr nicht auch, dass manche Pflanzen komische Namen haben? Bitte sehr: Fette Henne, Ochsenzunge, Hahnenfuß und Natternkopf klingen fast wie Schimpfwörter. Das wollte ich wieder einmal genauer wissen, deshalb habe ich nachgeforscht. Manche Namen haben sich aber aus der Heilkraft der Pflanzen entwickelt.
Bei einigen Pflanzen deutet der Name aber auch darauf hin, wo sie herkommen oder an welchen Stellen sie gerne wachsen.
Wenn Ihr auch solche wundersamen oder lustig klingenden Pflanzennamen findet, könnt Ihr mir gerne schreiben, ich versuche dann herauszubekommen, woher der Name stammt.
Ich freue mich auf schöne Pflanzennamen von Euch Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Februar — und obwohl es immer noch kalt ist, hat bei mir der Frühling begonnen. Aber die brauchen ein bisschen Aufmerksamkeit.
Denn diese bunten Frühlingsboten sind eigentlich Gartenpflanzen. Sobald es tagsüber etwas wärmer wird, kommen sie draußen zum Vorschein.
Sind die bunten Blüten dann aber nach ein paar Wochen endgültig verwelkt, braucht man die Pflanzen nicht wegzuwerfen. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Naa, habt Ihr die Lösung erraten? Der Winterling ist natürlich eine Frühlingsblume und kein Kolboldsverwandter von mir. Obwohl das eigentlich auch ein hübscher Name für einen Kobold wäre. Aber Laura Goller aus Kitzingen hat mir die richtige Antwort geschickt. Vielen Dank Laura, Du bekommst demnächst eine kleine gartenkoboldige Überraschung von mir. Der Winterling ist einer der allerersten Frühlingsboten. Und wenn er so hellgelb in der Wintersonne leuchtet, kann man sich vorstellen, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Dem Winterling macht es übrigens nichts aus, wenn es kalt ist oder sogar Schnee liegt. Er lässt seine Blüten dann einfach geschlossen. Genauso wie das Schneeglöckchen, aber das merkt man ja auch schon am Namen. Der Winterling wächst am liebsten an geschützten Stellen, z.B. unter Sträuchern oder Bäumen. Wenn man im Sommer an diesen Stellen nicht allzu viel herumhackt, breitet sich der Winterling kräftig aus. Das sieht besonders schön aus, weil dann ja auch keine Blätter an den Zweigen und Ästen der Gehölze sind, und so ein richtig schöner gelber Teppich am Boden blüht. Über den Winterling freuen sich nicht nur Gartenkobolde und Kinder, sondern auch die ersten Insekten und Bienen, die in ein paar Wochen wieder herumschwirren werden. Er bietet ihnen nämlich die erste Nahrung nach dem langen Winter. Deshalb gilt der Winterling auch als Bienenweidepflanze. Wundert Euch aber nicht, wenn Ihr im Sommer nichts mehr vom Winterling seht. Er zieht nämlich ein. Was das schon wieder ist? Das bedeutet, dass die Blätter und Stängel nach der Blüte gelb werden und verwelken, und so bald nichts mehr von der Pflanze zu sehen ist. Das machen die Zwiebelpflanzen und Knollen so. Sie sammeln dann den ganzen Sommer über ihre Kraft im Boden, damit sie im zeitigen Frühjahr als erste ihre Blüten entwickeln können. Ach ja, eines solltet Ihr über den Winterling noch wissen: Er ist giftig. Also bloß nicht seine Knollen, Blätter oder Blüten essen. Aber das tun Gartenkobold-Leser ja sowieso nicht, ohne vorher zu fragen! So, jetzt seid Ihr richtige Winterling-Experten. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Endlich Schnee! Da habe ich mich aber gefreut, als ich aus meinem Koboldhäuschen geschaut habe und den weiß verzauberten Garten gesehen habe. Draußen sieht jetzt alles ganz anders aus und auch die Geräusche klingen viel gedämpfter. Plötzlich sieht man auch ganz genau, wer so alles in meinem Garten unterwegs ist. Im Schnee habe ich nämlich viele Spuren gefunden. Besonders viele zarte Vogelbeinabdrücke waren dabei. Solange kein Schnee liegt oder der Boden nicht ganz fest zugefroren ist, brauchen wir uns um die Vögel ja keine Sorgen zu machen. Da finden sie überall genügend Nahrung. Aber dann — und wirklich erst dann — wenn der Schnee länger liegen bleibt, kann man die Vögel füttern. Völlig ungeeignet sind dafür natürlich Speisereste, Brot oder Speck. Entweder kauft man Sonnenblumenkerne oder Meisenknödel, da ist alles drin, was die Vögel so brauchen. Oder man mischt selbst ein leckeres Vogelfutter. Ich mache immer eine Kobold-Spezial-Mischung. Dazu nehme ich Haferflocken, Rosinen, Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse und Fett. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() März Die Knospen der Sträucher und Bäume sind prall gefüllt, wie kurz vor dem Platzen. Erkennt Ihr an der Form und der Farbe der Knospen um welches Gehölz es sich handelt? Manche Knospen sind lang und schmal, andere rund und groß, einige sind braun, einige grün, manche Knospen sind sogar schwarz. Ganz einfach könnt Ihr den Frühling ins Haus holen und alles grün machen. Ihr braucht dazu einige Zweige, die Ihr frisch abschneiden müsst und ein Glas oder eine Vase mit Wasser. Die Zweige stellt Ihr ins Wasser, an einen warmen Ort. Nach ein paar Tagen schon beginnen die Knospen aufzubrechen. Je nach der Baum- oder Strauchart dauert das länger oder es geht ganz schnell, manchmal kann man fast zuschauen. Und ein wenig hängt die Geschwindigkeit von der Temperatur ab, der die Zweige ausgesetzt sind. Je wärmer es ist, umso schneller grünt es. Nun seht Ihr, was aus den Knospen entsteht. In vielen waren Blätter angelegt, die sind noch ganz weich und zartgrün in der Farbe. Andere Knospen sind Blütenknospen. Manche der Blüten sind groß und prächtig, andere Blüten sind eher klein und mit unauffälligen Farben. Aber aus der Nähe betrachtet sind alle Blüten ein kleines Wunder und alle sind schön. Es ist kaum zu glauben, was in einer einzelnen Knospe steckt. Noch ein Tipp: Bei vielen Bäumen und Sträuchern ist es kein Problem, einige Zweige zu schneiden, sie sind sowieso dicht und alles wächst leicht wieder nach. Manche Sträucher sind aber so malerisch gewachsen, dass man sich gut überlegen sollte, wo etwas fehlen darf. Fragt also lieber denjenigen, den der Baum oder Strauch gehört, bevor Ihr zur Schere greift. Weil viele Menschen ihre Bäume und Sträucher im Frühjahr sowieso schneiden, wird es sicher nicht schwierig sein, genug Material zu bekommen, je mehr Zweige und je mehr Gehölzarten, desto besser. Euch wünsche ich viele Entdeckungen und viel Spaß beim Knospensprengen. Wer mir davon berichten will oder Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen, unter gartenkobold@kitzingen.de, Euer Gartenkobold,der Blumuckl Jetzt werde ich aber bald ungeduldig. Mir dauert der Winter immer viel zu lange. Geht es Euch auch so? Also, ich muss immer etwas zum Gärtnern haben. Da ist mir beim Abendessen eine Idee gekommen. Ich habe gerade meine Avocado aufgeschnitten und den dicken Kern herausgelöst. (Avocado sind die grünen, länglichen Früchte, mit dem weichen gründlich-gelben Fruchtfleisch — sehr lecker und sehr gesund!) Den großen harten Kern habe ich mir genauer angesehen. Und schon bin ich neugierig geworden, was sich wohl daraus für eine Pflanze entwickelt. Das will ich ausprobieren. Deshalb habe ich das restliche Fruchtfleisch vom Kern abgewaschen und ihn mit der Spitze nach oben in einen Topf mit Erde gepflanzt. Ein Stück vom Kern soll noch oben herausschauen (wie bei der Amaryllis, wisst Ihr noch?). Ab jetzt brauchen wir Geduld. Und zwar viel Geduld. Vielleicht muss man sogar monatelang darauf warten, bis sich aus diesem harten, großen, dicken Kern eine Avocadopflanze entwickelt. Deshalb darf man auch nicht aufgeben oder ungeduldig werden, wenn man nach einigen Wochen immer noch kein Pflänzchen sieht. Immer weiter regelmäßig gießen, die Erde nicht austrocknen lassen und den Topf an ein helles Plätzchen stellen. Wenn es dann endlich soweit ist, und sich ein Trieb entwickelt hat, ist die Freude natürlich groß. Aber — so weh es vielleicht tut — die Triebspitze solltet Ihr dann entfernen. Denn sonst entwickelt sich nur ein langer, dürrer Stängel und keine buschige Pflanze. Dort, wo Ihr die Spitze entfernt habt, verzweigt sich die Pflanze dann und bildet neue dunkelgrüne, spitzovale, glänzende Blätter aus. In ihrer Heimat, dem feuchtwarmen tropischen Regenwald ist die Avocado ein immergrüner Baum, der strauchig wächst. Dort wird er bis zu 20 m hoch! Doch in unserem Klima wird sie das nicht schaffen. Und auf Früchte brauchen wir leider auch nicht zu hoffen, dazu ist es bei uns nicht warm genug. Trotzdem freut sich die Avocado, wenn sie im Sommer im Freien stehen darf. Im Winter braucht sie aber ein Plätzchen drinnen. Ich bin gespannt, was aus meinem Kern wird. Natürlich zeige ich Euch mein Ergebnis. Aber noch viel mehr würde es mich freuen, wenn Ihr mir berichtet, wie es Euch mit Eurem Avocadokern gegangen ist. Probiert es doch einfach aus. Ich bin gespannt, wer eher ein Pflänzchen hat — Ihr oder ich. Das müsst Ihr mir unbedingt schreiben oder mailen. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber meine Gartenkoboldfinger jucken entsetzlich. Ich mag zwar den Schnee, aber den Frühling erwarte ich ganz sehnsüchtig. Deshalb habe ich beschlossen, ein bisschen nachzuhelfen. Schließlich steht ja bald schon Ostern vor der Tür. Ich möchte nämlich Zweige mit grünen Blättern haben. Genau, Ihr habt richtig gelesen. Mit grünen Blättern. Und zwar mit echten! Wahrscheinlich denkt Ihr jetzt, dass ich vor lauter Kälte schon die Jahreszeiten durcheinander bringe. Aber nein, ich hole mir den Frühling einfach ins Zimmer, wenn es draußen noch so lange dauert! Und das geht so: Ich gehe in den Garten und suche mir ein paar schöne Bäume oder Sträucher aus, von denen ich weiß, dass sie schöne Blüten oder Blätter haben. (Wenn Ihr es nicht wisst, ist es umso spannender, was dabei herauskommt). Davon schneide ich ein paar Zweige ab und stelle sie drinnen in lauwarmes Wasser. Wer es ganz richtig machen möchte, kann die Stielenden vorher mit einem Hammer vorsichtig anklopfen. Es reicht aber auch, die Stiele schräg anzuschneiden. Im warmen Zimmer werden schon bald die Knospen aufgehen, die ja schon darauf gewartet haben, dass es wärmer wird. Gut geeignet sind z.B. die Zweige der Obstbäume, die blühen dann auch. Aber auch andere Baumarten, wie die Rotbuche oder die Hainbuche treiben schön im Zimmer aus. Und natürlich auch die Zweige der Blütensträucher, z.B. der Forsythien mit ihren knallgelben Blütensternen. Oder der Ranunkelstrauch, der kleine, kugelige Blütenbällchen hat. Auch der Spierstrauch zeigt im warmen Zimmer schnell seine zarten Blätter und Blüten. Und wer weiß — vielleicht lässt sich der Frühling damit ein bisschen schneller anlocken. Viel Spaß dabei. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Jetzt geht es aber mit Riesenschritten auf Ostern zu. Besonders schön sieht es aus, wenn das Nest gewachsen ist. Wie das geht? Ich nehme Weizenkörner (gibt’s im Samenhandel, man bekommt sogar ‚Ostergras‘. Oder man nimmt Kresse oder Kerbel) und eine flache Schale, z. B. einen Untersetzer aus Ton.
Aber jetzt verrate ich Euch noch einen Trick: Wenn Ihr keine Erde zur Hand habt, könnt Ihr die Samen auch auf Watte aussäen. Ihr müsst die Watte nur gut anfeuchten und aufpassen, dass sie nicht austrocknet. So ein Stück Watte kann man ja auch einmal in Eierschalen stecken und die Samen dort hinein aussäen. Sieht schön aus, besonders zu Ostern. Und wenn Ihr statt Weizenkörnern Kresse oder Kerbel verwendet, könnt Ihr Eure Osterdekoration auch noch essen. Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wisst Ihr, was der 21. März für ein Tag ist? Genau — endlich Frühlingsanfang. Steht zumindest im Kalender. Manchmal hält sich der Frühling allerdings nicht so ganz daran, was im Kalender steht, aber ab jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange, bis es wieder schön warm wird. Höchste Zeit also, dass wir unsere Beete vorbereiten.
Ja und dann muss ich mir genau überlegen, was ich auf mein Beet pflanze. Also pflanze ich dorthin, wo ich im letzten Jahr die Gelben Rüben hatte, in diesem Jahr die Bohnen hin. Am besten, Ihr probiert es einfach aus. Ihr werdet sehen, am besten schmeckt das Gemüse, das Ihr selbst angebaut habt! Und wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mir ja eine e-mail schicken. Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Meine Beete sind fertig. Ich habe die Erde gelockert und sogar schon Radieschen gesät. Auf die freue ich mich ganz besonders. Denn nach dem langen Winter schmeckt das Gemüse aus dem eigenen Garten ganz besonders gut. Damit ich aber beim Spielen und Toben im Garten nicht immer aus Versehen in meine Beete trampele, habe ich einen Zaun außen herum gebaut. Zwischen diese Stangen habe ich die Birkenzweige geflochten. Natürlich könnt Ihr auch andere Äste nehmen. Nur weich und biegsam sollten sie sein. Das sieht schön aus und ist auch sehr haltbar. Und je dichter ich die Zweige miteinander verwebe, desto fester und stabiler wird mein Zaun. Wenn Ihr die Stangen etwas höher macht, könnt Ihr sogar Kletterpflanzen daran emporwachsen lassen. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an den Koboldtipp vom letzten Jahr, in dem ich Euch blühende Zelte vorgeschlagen habe. Dazu haben wir die Stangen wie zu einem Indianerzelt in den Boden gesteckt und mit einjährige Kletterpflanzen beranken lassen. So kann man sich richtige Kunstwerke im Garten bauen. Wie man das z.B. mit Weiden macht, verrate ich Euch demnächst. Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ihr merkt es wahrscheinlich schon. Damit ich mir im Sommer mein eigenes Ketchup machen kann, möchte ich in diesem Jahr besonders viele Tomaten aussäen.
Dann wird pikiert. Das bedeutet ‚vereinzeln‘. Die Tomatenpflanzen in den Töpfen brauchen nun einen hellen Platz und dürfen nicht austrocknen. Ja, und im Mai werden die Pflanzen dann an einen sonnigen Platz in den Garten gesetzt. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ich bin einem Geheimnis auf der Spur!
Doch dann passiert jedes Jahr das Gleiche.
Normalerweise ist es ja so: Die Stauden treiben im Frühling aus, blühen im Sommer (manche auch bis in den Herbst hinein), und überwintern dann mit ihrer Wurzel im Boden, wobei der Stängel und die Blätter absterben. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Frühling — wo bleibst du? Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber diese Woche hat tatsächlich der Frühling begonnen. Deshalb wollte ich einmal genau wissen, warum gerade der 21. März der Termin des Frühlingsanfangs ist. Und das habe ich herausgefunden: Der Beginn der Frühlings ist auf den 21. März gelegt, weil dies der Termin der Tag- und Nachtgleiche ist. Das bedeutet, dass es an diesem Tag 12 Stunden lang Tag und 12 Stunden lang Nacht ist. Von nun an werden die Tage immer länger werden, denn es bleibt jeden Tag etwas länger hell. Und das ist auf der ganzen Welt so, hier in Deutschland genauso wie in Australien oder in Afrika. Nur mit dem Unterschied, dass auf der Nordhalbkugel unserer Erde der Frühling und auf der Südhalbkugel der Herbst beginnt. Bei dem ganzen Schnee der letzten Zeit könnte man fast meinen, dass es auch bei uns Herbst wird. Aber davon lasse ich mich jetzt gar nicht beeindrucken, sondern schneide aus buntem Papier lauter Frühlingsblumen aus. Tulpen, Osterglocken, Schneeglöckchen und Sonnenblumen. Die hänge ich mir an die Fenster, dann sieht es zumindest schon einmal nach Frühling aus, wenn ich rausschaue. In manchen Gegenden gibt es sogar richtige Bräuche, mit denen der Winter vertrieben werden soll. Da werden Strohpuppen, die den Winter darstellen sollen, in einem großen Feuer verbrannt. Oder es werden Frühlingsfeste gefeiert, um den Winter zu vertreiben. Aber nur Geduld. Lange kann es nicht mehr dauern, dann kommen die Frühlingsblumen auch in unserem Garten zum Vorschein. Bis dahin, Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Es regnet und regnet und regnet ja seit Wochen. Oder doch? Wenn es matschig ist, müssen wir eben etwas mit dem Matsch anstellen. Geht ganz einfach, macht Spaß und sieht lustig aus. Dazu solltet Ihr aber am besten Gummistiefel anziehen und Kleidung, die ruhig schmutzig werden darf. Damit aus dem Matsch nicht nur Klumpen werden, sondern schön gruselige Geister, sucht Ihr Euch Und dann kann es losgehen. Zuerst formt Ihr die Erde zu einem kleinen Haufen. Je gruseliger die Gestalten aussehen desto besser. Schickt mir doch ein Foto von Euren Matsch-Geistern! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Nächste Woche ist Frühlingsanfang. Bald wird es im Wald auch wieder ziemlich kräftig duften. Wenn Ihr am Boden ein Meer von länglichen, zwei bis fünf Zentimetern breiten Blättern seht, seid Ihr beim Bärlauch angekommen. Die Blätter des Bärlauchs können gegessen werden. Wer selbst Bärlauch sammeln möchte, sollte sich aber gut auskennen. Ein sicheres Zeichen zum Erkennen des Bärlauchs ist aber der Geruch. Trotzdem solltet Ihr die Blätter nur mit einem Erwachsenen sammeln, der den Bärlauch ganz sicher erkennt. Ernten sollte man ihn außerdem nur solange, bis er blüht, also ungefähr bis April/Mai. Und warum der Bärlauch Bärlauch heißt, dazu gibt es nur Vermutungen. Im Frühling kann man derzeit aber viele Bären, nein Bärlauchliebhaber im Wald sehen, die auf der Jagd nach ihrer duftenden Beute sind. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wisst Ihr, was heute im Kalender steht? Trotzdem — egal wie das Wetter ist — ab jetzt werden die Tage wieder länger sein als die Nächte. Wenn es so kalt ist, wird es auch noch etwas länger dauern, bis es draußen wieder blumig ist. Dazu brauche ich: ungekochte Hühnereier, am besten weiße, Was, Ihr wundert Euch, wozu ich das ganze Gemüse brauche? Um an die Farben heran zu kommen, solltet Ihr einen Erwachsenen Die Pflanzenteile werden zuerst gewaschen und dann zerkleinert. Ihr müsst aber von jeder Farbe einen eigenen Sud ansetzen, Wenn Ihr die gefärbten Eier noch mit etwas Öl einreibt, glänzen sie ganz besonders schön. Ist es nicht erstaunlich, dass man aus Pflanzen auch noch Farben herstellen kann? Fröhliches Eierfärben Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ostern steht vor der Tür! Dazu braucht Ihr:
Und dann geht es auch schon los: Mit einem kleinen Trick könnt ihr dem Ostergras nun das Keimen etwas erleichtern. Schon nach ein paar Tagen könnt Ihr beobachten, wie sich die ersten grünen Grashälmchen zeigen. In die Schalen könnt Ihr auch Kresse aussäen, dann könnt Ihr Euer Nest sogar noch essen. Viel Spaß Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wenn der Winter zu Ende geht,
Und wie das duftet! Ein Frühlingsblümchen, das ganz besonders gut duftet, ist das Veilchen.
Trotzdem habe ich eine Möglichkeit gefunden, Neugierig geworden? Das geht — wie immer — ganz einfach, und ist dazu noch ganz köstlich. Das Marmeladenglas fülle ich nun mit dem Zucker, Dann kann ich den Frühling sogar schmecken. Hmm, lecker. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Wenn ‚März‘ im Kalender steht, dann wird es Zeit, sich darum zu kümmern,
So wird es schön bunt auf meinen Beeten! Dafür habe ich mir flache Schalen besorgt und sie mit Aussaaterde gefüllt. Schon nach ein paar Wochen beginnen sich die ersten grünen Spitzen zu zeigen, Auf den Samentütchen steht ganz genau, wann welche Sommerblumen in den Garten gepflanzt werden können. Natürlich könnt ihr auch noch so lange warten und die Blumen direkt draußen aussäen. Viel Spaß beim Ausprobieren Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wisst ihr, was diese Woche im Kalender steht? Es ist aber nicht immer so, dass Ostern und Frühlingsbeginn so nah beieinander liegen. Denn das Osterfest wird immer am ersten Sonntag gefeiert, Doch jetzt muss ich unbedingt noch ein paar Vorbereitungen dafür treffen. Dazu besorge ich mir ein kleines Holzkistchen und verschiedene Materialien, Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn ihr mir ein Bild von euerem Ostergärtchen schickt. Dafür gibt es natürlich ein kleines Dankeschön. Schickt eure Bilder entweder an: oder mailt an: gartenkobold@kitzingen.de Viel Spaß beim Ostereier-Suchen! Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Garten habe ich vor ein paar Tagen das Laub von den Beeten entfernt, Unter dem Laub habe ich aber nicht nur viele Pflanzen gefunden, die schon kräftig austreiben, sondern auch ganz viele Marienkäfer. Viele denken ja, dass man das Alter eines Marienkäfers an der Und der bringt nicht nur wegen seiner sieben Punkte Glück, Zum Glück stehen Blattläuse auf dem Speisezettel der Marienkäfer ganz oben. Die Marienkäfer haben zwar auch Feinde, wie z. B. Vögel und andere Insekten, Ich freue mich jedenfalls, wenn ich diese hübschen Käfer im Garten sehe. Und ich versuche, ihnen auch im nächsten Winter wieder möglichst viele Plätze zu reservieren, wo sie sich verkriechen können. Denn Glücksbringer muss man schließlich ein bisschen pflegen. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() April Wenn die Natur jetzt überall erwacht, wird es höchste Zeit, neue Beete im Koboldgarten vorzubereiten. Wenn Ihr auch ein eigenes Beet im Garten anlegen wollt, sucht Ihr Euch am besten einen sonnigen und ungestörten Platz im Garten.Viel Spaß mit Eurem Beet!
gartenkobold@kitzingen.de
Dann könnt Ihr richtig loslegen: Zunächst wird die Erde schön gelockert, das Unkraut herausgezogen und grobe Steine weggenommen. Dann wird die Fläche schön glatt gemacht, so dass es keine Hügel und Löcher mehr gibt. Das geht am besten mit einem Rechen. Wenn die Sonne den Boden schon etwas aufgewärmt hat, könnt Ihr einige Sommerblumen schon direkt auf das Beet aussäen. Welche das sind, könnt Ihr bei den ‚großen Gärtnern‘ hier auf dieser Seite nachlesen. Auch Gemüse, wie z.B. Gelbe Rüben oder Radieschen eignen sich für Euer Beet. Mit dem Finger oder einem Stock zieht Ihr Euch dann Rillen. In diese Rillen kommen die Samenkörner. Auf den Samentütchen steht genau drauf, wie tief die Körnchen gelegt werden und wie viel Platz sie brauchen. Dann werden die Samen vorsichtig mit Erde bedeckt und ganz behutsam mit der Brause der Gießkanne angegossen. Ab jetzt gibt es ständig zu tun: nachschauen, ob die Samen schon keimen, bei Trockenheit gießen, Pflänzchen, die zu dicht stehen, herausnehmen — Ihr seht, im Garten gibt es immer zu tun. Euer Blumuckel
Endlich ist es schön warm draußen. Wenn ich in den Garten gehe, gibt es jetzt jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich den Pflanzen beim Wachsen und den Bäumen beim Grünwerden zuschauen kann, so schnell geht das. In meinem Gemüsebeet geht es auch rasant voran. Die Samen, die ich ausgesät habe, keimen schon, und man merkt, dass sich der Boden schon tüchtig erwärmt hat. Beste Zeit auch dafür, Kartoffeln zu pflanzen. In der Überschrift konntet ihr zwar lesen, dass wir Pommes pflanzen, aber als schlaue und erfahrene Gartenkobold-Leser wisst ihr natürlich längst, dass auch Pommes frites aus Kartoffeln gemacht werden. Und was braucht man nun zum Kartoffel-Pflanzen? Nein — keine Samentüte und auch keine Kartoffelpflänzchen vom Gärtner. Was wir brauchen sind — Kartoffeln! Denn Kartoffeln werden aus Knollen gezogen. Deshalb besorge ich mir ‚Saatkartoffeln‘. Für die habe ich ein sonniges Plätzchen im Beet reserviert. Zunächst grabe ich Pflanzlöcher, die so tief sein müssen, dass die Knollen noch zehn Zentimeter mit Erde bedeckt werden können. Dann lege ich in jedes Loch eine Saatkartoffel und schließe es wieder mit Erde. Damit die Knollen genügend Nährstoffe zum Keimen und Wachsen bekommen, streue ich noch eine dünne Schicht Kompost und etwas Hornspäne auf das Beet und reche es vorsichtig ein. Natürlich darf ich das Gießen nicht vergessen. Dann werden schon bald kleine Blätter aus der Erde spitzen. Wenn diese ungefähr 10 cm groß sind, müssen sie ‚angehäufelt‘ werden. Das bedeutet, dass ich vorsichtig einen kleinen Erdhaufen um das neue Pflänzchen ziehe, so dass sie wie auf einem Hügel stehen. Denn jetzt bilden die Pflanzen unter der Erde lauter kleine neue Kartoffeln und über der Erde ein richtiges Blätterdach mit Blüten und manchmal sogar mit Früchten. Doch die darf man keinesfalls essen, denn die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs, dessen Früchte giftig sind! Ich muss mich also noch etwas gedulden, bis ich ernten kann und zwar so lange, bis das Laub über der Erde welk und braun wird. Das wird erst in ein paar Monaten so weit sein. Und erst dann kann ich meine Kartoffeln ernten. Dann werde ich die ganze Pflanze mit einer Grabgabel aus dem Boden herausheben. Und wenn ich alles richtig gemacht habe, werden viele neue Kartoffeln zum Vorschein kommen. Darauf freue ich mich schon heute. Ganz besonders freue ich mich darauf, aus meinen selbstgezogenen und frisch geernteten Kartoffeln wunderbare Kartoffelgerichte zu kochen. Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Pellkartoffeln, Kartoffelpuffer oder Kartoffelbrei liebe ich ganz besonders. Probiert es aus! Viel Spaß dabei, Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Frühling ist es höchste Zeit, sich wieder einmal mit unseren Zimmerpflanzen zu beschäftigen. Den grünen Freunden in der Wohnung gefällt der Winter meist auch nicht so gut. Draußen ist es nicht so hell wie im Sommer und im Zimmer ist die Luft viel zu trocken. Viele unserer Zimmerpflanzen kommen aus den Subtropen oder den Tropen, dort ist die Luft immer feucht und warm wie in einem Gewächshaus und es gibt keine kalten, dunklen Winter. Klar, dass diese Pflanzen, die es bei uns im Winter aushalten müssen, eine Erholung brauchen. Deshalb lieben sie es, wenn sie umgetopft werden. Euer Blumuckel
gartenkobold@kitzingen.deWenn es jetzt im Garten wieder so richtig rund geht und gepflanzt, geharkt, gejätet, gedüngt und geschnitten wird, wäre es doch bestimmt ganz interessant, selbst etwas zu pflanzen. Ausgesät haben wir ja schon. Allerdings dauert es jetzt eine Zeitlang, bis aus unseren Samenkörnern große und kräftige Pflanzen werden. Bestimmt dürft Ihr auf Eurem Beet selbst aussuchen, was Ihr pflanzen wollt. Zum Beispiel nützliche Sachen, wie Radieschen, Salat oder Karotten. Manche Pflanzen sät man in einem Jahr aus, doch wird es dabei noch ein bisschen spannender, denn man muss bis zum zweiten Jahr auf die Blüte warten, deshalb werden diese Pflanzen als zweijährig bezeichnet. Wunderschöne Pflanzen gibt es da, wie zum Beispiel den Goldlack, Stiefmütterchen, Königskerze oder Vergißmeinnicht. A Stauden kann man übrigens gut von Sträuchern unterscheiden, weil sie krautige, weiche Blätter und Stiele haben. Die Sträucher haben dagegen harte, holzige Zweige und Äste. Viel Spaß beim Gärtnern. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Oder nützliche (für Insekten) und schöne Sachen, wie Löwenmäulchen, Ringelblumen und Schmuckkörbchen. Die blühen alle im Sommer und Ihr müsst sie jedes Jahr wieder neu aussäen. Deshalb nennt man sie auch einjährig. ber Ihr könnt auch mehrjährige Pflanzen verwenden. Die sind auch nützlich und schön und werden Stauden genannt. Bei diesen mehrjährigen Pflanzen sterben im Winter nur die oberirdischen krautigen Teile, wie die Blätter, Blüten und Stängel ab, die unterirdischen Teile, die Wurzeln, überwintern im Boden. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann wieder aus und bildet Stängel, Blätter und Blüten. Und das von Jahr zu Jahr wieder neu. Das kann man jetzt in dieser Jahreszeit gut beobachten. Vielleicht kennt Ihr ja Rittersporn, Taglilien oder Sonnenhut.
Weiden wachsen am liebsten dort, wo es feucht ist. Am Rande von Bächen und Flüssen und überall dort, wo der Boden nicht so richtig trocken wird. Für unsere Bauwerke im Garten sind Weidenzweige also bestens geeignet. Wenn wir uns jetzt einen schönen Geheimplatz im Garten bauen wollen, könnten wir z. B. ein Zelt aus Weidenzweigen errichten. Oder auch einen Tunnel, durch den Ihr durchkriechen könnt. Ihr braucht dazu nur den richtigen Platz, verschieden lange und dicke Weidenzweige, eine Schere und Werkzeug, mit dem Ihr Löcher in den Boden bohren könnt. Ja, und wie das Weidenbauen ganz genau funktioniert — dazu reicht hier unser Platz nicht aus. Wer das aber genau wissen will, kann mir schreiben oder mailen. Dem schicke ich dann ein Merkblatt zu, in dem Ihr alles über das Bauen mit Weiden erfahrt. Meine Adresse: Landratsamt Kitzingen, Gartenkobold, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen oder per e-mail: gartenkobold@kitzingen.de Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Endlich, endlich ist es Frühling geworden. Jetzt möchte ich natürlich so richtig loslegen mit dem Gärtnern. Deshalb habe ich mir ein paar Samentütchen mit Sommerblumen gekauft. So werde ich in ein paar Wochen eine richtig schöne bunte Blumenpracht im Garten haben. Wie Ihr ja schon wisst, müssen manche Blumen in jedem Jahr neu ausgesät werden, deshalb werden sie auch ‚Einjährige‘ genannt. Andere dagegen können im Boden überwintern, das sind dann ‚Mehrjährige‘, der Gärtner nennt sie auch ‚Stauden‘.
Unsere Beete müssen natürlich gut vorbereitet werden: Es ist ein richtig tolles Gefühl, wenn die ersten Blättchen aus der Erde spitzen. Wenn die Pflänzchen größer werden und dann zu dicht stehen, werden einzelne herausgenommen, damit alle Platz haben und sich zu kräftigen Sommerblumen entwickeln können. Ich freue mich schon auf eine bunte Blütenpracht. Viel Spaß! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]()
Abfall? Naja, das stimmt eigentlich nicht, denn die Natur kennt keinen Abfall. Übrig bleibt nur — Erde! Geht das von Zauberhand?
So geht nichts verloren, was aus dem Garten kommt, es entsteht ein ganz natürlicher Kreislauf. So ein Komposthaufen ist leicht anzulegen. Wenn Ihr keinen Komposthaufen im Garten anlegen könnt, ist das auch nicht schlimm. Garten- und Küchenabfälle werden ja in der Biotonne entsorgt. Und alle Abfälle aus der Biotonne werden auch wieder kompostiert, nur eben auf einem viel größeren Haufen. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Na, könnt Ihr es Euch schon denken? Genau — die Regenwürmer. All diese Lebewesen zerkleinern die Garten- und Küchenabfälle so lange, bis daraus wieder feine Erde entsteht. Und diese Erde ist ungeheuer wertvoll für den Garten, denn sie ist sehr nährstoffreich. Man nennt diese Erde auch Humus. Und wenn dieser wertvolle Humus wieder auf die Beete ausgebracht wird, versorgt er die Pflanzen mit Nährstoffen, was sie kräftig wachsen lässt. Die Arbeit im Garten macht Gartenkobolden ja großen Spaß. Ich hoffe, es geht Euch genauso. Wenn ich in meinem Gärtchen hacke, zupfe und ausschneide fällt auch immer allerhand Abfall an.
Wildbienen schätzen aber auch eine Nisthilfe aus Ziegelsteinen. Die Löcher der Steine sind aber zu groß und deshalb werden sie mit einem Lehmbrei gefüllt. (Da kann man mal wieder so richtig matschen!) Ein paar Löcher sollten offen bleiben, in diese kann man ein paar Bambusstängel stecken, das mögen einige Wildbienenarten sehr gerne. In den weichen Lehm aber werden mit Nägeln oder Sticknadeln Löcher gebohrt, die ca. 10 mm tief sein sollten. In eine so vorbereitete Wohnung legen die Wildbienen und viele andere Insekten gerne ihre Eier hinein. Zum Dank dafür vertilgen sie die ungeliebten Schädlinge. Außerdem freuen sich alle Insekten und Kleintiere über einen Garten, in dem ein bisschen Laub, morsches Holz oder ein Reisighaufen liegen bleiben darf. Denn dort haben sie die besten Nistmöglichkeiten. Als ich neulich das Laub von meinen Beeten entfernt habe um meinen Blumenzwiebeln und Stauden Licht und Luft zu verschaffen, habe ich unter den Blättern eine große Zahl von Marienkäfern gefunden. Die haben unter der schützenden Laubdecke überwintert. Da brauche ich mir im Sommer wohl keine Sorgen zu machen, dass die Blattläuse meine Blumen abfressen, meine gepunkteten Freunde sorgen schon dafür, dass die Läuse nicht zu viele werden. Viel Spaß beim Insekten-Wohnungsbauen Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Jetzt wird es aber wirklich Frühling. Und ob Ihr es glaubt oder nicht — es gab tatsächlich einmal eine Zeit, in der die Menschen süchtig nach Tulpen waren, und bereit waren, für eine Zwiebel soviel wie für ein ganzes Haus zu bezahlen. Vor ungefähr 450 Jahren gab es in Holland einige reiche Menschen, die sich für Tulpenzwiebeln völlig verschuldeten und alles, was sie besaßen, dafür ausgaben. Unvorstellbar. Die Tulpe kam eigentlich aus dem Orient zu uns. Dort ist sie ursprünglich gewachsen. Und auch dort war sie sehr beliebt. Ganze Sultanspaläste wurden damit geschmückt. Auf Wänden, Stoffen, Vasen und Geschirr waren Tulpen abgebildet. Sie galt als äußerst kostbare Blume. Als die Tulpe nach Europa kam, wurde kräftig Handel mit ihr getrieben und ihre außergewöhnliche Schönheit und ihre Herkunft aus dem Orient machten sie schnell sehr, sehr begehrt. Heute ist die Tulpe nicht mehr ganz so kostbar, sogar im Supermarkt kann man welche kaufen. Aber wenn ich meine Tulpen im Garten anschaue, die kleinen Wildtulpen oder die großen mit den knallroten und quietschgelben Blüten, die eleganten länglichen oder die mit den spitzen Blütenblättern — wenn ich all diese Blütenformen betrachte, dann kann ich ein bisschen verstehen, dass die Menschen einmal ganz verrückt nach Tulpen waren. Bis nächste Woche Euer tulpensüchtiger Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wenn die Tage wieder länger werden, bekomme ich wieder Besuch von bunt schillernden Schmetterlingen. Wer keinen Garten sondern nur einen Balkon hat, kann den Schmetterlingen trotzdem einiges bieten. Kletterpflanzen und blühende Pflanzen sind sowohl Nahrungsquelle als auch Ruheplatz. Besonders die duftenden Pflanzen haben es den Schmetterlingen angetan. Blühende Kräuter ziehen sie magisch an. Denn sie enthalten viel Nektar, womit der Tisch für die fliegenden Schönheiten reich gedeckt ist. Schmetterlinge bedienen sich am liebsten bei den heimischen Blütenpflanzen. Wer also einen schmetterlingsfreundlichen Garten anlegen möchte, sollte z.B. Wiesen-Schafgarbe, Nickende Distel, Flockenblume, Wiesenmargerite, Leinkraut, Pechnelken, Wiesen-Salbei, Seifenkraut oder Thymian pflanzen. Mittlerweile gibt es sogar Samentütchen, die eine passende Schmetterlings-Mischung enthalten. Wer dafür ein Plätzchen im Garten reserviert, und dann noch viele blühende Gehölze hat, kann sich im Sommer über zahlreichen Besuch von Tagfalter, Pfauenauge und Co. freuen. Grüßt mir die Schmetterlinge Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() So, im Garten geht es richtig rund. Zunächst teile ich mir den Platz ein. Und dann geht es schon los. Die einzelnen Salatpflanzen setze ich nun in die vorbereiteten Löcher. Habt Ihr bestimmt schon auf den Feldern in unserer Umgebung gesehen. Unter dem Vlies bleibt es schön warm, und der Salat kann gut anwachsen. Außerdem ist er vor gefräßigen Vögeln geschützt. Wenn die Sonne aber richtig kräftig scheint, könnt Ihr das Vlies wieder weg nehmen. Viel Erfolg beim Ausprobieren Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Inzwischen haben wir zwar viel in unser Beet gepflanzt und gesät, aber ich habe immer noch Platz. Und den möchte ich mit Kartoffeln bepflanzen. Dazu brauche ich aber weder Samen noch Pflänzchen aus dem Topf. Kartoffeln werden nämlich aus Knollen gezogen. Ich besorge mir also Kartoffeln, die zum Einpflanzen in den Garten geeignet sind, so genannte Saatkartoffeln (gibt’s im Fachgeschäft). An einer sonnigen Stelle in meinem Beet grabe ich Pflanzlöcher, die so tief sind, dass die Knollen noch 10 cm mit Erde bedeckt werden können. Dann hinein mit den Kartoffeln, Erde drüber, wenn möglich noch eine dünne Schicht Kompost drauf und vorsichtig mit der Brause der Gießkanne angießen. Aber damit ist noch nicht alle Arbeit getan. Wenn die jungen Kartoffelpflänzchen ca. 10 cm groß sind, werden sie ‚angehäufelt‘. Wie geht das nun schon wieder? Mit einem Rechen oder einer Hacke häuft man vorsichtig Erde um die Pflanzen herum, so dass sie wie auf einem Hügel stehen. Aber Vorsicht! Die Früchte darf man keinesfalls essen. Die Kartoffel gehört nämlich zu den Nachtschattengewächsen und deren Früchte sind giftig. Wir warten deshalb also, bis das Laub welk und braun wird, denn dann können wir endlich die ersten Kartoffeln ernten. Dazu hebt man die Pflanze vorsichtig mit einer Grabgabel aus dem Boden. Mit ein bisschen Glück haben sich jetzt viele neue Kartoffeln an jeder Pflanze gebildet. Ja, und dann ab damit in die Küche. Denn aus Kartoffeln kann man nicht nur Pommes frites machen sondern auch noch viele andere leckere und gesunde Gerichte. Vielleicht mailt Ihr mir mal, was Ihr so alles daraus gezaubert habt: gartenkobold@kitzingen.de Bis bald Euer Blumuckel Hat ein Herz, einen Kopf, kann schießen, macht fit und hat Durst. Was ist das wohl? Genau - Salat! Denn der hat tatsächlich ein Herz. Der Salat hat auch einen Kopf — aber weder Augen, Nase noch Mund. Und er kann schießen — aber er trifft nicht. Dass Salat fit macht, wisst Ihr sicher auch. Salat ist außerdem durstig — doch er will nicht im Wasser stehen. Und was machen jetzt all diejenigen, die gerne Salat essen, aber keinen Garten oder keinen Platz dort haben? Den Kasten müsst Ihr nun jeden Tag gießen, die Erde darf nicht austrocknen.
Viel Spaß beim Salat-Pflücken! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Den Pflanzen geht es wie den Menschen und Kobolden. Doch dabei muss ich aufpassen, was und wen ich nebeneinander setze. Zu den Bohnen geselle ich das Bohnenkraut. Gurken und Dill passen ebenfalls gut zusammen, Sogar Sommerblumen können gute Nachbarn für Gemüse sein. Ähnlich ist es mit der Kapuzinerkresse. Aber manche Gemüsearten mögen es gar nicht, wenn sie nebeneinander im Beet stehen. Naja, dann achte ich eben darauf, dass jeder einen netten Nachbarn bekommt, Probiert es doch auch mal aus. Euer Gartenkobold
Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Frühling macht es noch mehr Spaß, draußen zu sein. Damit auch keine Pflanze den Frühling verschläft, Dem Holunder werden schließlich magische Kräfte nachgesagt, Sicher ist aber, dass der Holunder viele Heilwirkungen hat. Wenn der Holunder aber eine magische Wirkung haben soll, Deshalb suche ich mir einen Holunderstrauch, Eine Flöte muss natürlich innen hohl sein, Jetzt kommt der schwierigste Teil, denn natürlich braucht so eine Flöte auch Löcher. Die bohre ich mit einem kleinen Handbohrer hinein. Probiert es doch mal aus, aber lasst euch am besten beim Bauen von einem Erwachsenen helfen. Viel Spaß dabei Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ihr wisst ja, jetzt im Frühjahr müssen wir uns überlegen, In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, Bohnen anzubauen. Doch ich wollte auch einmal wissen, wie hoch diese Stangenbohnen werden können. Und das habe ich herausgefunden: Wenn aus dem Samenkorn einer Bohne ein Pflänzchen entsteht, Natürlich kann die Bohne nicht endlos weiterklettern, Ich könnte auch einen Sichtschutz damit bauen, Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten, Aber erfahrene Gartenkobold-Leser beachten solche Dinge immer ganz genau! Bis nächste Woche Euer Gartenkobold
Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Frühling kommen nicht nur die Blumen zum Vorschein, auch viele Insekten schwirren wieder durch die Luft, wenn sie sich auf die Suche nach Nahrung machen. Sie freuen sich darüber, wenn die Blüten voller Nektar sind, und machen dabei reiche Beute. Und wie geht das? Beißt die Pflanze das Insekt? Es gibt verschiedene Arten von fleischfressenden Pflanzen, Die Kannenpflanze hat zum Beispiel ein Blatt zu einer bauchförmigen Kanne umgewandelt. Die Kannenpflanzen kommen hauptsächlich in den Regenwäldern Malaysias und auf Borneo vor. Die Venusfliegenfalle ist wohl die berühmteste fleischfressende Pflanze, Auch bei uns gibt es fleischfressende Pflanzen, sie kommen auf Mooren, Feuchtwiesen und Heiden vor, sind aber sehr selten geworden. Ist so ein Insekt erst einmal gefangen, hört man aber keine schmatzenden Geräusche von der Pflanze, wenn es ans Verspeisen geht. Na, da bin ich aber froh, dass ich kein Insekt bin. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Hört ihr es auch? Kürzlich habe ich aber erfahren, dass die Hummeln immer seltener werden. Sie können natürlich nur dort leben, wo sie genügend Nahrung finden. Um es den Hummeln aber noch ein bisschen leichter zu machen, So etwas kann ich ihnen aber auch bauen: Und schon geht es los: Bestimmt freut sich die Erdhummelkönigin über das Angebot. Da Hummeln sehr friedliche Tiere sind, brauche ich keine Angst vor ihnen zu haben. Und zur Belohnung habe ich dann viele Hummeln im Garten, Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt. Mai Habt Ihr auch eine Lieblingsecke im Garten? So einen Platz, wo man so richtig ungestört ist, sich verstecken, Tiere beobachten oder einfach vor sich hinträumen kann? Ich baue mir dazu immer ein Zelt. Eines, das grünt und blüht. Und das geht so: Zuerst besorge ich mir Samen von Kletterpflanzen. Geeignet sind z. B. Feuerbohnen (die kann man im Sommer sogar ernten und kochen), Wicken (die duften so wunderbar), Prunkwinden (leuchten himmelblau) oder Schwarzäugige Susanne (die blülht gelb und hat in der Mitte ein schwarzes Auge). Alle diese Pflanzen werden über 2 Meter hoch und brauchen ein Klettergerüst. Für unser Zelt also ideal. Jetzt geht es ans Aussäen: Entweder sät man in kleinen Kistchen aus und wartet bis die Pflänzchen ein paar Zentimeter groß sind. Oder Ihr sucht Euch gleich einen Platz im Garten aus, wo das Zelt hin soll, dann könnt Ihr auch an Ort und Stelle aussäen. Aber dazu müssen wir uns erst einmal um unser Zelt kümmern: Aus Haselnuss- oder Bohnenstangen (oder ähnlichen langen, geraden Stäben) baue ich mir an einem hellen, sonnigen Platz im Garten ein Zelt. Ich stecke die Holzstangen schräg in den Boden zu einem Kreis. Die Spitzen der Stangen binde ich oben zusammen, so dass das Ganze aussieht, wie ein Indianer-Wigwam. Um dieses Gerüst herum lockere ich die Erde und lege meine Samenkörner aus oder pflanze meine ausgetriebenen Kletterpflänzchen ein. Sobald die Triebe länger werden, schlingen sie sich um die Stangen herum. Manchmal muss man ein bisschen nachhelfen und die Triebe festbinden. Schon bald werden die Kletterkünstler das ganze Zelt eingewachsen haben. Natürlich müsst Ihr Eure Pflanzen dazu regelmäßig gießen. Wenn Ihr dann in Euer grünes Zelt einzieht, werdet Ihr bestimmt feststellen, dass es etwas ganz besonders ist, unter duftenden Blüten zu sitzen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir im Sommer ein Bild von Eurem grünen Zelt schicken könntet! Wie immer an: gartenkobold@kitzingen.de.Euer Blumuckel ![]() Geht es Euch auch so? Manche Pflanzen sind so schön, dass man mehrere davon haben möchte. Oder Ihr seht bei einem Gartenfreund oder einer Gartenfreundin eine schöne Blume, die Euch so gut gefällt, dass Ihr auch gerne eine davon hättet. Bei vielen Pflanzen ist das kein Problem, denn man kann einen Ableger abschneiden. Besonders gut geht das z.B. bei Fleißigen Lieschen. Von einer kräftigen Pflanze sucht man sich einen Trieb aus, der noch keine Blüten, dafür aber Blätter hat. Den schneidet man mit einem scharfen Messer ab. Dann entfernt man die beiden untersten Blätter und stellt den Ableger in ein Gefäß mit Wasser. Schon nach ein paar Tagen könnt Ihr beobachten, wie sich an der Schnittstelle dünne Wurzeln bilden. Am besten stülpt man eine Plastiktüte über den Ableger, damit nicht so viel Wasser verdunsten kann. Wenn die neuen Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind, holt man sich einen Blumentopf und füllt ihn halb voll mit Blumenerde. Dann bohrt Ihr mit dem Finger ein Loch in die Erde, steckt Euren Ableger vorsichtig hinein, und füllt den Topf mit Erde ungefähr bis unter den Topfrand auf. Gerade so weit, dass das Wasser beim Gießen nicht heraus laufen kann. Jetzt wird die Erde noch ein bisschen angedrückt, damit das neue Pflänzchen gut stehen bleibt. Die Erde sollte ab jetzt nicht mehr austrocknen, allerdings dürft Ihr auch nicht zu viel gießen. Ungefähr so viel, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Jetzt kann man richtig zuschauen, wie aus dem kleinen Ableger eine richtige, große Pflanze wird. Noch ein Tipp: wenn Ihr gleich ein paar mehr Ableger schneidet und einpflanzt, macht es nichts, wenn ein Pflänzchen nicht so gedeiht, wie Ihr Euch das vorgestellt habt. Natürlich könnt Ihr von vielen Pflanzen Ableger schneiden, für den Anfang gelingt es am besten mit unseren Fleißigen Lieschen oder auch mit Geranien. Viel Spaß! Bis nächste Woche Euer Blumuckel
www.kitzingen.de/bürgerservice/service/gartenkobold Im Garten wächst und sprießt es überall. Es macht Spaß, an den Blüten zu schnuppern, den Bienen und Hummeln zuzusehen, wie sie eifrig umherschwirren, und den Morgentau auf den Blättern perlen zu sehen. Besonders schön kann man das auf den Blättern des Frauenmantel sehen. An den Spitzen ihrer Blattränder reihen sich die Tautropfen wie Perlen auf und in der Mitte des Blattes sammelt sich das Wasser, das dann glitzert und glänzt wie ein Edelstein. Wunderschön sieht das am Morgen oder nach einem Regenguss aus. Ganz besonders schöne große Blätter hat jetzt der Rhabarber. Das ist die Pflanze mit den dickeren, rötlich-grünen, sehr, sehr sauer schmeckenden Stielen, die zum Kuchenbacken oder für andere leckere Gerichte verwendet werden. Die riesig großen Blätter, die an den Stielen dran sind, werden in der Küche nicht gebraucht. Aber deshalb braucht man sie nicht gleich auf den Kompost zu werfen. Viele Blüten und Blätter aus dem Garten kann man zum Basteln verwenden. Besonders schön sehen Kränzchen aus Gänseblümchen oder Löwenzahnblüten aus. Wenn man die Augen offen hält, sieht man bald noch viele Dinge mehr im Garten, aus denen man Schmuck basteln kann. Bis nächste Woche Euer Blumuckel
Wer jetzt denkt, dass ich vielleicht etwas verwechselt habe und meine Nase zu lange in Blütenstaub gehalten habe, täuscht sich. Ich denke deshalb an den Winter, weil ich jetzt im Mai eine Gemüseart aussäen möchte, die ich erst im November oder Dezember ernten kann. Und zwar aus einem Eimer. Im Keller. Klingt komisch? Stimmt, aber so ist das nun mal mit Chicoree. So heißt das Gemüse, das schon bei den Römern als Heilpflanze bekannt war. Der Chicoree wird jetzt im Mai ausgesät. Den Samen bekommt Ihr im Fachgeschäft. Die ausgegrabenen Rüben ziehen jetzt um. Und zwar in einen Eimer, der am besten in den Keller gestellt wird. Dunkel sollte es auf jeden Fall sein und die Temperatur sollte so zwischen 12 und 18°C betragen. Die Rüben werden dicht — Kopf an Kopf- in den Eimer gesteckt und mit einer Erdschicht abgedeckt. Dann wird kräftig gegossen. Was jetzt kommt, glaubt Ihr mir vielleicht nicht, denn bis jetzt habe ich Euch ja immer erzählt, dass Pflanzen Licht und Luft zum Wachsen brauchen. Aber unsere Eimer mit den Chicoree-Rüben — die decken wir jetzt mit einem Karton oder etwas ähnlichem ab, damit kein Licht durchkommt. In diesem Dunkel werden nämlich in aller Ruhe zarte Chicoree-Knollen heranreifen, die einige Woche später bereit zum Ernten sind. Das klingt alles sehr abenteuerlich, aber probiert es doch einmal aus. Chicoree ist nicht nur gesund, er schmeckt auch fantastisch. Viel Spaß beim Ausprobieren Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Ach, so langsam sollte ich an den Winter denken.Bestimmt habt Ihr in der letzten Zeit öfter gehört, dass manche Pflanzen erst nach den Eisheiligen gepflanzt werden sollen. Ich wollte jetzt einmal ganz genau wissen, wer oder was diese Eisheiligen sind und was das mit den Pflanzen zu tun hat. Dabei habe ich einiges herausgefunden: Die Eisheiligen sind nicht etwa heilige Figuren aus Eis. Schon seit vielen Jahrhunderten wird das Wetter beobachtet. Und damit wird auch klar, was die Eisheiligen mit unseren Pflanzen zu tun haben. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() So, die Eisheiligen sind vorüber, jetzt kann ich ja daran denken, meine Rothäute im Garten unterzubringen. Tatsächlich habe ich mir Tomatenpflanzen gekauft, und ich freue mich schon auf die dicken, roten Früchte. Doch bis es soweit ist, muss ich die Pflänzchen ein bisschen pflegen.
Bald schon entwickeln sich an der Tomatenpflanze nicht nur Blüten sondern auch neue kleine Triebe, die zwischen dem Hauptstängel und den Blättern herauswachsen.
Ihr merkt schon, so ein bisschen Mühe und Aufmerksamkeit brauchen die Tomaten schon, aber ich verspreche Euch, es lohnt sich. Denn es gibt für Kobolde fast nichts besseres als frisch gepflückte Tomaten, die noch warm sind von der Sonne. Auf diese Köstlichkeit freue ich mich schon. Viel Spaß beim Ausprobieren Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Heute wird mal nichts gepflanzt. Trotzdem brauchen wir Blumentöpfe. Am besten solche aus Ton. Denn heute basteln wir uns klingende Blumentöpfe. Dazu brauche ich: saubere Tontöpfe, Farben, Pinsel, Schnur, Steine, Nägel oder Schrauben und sonstige Materialien, die Klänge erzeugen können. Zunächst nehme ich mir die Blumentöpfe vor. Damit sie nicht so langweilig aussehen, möchte ich sie bunt bemalen. Das geht sehr gut mit Plaka- oder Acrylfarben, aber auch mit Wasserfarben. Vor dem Bemalen müssen die Töpfe allerdings gründlich sauber gemacht werden, sonst halten die Farben nicht. Aber dann kann es losgehen, und aus ganz normalen braunen Blumentöpfen werden wild gemusterte, bunt verzierte und schön bemalte ‚Klangkörper‘. Die ich aber jetzt noch zum Klingen bringen muss. Und dafür brauche ich die Schnur, die Steine und die Nägel. Wenn die Farbe getrocknet ist, fädle ich die Schnur durch das Loch im Boden der Tontöpfe. Direkt unterhalb dieses Loches knote ich ein kleines Holzstückchen an die Schnur, damit diese dann nicht mehr durch das Loch rutschen kann. Das oberer Ende der Schnur lasse ich so lange, dass ich den Topf aufhängen und er noch schön im Wind schaukeln kann. An das untere Ende der Schnur knote ich einen Stein oder ein paar Nägel oder Schrauben. Diese sollen dann bei Wind sachte gegen die Wände im Inneren des Topfes schlagen und ihn damit zum Klingen bringen. Natürlich könnt ihr noch viele andere Dinge an die Schnur knoten, jedes Material wird andere Töne und Geräusche erzeugen. Probiert doch einfach verschiedene Gegenstände aus. Ich hänge meine klingenden Blumentöpfe gerne an Bäume. Damit habe ich auch gleich eine Vogelscheuche, wenn in ein paar Wochen die ersten Kirschen reif werden. Viel Spaß beim Ausprobieren Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Endlich kann ich wieder im Gras liegen und mir von den Gänseblümchen die Nase kitzeln lassen.
Und man kann sie essen. Genau, richtig gelesen.
Auch im Kräuterquark machen sich ein paar Gänseblümchen ganz gut. Und wer es etwas deftiger mag, kocht sich eine Gänseblümchensuppe. Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() So, die Eisheiligen sind vorüber. Aber das eigentliche Thema dieser Woche ist ein ganz anderes.
Damit die Pflanzen auch schön nach oben wachsen und sich nicht zu einem Busch entwickeln, muss ich aber regelmäßig die Seitentriebe entfernen, die sich zwischen dem dicken Stängel und den Blättern bilden. Wenn jetzt noch kräftig die Sonne scheint, dann wird es im Sommer eine reiche Tomatenernte geben. Probiert es doch aus! Viel Spaß beim Tomatengärtnern! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Garten zirpt und zwitschert es, viele Stauden blühen schon, und jeden Tag entdecke ich wieder etwas Neues, das gewachsen ist. Gestern bin ich wieder einmal im Gras gelegen und habe Vögel und Käfer beobachtet.
Die meisten Kletterpflanzen brauchen ein Gerüst, um das sie ihre Triebe schlingen können.
Ich werde mir wohl zwei oder drei verschiedene Kletterer auswählen. Viel Spaß dabei, Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Seid ihr in letzter Zeit auch an Sträuchern vorbeigekommen, die viele große, weiße Blütendolden haben, die auch noch kräftig duften?
Auch gilt Holunder als wichtige Heilpflanze. Erinnert ihr euch noch, als wir Tinte aus Holunderbeeren gemacht haben? ( Die man aber keinesfalls trinken darf, denn rohe Holunderbeeren sind giftig!)
Probiert es doch einmal aus. Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Die Pfingstferien stehen vor der Tür — einige von euch fahren vielleicht schon in die Ferien. Doch für all diejenigen, die in den nächsten beiden Wochen zu Hause bleiben, gibt es natürlich wieder einen Tipp. Denn ich habe mir als Ferienbeschäftigung vorgenommen, ein eigenes Gartenhäuschen zu bauen. Wenn ihr auch so etwas vorhabt, braucht ihr dazu sicher die Hilfe eines Erwachsenen. Wie ihr euch vorstellen könnt, soll das Häuschen oder die Hütte nicht allzu kompliziert zu bauen sein. Deshalb eignet sich am besten ein Platz unter Bäumen oder Sträuchern. Unter ausladenden Zweigen und Ästen hat man nämlich schon ein wunderbares Dach. Aus einigen Holzstäben, mit Wäscheleinen, Decken, Tüchern und ähnlichen Materialien kann man die Wände ‚bauen‘. Gut eignen sich auch Matten aus Schilfrohr — oder alles, was man beim Stöbern eben noch so findet und verwenden darf. Zwischen die Zweige und Äste kann man dann die Wäscheleine spannen und daran die ‚Wände‘ aus Tüchern und Decken befestigen. Der Fantasie sind dabei ja keine Grenzen gesetzt. Für mein Gartenhäuschen werde ich eine Wand aus Brettern bauen. Für den Boden habe ich mir eine alte Holzpalette besorgt, und das Dach sollen ein paar Holzlatten bilden. Darauf kann ich dann auch eine gebrauchte Kunststoff-Folie befestigen. Und weil die nicht so schön aussieht, werde ich auf dieser Folie noch eine Schilfrohrmatte befestigen. Aus Stoffresten mache ich mir einen Vorhang, der als Tür dient. Und damit mein Gartenhäuschen dann noch grün und blühend wird, pflanze ich an die Wände ein paar Kletterpflanzen. Wicken oder Schwarzäugige Susanne, die wachsen schnell und bedecken dann die ganze Hütte. So kann man auf den ersten Blick gar nicht erkennen, dass ich mir da ein Häuschen im Grünen gebaut habe. Von hier aus kann ich ganz besonders gut die Vögel und Tiere im Garten beobachten. Das wird eine spannende Sache. Dazu brauche ich bestimmt ein bisschen länger. Deshalb mache ich jetzt eine kleine Pause mit den Gartentipps. Nach den Ferien gibt es wieder neue Nachrichten aus meinem Garten. Viel Spaß beim Gartenhäuschen-Bauen und schöne Ferien Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Habt ihr schon den Tipp von letzter Woche ausprobiert, wie sich aus Erde Farben herstellen lassen? Nun, diese Woche geht es um ein ähnliches Thema. Denn zum Malen braucht man ja Pinsel. Und wie ihr den Gartenkobold kennt, basteln wir uns natürlich auch die aus Naturmaterial. Das geht wie immer ganz einfach. Ihr braucht dazu: Eine Schere, Bindfaden, ein paar gerade, stärkere Äste (so ungefähr 1 Zentimeter Durchmesser), und für den eigentlichen Pinsel Gräser, Federn, dünne Zweige, Tannenzweige und andere Materialien, die ihr noch so finden könnt. Und schon kann es losgehen: Aus einer Sorte Material schnürt ihr kleine Bündel. Also, zum Beispiel eines aus Gräsern, eines aus Tannenzweigen, eines aus dünnen Zweigen und so weiter. Daraus wird der Pinselkopf, mit dem man malen kann. Dann nehmt ihr euch ein Stück der stärkeren Äste — dieses gibt den Griff des Pinsels. Das kleine Bündel bindet ihr nun an dem stärkeren Zweigstück fest — und fertig ist der Pinsel. Ihr werdet feststellen, dass man beim Malen mit jedem Bündel unterschiedliche Muster bekommt. Mit Tannenzweigpinseln könnt ihr ganz anders malen als zum Beispiel mit Gräserpinseln. Ihr könnt dazu entweder Wasserfarben oder Farben aus Erde verwenden. Auf jeden Fall ergeben sich ganz tolle Bilder mit den Naturpinseln. Probiert es doch einmal aus! Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Draußen ist alles schon ganz bunt. Viele Sträucher blühen und in den Beeten leuchten jeden Tag neue Blumen in tollen Farben. Es ist, als ob die Natur ihren Farbkasten geöffnet hat. So begeistert, wie Gartenkobolde von den Farben sind, waren die Menschen schon vor Jahrhunderten. Man wollte die Farben, die die Natur bietet, dazu nutzen, Stoffe oder Wolle zu färben. Welche Pflanzen sich dazu eignen, kann man heute noch an ihren Namen erkennen. Da gibt es zum Beispiel die Färber-Kamille, den Färber-Ginster, die Färber-Distel oder die Färber-Röte. All diese Pflanzen kann man auch in den Garten pflanzen oder säen. Die sehen nämlich auch noch schön aus. Ich glaube, ich werde mir ein richtiges Färber-Pflanzen-Beet anlegen. Und dann probiere ich aus, damit zu färben. Die Natur hat uns aber auch noch andere Farben geschenkt. Denkt nur an die verschiedenen Brauntöne der Erde. Damit kann man sogar malen. Probiert es doch mal aus: Ihr braucht dazu etwas Erde, Tapetenkleister und einen kleinen Behälter zum Anrühren der Farben. Zunächst muss die Erde von Steinen und Pflanzenresten befreit werden. Am besten schüttet ihr sie durch ein Sieb. Nun gebt ihr die fein gesiebte Erde in einen Behälter und mischt sie mit etwas Tapetenkleister. Das Ganze wird jetzt mit etwas Wasser angerührt — und schon ist die Farbe fertig. Damit könnt ihr nun auf einem Karton oder auf einem Holzbrett malen. Bestimmt werdet ihr schnell feststellen, dass die Erde ganz unterschiedliche Farben hat, je nachdem, wo sie herkommt. Um noch andere Farbtöne zu bekommen, könnt ihr auch Straßenstaub, Komposterde, zermahlene Holzkohle, Lehm, Sand oder den rötlichen Staub von Ziegelsteinen verwenden. Wenn man zerstampfte Blüten oder Blätter mit dazu mischt, kann man die Bilder noch bunter ausgestalten. Probiert es doch mal aus. Viel Spaß dabei! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Habt Ihr bei der Überschrift auch zweimal hinschauen müssen? Nachdem gestern der 1. Mai war, ist mir nämlich aufgefallen, dass es ganz viele Bezeichnungen mit ‚Mai‘ im Namen gibt. Denkt nur an den Maibaum. Der wurde ja am Abend vor dem 1. Mai aufgestellt. Jetzt stehen in vielen Dörfern und Städten wieder große, bunt geschmückte Bäume. Maibäume sind also nicht etwa Bäume, die im Mai wachsen. Maibäume werden aufgestellt, weil sie ein Symbol des Frühlings und der wiedererwachenden Natur sind. Ganz besonders gut eignen sich deshalb die Birken, weil ihre zarten, hellen Blätter den Frühling besonders gut zeigen. Denn mit dem Mai beginnt eine blumenreiche Zeit. Denkt nur an das Maiglöckchen. Das heißt deshalb so, weil es im Mai blüht. Sicher kennen es viele von Euch. Es hat längliche, dunkelgrüne Blätter und einen Stiel mit vielen kleinen, weißen Blütenglöckchen dran. Es duftet und duftet — Gartenkobolde lieben diesen Maiglöckchengeruch. Diese zarte Maiblume wächst besonders gerne dort, wo es schattig und feucht ist. Also im Wald oder im Garten unter Bäumen und Sträuchern. Doch Vorsicht! Das Maiglöckchen ist giftig. Ihr dürft weder die Blätter noch die Blüten noch ihre Zwiebelchen in den Mund nehmen! Aber dran schnuppern könnt Ihr gefahrlos. Es gibt also Mai-Bäume, Mai-Blumen — fehlen noch die Mai-Tiere. Dazu fällt mir natürlich sofort der Maikäfer ein. Habt Ihr schon einmal einen gesehen? Die großen, glänzend brauen Käfer mit ihren breiten Fühlern fliegen wie brummende Hubschrauber durch die Lüfte. Im Mai fliegen sie besonders in den Abendstunden aus. Besonders gerne fressen sie die Blätter von Eichen, Buchen, Birken oder anderer Bäume. Und kürzlich habe ich sogar etwas über einen Mai-Wurm gelesen. Das ist zwar auch ein Käfer, heißt aber trotzdem Wurm. Er ist schwarz-blau und ungefähr 3 cm lang. Besonders gerne hält er sich an sonnigen Stellen im Laubwald auf, wo man ihn jetzt im Mai besonders gut sehen kann. Vielleicht treffe ich ja mal einen Mai-Wurm. Wenn nicht, schnuppere ich einfach weiter an den Maiglöckchen und freue mich über jede neue Blume, die im Mai zu blühen beginnt. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ich habe schon ganz schön viel ausgesät. Ihr auch? Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass ich noch genug Platz für meine Dahlien habe. Dahlien — hört sich so ähnlich an wie Darling. Also wie etwas, was man sehr gerne hat. Bei mir stimmt das, ich mag die Dahlien wirklich gern. Eigentlich lautet ihr deutscher Name Georgine. Aber unter dieser Bezeichnung ist die Dahlie nicht so sehr bekannt. Ihr habt Dahlien bestimmt schon einmal gesehen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen. Sie haben rundliche Blütenköpfe, die aus vielen einzelnen Blütenblättern bestehen. Bei manchen Dahliensorten sind diese Blütenblättchen ganz spitz, dann wirkt die ganze Blume wie ein dicker Stern. Bei anderen sind sie kürzer und mit rundlichen Enden, dann sehen sie aus wie kleine Kugeln. Die mag ich auch am liebsten und deshalb werde ich sie in meinen Garten pflanzen. Doch so schön die Dahlien auch sind, leider können sie im Winter nicht draußen bleiben. Sie müssen ausgegraben und dunkel und kühl überwintert werden. Aber jetzt — Ende April — ist der beste Zeitpunkt, sie wieder herauszuholen und einzupflanzen. In den Gartengeschäften gibt es die Knollen jetzt auch wieder zu kaufen. Dahlien brauchen eine gute Gartenerde, sie können es auch ruhig sonnig und warm vertragen, schließlich ist ihre Heimat Mexiko. Ab Juli beginnen die Dahlien dann mit ihrer Blüte. Und dies tun sie bis in den Herbst hinein. Doch wenn es dann wieder kalt wird draußen, müssen die Knollen wieder herein geholt werden. Wann der beste Zeitpunkt dafür ist, und wie die Dahlien über den Winter gebracht werden, berichte ich Euch dann im Herbst. Aber jetzt genießen wir doch erst einmal den Frühling und ich freue mich schon, wenn meine Darlings, äh.. Dahlien blühen. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Die Wiesen sind zur Zeit ganz grün und saftig. Bestimmt habt ihr schon einmal eine der gelben, dicken Blüten abgezupft. Überhaupt — die Wurzel! Aber die lange Wurzel ist nicht nur lästig, sie kann auch sehr wertvoll sein. Doch nicht nur die Wurzel kann man verwenden, Frisch gepflückte, zarte, junge Löwenzahnblätter, am besten aus dem Garten, Die Löwenzahnblätter werden gründlich gewaschen und dann in Streifen geschnitten. Probiert es doch mal aus! Viel Spaß dabei Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt. ![]() Seit einigen Wochen sehe ich an vielen Straßen Schilder, auf denen ‚Spargel‘ steht. Warum ist das so? Spargel wächst nicht überall. Aber was ist denn der Spargel überhaupt? Ihr habt aber bestimmt auch schon grünen Spargel gesehen. Ich habe auch eine Antwort darauf gefunden, warum es Spargel nur so kurze Zeit gibt: Ach, und dann habe ich noch herausgefunden, Guten Appetit beim Spargelessen! Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt.
In dieser Jahreszeit gibt es viel zu tun im Garten. Diese drei Gemüsearten haben einiges gemeinsam: In der Gärtnerei habe ich jeweils eine dieser drei Pflanzen gekauft und im Garten eine passende Stelle dafür ausgesucht. Für die Gurkenpflanzen habe ich einen warmen und windgeschützten Platz gewählt. Zucchinipflanzen brauchen dagegen kein Gerüst, Die größten Früchte aus der Familie aber sind die Kürbisse. Probiert es doch mal aus. Es ist ganz einfach, solche Schwergewichte im Garten heran zu ziehen. Viel Spaß dabei Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt.
![]() Juni Normalerweise bekommen Geburtstagskinder Glückwünsche und Geschenke. Bei diesem Früchtchen sind wir die Beschenkten. Jedes Jahr ab Mai leuchten sie, rot und lockend, aus glänzend grünem Laub heraus. Ihr wisst es schon, ich rede von der Erdbeere.
Unsere Gartenerdbeere wurde tatsächlich erst vor 250 Jahren geboren, per Zufall. Der englische Botaniker Philip Miller fand im Jahr 1759 eine Erdbeerpflanze mit großen aromatischen Früchten. Er nannte die neue Pflanze „Ananas-Erdbeere“. Die neue Erdbeere war eine Tochter der kleinfruchtigen Scharlach-Erdbeere aus Nordamerika und der großfruchtigen Chile-Erdbeere aus Südamerika. Erst in Europa trafen sich die beiden. So ein Glück für uns.
Manche Erdbeeren können nicht weit reisen, sie müssen frisch gepflückt und dann gleich gegessen werden. Eine solche Erdbeere ist „Mieze Schindler“, manche nennen sie die Praline unter den Erdbeeren. Sie ist eher kleinfrüchtig, dunkelrot und hat ein sehr weiches Fruchtfleisch. Ihr Geschmack ist unvergleichlich.
Bis jetzt haben wir uns immer an den schönen Dingen im Garten gefreut. Den Rosen und den Kletterpflanzen, wir haben Tiere beobachtet und den Geräuschen gelauscht. Aber jetzt beginnt eine Zeit im Koboldsgärtchen, die ich am meisten liebe. Meine Erdbeeren werden nämlich reif. Zwar gibt es sie schon seit ein paar Wochen in den Geschäften zu kaufen, aber richtige Erdbeernaschkatzen wissen, dass es nichts besseres gibt, als ganz frisch gepflückte Erdbeeren, die noch warm sind von Sonne und nach Sommer duften. Unwiderstehlich. Und Erdbeeren sind nicht nur lecker sondern auch gesund. Sie enthalten viel Vitamin C, Kalzium, Magnesium und Eisen. Ist alles gut für unseren Körper. Vielleicht ist euch schon einmal aufgefallen, das von den Erdbeerpflanzen lange Triebe herauswachsen, die aussehen, wie meterlange Schnüre mit Mini-Erdbeerpflanzen dran. Das sind ‚Ausläufer‘, die zur Vermehrung der Pflanzen da sind. Wenn die Pflanzen zu alt und zu erschöpft sind, kann man sie mit diesen Ausläufern ganz leicht wieder verjüngen. Dazu schneidet man diese langen Triebe von der Mutterpflanze ab und pflanzt sie in lockere Erde, im Abstand von ungefähr 30-40 cm. Aus den kleinen Blättchen entstehen dann wieder neue Erdbeerpflanzen. Aber achtet darauf, dass ihr die Pflanzen nicht zu tief einsetzt, sonst gibt es im nächsten Jahr nur wenige Blüten und damit auch wenig Erdbeeren. Zu hoch darf die Pflanze aber auch nicht sitzen, sonst könnte sie im Winter erfrieren. Das ‚Herz‘, also die Mitte der Erdbeerpflanze sollte ungefähr zur Hälfte im Boden sein. So kann man alle paar Jahre aus den langen Ausläufern neue, kräftige Pflanzen heranziehen, die dann viele leckere Beeren liefern.
Ein Tipp noch: Erdbeeren muss man vorsichtig gießen. Wenn die Blüten und Blätter dauernd mit Wasser benetzt werden, bekommen sie leicht Grauschimmel. Deshalb sollte man die Pflanzen nicht von oben überbrausen. Besser ist es, das Wasser direkt am Boden an die Pflanzen hin zu gießen. Guten Appetit beim Erdbeeren naschen Euer Blumuckel Überall, wo ich nun gehe und stehe, laufe und sitze, ziehen mir die vielfältigsten Düfte in meine liebliche Koboldknollennase. Manchmal ist es, als liefe ich in eine Duftwolke hinein. Manche Düfte ziehen herum, eben sind sie in der Nase, und schon wieder weg. Die erschnüffle ich dann, indem ich meine Näschen hierhin und dorthin halte, mich strecke, bücke, verbiege. Das sähe bestimmt komisch aus, wenn Ihr mich sehen könntet. Heute Morgen war es eine Wildrose mit vielen kleinen weißen Blütenbüscheln, die ich so entdeckt habe. Süß und voll war ihr Duft. Ich habe die Nase ganz voll genommen und versucht, alles herauszuriechen, was in diesem Duft enthalten ist. Das fand ich gar nicht so leicht, hat aber großen Spaß gemacht. Interessant ist, an allen Rosen zu riechen, die mir auf meinen Wegen begegnen. Manche sind großblütig und wunderschön rot oder gelb, riechen aber nach nichts. Der Duft mancher Rosen ist so voll und schwer, davon wird mir ganz schummrig. Andere riechen frisch und leicht. Wenn ihr Eure Kindernasen, die ja längst nicht so hübsch wie Koboldsnasen sind, überall hineinsteckt, werdet ihr viele andere Blüten entdecken. Die Holunderbüsche sind schon fast abgeblüht, aber vielleicht könnt ihr noch eine Nase erwischen. Wie duftet Holunder? Auch süß und stark, sehr eigen, wie nur Holunder riechen kann. Ein Geruch, der mir manchmal sogar zu stark werden kann. Neulich ging ich einem starken süßen Duftstoß auf die Spur und fand ein großes Beet mit Osterluzei. Ein merkwürdiger Geruch, der mich an Obst erinnerte. Ich lernte, dass die Osterluzei eine Pflanze ist, die gerne in warmen Weinbaugebieten wächst. Die duftenden gelbgrünen Blüten sind eine Falle für Insekten. Gierig kriechen sie in die Blüte. Zuerst ist die noch ein breiter Kelch, der sich zu einer engen Blütenröhre verengt. Unten angekommen ist das Tierchen in einer Kugel gefangen. Die Blütenröhre hat Haare, die so eine arme kleine Fliege oder Biene hindern, hinauszukommen. Wenn die Blüte befruchtet ist, erschlaffen die Haare. Beladen mit Blütenstaub kann das Tierchen entkommen und fliegt gleich zur nächsten Blüte, angelockt vom Duft und gierig nach Futter.
Eine duftige Woche wünscht Euch der Gartenkobold, Euer Blumuckl Eben habe ich ein ganz geniales Frühstück gehabt: zwei Hände voll Felsenbirnen, ein paar Johannisbeeren, Joghurt und Müsli - lecker. Felsenbirnen? Sind Euch schon die leuchtenden Beeren an manchen Sträuchern aufgefallen? In den Gärten und Parks wachsen sie, die Felsenbirnen. Der botanische Name ist Amelanchier. Die Sträucher tragen kleine Früchte, die gar nicht wie Birnen aussehen. Sie sind johan¬nis¬beergroß. Man kriegt sie hier bei uns nicht zu kaufen und es ist auch ein bisschen auf¬wendig, sie zu pflücken. Gerade reifen die Früchte, von grün zu rot. Und reif sind sie, wenn sie purpurrot bis schwarz sind. Reif schmecken sie am besten. Ihr müsst Euch dann beeilen, noch ein paar zu ernten, denn auch die Vögel schätzen die Felsenbirnen sehr. Oft nasche ich sie vom Strauch. Die Früchte sind sehr süß und schmecken hervor¬ragend. Das wussten unsere Grosseltern vielleicht noch besser - Korinthenbaum wurde die Felsenbirne früher nämlich genannt, weil man ihre Früchte trocknete und als Ersatz für Korinthen verwendete. Aber warum trocknen, wenn die Beeren doch von der Hand in den Mund viel besser schmecken: ein bisschen nach Heidelbeere und Marzipan. Die Felsenbirne ist ein Multitalent-Strauch. Sie kann alles. Im April blüht sie wunderbar weiß und zart, noch bevor die Blätter treiben. Im Herbst leuchtet ihr Laub kupferrot. Und jetzt, im Juni oder Juli ist Erntezeit, dann werden die Früchte der Felsenbirne reif. Sie ist ein Strauch, der zu jeder Jahreszeit attraktiv ist. Alle Felsenbirnen sind vollkommen winterhart, lieben kalkhaltigen Boden und vertragen auch Halbschatten. In Kanada wird die Erlenblättrige Felsenbirne in Plantagen angebaut. Ihre Früchte heißen Saskatoons und sind dort sehr beliebt und bekannt. Die Früchte unserer Felsenbirnen könnt Ihr frisch essen, Ihr könnt aber auch die Erwachsenen fragen, ob sie mit Euch Felsenbirnen-Marmelade oder Kompott, zu Pfannkuchen, kochen mögen. Nehmt für die Marmelade ruhig etwas weniger Gelierzucker, denn in den Beeren steckt schon jede Menge Fruchtzucker. Auch die süße Marmelade hat einen marzipanartigen Geschmack. Felsenbirnen könnt Ihr mit anderen Früchten mischen, dann geben sie die Süße und ihre dunkelrote Farbe und runden den Geschmack ab. Wer weiß: wenn Ihr eine große Menge gepflückt habt, backt Euch Eure Mama, Euer Papa, die Oma oder Euer große Bruder womöglich einen Felsenbirnen-Kuchen. Sagt, sie sollen sie ähnlich wie Johannisbeeren verarbeiten. Oder könnt Ihr selber schon backen? Es ist kaum zu glauben, Felsenbirnenfrüchte sind köstlich und dabei gesund. Sie enthalten zahlreiche Vitamine und Flavonide. Deshalb normalisieren sie den Schlaf, die Herzleistung, verringern den Blutdruck und helfen bei Hals- und Mundentzündungen. Sie festigen, erweitern die Blutgefässe und helfen, sie elastischer zu machen. Viel Spaß Euch beim Naschen und Kochen! Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Euer Gartenkobold, der Blumuckl Heute Nacht ist Johannisnacht, Mittsommer, das bedeutet lange Tage und sehr kurze Nächte. Viele Pflanzen führen „Johannis“ im Namen, weil sie jetzt reifen oder blühen: Johannisbeeren, Johanniskraut, Johannisnüsse. Johannisnüsse? Das sind die knallgrünen Walnüsse, die fast nur aus der grünen Schale bestehen. Letzte Woche hatte ich Euch erklärt, wie man ganz leicht von der Hand in den Mund leben kann. Diese Woche geht es um ein Rezept, das ist so kompliziert und alles dauert so lange. Es geht um „Schwarze Nüsse“, die in manchen Gegenden eine Spezialität sind. Lasst Euch von einem Erwachsenen helfen, denn es wird heiß hergehen. Zieht zum Arbeiten Gummihandschuhe an, denn sonst sind auch Eure Finger schwarz, und los geht es: Zuerst erntet Ihr einige grüne Walnüsse, für’s erste so 500 Gramm. Legt die Nüsse in eine Schüssel (aus Glas oder Porzellan) mit viel kaltem Wasser und durchstecht sie unter Wasser mehrfach mit einer langen Nadel. Neun Tage bleiben die Nüsse im Wasser liegen, doch muss dieses täglich gewechselt werden, ein- oder zweimal. Am zehnten Tag übergießt Ihr sie mit kochendem Wasser und lasst es ablaufen. Dabei werden die Früchte von der restlichen Gerbsäure befreit. Inzwischen kocht Ihr für 500 Gramm Nüsse 500 Gramm Zucker mit 1/4 Liter Wasser bei schwacher Hitze auf, bis sich der Zucker aufgelöst hat und diese Flüssigkeit klar ist und Fäden zieht. Dazu gebt Ihr nun die Nüsse und kocht sie, bis sie schwarz und weich sind. Mit einem Löffel werden die Nüsse dann in Gläser oder einen Steinguttopf gelegt. Darüber gießt Ihr den dick aufgekochten Sirup. Sobald Nüsse und Sirup erkaltet sind, bindet Ihr das Behältnis mit einem Stofftuch zu. Mindestens sechs Wochen müssen die Schwarzen Nüsse ziehen. Am besten sollen sie erst nach zwei bis vier Jahren schmecken, dann sollen sie geschmacklich ihren Höhepunkt erreicht haben. Man isst sie zu gekochtem Fleisch, zu Wild oder wie Konfekt und zu Nachspeisen. Als Beilage sollte man sie immer in möglichst feine Scheibchen schneiden. Pro Person nimmt man eine halbe bis maximal eine Nuss. Ich habe selber keine Ahnung, wie die Johannisnüsse schmecken werden. Ich werde heute anfangen, sie zum ersten Mal zu kochen. Ich will sehen, wie die Nüsse langsam schwarz werden. Ich möchte wissen, wie sie schmecken. Wer mitmachen will, wer mir von seinen Versuchen erzählen will oder wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de. Euch nusslosen Lesern wünsche ich lange unbeschwerte Sommertage! Wer weiß, vielleicht dürft Ihr auch mal von unseren Schwarzen Nüssen kosten. Euer Gartenkobold, der Blumuckl Am Abend bleibt es von Tag zu Tag länger hell. Ist euch das auch schon aufgefallen? Doch das bleibt nicht den ganzen Sommer über so. Das geht nur genau bis zum 21. Juni so weiter, dem Tag des Sommeranfangs, dem längsten Tag und der kürzesten Nacht. An diesem Tag bleibt es 16 Stunden lang hell, so lange wie an keinem anderen Tag im Jahr, denn die Sonne erricht ihren höchsten Stand am Himmel. Danach werden die Tage ganz langsam wieder kürzer. Am 23. September ist es dann genauso viele Stunden lang hell, wie es dunkel ist. Das ist dann das Datum der Tag- und Nachtgleiche und gleichzeitig Herbstanfang. Doch daran wollen wir jetzt zum Sommeranfang noch gar nicht denken. In vielen Orten feiert man den Tag der Sonnwende mit einem großen Feuer. Früher glaubte man, dass man damit böse Geister vertreiben könne und Glück und Gesundheit bekäme. Heute feiert man in dieser Nacht den Beginn des Sommers. Übrigens gibt es auch eine Pflanze die Sonnenwende heißt. Sie hat ihren Namen nicht etwa deshalb, weil sie am 21. Juni blüht sondern weil sie ihre Blätter immer in die Richtung stellt, in der die Sonne gerade steht. Mir ist aufgefallen, dass die Vögel nicht mehr ganz so eifrig und laut zwitschern. Sie sind jetzt vollauf damit beschäftigt, ihre ausgeschlüpften Jungvögel zu füttern — ein ziemlich anstrengender Job, denn die Kleinen sind dauernd hungrig. Wenn ihr die Stellen kennt, an denen die Vögel ihre Nester im Garten gebaut haben, könnt ihr gut beobachten, wie die Vogelkinder ihre kleinen Schnäbelchen ständig nach Futter strecken. Allerdings muss man dazu ganz, ganz vorsichtig sein, damit man die Vogeleltern nicht beim Füttern stört. Euer Blumuckel Wenn Ihr Fragen zum Thema Garten habt, könnt Ihr mir gerne mailen: gartenkobold@kitzingen.de Ja, wer ist denn die Wegwarte überhaupt? Muss ich die kennen? werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Die Wegwarte ist die Blume des Jahres 2009, eine Blume, die wild überall bei uns an den Straßen- und Wegrändern wächst. Jetzt, von Juni bis Oktober blüht sie in einem weit leuchtenden Himmelblau. Wie die Sonnenblume ist die Wegwarte ein sogenannter „Korbblütler“. Jedes einzelne blaue Blütenband ist selber eine Blüte, eine Zungenblüte. Erkennt Ihr es? Viele Zungenblüten bilden ein Blütenköpfchen, das wie eine einzige große Blüte aussieht. Aber diese Blüten öffnen sich nur an hellen Tagen oder bei Sonne. Am frühen Nachmittag gehen sie schon schlafen, die Blüte ist dann geschlossen. Da stehen sie dann am Wegrand, die Wegwarten. Die Stängel stehen starr und stark verästelt, viele Leute finden sie dann struppig und beachten sie nicht. Ihre Stängel kann man kaum abbrechen, so zäh sind sie. Das ist auch der Grund, weshalb sie sich gerne an Wegrändern ausbreitet. Andere Blumen kommen nicht so gut damit zurecht, immer angefahren und umgeknickt zu werden. Der Boden neben den Straßen ist oft trocken. Auch das steckt die Wegwarte spielend weg. Sie ist also eine Lebenskünstlerin, mit einzigartigen Blüten. Für mich ist sie der Sommer. Mit anderen feinen Wildkräutern und Gräsern schlingt sie duftige Blütengirlanden an unseren Wegen entlang. Ich werde einigen Wegwarten einen Platz in meinem Garten geben und sehen, wie es ihnen gefällt, wenn sie zur Abwechslung einmal gut behandelt werden. Früher waren ihre inneren Werte viel besser bekannt. Ein anderer Name der Wegwarte ist „Zichorie“. Ihre Wurzeln werden auch geröstet und zu „Zichorienkaffee“ gemahlen. In einer Zeit, in denen echter Kaffee teuer war und nur wenige Menschen sich Bohnenkaffee leisten konnten, wurde sie oft angebaut. Es gibt auch Wegwarten-Tee und er soll sehr gesund sein. Er wird getrunken, wenn einem schlecht ist. Ganz nahe Verwandte sind der Chicoree- und der Radicchio-Salat. Kaum zu glauben, nicht wahr? Nun kennt Ihr die Wegwarte ein bisschen näher. Aber worauf wartet sie? Eine alte Sage sagt, die Blüten der Wegwarte wären die blauen Augen eines Burgfräuleins, die am Weg auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet. Sie wartet vergeblich, denn er kommt nicht mehr zurück. Ich glaube, sie wartet auf jeden von uns. Sie steht am Weg und leuchtet und lacht, damit wir uns freuen können. Viele helle und sonnige Tage mit freundlichen Wegwarten wünsche ich Euch! Und Ihr wisst ja: wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Euer Gartenkobold, der Blumuckl Jeder spricht vom Rosenmonat Juni — wenn man sich so in den Gärten umsieht, weiß man auch warum. Überall blühen die Rosen. Und die sind ja auch bekannt dafür, dass sie nicht nur schön aussehen sondern auch noch gut duften. Habt Ihr schon einmal Rosenmarmelade gekostet? Oder einen Salat mit Rosenblütenessig gegessen? Das feine Aroma nutzt man, um einen feinen Rosengeschmack zu bekommen. Den zarten Duft und den Geschmack möchte man aber nicht nur bei Speisen nutzen. In vielen Parfums und Seifen ist Öl enthalten, das aus den Blütenblättern der Rosen gewonnen wird. Wie viele man dazu braucht, könnt ihr in dem Rosenartikel im Gartentipp für die Großen lesen. Es ist jedenfalls eine fast unvorstellbare Menge. Deshalb ist Rosenöl auch nicht unbedingt billig. Und nicht jede Rosensorte eignet sich zur Herstellung von Rosenöl. Nur solche, die reich an ätherischen Ölen sind, werden in riesigen Rosenfeldern in Frankreich, Bulgarien und der Türkei angebaut. Ich habe auch Rosen in meinem Garten, die ganz wunderbar duften. Zum Glück sind die nicht gespritzt. Denn aus den Blüten mache ich mir jetzt ein eigenes Parfum. Euer Blumuckel ![]() Ich kann mich gar nicht satt sehen. In meinem Garten blüht es an jeder Ecke. Jede einzelne Blüte ist so besonders, ich weiß gar nicht, welche die schönste ist. Von manchen Blumen kann ich mich gar nicht trennen. Damit ich mich noch länger an den wunderschönen Blüten freuen kann, habe ich mir eine Blumenpresse gebaut. Das geht ganz einfach: ich besorge mir zwei kräftige Holzbretter (so ungefähr 1 cm stark), die gleich groß sind. In die bohre ich an allen vier Ecken ein Loch, das jeweils so stark ist, dass man eine Schraube durch stecken kann. Dabei lässt man sich am besten von einem Erwachsenen helfen. Jetzt lege ich einige Lagen Blätter zwischen die Bretter. Tonpapier oder Löschpapier eignet sich gut, denn das saugt die Feuchtigkeit aus den Blüten besser auf, als normales Schreibpapier. Zwischen die Blätter kann ich nun meine Schätze aus dem Garten legen. Damit die Blumen jetzt auch richtig gut gepresst werden, stecke ich die Schrauben durch die Löcher und befestige sie mit Flügelmuttern. Die kann man nämlich leichter auf- und zudrehen als eine normale Schraubenmutter. Ich habe schon Stiefmütterchen, Akelei, Gänseblümchen, Malven, Storchschnabel, Löwenzahn, Blätter und Gräser in meine Blumenpresse gelegt. Nur so ganz dicke Blüten, wie Rosen oder Nelken eignen sich nicht so gut. Davon zupfe ich dann die einzelnen Blütenblätter ab und lege sie in die Presse. Nach ein paar Tagen sind die Blüten dann richtig platt gedrückt und trocken. Und was macht man jetzt damit? Ich löse die Blumen, die jetzt sehr zerbrechlich sind, vorsichtig aus den Papieren der Presse und klebe sie zu Blumenbildern zusammen. Manchmal lege ich Figuren aus den Blüten, die sehen dann aus wie Elfen. Na ja, manchmal auch wie Außerirdische. Meine allerschönsten und interessantesten Blüten und Blätter klebe ich auf ein eigenes Blatt, auf das ich dann den Namen der Pflanze schreibe und den Ort und den Tag, wo ich sie gepflückt habe. So bekomme ich im Laufe der Zeit mein eigenes Pflanzenbuch, man nennt das auch Herbarium. Jetzt kann ich immer nachschauen, wie eine Pflanze heißt und wann sie blüht. Viel Spaß beim Basteln, Euer Blumuckel Bei Brennnesseln denken viele Menschen zuerst daran, dass man ihr nicht zu nahe kommen sollte. Berührt man ihre Blätter, wird man das ein paar Minuten lang nicht vergessen — es brennt auf der Haut. Deshalb streift man im Sommer lieber nicht mit nackten Beinen durch die Brennnesseln. Warum hinterlässt die Bekanntschaft mit dieser Pflanze so schmerzhafte Erinnerungen?Habt Ihr Fragen, Anregungen, Wünsche? Dann mailt mir: gartenkobold@kitzingen.de Auf den Blättern und Stängeln der Brennnessel sitzen viele feine Härchen, die so genannten Brennhaare. Wenn ihr eine Lupe habt, könnt ihr das vielleicht einmal genauer betrachten. Jedes dieser Härchen ist am unteren Ende verdickt, dann mündet es in einen schlanken Schaft und ganz am Ende sitzt ein winzig kleines Köpfchen. Und dieses Köpfchen hat es in sich. Berührt man die Pflanze, bricht dieses feine Köpfchen ab und die Spitze des Härchens dringt ganz leicht in die Haut. Dabei wird eine Flüssigkeit in die Haut gedrückt, die kräftig brennt. Die Stelle wird rot und ihr müsst die Zähne zusammen beißen. Die Pflanze schützt sich damit vor fressenden Säugetieren. In der Natur gibt es viele Beispiele dafür, wie sich Pflanzen vor Fraßfeinden schützen, Aber könnt ihr euch vorstellen, dass die Brennnessel eine sehr wertvolle Pflanze ist? Viele Insekten und die Raupen von zahlreichen Schmetterlingsarten ernähren sich von Brennnesseln. Ihnen machen die Brennhärchen auch gar nichts aus. Sie brechen sie beim Fressen einfach ab. Deshalb ist es wichtig, dass an manchen Ecken im Garten ein paar Brennnesseln stehen bleiben, ich freue mich dann über die vielen Schmetterlinge, die ich im Garten habe. Auch wir Menschen können die Brennnessel nutzen. Sie ist eine wertvolle Heilpflanze, aus der man Tee zubereiten kann. Aus eingeweichten Brennnesselpflanzen macht man einen guten Dünger. Bis vor 200 Jahren wurden aus den Fasern der Pflanze sogar Hemden und Bettlaken hergestellt. Und auch essen kann man die Brennnessel. Aber nur, wenn die Blätter ganz jung und zart sind, dann können sie als Salat oder wie Spinat zubereitet werden. Na, habt ihr Lust, das mal auszuprobieren? Viel Spaß Euer Blumuckel
Wenn es so richtig warm wird, gibt es im Garten viel zu tun. Besonders im Gemüsebeet, denn da muss ich besonders darauf achten, dass meine Pflanzen immer gut mit Wasser versorgt sind.
Und das schon gar nicht während der größten Mittagshitze. Besser ist es, am Morgen oder am Abend zu gießen. Und zwar richtig. Also nicht nur ein paar Tröpfchen. Denn die kommen gar nicht bist zu den Wurzeln hinunter. Die Salat- und Gemüsepflanzen brauchen richtig viel Wasser, das bis zu den Wurzeln dringt. Deshalb geht man am besten ganz nah mit der Gießkanne an die Pflanze heran und schüttet das Wasser direkt auf die Erdoberfläche. Ja, und dann gibt es da auch noch einen alten Gärtnertrick. Mit dem macht man garantiert nichts falsch. Dazu gräbt man dicht neben seinen Pflänzchen Blumentöpfe ein. Der Rand sollte noch etwas über die Erdoberfläche hinaus ragen. Gießt man das Wasser jetzt nämlich direkt in die Töpfe, gelangt es genau dahin, wo wir es haben wollen — an die Wurzeln. Dort können es die Pflanzen am besten aufnehmen. Bei großer Hitze fülle ich gleich morgens die Töpfe mit Wasser. So sind die Pflänzchen gut versorgt. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de
Das stimmt zwar schon, aber trotzdem kann es der Pflanze schaden, wenn das ganze Gießwasser von oben die Blätter plätschert. Auf den feuchten Blättern können sich nämlich ganz schnell Pilzkrankheiten ausbreiten. Besonders bei Tomaten. Deshalb lassen kluge Gärtner und Gartenkobolde das Wasser nicht wie einen Wolkenbruch über ihre zarten Pflänzchen rauschen. Im Rosenmonat Juni gibt es nicht nur besonders schöne Rosenblüten. Es gibt auch ein besonders schönes Insekt. Heute möchte ich Euch den Rosenkäfer vorstellen. Bestimmt ist er Euch schon einmal im Garten begegnet: ein ungefähr 15-20 mm großer Käfer, mit einem schillernd grünlichen Panzer, der in der Sonne golden glänzt.
Wer jetzt glaubt, so ein großer Käfer wäre vielleicht ein Schädling, braucht keine Angst zu haben — der Rosenkäfer schädigt die Rosen nicht. Er ernährt sich nämlich nur von deren Nektar und Pollen, gerne auch vom Pflanzensaft verletzter Pflanzen, und auch reife Früchte mag er sehr. Er knabbert also keine Blüten an, sondern er verziert sie eigentlich nur, wenn er draufsitzt. Und sein schöner, schillernder, dicker Panzer schützt ihn vor Angriffen anderer Insekten. Rosenkäfer sind geschickte Flieger, denn sie können unter den harten Deckflügeln ganz weichhäutigen Flügel entfalten, mit denen sie auch bei geschlossenem Panzer fliegen können. Bis so ein dicker Käfer allerdings fertig ist, dauert es eine Zeit lang. Zwei bis drei Jahre vergehen, bis aus der Larve nach zwei Häutungen eine Puppe und schließlich der Käfer wird.
Grüßt die Rosenkäfer schön von mir , wenn Ihr sie trefft! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Kaum einer mag sie. Jeder will sie loswerden. Fast alle kennen einen Trick, sie zu vertreiben. Die Rede ist dabei aber hauptsächlich von den Nacktschnecken.
Bestimmt sind euch schon die gelblich-weißen Schneckenhäuser mit den braunen Bändern aufgefallen. Oder die dunkelbraunen mit den hellen Streifen. Oder andersfarbig gestreift.
Also, ich habe nichts gegen solche Schnecken in meinem Garten. Gegen gefräßige Nacktschnecken bin ich allerdings auch machtlos. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Jetzt im Juni ist endlich wieder Erdbeerzeit! Was gibt es Schöneres, als im Garten die sonnenwarmen, köstlich duftenden, süßen, saftigen Früchtchen zu ernten? Wenn ihr euch für so eine Erdbeersorte für den Balkon entscheidet, Schon bald werdet ihr dann feststellen, dass die Erdbeerpflanzen lange Schnüre ausbilden. Übrigens: Auch andere Früchte, wie Johannis-, Stachelbeeren oder Tomaten können gut in Töpfen auf dem Balkon gezogen werden. Probiert es doch einmal aus. Viel Spaß dabei Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Richtig Sommer ist es für mich immer dann, wenn die Felder mit roten, leuchtenden Klecksen gesprenkelt sind. Die zarten Blüten mit der weithin leuchtenden roten Farbe, gehören dem Klatschmohn, der große Flächen bedecken kann, wenn er sich ungehindert ausbreiten darf. Nach der Blüte reifen die Samen in einer Kapsel heran. Früher hat man diese Mohnsamen zum Würzen für Brot und Gebäck verwendet. Die Stängel und auch die Blütenknospen enthalten einen weißen Milchsaft, der leicht giftig ist. Woher der Klatschmohn seinen Namen hat, ist nicht so genau bestimmt. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Gibt es etwas Schöneres, als im Sommer durch Wälder und Wiesen zu streifen? Am Bach entlang zu laufen oder auf Feldwegen die Gegend zu erkunden? Ich ziehe mir dazu ja immer meine Wanderschuhe an, die haben eine dicke Sohle, da kann ich auch auf noch so holprigen Wegen laufen. Wenn nach meinen Streifzügen durch Wald und Wiesen mal wieder so richtige Erdklumpen an den Schuhen hängen, kratze ich diesen Dreck aus den Rillen gründlich ab. Ich bin gespannt, wann die ersten Pflanzensamen zu keimen beginnen. Na, was ich da wohl alles von meinen Streifzügen mitgebracht habe. Probiert es doch auch mal aus. Und schickt mir doch ein Bild von Euren Spaziergangspflanzen! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() In der letzten Woche war häufig von der ‚Schafskälte‘ zu hören. Gut, es war nicht mehr so warm und man konnte nicht ins Freibad gehen. Aber was hat das mit den Schafen zu tun? Das wollte ich genauer wissen. Dabei habe ich herausgefunden, dass es ja normalerweise im Mai und im Juni schon so richtig sommerlich warm wird. Klar, das haben wir ja auch gemerkt. Allerdings kommt es in vielen Jahren vor, dass nach dieser Hitze Mitte Juni noch einmal richtig kühle Luft zu uns kommt, und das Wetter regnerisch und kalt wird. Und weil das in ganz vielen Jahren immer wieder so ist, hat man dafür auch schon einen eigenen Begriff gefunden — die Schafskälte. Und wieso Schaf- und nicht etwas Kuh- oder Hirsch- oder Maus-Kälte? Das kommt daher, dass die Schafe im Frühling geschoren werden, denn sie sollen von ihrem dichten Wollkleid befreit werden, bevor es im Sommer so richtig heiß wird. Kommt dann aber im Juni noch einmal so ein Kälteeinbruch, dann stehen die geschorenen Schafe auf der Weide und frieren. Dabei muss irgend jemand einmal auf die Idee gekommen sein, diese Zeit, in der die Schafe frieren, als Schafskälte zu bezeichnen. Und was ist dann mit den ‚Hundstagen‘? Im Wetter-Lexikon steht, dass die Hundstage in der Zeit vom 23.Juli bis 24. August sind. Sie heißen deshalb so, weil die Sonne zu dieser Zeit in der Nähe des Hundssterns steht. In ganz Mitteleuropa ist es gerade dann meistens sehr warm, deshalb werden mit ‚Hundstagen‘ ganz allgemein besonders heiße Tage bezeichnet. Es hat also eigentlich nichts damit zu tun, dass die Hunde im Juli und August besonders schwitzen müssen. Sonst könnte es ja auch Gartenkoboldstage heißen. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Draußen ist es so lange hell, man könnte sogar noch spätabends ein Buch im Garten lesen. Das gefällt mir so am Sommer. Doch das Lesevergnügen im Freien hat bald seinen Höhepunkt erreicht. Denn in dieser Woche, am 21. Juni ist wieder Sommersonnwende. Dieser Tag wird in vielen Orten mit großen Feuern gefeiert. Der Sonnwendtag ist nämlich der längste Tag im Jahr. Es bleibt so lange hell, wie an keinem anderen Tag. Die darauf folgende Nacht ist also die kürzeste des Jahres. Die Zeit um die Sommersondwende herum ist für die Gärtner eine wichtige Zeit. Denn am 24. Juni ist Johannitag. Ab diesem Zeitpunkt wird kein Spargel und kein Rhabarber mehr geerntet. Diese Pflanzen brauchen von nun an eine Ruhepause. Auch in der Vogelwelt spürt man eine Veränderung. Die Vögel haben nicht mehr ganz so viel Zeit zum Singen, wie in den letzten Wochen zuvor. Sie sind jetzt vollauf damit beschäftigt, ihre Jungen aufzuziehen. Der Johannitag war schon früher ein besonderer Tag, weil er als der beste Zeitpunkt zum Kräutersammeln galt. Man glaubte, dass die Kräuter die meiste Kraft und Heilwirkung haben, wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hat, also um die Sonnwende herum. Deshalb war es auch üblich, Sonnwendkränze aus verschiedenen Kräutern zu binden. Man verwendete Ringelblumen, Arnika, Farne, Wegwarte, Thymian, Beifuß und — wie der Name schon sagt - Johanniskraut. Dieses Kraut passt besonders gut zum Sonnwendfest, weil seine gelben Blüten wie kleine Sonnen aussehen. Mit solch einem Sonnwendkranz hoffte man, alles Unheil abwenden zu können. Er war ein Symbol für einen Schutzring. Vielleicht habt Ihr Lust, Euch zur Sonnwendfeier einen blühenden Kranz aus Kräutern und Blumen zu winden? Ihr könnt die Stängel und Stiele einfach zu einem Ring schließen und mit Gräsern und Zweigen umschlingen, bis der Kranz fest zusammenhält. Das bringt Glück! Viel Spaß dabei Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wenn Ihr im Schwimmbad dunkle Wolken aufziehen seht, wird es Zeit aus dem Wasser zu kommen und die Siebensachen zu packen. Dass das Wetter sich ändert, das kann man aber nicht nur daran bemerken, dass der Himmel sich verdunkelt und dass Wind aufkommt. Ein Blick auf die Wiese zeigt Euch das auch. Denn dort gibt es auch ein paar ganz zuverlässige Wettervorhersager — oder besser gesagt Wettervorherzeiger. Dazu gehören ganz bekannte Pflanzen: Das Gänseblümchen zum Beispiel, von dem Ihr alle wisst, wie es aussieht. Bei schönem Wetter sind die kleinen Blütchen weit geöffnet. Dann könnt Ihr sie pflücken und Armbänder oder Ketten daraus basteln. Ist aber schlechtes Wetter im Anmarsch, geht es den Gänseblümchen ähnlich wie Euch. Sie können zwar nicht ihre Siebensachen zusammenpacken und sich irgendwo unterstellen. Aber sie können ihre Blüten schließen, genau so, wie sie das übrigens auch am Abend tun. Wenn also Wolken am Himmel aufziehen, sind von den Gänseblümchen auch tagsüber nur noch ihre geschlossenen Blütenköpfe zu sehen. Genauso macht es auch der Löwenzahn. Bei aufziehendem schlechten Wetter seht ihr statt leuchtend gelber Blüten nur die fest geschlossenen länglichen Köpfe. Warum machen die Pflanzen das? Ob sie Angst um ihre schönen Blütenblätter haben? Nicht ganz — aber es gibt wirklich einen wichtigen Grund. Sie möchten nämlich ihren Blütenstaub vor Regen und Nässe schützen. Bei gutem Wetter wird der Blütenstaub von Bienen und Insekten von Blüte zu Blüte getragen, bei Regen sind aber auch keine Insekten unterwegs, also bleibt die Blüte zu. Übrigens machen das einige andere Pflanzen auch noch so. Das Schöllkraut zum Beispiel, schließt bei schlechtem Wetter nicht nur seine Blüten, sondern senkt gleich seinen ganzen Blütenstiel nach unten. Und die weiße Lichtnelke, die eigentlich erst am Nachmittag ihre Blüten öffnet, bleibt geschlossen, wenn ihr das Wetter nicht genehm ist. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ihr findet die Überschrift komisch? Ihr findet, dass es draußen viel zu warm ist, um von einer Eiszeit zu sprechen? Ihr denkt, mir sind die Ferien nicht bekommen? Im Gegenteil! Gerade wenn es warm ist, und draußen die besten Früchte reifen, beginnt für mich die Eiszeit. Denn ich liebe Eis. Am liebsten mag ich Früchteeis. Wusstet Ihr eigentlich, dass Speiseeis schon seit 4000 Jahren hergestellt wird? Damals gab es ja noch keine Gefrierschränke! Man verwendete deshalb Schnee und Milch und Früchte. Auch der römische Kaiser Nero aß gerne Eis. Für ihn musste der Schnee zu Kühlen extra aus den Bergen beschafft werden. Seit ungefähr 500 Jahren gibt es das Speiseeis so, wie wir es kennen. Hergestellt wurde es in Sizilien, dort wo es im Sommer richtig heiß ist. Zum Glück gibt es das Eis mittlerweile auf der ganzen Welt. Doch weil in meinem Garten gerade die Beeren reif sind, möchte ich mein Eis selber machen. Erdbeer-Himbeer- oder Johannisbeereis esse ich nämlich am liebsten. Und es geht ganz einfach. Zunächst einmal pflücke ich die reifen Beeren und wasche sie vorsichtig. Dann werden sie zerdrückt und mit Quark oder Joghurt vermischt. Je nach Geschmack gebe ich noch ein bisschen Zucker oder Vanillezucker dazu. Diese Masse fülle ich nun in kleine Eisförmchen oder in Eiswürfelbehälter und stecke jeweils ein kleines Holzspießchen hinein. Nun ab damit in den Gefrierschrank bis aus dem Beerenquark Beereneis geworden ist. Sehr, sehr lecker. Probiert es doch mal aus! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Wie es draußen duftet! Jeden Tag entdecke ich neue Blüten! Wer von euch keinen Garten hat, braucht aber auf Blumen nicht zu verzichten. So könnt auch ihr ein richtig buntes und duftendes Blütenmeer schaffen.
Nachdem ihr eure Wahl getroffen habt, könnt ihr die Blumen zu Hause in größere Gefäße pflanzen. Wenn ihr die Blumen zu mehreren in Kästen pflanzt, dann solltet ihr beachten, Ganz besonders wichtig ist von nun an das Gießen. Bittet einen Erwachsenen außerdem, euch dabei zu helfen, Wenn ihr euch gut um eure Balkonblumen kümmert, werdet ihr bald von Blüten umringt sein. Viel Spaß dabei Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Sie sind rot, duften und schmecken süß, und wenn sie reif sind, dann ist richtig Sommer. Wusstet ihr, dass Erdbeeren auch im Wald wachsen? Die Erdbeeren, die ihr aus dem Garten kennt, oder die ihr im Geschäft kauft, Vielleicht habt ihr schon gesehen, dass zwischen den Erdbeerpflanzen Stroh liegt. Wenn ihr euch selbst Erdbeeren in den Garten pflanzen möchtet, Sitzt die Pflanze zu tief, kann sie im nächsten Jahr nur schlecht Beeren ausbilden, Wenn ihr die jungen Pflanzen im Sommer gut pflegt, also sei bei Trockenheit gießt und das Unkraut entfernt, könnt ihr im nächsten Frühjahr schon die ersten Blüten sehen. Für große Leckermäuler habe ich aber noch einen besonderen Tipp: Schoko-Erdbeeren. Viel Spaß beim Ausprobieren Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Platsch — hinein ins Vergnügen! Doch wusstet ihr, dass auch die Vögel mit Begeisterung zum Baden gehen? Wenn ihr keinen Teich im Garten habt, könnt ihr den Vögeln aber trotzdem ein erfrischendes Nass anbieten. Doch nicht nur dafür ist das Wasser wichtig. Wenn ihr den Piepmätzen im Garten eine Wasserstelle bereitstellen möchtet, Dort, wo sich die Vögel sicher und einigermaßen ungestört fühlen, werden sie auch regelmäßig hinkommen. Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Juli
Die Vogeltränke stellt man am besten dort auf, wo es ein bisschen geschützt ist und die Vögel sich sicher fühlen können. Mitten im Garten auf einer freien Fläche werden sie sich nicht so gerne niederlassen, wie im Schutz von Bäumen, Hecken oder größeren Pflanzen. Denn die Vögel müssen sich unbeobachtet vor anderen Tieren, (z.B. Katzen) fühlen können. Natürlich ist es schön, wenn ihr einen Platz findet, von dem aus ihr den Vögeln auch noch gut zuschauen könnt. Und da werdet Ihr allerhand zu sehen bekommen.
Am Gartenteich ist übrigens noch so einiges geboten. Wasserläufer flitzen federleicht über die Oberfläche, Libellen sausen durch die Luft, und es wimmelt nur so von Käfern und Mücken. Wenn Ihr Euch dort eine Weile ganz still hinsetzt, nimmt das Beobachten bald kein Ende mehr. Zählt doch mal, wie viele verschiedene Tiere Ihr innerhalb von einer Viertelstunde seht! Viel Spaß dabei. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Auf meinen Beeten wächst und gedeiht es und ich habe schon Erdbeeren, Radieschen und Salat geerntet. Aber manchmal sind mir schon andere zuvor gekommen. An der Stelle, wo ich neuen Salat gepflanzt habe, war neulich plötzlich nichts mehr außer ein paar grünen Fetzen übrig. Und die Knospen meiner Sommerblumen waren mit lauter kleinen grünen Punkten übersät.
Aber glücklicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass fast alle Tiere natürliche Feinde haben. Und so habe ich beobachtet, wie zwei Ohrkneifer damit beschäftigt waren, die Läuse auf meinen Sommerblumen eifrig zu verspeisen. Wie gut, dass ich im Frühjahr Blumentöpfe mit Holzwolle gefüllt und an die Baumstämme gehängt habe. Für Ohrwürmer genau der richtige Unterschlupf, richtige ‚Ohrwurmhotels‘. So habe ich willkommene Gäste im Garten. Die freuen sich, weil auf ihrem Speisezettel Läuse stehen und ich freue mich, dass ich damit mein Problem mit den klebrigen grünen Punkten los bin. Auch Marienkäfer lieben Blattläuse, sie habe sie sogar zum Fressen gern.
Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de
Mit den Kräutern kann man den ganzen Sommer über die Wohlgerüche im Garten genießen. Aber was machen wir, wenn uns an grauen Wintertagen die Sehnsucht nach Sonne, Sommer und Blumen überfällt? Da gibt es ein wunderbaren Rezept: wir fangen die Sommerdüfte einfach ein! Wenn der Lavendel blüht, schneide ich mir einige Stängel davon und streife die blauen Blütchen ab. Die fülle ich in ein hübsches Säckchen oder in eine schöne Schachtel. Und das duftet! Wenn ich dann an grauen Wintertagen daran schnuppere, habe ich das Gefühl, den Sommer zu riechen. Lavendelsäckchen vertreiben übrigens auch die Motten im Kleiderschrank. Solche Duftsäckchen kann man natürlich mit vielen anderen Kräutern basteln. Thymian, Rosmarin, Salbei, MInze und viele andere eignen sich gut dazu. Möchte man sich für die Küche einen Wintervorrat an Kräutern anlegen, sollte man die Kräuter trocknen und dann in ein Glas geben, das man gut verschließen kann. So, und jetzt nehme ich ein Bad im Lavendel! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Nicht vergessen: wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Die Ferien stehen vor der Tür — die schönste Zeit im Jahr! Für alle Daheimgebliebenen gibt es aber trotzdem koboldige Gartentipps, denn die Pflanzen machen ja keinen Urlaub. Diesmal zeige ich Euch ein tolles Geschenk, das ich bekommen habe. Im Sommer muss ich mich natürlich hauptsächlich darum kümmern, dass meine Pflanzen genügend Wasser haben und dass sie nicht von Unkraut überwuchert werden. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, was Unkraut ist und was nicht, lasst Ihr Euch am besten von einem Erwachsenen helfen. Vielleicht wird es ja in den Ferien endlich richtig warm, dann kann ich mich sogar mit meinen Blumen und Früchten aus dem Garten abkühlen. Wie das geht? Ganz einfach — ich mache mir Blüteneiswürfel. Dazu pflücke ich mir ein paar schöne Blüten, z. B. Gänseblümchen, Margeriten, Salbeiblüten oder Johannisbeeren. Dann fülle ich einen Eiswürfelbehälter mit Wasser auf, gebe die Blüten oder Früchte hinein und schon geht es ab damit ins Gefrierfach. Nach ein paar Stunden habe ich dann blumige Eiswürfel. Die sehen in Limonade oder Saft ganz wunderschön aus. Besonders lecker wird es, wenn Ihr statt Blüten Beeren verwendet. Johannisbeeren, Himbeeren oder kleine Erdbeeren im Eiswürfel sind eine köstliche Schleckerei. Allerdings müsst Ihr immer unbedingt darauf achten, dass Ihr keine giftigen, gespritzten oder verschmutzten Pflanzenteile verwendet. Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die im Garten Urlaub machen: draußen gibt es so viele Dinge zum Spielen und Basteln. Bemalt doch z.B. einmal schöne Steine in bunten Farben. Oder sammelt Eure schönsten Blüten und gebt sie in die Blumenpresse. Wenn Ihr die getrockneten Pflanzen auf ein Papier klebt und mit ihrem Namen und der Blütezeit beschriftet, könnt Ihr Euer eigenes Pflanzenbuch anlegen.
Schreibt mir doch mal, was Ihr so alles in den Ferien im Garten macht oder was Ihr gebastelt habt. Oder malt mir so ein tolles Bild wie Nico. Die schönsten Ideen stellen wir dann vor. Mailt an: gartenkobold@kitzingen.de Viel Spaß Euer Blumuckel
Dann wird es leider nichts mit leckerem Kohlrabi, knackigem Salat oder süßen Karotten. Denn die Unkräuter nehmen nicht nur Platz weg, sondern auch Licht, Luft und Nahrung.
Und mit dem Unkraut mache ich es dann so: an manchen Ecken im Garten, wo es nicht stört, da lasse ich es einfach wachsen. Nur der lästige Giersch - für den habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Der Sommer ist in vollem Gange, mein Gemüse und meine Blumen wachsen und gedeihen. Aber nicht nur die. Leider wachsen und gedeihen auch die Pflanzen, die ich nicht im Garten haben wollte — Unkraut! Das ist eigentlich nicht so schlimm, denn Unkräuter sind ja die Pflanzen, die nur am falschen Platz wachsen — nämlich da, wo es uns Gärtnern nicht passt.
Wenn nach meinen Streifzügen durch Wald und Wiesen mal wieder so richtige Erdklumpen an den Schuhen hängen, kratze ich diesen Dreck aus den Rillen gründlich ab. Aber ich werfe ihn nicht weg. Nein — ich will nämlich einmal sehen, was aus diesem Dreck so alles werden kann. Na, was ich da wohl alles von meinen Streifzügen mitgebracht habe. Probiert es doch auch mal aus. Und schickt mir doch ein Bild von Euren Spaziergangspflanzen! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Gibt es etwas Schöneres, als im Sommer durch Wälder und Wiesen zu streifen? Am Bach entlang zu laufen oder auf Feldwegen die Gegend zu erkunden?Im Sommer streife ich so gern durch Felder und Wiesen. Auf vielen Äckern leuchtet es gerade sonnengelb. So als ob tausende von kleinen Sonnen dort scheinen würden. Das stimmt ja auch. Denn was da so kräftig strahlt, sind Sonnenblumen.
Und weil die Sonnenblumen nicht nur nützliche und gesunde Samen liefern, sondern auch wunderschön aussehen, habe ich mir einige in den Garten gepflanzt.
Ich hole mir dann auch einen Vorrat an Kernen für den Winter. Denn Sonnenblumenkerne sind lecker zum Knabbern. Nicht nur für Vögel. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Was verwandelt sich von einer gelben Kugel zu einem zarten duftigen Ball, der in alle Winde verweht? Richtig — der Löwenzahn. Er wächst im Garten, auf der Wiese, an Straßenrändern und sogar in den kleinsten Ritzen.
Die meisten Menschen freuen sich allerdings nicht so sehr über den Löwenzahn im Garten. Aber Abschneiden nützt da gar nichts. Der Löwenzahn hält sich nämlich mit einer langen Pfahlwurzel im Boden fest, aus der gleich wieder neue Pflänzchen wachsen. Wer ihn loswerden will, muss ihn ausgraben. In meinem Garten darf er aber wachsen, besonders hübsch sieht er zwischen den Ritzen der Steine aus. Nur im Gemüse- und Blumenbeet, da habe ich ihn nicht so gerne. Aber es macht großen Spaß aus den Blüten Ketten und Armbänder zu basteln. Und wenn man den Stängel eines Löwenzahns am unteren Ende in zwei Teile zieht und ihn dann ins Wasser legt, werden sich die Enden schon nach kurzer Zeit zu Kreisen ringeln. Das ergibt eine sehr schicke Löwenzahnbrille. Am allermeisten Spaß macht mir aber immer, die Fallschirme in alle Richtungen zu pusten und zu beobachten, wie sie der Wind durch die Lüfte tanzen lässt. Ihr merkt schon, mit dem Löwenzahn ist ganz schön viel anzufangen, der ist wirklich mehr als Unkraut. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Dass sich der Löwenzahn überall so ausbreitet, ist eigentlich kein Wunder. Wie Ihr ja bestimmt schon beobachtet habt, bilden sich aus den gelben, saftigen Blüten die Samen. Und die hängen an kleinen Fallschirmen. Wirklich sehr schlau vom Löwenzahn! Mit diesen Fallschirmen kann der Wind die Samen nämlich sehr weit in alle Richtungen pusten. Oftmals fliegen die Löwenzahn-Fallschirme viele Kilometer weit, bis sie irgendwo landen. Natürlich wird dann nicht aus jedem Samen ein neuer Löwenzahn, aber genau deshalb schickt die Pflanze ja so viele Fallschirme auf die Reise.In meinem Garten grünt und blüht es vor sich hin, dass es eine wahre Freude ist. In diesem Sommer möchte ich außerdem noch etwas Neues ausprobieren. Bei diesen Kugeln, Kegeln und Bändern handelt es sich meistens um die gleiche Pflanze. Ich möchte in meinem Garten zwar keine Figuren aus Pflanzen haben, aber so eine grüne Einfassung um die Beete herum wäre sehr schön. Ich brauche also: Eine Buchspflanze, von der ich etwas abschneiden darf, eine Schere, kleine Blumentöpfe mit ca. 8 cm Durchmesser und eine gute Erde. Zuerst schneide ich mir von der Buchspflanze ein paar Zweige ab. Jetzt brauche ich nur noch Geduld. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de In meinem Gemüsebeet blüht es blau. Zum einen finde ich, dass eine Beet mit Salat, Kohlrabi und anderem Gemüse viel schöner aussieht, wenn ein paar Blumen dazwischen stehen. Denn die Blätter werden für den Salat verwendet. Natürlich kann man auch die Blüten essen. Doch wozu braucht die Borretschpflanze dieses haarige Kleid? Nur die jungen Blättchen pieksen nicht, denn sie haben noch ganz weiche Haare. Übrigens: wenn die Borretschblätter gewaschen werden, kitzeln sie auch nicht mehr. Also keine Angst, vor feingehackten Blättchen im Salat. Und zum Schluss noch ein Tipp für heiße Tage: Blaue Borretschblüten sehen ganz besonders toll aus, wenn sie in Eiswürfel eingefroren werden. So wird aus Saft oder Sprudel ein blumig-cooler Drink! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Sommer, Sonne, Schwimmbad — auch Gartenkobolde lieben eine Abkühlung bei Hitze. Von den Schnirkelschnecken habe ich euch ja kürzlich erst berichtet, dass sie sich in die Baumkronen verziehen, wo es kühler ist.
Wenn auch ihr so eine Vogeltränke im Garten aufstellen möchtet, solltet ihr einen geschützten Platz dafür wählen, an dem die Vögel sich möglichst ungestört fühlen können. Und ihr wisst ja: Je mehr Vögel im Garten sind, desto weniger unerwünschte Gäste gibt es. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() So kurz vor den Ferien habe ich manchmal gar keine richtige Lust im Garten zu arbeiten. Und nur so konnte es passieren, dass ich auf eine Pflanze gestoßen bin, von der ich geglaubt habe, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Sie war fast einen halben Meter hoch, sah aus wie ein grüner Turm mit großen Blättern, die dicht um einen dicken, grün-weißlichen Stiel herum wuchsen. Und stellte fest, dass sie genau so aussahen, wie Salatblätter. Sie fühlten sich auch so an. Und wie bei allen Pflanzen, bildet sich dann auch eine Blüte. Übrigens: Jedes Gemüse und auch jeder Salat blüht. Denkt nur an Zucchini, Kürbisse, Gurken oder Tomaten. Aber ich glaube, ich werde jetzt öfter mal einen Salat vergessen. So ein Turm mit gelben Blüten sieht nämlich ganz lustig aus. Bis nächste Woche. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Im Juli blühen in meinem Garten viele Stauden und Sommerblumen. Und es duftet! Denn wenn die Sonne auf die Blumen und Kräuter scheint, entfaltet sich der Duft besonders gut. Deshalb riecht man bei Regen auch fast nichts von den Pflanzen. Ganz kräftig duften vor allem die Kräuter in meinem Garten. Ich liebe es, daran entlang zu gehen und meine Nase hineinzustecken. Besonders gerne schnuppere ich an der Pfefferminze und am Lavendel. Sehr, sehr gut duftet auch der Salbei. Kennt Ihr den? Er hat längliche Blätter, die ein bisschen rau sind. Er mag einen sonnigen Platz im Garten und an seinen violetten Blüten tummeln sich immer viele Insekten. Salbei ist aber nicht nur schön und duftet gut — er ist auch noch gesund. Bei Erkältung und Halsschmerzen hilft zum Beispiel ein Salbei-Tee. Der schmeckt aber leider etwas bitter, deshalb lutsche ich dann lieber Salbei-Bonbons. Aber die frischen Blätter des Salbeis schmecken recht gut, deshalb werden sie auch als Gewürz in der Küche verwendet. Den Duft von Salbei möchte ich mir für den Winter einfangen, deshalb schneide ich mir ein paar Zweige ab und hänge sie an einem dunklen Ort, z. B. in einem Schuppen oder im Keller auf. Nach ein paar Tagen kann man dann die getrockneten Blätter in ein Glas oder in eine Schachtel füllen, worin sich der Duft monatelang hält. Aber damit es in meinem Zimmer gut duftet, habe ich kleine Beutelchen aus Stoff genäht, in die ich die trockenen Salbei-Blätter fülle. Dort, wo die Salbei-Kissen liegen, verströmen sie dann einen feinen Duft. Probiert es doch einmal aus! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Der Juli ist ein toller Monat. Auf den Wiesen und in den Gärten blühen viele Blumen, man kann, wenn es warm genug ist, baden gehen und — was das Beste ist — viele Früchte im Garten werden reif. Mir haben es ganz besonders die Kirschen angetan. Deshalb mag ich auch den Juli so gerne. Aber Kirschen-Essen macht auch noch aus einem anderen Grund Spaß. Wir veranstalten dabei nämlich immer einen KKWW — einen Kirschkern-Weitspuck-Wettbewerb.
Deshalb habe ich mir etwas ausgedacht. In den oberen Bereich des Kirschbaumes komme ich sowieso nicht gut an die Früchte, also können die ruhig von den Amseln, Staren und anderen geholt werden. Aber die Kirschen an den unteren Ästen sind für mich. Schließlich möchte ich es den Vögeln so angenehm wie möglich in meinem Garten machen. Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Neulich bin ich unter einem großen Baum im Gras gelegen.
Das ist dann ein Fest für die Bienen! Aus den kleinen, gelben, sternförmigen Blüten wird aber nicht nur Honig gemacht, man kann sie auch noch für Heilzwecke verwenden.
Lindenbäume können übrigens sehr, sehr alt werden. Die Sommerlinden haben etwas größere Blätter und blühen schon Anfang Juni, Viel Spaß dabei Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Seid ihr im Sommer auch so gern am Wasser? Am Ufer von Bächen und Tümpeln ist es vor allem deshalb so schön, weil man nicht nur die Füße ins Wasser baumeln lassen kann, sondern weil es dort so viele interessante Dinge zu entdecken gibt. Dazu brauche ich zuerst ein Stück Rinde oder etwas Holz. Und damit es auf meinem Boot richtig gemütlich wird, lege ich noch Moos und Blüten darauf. Das macht richtig Spaß — besonders an heißen Tagen. So, und weil ich auch einmal wissen möchte, wie eure Boote aussehen, habe ich eine große Bitte: Entweder an: gartenkobold@kitzingend.de oder per Post an: Landratsamt Kitzingen, Gartenkobold, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen Am besten wäre es, wenn auf dem Foto nicht nur euer Boot zu sehen ist, sondern auch ihr selbst! Vergesst nicht, euren Namen, eure Adresse und euer Alter anzugeben, denn schließlich bekommen die schönsten Schiffchen eine Belohnung! Ich freue mich schon auf eure Werke. Viel Spaß beim Basteln Euer Gartenkobold
![]() Nun ist es gar nicht mehr so lange hin bis zu den großen Ferien. Auch Gartenkobolde brauchen im Sommer etwas Entspannung, Am allerliebsten schaue ich aber nach oben in den Himmel. Ständig entstehen neue Wolkenformen. Probiert es doch einmal aus. Ihr müsst einfach nur ganz genau hinschauen und dabei eurer Fantasie freien Lauf lassen. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen Gartenkobold? Viel Spaß dabei Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]()
Die Linden-Blüten sind ziemlich klein, unter den großen grünen Blättern fallen sie nicht gleich auf. Sie sind gelb-grün. Viele Blüten bilden kleine Blüten-Büschel. So unauffällig sie aussehen, so sehr sind sie zu riechen. Viele Menschen wissen aber gar nicht, dass dieser süße Duft von den Bäumen kommt, an denen sie gerade vorbeigehen oder unter denen sie stehen. Lindenblüten sind ein altes und bewährtes Hausmittel, wenn man sie im Tee mit heißem Wasser aufgießt. Lindenblütentee wird vor allem bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit eingesetzt. Er stillt den Hustenreiz und beruhigt Halsschmerzen. Die Blüten enthalten so viele Inhaltsstoffe, die auch schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Deshalb trinken Leute den Tee auch, wenn sie Fieber, Nierenentzündung und es am Ischias haben. Migräne, Magenbeschwerden – es scheint nichts zu geben, wo die Lindenblüten nicht heilend wirken. Aber bitte, tut mir den Gefallen, wenn es Euch nicht gut geht, fragt einen Arzt, ja? Es könnte auch was Ärgeres sein. Sicher ist sicher. Wenn ich Euch meine Aufzählung aller Krankheiten nun ein wenig aufgeregt hat, hilft, natürlich, die Lindenblüte. Es muss nicht immer Tee sein, in Lindenblüten kann man auch baden. Das geht so: Ihr sammelt zwei Händevoll Lindenblüten und gebt sie in einen Liter Wasser geben. Diese Mischung kocht Ihr auf und aufkochen. Das Ganze lasst Ihr 20 Minuten stehen, man nennt das auch „ziehen lassen“. Dann siebt man die Blüten ab. Den Aufguss gebt Ihr in Euer Badewasser. So ein Lindenbad ist herrlich beruhigend. Danach könnt Ihr tief und fest schlafen. Wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de. An dieser Stelle noch mal ganz großen Dank an Frau B. aus Albertshofen! Die Schwarzen Nüsse sind köstlich. Meine sind noch nicht so weit, aber ich weiß jetzt, dass sich die Arbeit lohnen wird. Dann habe ich gelernt, dass man wirklich Handschuhe tragen sollte, wenn man mit Walnüssen arbeitet. Nur gut, dass ich unsichtbar bin und niemand meine Hände sehen kann. Euch allen wünsche ich eine duftige Sommerwoche, Euer Gartenkobold, der Blumuckl Anja, eine treue Leserin, sagt sie, möchte hier etwas über das Sommerwetter erfahren. Puh, dachte ich zuerst, ich höre doch zur Zeit nur Geschimpfe. Dauernd würde es regnen, es ist viel zu kalt, das ist doch kein Sommer. Stimmt ja auch alles. Wann ist dann Sommer? Nun, die Wegwarten leuchten blau, die Sommerlinden haben fleißig geblüht und geduftet, die Johannisbeeren sind reif – für die Natur ist der Sommer da. Die Tage sind lang, die Sonne hat viel Kraft. Wenn ihre Strahlen durch die Wolken auf uns treffen, wird uns sehr schnell ganz warm. Aber die Wolken, und mit ihnen der Regen, die kommen jetzt von weit her, aus der Gegend um Island, ganz im Norden. Heuer ziehen die kalten und regenbeladenen Lüfte vom Nordmeer weit in den Süden, also auch zu uns. Im Sommer ist das Wetter träge. Das wussten die Leute früher sehr genau. Es gab noch keine Wettervorhersagen in der Zeitung oder im Fernsehen. Die Menschen beobachteten das Wetter und fassten diese Beobachtungen in Sprüche, die leicht zu merken waren. Als „Bauernregeln“ sind sie uns heute noch bekannt. Am Siebenschläfertag, das ist der 27. Juni, guckte man ganz genau auf das Wetter, denn schließlich heißt es: "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag." Das gilt für das warme Badewetter, das viele Menschen so lieben, wie auch für das kühle und regnerische Wetter jetzt. Schließlich heißt es auch: "Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass." Jetzt wisst Ihr natürlich nicht mehr, ob es am Siebenschläfertag kalt war und geregnet hat, nicht wahr? Es kommt gar nicht so sehr auf den Tag an, sagen die Wetterfrösche. Das Wetter Anfang Juli insgesamt bleibt sehr häufig über einige Wochen stabil. Und als die Bauernregeln aufgestellt wurden, war der Siebenschläfertag später, nach unserem jetzigen Kalender erst am 7. Juli. Mit den sieben Monate schlafenden Tieren hat der Tag übrigens nichts zu tun. Der Siebenschläfertag ist nach den Sieben Schläfern benannt, sieben Heiligen, die angeblich 193 Jahre in einer Höhle schliefen - bis zum 27. Juni des Jahres 446. Also trübe Aussichten für die nächsten Wochen? Mitnichten! Es wird immer mal wieder sehr warm werden. Gut ist es dann, sich wie eine Zwiebel anzuziehen: viele dünne Sachen übereinander, damit man etwas anziehen kann, wenn es kühler ist. Wenn dann die Sonne kommt, zieht Ihr die äußeren Schichten aus. Es wäre schade, wenn Ihr den Sommer nicht draußen genießen möchtet, nur weil es mal regnen könnte. Es gibt so vieles zu sehen und zu tun. Das Wetter selber ist ein Ereignis. Ziehen dunkle Wolken her? Woher kommen sie? Werden sie Regen bringen? Wann beginnt es zu regnen: Wenn die dunkle Wolke genau über Euch ist? Oder schon vorher? Manchmal sind die ersten Tropfen besonders groß, manchmal werdet Ihr einen Tropfen abbekommen und der Regen wird erst langsam einsetzen. Ich schließe Wetten ab, ob ich es noch nachhause schaffe, ohne nass zu werden. Manchmal gewinne ich, manchmal nicht. Wenn Ihr Wünsche oder Frage habt, könnt Ihr mir gerne mailen, an gartenkobold@kitzingen.de. Aufregende Sommerwochen Euch allen, der Blumuckl Die Tomaten schämen sich und werden rot, sagt eine Koboldfreundin. Liebe Tomaten, es gibt keinen Grund Euch zu schämen, wir freuen uns aber sehr über das erste Tomatenrot in diesem Jahr! Letzte Woche war es so weit: die Koboldfreunde konnten die ersten Tomaten ernten, an solchen Pflanzen, die geschützt vor einer warmen Wand stehen. Leute, die nicht halten, was sie versprechen, nennt man auch „treulose Tomate“. Treulosigkeit wäre natürlich ein Grund, sich zu schämen. Ich weiß nicht genau, woher dieser Ausdruck kommt. Die Tomate kam vor 500 Jahren aus Südamerika zu uns. Lange Zeit hieß sie „Paradiesapfel“ oder „Liebesapfel“. In Österreich werden Tomaten noch heute „Paradeiser“ genannt. Es ist tatsächlich in manchen verregneten Sommern nicht immer sicher, ob die Tomaten groß, gesund und rot werden. Also sind sie treulose Liebesäpfel, das wäre eine Erklärung für den Ausdruck „treulose Tomate“. Sind Euch schon die langen violetten oder weißen Blütenkerzen aufgefallen, die nach Honig duften und die so viele Schmetterlinge anziehen? Jetzt blüht der sogenannte „Sommerflieder“. Ein anderer Name ist auch „Schmetterlingsstrauch“, eben weil viele Schmetterlinge die Blüten besuchen, um mit ihren langen Rüsseln Nektar zu schlürfen. Eine schöne Sommerzeit wünscht Euch August Für alle, die noch oder schon wieder daheim sind gibt es diesmal ein kleines Gartenrätsel. Was gibt es Schöneres als in den Ferien in der Lieblingsecke im Garten liegen, lesen, Tiere beobachten, oder das Kobold-Gartenrätsel zu lösen? Die Buchstaben in den umrandeten Kästchen ergeben das Lösungswort. Eine kleine Hilfe: die Begriffe kennt Ihr alle aus meinen Gartentipps. Viel Spaß! Insekt, das an einen Hubschrauber erinnert : _ _ _ _ _ _ _Schmerzhafte Pflanze, die eine feurige Erinnerung hinterlässt: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wertvolles Tier, das die Erde umgräbt: _ _ _ _ _ _ _ _ _Nachtschattengewächs, darf man erst nach dem Rotwerden essen: _ _ _ _ _ _Duften im Garten, schmecken gut und sind gesund: _ _ _ _ _ _ _
Schleimiger Salatfresser: _ _ _ _ _ _ _ _Früchte, die sich meterweise vermehren: _ _ _ _ _ _ _ _ _
Daraus werden Pommes gemacht: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Lösungswort : _ _ _ _ _ _ _ _ _Endlich Ferien! Für alle Daheimgebliebenen gibt es trotzdem koboldige Gartentipps. In dieser Woche habe ich z.B. schon die ersten Tomaten geerntet. Richtig knallrot waren die und warm von der Sonne. Da schmecken sie am allerbesten. Wenn die Sonne nicht scheint, brauchen die Tomaten allerdings immer ein bisschen länger, bis sie rot werden. Und das müssen sie. Denn erst, wenn die Früchte leuchtend rot sind, darf man sie essen. Warum? Die Tomate ist ein Nachtschattengewächs. Und diese enthalten einen Stoff, der Solanin heißt. Dieser Stoff ist für Menschen giftig. So lange die Tomaten noch grün sind, ist sehr viel Solanin darin enthalten. Viel zu viel für Menschen (und für Kobolde). Deshalb dürfen wir auf keinen Fall grüne Tomaten essen. Wenn die Tomate aber rot wird, ist nur noch ganz wenig von diesem Stoff darin enthalten. So wenig, dass es für den Menschen nicht schädlich ist. Deshalb dürfen wir nur ganz reife, rote Tomaten genießen. Tomaten kommen ursprünglich aus den Bergen Südamerikas. Kolumbus brachte die Pflanzen dann vor 500 Jahren mit nach Europa, wo man die Tomate zunächst nur als Zierpflanze anbaute, weil man die Früchte für giftig hielt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass die reifen Früchte wohlschmeckend und gesund sind. Ach ja, Tomaten müssen nicht immer rot sein. Es gibt auch Sorten, die gelb werden. Aber auch bei diesen darf man die Früchte wirklich erst dann essen, wenn sie nicht mehr grün sind. Guten Appetit! Euer Blumuckel
![]() Wenn es richtig kräftig geregnet hat, habt Ihr bestimmt schon einmal bemerkt, dass plötzlich ganz viele Regenwürmer auftauchen. Daher haben sie wohl auch ihren Namen. Aber warum die Regenwürmer den Regen eigentlich gar nicht so gerne haben und weshalb wir uns darüber freuen, wenn möglichst viele von ihnen in unserem Garten wohnen, möchte ich euch heute erklären.
Und wenn es regnet? Ja, dann wird die Regenwurmwohnung ungemütlich, denn die Gänge stehen unter Wasser. Damit die Regenwürmer nicht ertrinken, flüchten sie an die Oberfläche. Deshalb könnt Ihr nach dem Regen so viele von ihnen sehen. Allerdings machen sie meist schnell, dass sie wieder nach unten kommen, denn Tageslicht ist für Regenwürmer absolut unverträglich. Im Garten solltet Ihr auch nur ganz vorsichtig umgraben. Viel Spaß dabei, wenn Ihr mal wieder so einen geringelten Freund trefft! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Endlich Sommerferien! Aber für alle Daheimgebliebenen gibt es allerhand Interessantes und Spannendes im Garten zu tun und zu entdecken. Hinter meinem Koboldhaus habe ich zum Beispiel lauter schöne Steine entdeckt. Kleine runde, längliche, ganz flache — jeder Stein sieht anders aus. So ist mir beim Betrachten der Steine eine gute Idee gekommen. Die Natur hat den Steinen schon eine Form gegeben. Wenn ich jetzt noch meine Fantasie ein bisschen spielen lasse, können daraus ganz neue Formen oder sogar Figuren entstehen. Und dann werden aus den grauen Steinen plötzlich glänzende Edelsteine oder bunte Tiere. Deshalb habe ich mir meine Wasserfarben, Pinsel und Klebstoff geholt. Gut eignen sich auch Plakafarben, die Wasserfarben müssen nämlich noch mit Klarlack überstrichen werden, damit der Regen nicht alles wieder abwäscht. Die Steine habe ich gründlich von Schmutz und Sand befreit, damit die Farbe und der Kleber besser hält. Und dann habe ich mir jeden Stein genau angesehen und mir vorgestellt, was wohl am besten daraus werden könnte. Und dann habe ich mich an die Arbeit gemacht. Ich habe längliche Steine in Schlangen verzaubert, dicke rundlichen zu Enten zusammengeklebt, kleine Steinmännchen zusammengesetzt und dicke Steine in Käfer verwandelt. Die schönsten aber habe ich mit goldener und silberner Farbe angemalt und im Garten verteilt. Jetzt sieht es so aus, als ob in meinem Garten Edelsteine aus dem Boden wachsen. Wunderschön. Und mit all den Tieren und Figuren kann man nicht nur den Garten verzieren sondern auch noch prima spielen. Probiert es doch mal aus! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Für all diejenigen, die ihre Ferien im Garten verbringen und lesen, basteln, Blumen pflücken Tiere beobachten und die Pflanzen versorgen gibt es diesmal ein Gartenkobold-Rätsel. Die Buchstaben in den Kästchen ergeben das Lösungswort. Für eifrige Gartenkobold-Leser übrigens kein Problem, die Begriffe kennt Ihr alle aus den Kobold-Tipps. Viel Spaß beim Rätseln! 1. Nach ihnen sind die kalten Tage im Mai benannt _ _ _ _ _ _ [ ] _ _ _
2. Fressen gerne die Kirschen vom Baum: _ [ ] _ _ _
3. Baum mit biegsamen Zweigen: [ ] _ _ _ _4. Schnellwachsende Kräuter für müde Kobolde _ _ [ ] _ _ _
5. Insekt, das wie ein fliegender Goldklumpen aussieht und nach der Königin der Blumen benannt ist _ _ _ _ [ ] _ _ _ _ _
6. Duftendes Kraut, erinnert an Kaugummi: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ [ ] _
7. Rothaut im Garten: _ _ _ [ ] _ _
8. Erde, die aus Abfall entsteht, Kompost: [ ] _ _ _ _
9. Meist ungeliebte Pflanze im Garten: _ [ ] _ _ _ _ _
Die eingekastelten Felder ergeben das Lösungswort. _ _ _ _ _ _ _ _ _
Noch ein Tipp: Das gesuchte Lösungswort ist auf der Wiese und im Garten zu finden. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Die Sommernächte sind ja so richtig angenehm. Da macht es Spaß, draußen zu schlafen. Wer ein Zelt oder sogar ein Baumhaus hat, der weiß bestimmt, wie aufregend es ist, eine Nacht im Garten zu verbringen. Zuerst dachte ich, dass es doch eigentlich komisch ist, wenn die Blumen ihre Blüten nachts öffnen, wenn die Insekten und Schmetterlinge alle schlafen. Und wenn in der Nacht so viele Insekten unterwegs sind, freuen sich noch andere Tiere. Viel Spaß dabei! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ‚Beißt alle Leute und hat sieben Häute‘. Aber auf ein paar Dinge muss man dabei aufpassen. Deshalb flechte ich die Zwiebeln mit ihrem Kraut zu Zöpfen zusammen. Genau — richtige Zöpfe, wie es die Mädchen mit ihren Haaren machen. Nur dass ich die Zwiebelzöpfe nicht mit bunten Haargummis sondern mit einer Schnur zusammenbinde. Dann suche ich mir einen schönen warmen und luftigen Platz, an dem ich meine Zwiebelzöpfe aufhängen kann. Unter einem Vordach zum Beispiel, wo sie vom Regen nicht nass werden können. Dazu habe ich mir ein Brett vorbereitet, in das ich Nägel geschlagen habe. An diese Nägel hänge ich dann die einzelnen Zöpfe. Nach ca. 6 Wochen sind die Zwiebeln so weit nachgereift, dass sie eingelagert werden können. Dazu habe ich in meinem Keller eine Holzkiste stehen, in die ich die ich die Zwiebeln lege. Die Zöpfe können dabei gelöst werden, das Kraut ist dann außerdem so trocken und welk geworden, dass das sowieso wie von selbst geht. In meinem kühlen, trockenen und luftigen Keller halten sich die Zwiebeln dann bis weit in den Winter hinein. Probiert es doch mal aus! Viel Spaß dabei wünscht Euch Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Gegen Ende August wird mein Gemüsebeet langsam leer. Den meisten Salat habe ich schon aufgegessen. Deshalb habe ich mir überlegt, dass auf ich diese kahlen Stellen gleich wieder etwas einsäen könnte. Nach kurzem Stöbern im Koboldgartenbuch habe ich aber tatsächlich etwas gefunden, was geeignet ist. Ich säe nämlich Feldsalat aus. Der schmeckt gut, ist gesund und ich kann ihn sogar dann noch ernten, wenn es draußen für die anderen Salate und Gemüse schon viel zu kalt ist. Denn der Feldsalat fühlt sich sogar im Schnee noch wohl. Es gibt übrigens noch eine andere Pflanze, die Ihr jetzt noch aussäen und im Winter essen könnt. Und die kennt Ihr sicherlich alle: Spinat! Der braucht auch nicht viel Pflege zum Wachsen und die kräftigen dunkelgrünen Blätter halten den Frost gut aus. Ich mache mich jetzt am besten gleich an die Arbeit. Im Winter freue ich mich, wenn ich Salat und Gemüse ernten kann, und mein Gartenboden freut sich, dass er eine ‚Gründüngung‘ bekommt. Somit haben wir beide etwas davon. Ich sogar noch mehr, weil mein Gartenboden gesund und fit bleibt und mir im nächsten Jahr wieder neues Gemüse liefert. Probiert es doch mal aus! Bis nächste Woche Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Ganz einfach — man macht Ketchup daraus! Dafür müssen die Tomaten schön reif und weich sein, denn dann haben sie das beste Aroma.
Die Masse lasse ich dann auf kleiner Flamme zu einem dicken Brei einkochen. Das dauert ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde. Wenn alles weich und matschig ist, lasse ich den Tomatenbrei abkühlen und passiere ihn dann durch ein Sieb. Dabei werden unerwünschte grobe Stückchen und Kerne entfernt und übrig bleibt eine sämige Soße — das Ketchup. Wenn nötig, würze ich jetzt noch ein bisschen mit Salz oder Essig nach. Um das Ketchup haltbar zu machen, wird es nochmals erhitzt und heiß in Flaschen oder Gläser gefüllt, die schnell mit einem Schraubdeckel verschlossen werden müssen. Ganz wichtig: Auf den Kopf stellen und abkühlen lassen — und fertig ist das Ketchup aus den eigenen Tomaten. Sehr lecker. Und auch gesund. Probiert es doch einmal aus. Nach all dieser Arbeit haben sich auch Gartenkobolde ein bisschen Erholung verdient. Deshalb mache ich erst einmal Ferien in meinem Garten, genieße die Blumen, beobachte Insekten und Vögel, schnuppere an den Kräutern, ernte mein Obst und mein Gemüse und freue mich über den schönen Sommer. Viel Spaß Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() September Nun ist schon wieder September, Spätsommer. Erinnert Ihr Euch noch an den Johannistag Ende Juni? Da blühten die Sommerlinden. Die Lindenblüten konntet Ihr sammeln und mit ihnen die Kraft der Sonne. Als Tee oder im Badewasser geben die Blüten ihre Energie weiter, sie helfen bei Erkältungen, machen ruhig und entspannen. Eben wie ein wunderschöner Sonnentag. Nun sind aus den Blüten längst große Samenkugeln geworden. Die Lindenbäume wollen sich vermehren, es sollen viele andere Linden wachsen. In ihrer natürlichen Umgebung, in lichten Wäldern, verbreiten sich die Bäume von selbst aus Samen. Jede Baumart hat ihre eigene Taktik, ihre Art zu vermehren. Der Samen der Lindenblüte ist eine ziemlich große Kugel. Das ist schon mal nicht schlecht! Die kleine Linde bekommt aus dem Samen viel Nahrung, wenn sie keimen will. So eine dicke Kugel würde aber genau vor die Füße der Mutter Linde fallen. Dort hat die neue Linde keinen Platz um zu wachsen. Also müssen die Linden ihre Samenkugeln möglichst weit von sich weg schicken. Wie machen sie das? Nun, ganz einfach, sie lassen den Samen noch ein großes Segel dazu wachsen. So können die Linden größere Strecken überwinden. Erst bei stärkerem Wind beginnt die kleine Linde zu fliegen. Jeder Windstoß treibt die kleinen Segler hoch. Probiert es einmal aus, wie schön die Lindensamen fliegen können! Unter Lindenbäumen könnt Ihr zurzeit leicht die Samen mit ihrem Segel finden. Lasst sie fliegen! Werft eine handvoll davon in die Luft, in den Wind, und schaut, wie sie als kleine Propeller zu Boden kreiseln. Gibt es eine besonders gute Art, sie zu werfen? Was passiert mit den Seglern, wenn sie ein Luftstoß erfasst? Werden sie weiter getragen, weit weg? Dann könnt ihr ihnen nachwinken und davon träumen, welchen schönen Ort die kleinen Linden erreichen werden. Wenn sie sich dort wohl fühlen, werden die Samen keimen und eine neue Linde wächst heran. Viel Spaß beim Experimentieren! Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen, an gartenkobold@kitzingen.de Euer Gartenkobold, der Blumuckl Ein Strauch in meinem Garten ist ein Zauberstrauch. Bei mir ist er groß und seine Zweige sind ausladend, er ist fast ein kleiner Baum. Gerade werden seine dunkelroten Früchte reif. Jetzt zeigen die reifen Beeren den Beginn des Frühherbstes an. Wie die Überschrift schon sagt, ich spreche vom Holunder. Es heißt, dass er seinen Namen der Frau Holle aus dem Märchen verdankt. Frau Holle ist die, die die Betten ausschüttelt, so dass es auf der Erde schneit. Könnt Ihr Euch erinnern? Frau Holle soll früher eine Göttin gewesen sein, eine Göttin, die freundlich ihre guten Gaben verteilt. Manche Menschen dachten, dass im Holunder die guten Geister wohnen, die das Haus und seine Bewohner vor Schaden schützen. Der Holunder soll Zauberkräfte besitzen, so dachte man früher. Aus dem Holz sollen Zauberer ihre Zauberstäbe machen. Der mächtigste Zauberstab in den Geschichten um Harry Potter ist, natürlich, ein Holunderstab. Gute Gaben verteilt der Holunder von selbst, sicher kommen daher diese freundlichen Geschichten über ihn. Er schenkt uns seine Blüten im Sommer, für Sirup und Hollerküchle. Aus seinem Holz könnt ihr leicht Flöten schnitzen oder Pfeilspitzen bauen, die nicht pieksen. Die Beeren aber kann man nicht roh essen, denn sonst bekommt Ihr arges Bauchgrimmen. In den Holunderbeeren ist die Kraft des Sommers eingefangen. Zu Saft eingekocht gibt er seine Gesundstoffe an uns weiter. Holundersaft darf in keinem Weihnachtspunsch fehlen. Er sorgt für die tiefrote Farbe - und färbt so schön die Zunge! Wenn Ihr mit Holunderbeeren arbeitet, zieht also besser Arbeitskleider an. Wenn Ihr noch keinen Holunder bei Euch im Garten habt, so könnt Ihr schon im Oktober einen solchen Zauberstrauch pflanzen. Er braucht Platz, ist aber mit einer Ecke hinter dem Haus schon sehr zufrieden. Falls Ihr keinen Garten habt oder einfach keinen Platz mehr frei habt, findet Ihr ihn an Wegrändern und an Waldlichtungen überall. Mit einem Klick könnt Ihr nachlesen, wie man Tinte aus den Beeren herstellt und hier, wie man Holunderflöten bastelt. Euer Gartenkobold, In meinem Garten sind viele Sommerblumen langsam am Verblühen. Nicht alle Blumen eignen sich zum Trocknen.
Um möglichst viel vom Duft und von der Farbe zu erhalten, werden die geernteten Blumen oder Kräuter zu kleinen Bündeln zusammengefasst.
Jetzt kann ich daran gehen, mir kleine Duftkissen zu nähen. Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Der Spätsommer ist eine tolle Zeit im Garten. Zum Glück eignen sich viele Gemüsearten dazu, gelagert zu werden.
Die Gemüse- oder Kartoffelkisten sollten dann an einem kühlen und dunklen Ort stehen. Mit den vielen Äpfeln und Birnen mache ich es ähnlich. Wenn ich dann in der kalten Jahreszeit immer wieder ein paar Früchte aus meinem Vorratslager hole, kann ich immer den Geschmack und den Duft des Sommers genießen. Lecker! Bis nächste Woche Euer Gartenkobold Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]()
Was ich damit mache, könnt Ihr Euch sicherlich denken. Im nächsten Frühjahr säe ich diese Samen wieder aus. Deshalb schaue ich jeden Tag nach, ob ich die Samen schon ernten kann. Das ist dann so weit, wenn die Fruchtstände (das ist das, was sich aus der Blüte gebildet hat) langsam braun werden und sich leicht öffnen lassen. Darin findet Ihr dann die Samen. Die können ganz unterschiedlich aussehen. Manche sind dick und rosa-schwarz gesprenkelt, das sind die Samen der Feuerbohnen. Die Prunkwinde hat z.B. kleine schwarze Kügelchen, der Lein ganz winzige Körner und die Sonnenblumen — die kennt sicher jeder — längliche gestreifte Sonnenblumenkerne. Die Samen löse ich dann aus dem Fruchtkörper. Den kann ich dann auf den Kompost werfen, denn er hat als Schutzhülle für die Samenkörner ausgedient. Die Körnchen aber schütte ich vorsichtig in eine kleine Papiertüte. Jede Blumenart bekommt bei mir eine eigene Tüte. Sonst kommt im nächsten Frühjahr alles durcheinander. Und damit ich auch weiß, was in welcher Tüte drin ist, beschrifte ich alles ganz genau. Dann suche ich mir eine Schachtel, in der ich alle Samentüten bis zum nächsten Gartenjahr trocken, kühl und dunkel aufbewahren kann. Das ist wichtig, damit die Samen auch wieder keimen können. Deshalb darf auch kein Frost und keine Feuchtigkeit an die Tüten kommen. Ja und dann kann ich mich den ganzen Winter über darauf freuen, dass ich all die schönen Blumen wieder aussäen kann. Bis zum nächsten Mal Euer Blumuckel Und wer noch Fragen, Wünsche oder eigene Gartentipps hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Noch blüht es ja bei mir und bis jetzt habe ich auch immer sorgfältig die verwelkten Blüten meiner Sommerblumen abgezupft. Das habe ich gemacht, damit sich keine Samen bilden können und die Pflanzen Kraft zum Weiterblühen haben. Aber jetzt lasse ich die Blüten ausreifen und beobachte, wie sich die Samen ausbilden.Die möchte ich nämlich sammeln. Habt Ihr schon Eure Kartoffeln geerntet? Ich habe meine fleißig ausgebuddelt. Dabei habe ich die lustigsten Formen gefunden. Manche haben ausgesehen wie ein Herz, eine war mit einer anderen zusammen gewachsen und hat ausgesehen, wie ein Männchen mit Kopf und Bauch. Aber das Wichtigste: die Kartoffeln schmecken einfach köstlich!
Zuerst wascht Ihr die Kartoffel gründlich und schneidet sie dann quer in der Mitte durch. Viel Spaß damit. Vielleicht schickt Ihr mir ja mal so ein Kartoffeldruck-Bild. Die schönsten zeige ich Euch dann. Schickt Sie an: Landratsamt Kitzingen Bis nächste Woche Euer Blumuckel Nicht vergessen: noch mehr Gartentipps gibt es unter www.kitzingen.de/bürgerservice/sevice Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Die Ferien sind vorbei, und für mich und meinen Garten beginnt wieder einmal ein spannende Jahreszeit. Denn im Herbst gibt es allerhand zu tun.
‚Tag- und Nachtgleiche‘ heißt das auch, und von da an ist der Sommer dann wirklich endgültig vorbei. Von nun an wird es am Abend immer früher dunkel. Aber von da an geht es wieder umgekehrt und es bleibt jeden Tag ein bisschen länger hell,
Aber jetzt genießen wir erst einmal die Herbstzeit im Garten, die ja auch Erntezeit ist. Da muss ich wohl ein bisschen nachhelfen: So nach zwei bis drei Wochen werden die Früchte dann tatsächlich rot Auch die Tiere beginnen, ihren Wintervorrat zu sammeln, denn auch in Feld und Wald gibt es einiges zu ernten. Schlehen, Holunder und Hartriegel zum Beispiel, die ihr bestimmt als Heckenpflanzen kennt. Euer Blumuckel Nicht vergessen: wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() In diesem Monat muss ich schon wieder an den Frühling denken! Denn wenn ich im Frühjahr einen leuchtend bunten Garten haben möchte, muss ich jetzt schon daran arbeiten. Ich kann es nach dem Winter immer gar nicht erwarten, bis die ersten Blumen blühen. Und die ersten Blumen, die blühen, sind solche, die aus Zwiebeln wachsen. Das sind natürlich keine "normalen" Zwiebeln, die zum Kochen verwendet werden sondern richtige Blumenzwiebeln. Um die Zwiebel herum ist eine brauen Schale, die schützt vor dem Austrocknen und vor schädlichen Pilzsporen.
Damit im Frühling die fertige Blume prächtig blühen kann, muss sie aber schon im Herbst in die Erde. Die Zwiebel muss mit der Spitze nach oben in die Erde gedrückt werden. Jetzt heißt es warten, bis es Frühling wird. Sind die Blumen dann verblüht, müssen alle verwelkten Teile abgeschnitten werden. Wusstet Ihr eigentlich, dass viele Zwiebeln "wandern"? Sie vermehren sich im Boden, bilden kleine Nebenzwiebeln aus und verbreiten sich so immer weiter. Sicherlich habt Ihr jetzt schon längst erraten, welche Blumen zu den Zwiebelblumen gehören. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Unser Garten bereitet sich auf den Herbst vor und jetzt blühen immer weniger Blumen.
Stacheln sitzen auf den Stielen auf. Sie sind Auswüchse der Rinde und lassen sich ganz leicht abbrechen, ohne dass das Holz beschädigt wird. Wenn Ihr das bei Rosen ausprobiert, werdet Ihr feststellen, dass das ganz leicht geht. Also haben Rosen: Stacheln. Dornen dagegen wachsen aus der Pflanze heraus und sind fest mit ihr verbunden. Wenn Ihr versucht, einen Dorn vom Stiel abzubrechen, werdet Ihr feststellen, dass das nicht so einfach geht und Ihr dabei gleich Teile vom Stiel mit abreißen werdet. Denn Dornen sind eigentlich Seitenzweige, die aber sehr spitz und holzig sind. Sie können auch umgebildete Blätter sein, wie z. B. bei Kakteen. So, und wer jetzt aufmerksam Rosenzweige und Schlehenzweige miteinander vergleicht, kann unterscheiden ob er sich an Stacheln oder Dornen sticht. Und warum haben viele Pflanzen Stacheln oder Dornen? Das Pflanzenreich ist ganz schön spannend, oder? Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de ![]() Der September ist immer der Monat, in dem es besonders viel im Garten zu tun gibt. Ich liebe ganz besonders die guten Düfte und Aromen im Garten. Wie man die Kräuter trocknet, habe ich Euch ja schon öfter erklärt. Die Kräuter werden von gelben oder schadhaften Blätter und Schmutz befreit und in das Glasgefäß gesteckt. Ich habe mir vorgenommen, schöne Etiketten auf die Flaschen zu kleben. Darauf male ich das Kraut, das ich verwendet habe und beschrifte es mit dem Datum, an dem ich den Essig angesetzt habe. Im Winter freue ich mich dann, wenn ich die Flasche öffne, und mir der Duft des Sommers entgegen strömt.
Ach ja, die Auflösung der Sommerrätsels steht ja noch aus: Löwenzahn war das gesuchte Wort. Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de
Draußen wird es langsam Herbst und die Vögel freuen sich über Beeren und Früchte in den Hecken und Bäumen. Was Ihr damit anfangen könnt? Nun, essen dürft Ihr sie nicht! Im rohen Zustand sind Holunderbeeren für uns Menschen nämlich giftig. Aber ich habe eigentlich etwas ganz anderes damit vor. Mit den Holunderbeeren kann man nämlich schreiben! Man braucht dazu: ein paar Holunderbeeren, ein kleines Sieb, eine Schale oder Schüssel, einen Löffel und ein Gefäß, das man verschließen kann. Schreibt mir doch einmal einen Brief mit Holunderbeertinte! Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen und auch ganz bestimmt antworten! Meine Adresse: Landratsamt Kitzingen, Der Gartenkobold, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Die Schule hat wieder angefangen. Aber nach den langen Ferien ist es auch ganz schön, wieder alle Freunde zu treffen. Auch der Garten und die Natur beginnt, sich zu verändern.
Eifrige Gartenkobold-Leser wissen auch schon, was zu tun ist. All diese Frühlingsblüher kommen ja deshalb besonderst gut zur Geltung, weil sie bereits dann blühen, wenn fast alle anderen Pflanzen im Garten noch im Winterschlaf sind. Und da sind solche hübschen Zwiebelblumen besonders schöne Farbkleckse im Garten. Erinnert Ihr Euch noch daran, worauf man beim Einpflanzen achten muss? Also: Blumenzwiebeln haben ein ‚Oben‘ und ein ’Unten‘. Das ‚Unten‘ ist da, wo die Zwiebel etwas flacher ist, manchmal sind sogar noch ein paar Wurzelreste dran. ‚Oben‘ ist meist eine kleine Spitze. Nicht alle Zwiebeln werden gleich tief eingepflanzt. Aber als Faustregel könnt Ihr Euch merken: Das Pflanzloch sollte doppelt so tief sein, wie die Zwiebel groß ist. Wenn die Zwiebel z.B. 6 cm hoch ist, solltet Ihr sie in ein 12 cm tiefes Loch setzen. Der Platz für Eure Frühlingszwiebeln sollte nicht zu trocken sein, damit die Zwiebeln im Winter genügend Feuchtigkeit zur Verfügung haben, um Blätter, Stiele und Blüten zu entwickeln. Besonders schön sieht es aus, wenn Ihr von jeder Blumenzwiebelart gleich mehrere nebeneinander pflanzt, also kleine Gruppen bildet. Damit kommen die Blüten dann besonders gut zur Geltung. Das sind doch richtig schöne Arbeiten im Herbst. Ich bin gespannt, was im Frühling daraus wird. Viel Spaß! Euer Blumuckel Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de Der Garten verändert sich jetzt von Tag zu Tag. Na ja, es wird eben richtig Herbst. In zwei Tagen, am 23. September steht es ja auch im Kalender: Herbstanfang. Eigentlich möchte ich noch gar nicht daran denken, dass die Tage wieder kürzer werden. Viel lieber ma |