Koboldtipps
Höchste Zeit sich um die Beete zu kümmern

April — also allerhöchste Zeit, sich draußen um die Beete zu kümmern.

Wie Ihr Euch vielleicht noch erinnern könnt, haben wir im Herbst Samen von unseren Sommerblumen gesammelt und in Tüten verpackt.

Die hole ich nun wieder heraus, weil ich die Samen wieder im Garten aussäen möchte.

Dazu muss ich zunächst einmal nachsehen, ob die Samenkörnchen den Winter auch gut überstanden haben.
Sind sie schimmlig geworden oder vertrocknet, werfe ich sie gleich weg, denn diese werden nicht mehr keimen. Für alle anderen suche ich mir einen sonnigen Platz im Garten.
Der Boden sollte schon etwas erwärmt sein.
Und die Erde sollte möglichst schön locker sein.

Zum Glück habe ich im Herbst auf die Tüten drauf geschrieben, welche Blumen drin sind, wann sie blühen und welche Farbe sie haben.
Sonst gäbe es jetzt wohl ein großes Durcheinander.
Aber so kann ich nun für jede Sommerblume den passenden Platz auswählen.
Den zarten blauen Lein säe ich gleich in größeren Mengen an eine Stelle, denn er wirkt besonders gut, wenn er in großen Gruppen steht.
Für die rosaroten und weißen Cosmeen mit ihren seidigen großen Blüten ist ein Platz zwischen den mehrjährigen Stauden oder auch bei den Kräutern gut geeignet.
Der einjährige Rittersporn wird etwas höher, den säe ich also lieber nicht zu den anderen niedrigen Pflanzen, denn er würde sie sonst ganz überdecken.

Sehr schön wirkt es auch, wenn man sich einige Sommerblumen in Töpfe aussät.
Wer nur wenig Platz im Garten oder nur einen Balkon zur Verfügung hat, kann sich so auch eine schöne Sommerfülle zaubern.

Ich habe übrigens noch Samen von Kapuzinerkresse, Feuerbohnen, Ringelblumen und Bechermalven vom letzten Jahr gefunden.
Damit kann ich mir einen richtig bunten Blütenzauber in den Garten holen.

Und wer im Herbst keine Samen gesammelt hat, oder das Ganze zum ersten Mal ausprobieren möchte, kann sich ja auch ein paar neue Päckchen besorgen.
Jetzt gibt es wieder viele bunte Samentütchen zu kaufen.
Die kosten nicht viel und so kann man sich für wenig Geld eine große Sommerpracht nach Hause holen. Auf jeder Packung steht außerdem genau, wie und wohin die Blumen ausgesät werden möchten.

Eines aber dürft Ihr nicht vergessen. Nachdem es jetzt schon so warm ist, müsst Ihr Eure Aussaaten immer schön feucht halten. In der Sonne würden sie sonst schnell vertrocknen.

Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Im Frühling ist es höchste Zeit, sich wieder einmal mit unseren Zimmerpflanzen zu beschäftigen. Den grünen Freunden in der Wohnung gefällt der Winter meist auch nicht so gut. Draußen ist es nicht so hell wie im Sommer und im Zimmer ist die Luft viel zu trocken. Viele unserer Zimmerpflanzen kommen aus den Subtropen oder den Tropen, dort ist die Luft immer feucht und warm wie in einem Gewächshaus und es gibt keine kalten, dunklen Winter. Klar, dass diese Pflanzen, die es bei uns im Winter aushalten müssen, eine Erholung brauchen.

 

Deshalb lieben sie es, wenn sie umgetopft werden. Ist der Topf zu klein geworden und die Erde ausgelaugt, besorgt man sich einen neuen Topf, der eine Nummer größer ist als der alte (steht meist auf dem Topfrand oder auf dem Boden) und gute Blumenerde. Dann löst man die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf heraus und schüttelt die Erde ab. In den neuen Topf legt man unten ein paar Steinchen hinein, (damit die Wurzeln beim Gießen nicht ertrinken), füllt ein bisschen frische Erde ein und setzt die Pflanze darauf. Dann lässt man vorsichtig rundherum am Rand die neue Erde einrieseln. Dabei kann man die Pflanze ein bisschen rütteln und schütteln, dann verteilt sich die Erde besser. Am Topfrand drückt man einen Rand in die Erde, damit das Wasser beim Gießen nicht ausläuft. Das kann man dann beim Angießen gleich ausprobieren. Eure grünen Lieblinge werden aufatmen.
Viel Spaß dabei

 

Euer Blumuckel

 

 Blumuckel mit Lupe 1

 

 

wie immer:

gartenkobold@kitzingen.de

Januar
Tipps für gartenlose Gärtner

Na, das neue Jahr gut angefangen? Hoffentlich gedeiht mein Glücksklee gut, er erinnert mich daran, was ich mir für das neue Jahr vorgenommen habe.

Aber er und meine anderen Pflanzen gut wachsen, muss ich auf ein paar Dinge achten. Denn auch das Gärtnern im Zimmer will gekonnt sein.

Die meisten Zimmerpflanzen mögen z.B. keine trockene Heizungsluft. Aber nur wegen meiner grünen Lieblinge kann ich ja nicht frieren. Deshalb versuche ich, ihnen ein angenehmes Klima zu verschaffen und besprühe sie ab und zu mit Wasser. Ganz vorsichtig mit einem Zerstäuber (haben Eure Eltern bestimmt), und nicht auf Blüten oder weiche, haarige Blätter, die würden sonst faulen.

Natürlich muss ich auch regelmäßig gießen, aber auch das ist so eine Sache, weil manche Pflanzen mehr und manche weniger Wasser brauchen. Eines vertragen aber alle nicht: Nasse Füße. Die bekommen sie, wenn im Untersetzer oder Übertopf zu lange Wasser übrig bleibt. Deshalb ein Tipp: Was die Pflanze eine halbe Stunde nach dem Gießen noch nicht aufgesogen hat, schüttet Ihr am besten weg. Das braucht sie dann nicht mehr.

Wenn Ihr mal vergesst zu gießen, ist das meistens nicht so schlimm, vorausgesetzt, Ihr merkt es rechtzeitig. Die Zimmerpflanzen können nur nicht vertragen, wenn sie einmal ganz viel und dann wieder ganz wenig gegossen werden. Am besten bekommt es ihnen, wenn Ihr sie regelmäßig gleich viel gießt. Da können sie sich gut darauf einstellen.

Na ja, und ab und zu müssen die Zimmerpflanzen auch noch umgetopft werden. Und zwar dann, wenn ihnen ihr alter Topf zu klein geworden ist und sie nicht mehr genügend Erde zur Verfügung haben. Der neue Topf sollte aber nur eine Nummer größer sein als der alte und eine neue gute Blumenerde solltet Ihr den Pflanzen auch gönnen. Darin können sie wieder besser wachsen, weil ihre Wurzeln nicht mehr eingequetscht sind und sie neue Nährstoffe bekommen. Ach so, ja — Nährstoffe. Die brauchen die Pflanzen zum Wachsen und Blühen. In der Erde sind nach einiger Zeit aber nicht mehr genügend davon drin, deshalb freuen sich Eure Pflanzen, wenn sie mit einem Blumendünger neue Nahrung bekommen. Einmal pro Woche reicht aber.

Bleibt nur der Platz für Eure Lieblinge. Hell sollte er sein, die meisten mögen es aber nicht, wenn sie in der vollen Sonne stehen. Dunkle Zimmerecken mag aber keine Pflanze. Ohne Licht können sie nämlich nicht wachsen, sie würden kümmern und gehen ein. Aber aufmerksame Gartenkobold-Leser haben ja den grünen Daumen und finden schnell heraus wo und wie es ihren Pflanzen am besten gefällt.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel kopf

So ein Winter dauert ja doch ganz schön lange. Seit ich das letzte Mal etwas aus meinem Garten geerntet habe, sind schon einige Monate vergangen. Da bekommen Kobolde schon mal Sehnsucht nach frischen grünen Kräutern. Draußen ist es aber viel zu kalt, die Natur hält Winterschlaf. Macht aber nichts, denn wie Ihr wisst, kann man ja auch auf im Zimmer gärtnern und sich ein bisschen Frühling auf die Fensterbank holen. Da kommen dann wieder ruck-zuck Vitamine und frisches Grün auf den Tisch.

Das geht auch ganz einfach: Ich besorge mir eine Samentüte mit Kresse. Kresse schmeckt lecker, ist gesund, und was das Beste ist — man kann sie sehr leicht selber ziehen. Dazu braucht man noch nicht einmal Erde! Die Samen keinem sogar auf Watte oder Küchenpapier. Aber jetzt der Reihe nach, für alle die das ausprobieren wollen: Holt Euch einen Teller, eine flache Schale oder ein anderes Gefäß, das auf der Fensterbank Platz hat. Gebt eine dünne Schicht Watte oder Küchenpapier hinein. Darauf verteilt Ihr die Kressesamen. Und jetzt kommt das Wichtigste: Kräftig angießen. Das geht am besten mit einem Zerstäuber. Die Watte oder das Papier müssen richtig schön feucht sein — und auch bleiben. Also müsst Ihr jeden Tag nachschauen und gießen. Nur schwimmen sollten die Samen nicht.

Jetzt müsst Ihr nur noch ein paar Tage Geduld haben. Und zwar wirklich nur ein paar Tage und nicht Wochen, denn die Kresse keimt schnell. Schon nach vier bis fünf Tagen könnt Ihr die ersten Blättchen abschneiden. Die schmecken toll auf einem Butterbrot oder im Salat. Lecker. Da werden wintermüde Gartenkobolde ganz schnell wieder fit.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Euer Blumuckel

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Blumuckel mit Lupe 1
Ein Plan für den Garten

Der Januar neigt sich dem Ende entgegen und spätestens jetzt verspüren Gartenkobolde wieder so ein Kribbeln in der Nase. Denn bald geht es wieder los im Garten. Ich halte schon immer Ausschau nach den Schneeglöckchen. Das sind die weißen, zarten Blütchen, die meine allerersten Frühlingsboten im Garten sind. Die blühen sogar schon, wenn es noch Schnee gibt.

Und weil dieses Kribbeln in der Nase immer stärker wird, fange ich schon mal an, mir Gedanken darüber zu machen, was ich im Frühjahr wohin pflanzen möchte. Für so einen Gartenplan ist der Winter nämlich genau die richtige Zeit.
Draußen ist alles noch kahl und leer, da kann ich mir nach Herzenslust ausdenken, wo was wachsen und blühen soll. Aus den bunten Samenkatalogen habe ich mir schon mal meine Lieblingsblumen ausgeschnitten. Die habe ich dann so aufgeklebt, wie ich sie in meinem Beet pflanzen möchte.

Dabei habe ich festgestellt, dass ich mir wieder einmal viel zu viele Pflanzen ausgesucht habe. Wenn ich mir das jetzt nicht gut überlege, komme ich im Frühling zur Sä- und Pflanzzeit leicht durcheinander. Denn die verschiedenen Blumen haben ja unterschiedliche Blütezeiten.

Und außerdem werden ja nicht alle gleich hoch. Nicht dass ich hohe Sonnenblumen genau vor die niedrigen Löwenmäulchen pflanze. Und beim Gemüse muss man auch einiges beachten. Da darf z.B. nicht jedes Jahr die gleiche Pflanze an die selbe Stelle. Dort wo im letzten Jahr meine Gelbe Rüben waren muss ich also dieses Jahr etwas anderes säen oder pflanzen.

Aber wie Ihr vielleicht noch wisst, wachsen in meinem Gemüsebeet nicht nur solche Pflanzen, die man essen kann. Es soll auch schön bunt aussehen. Deshalb stehen bei mir zwischen Salat- und Gemüsereihen lauter bunte Sommerblumen. Sieht toll aus. Und so ist es bei mir ganz einfach. Dort, wo eine Reihe Gemüse war, kommt jetzt eine Reihe Blumen hin und dort wo die Blumen waren, pflanze ich Salat und Gemüse.

Gut, dass ich mir schon im letzten Jahr so einen Plan gemacht habe, denn jetzt kann ich genau nachschauen, wo was war. Das hätte ich sonst schon längst vergessen.

Also, viel Spaß beim Beete-Ausdenken

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Wie pflegt man Glücksklee?

 Zu Neujahr habe ich wieder Glücksklee verschenkt.
Habt ihr auch welchen bekommen?
Auf meiner Fensterbank steht jetzt so ein kleines Töpfchen, in dem vierblättrige Kleeblätter sprießen.
Die sehen hübsch aus, sind aber ziemlich durstig.

Im warmen Zimmer brauchen die zarten Blättchen ziemlich viel Wasser, deshalb muss ich darauf achten, das kleine Töpfchen regelmäßig zu gießen.
Wenn der Klee gut gepflegt wird, wächst er nämlich ganz kräftig.
Dabei kann ich ihm auch noch ein bisschen helfen, indem ich ihm einen größeren Topf gebe.
Denn mit etwas mehr Erde wird er sich schon bedeutend wohler fühlen.

Der neue Topf sollte aber nur ein bisschen größer sein,
als der alte und zum Einpflanzen verwende ich normale Blumenerde.

Wenn es draußen wieder wärmer wird, und es nach den Eisheiligen im Mai keinen Frost mehr gibt,
dann kann ich den Glücksklee sogar nach draußen auf den Balkon stellen.
Denn dort gefällt es ihm richtig gut.
Sogar in den Garten kann er gepflanzt werden, dort liebt er ein geschütztes Plätzchen,
wo die Sonne nicht direkt hin scheint und der Boden nicht zu trocken ist.

Leider kommt er mit dem kalten Winter bei uns nicht so gut zurecht, bevor derFrost kommt, muss der Glücksklee also wieder ins Haus geholt werden.

Die schönsten und größten Glückskleeblätter aber, die zupfe ich ab und lege sie in die Blumenpresse. Wenn ich sie nach ein paar Tagen wieder herausnehme, dann sind die Blätter schön platt gedrückt und getrocknet.

Damit kann ich dann zum Beispiel schöne Karten gestalten.
Und so das ganze Jahr über Glücksbringer verschicken.

Probiert es doch auch einmal aus! Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

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blumuckel mit giesskanne

Hallo, seid ihr alle wieder aus den Weihnachtsferien zurück?
Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit.
Jetzt im Januar werden dann die Strohsterne wieder eingepackt, die Weihnachtskugeln verräumt und der Christbaum wandert nach draußen.
Denn in der warmen Wohnung wird er wohl schon langsam begonnen haben, seine Nadeln zu verlieren.

Aber was macht man denn mit dem Weihnachtsbaum, wenn die Feiertage vorbei sind?

Erst hat man sich lange auf ihn gefreut,
und dann ist die Weihnachtszeit immer so schnell vorbei, dass es schade ist,
wenn man sich wieder vom Christbaum trennen muss.

Aber man muss ihn ja nicht gleich wegwerfen.
Man kann den Baum auch auf den Balkon stellen, dort verliert er vielleicht nicht ganz so schnell seine Nadeln.
Wenn man ihn dann außerdem noch mit ein paar Vogelfutterknödeln oder —stangen schmückt,
dann wird man bald viel Besuch von hungrigen Meisen, Rotkehlchen und vielen anderen bekommen.
Das sollte man aber nur bei starkem Frost und Schnee tun, denn nur dann brauchen die Vögel das zusätzliche Futter.
Doch es macht viel Spaß, wenn man vom warmen Wohnzimmer aus die Vögel beobachten kann,
für die unser Bäumchen nun ein reicher Gabentisch geworden ist.

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, den Weihnachtsbaum sinnvoll zu verwenden.
Weil es bei uns oft erst im Januar richtig kalt wird,
ist es dann nötig, die empfindlicheren Pflanzen zu schützen.
Rosen zum Beispiel, oder auch manche Stauden.

All diese kann man gut vor Frost schützen, wenn man die Zweige von Nadelbäumen darüber legt.
Dazu kann man dann sehr gut die Zweige des Christbaums verwenden.
So haben sie nicht nur die Wohnung geschmückt, sondern können danach auch noch die Gartenpflanzen schützen.
Wenn es dann im März wieder wärmer wird, nimmt man die Weihnachtsbaumzweige wieder von den Beeten herunter.
Ihr werdet dann feststellen, dass kaum mehr Nadeln dran sind.
Doch dann hat unser Christbaum endgültig ausgedient.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

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Jetzt ist er doch noch gekommen, der Winter.
Als es neulich das erste Mal geschneit hat, konnte ich zuschauen, wie sich der Garten von Stunde zu Stunde verändert hat.
Erst sah es so aus, als ob jemand Puderzucker darüber gestäubt hat.
Doch nach und nach verschwanden die Wege, die Beete und die Pflanzen unter einer weißen Schneedecke.

Wenn dann so gar keine Aufteilung mehr zu erkennen ist, wirkt der Garten ganz anders, findet ihr nicht?
Am meisten Spaß macht es mir, durch die schöne, gleichmäßige Schneedecke zu stapfen und meine Spuren zu hinterlassen.
Dann kann ich ausprobieren, wie es aussehen würde, wenn meine Gartenwege anders verlaufen würden und meine Beete anders angeordnet wären.
Da komme ich so manches Mal auf neue Ideen.

Beim Stapfen durch den Schnee ist mir aber auch noch eine andere Frage in den Sinn gekommen.
Ich wollte schon immer einmal wissen, warum der Schnee weiß ist.
Also habe ich wieder einmal geforscht. Und folgendes dabei herausgefunden:

Der Schnee besteht aus Wasser. Wasser selbst hat ja keine Farbe (auch wenn das Meer blau aussieht).
Wenn ihr Wasser in eine Schale schüttet, seht ihr nur die Farbe der Schale, das Wasser ist durchsichtig.
Sobald das Wasser aber gefroren ist, wird es zu weißem Eis.
Warum? Also, wenn es richtig kalt genug ist, fällt der Regen als gefrorenes Wasser vom Himmel — als Schnee.
Die einzelnen Regentropfen bestehen jetzt aus vielen gefrorenen Eiskristallen, die jeder für sich so winzig sind, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann.

Die Eiskristalle sind eigentlich auch durchsichtig, also farblos.
Aber viele Eiskristalle zusammen bilden eine Schneeflocke.
Und die können wir gut sehen.
Denn diese vielen winzigen Eiskristalle sind wie lauter kleine Spiegel.
Und die werfen das Licht, das auf sie trifft, wieder zurück.
Und weil das Sonnenlicht weiß ist, werfen es die Eiskristalle auch wieder weiß zurück.

Das könnt ihr auch einmal mit einer Taschenlampe ausprobieren.
Wenn ihr den Schnee im Dunkeln mit gelben Licht anleuchtet, dann sieht er auch gelb aus.
Leuchtet ihr ihn mit einer blauen Lampe an, dann wirft er auch blaues Licht zurück, das heißt, er sieht blau aus.

Sehr spannend, findet ihr nicht?

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, beginne ich schon langsam, mich auf den Frühling zu freuen, denn der Januar ist ja jetzt vorüber.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Noch mehr Gartentipps gibt es unter www.kitzingen.de/bürgerservice/service

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Komisches Wetter, findet ihr nicht?
Am Wochenende bin ich über eine Wiese gelaufen, die voller blühender Gänseblümchen war.
Gut, Gänseblümchen können das ganze Jahr über blühen, werdet ihr jetzt sagen.
Aber eigentlich bis ich es im Winter ja gewohnt, eher drinnen auf der Fensterbank an den Blumen zu schnuppern.

Denn jetzt im Januar blühen meine Hyazinthenzwiebeln, die ich vor Weihachten in Hyazinthengläser gestellt habe.
Daraus sind wunderschöne Blüten entstanden, die so stark duften, dass die ganze Wohnung davon erfüllt ist.
Wunderbar ist das.
Aber warum machen das die Pflanzen eigentlich?
Wozu brauchen sie diesen Geruch?
Damit wir uns darüber freuen?
Das kann doch nicht sein, denn in der Natur gibt es für alles einen wichtigen Grund.

Natürlich ist es wichtig, dass wir uns freuen, aber für den Duft muss es noch eine andere Erklärung geben. Wie immer habe ich ein bisschen nachgeforscht.
Und das habe ich herausgefunden:

Pflanzen senden ja verschiedene Signale aus.
isst ihr noch? Damit sollen Vögel und Insekten angelockt werden.
Die Tiere sollen ja dabei mithelfen, dass die Pollen von einer Blüte zur anderen gelangen.
Also fliegen sie immer dem Geruch nach, der für sie bedeutet, dass es dort leckeren Nektar gibt.

Und wenn Bienen, Schmetterlinge, Nachfalter und alle anderen weiter von Blüte zu Blüte flattern, verteilen sie jedes Mal gleichzeitig die Pollen.
Und damit können sich dann auch die Pflanzen wieder vermehren.

Aber nicht alle Tiere mögen die gleichen Pflanzen.
Eine duftende Rose ist für Bienen, Hummeln oder Rosenkäfer eine wunderbare Verlockung.
Eine Schmeißfliege aber kann man damit jagen.
Sie fliegt lieber dorthin, wo es stinkt. Zum Beispiel zum Aronstab.
Das ist eine Pflanze mit einer spitzen, weißen Blüte und roten Beeren, die stark giftig sind.
Diese Pflanze riecht nicht nur — sie verströmt einen richtigen Gestank!

Manchmal dient der Geruch auch dazu, gefräßige Feine abzuschrecken.
Denn manche Tiere machen einen großen Bogen um Blüten, die kräftige Duftstoffe aussenden.
Von Schafen weiß man zum Beispiel, dass sie den Geruch von Lavendel hassen.
Also besteht keine Gefahr, dass sie die schönen violetten Blüten einfach auffressen.

Höchstens, dass Gartenkobolde die duftenden Ähren pflücken.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Wie aus einem trockenen Knäuel eine prächtige Pflanze wird

Habt ihr das schon einmal gesehen?
Graubraune, unförmige Knäuel, ganz vertrocknet und in sich zusammengerollt.
Diese seltsamen Knollen werden in Gartengeschäften verkauft!
Eine verschrumpelte Riesenspinne?
Ein vergessenes Pausebrot?
Oder eine verdörrte Pflanze?
Letzteres stimmt, denn tatsächlich gibt es eine Pflanzenart, die jahrelang ohne Wasser überleben kann. Aber wieso werden vertrocknete Pflanzen verkauft?

Das wollte ich wissen und habe folgendes herausgefunden:
Wie ihre euch denken könnt, kommt die verschrumpelte Pflanze aus der Wüste.
Deshalb heißt sie ‚Wüstenrose‘ oder auch ‚Rose von Jericho‘.
Die Wüstenrose wächst dort in der Erde, vermehrt sich und breitet sich aus.
Hat der ohnehin schon karge Wüstenboden keine Nährstoffe mehr für die Pflanze, zieht sich die Wüstenrose zurück.
Das heißt, sie zieht ihre Wurzeln ein und schrumpelt zu einem Knäuel zusammen.

Der Wind bläst dieses trockene Knäuel dann über den Wüstenboden.
Landet die Wüstenrose dann irgendwann einmal auf einem Fleckchen, wo es wieder wachsen kann, also wo es ein kleines bisschen feucht ist und ein wenig Nährstoffe im Boden sind, versucht sie, dort wieder Fuß zu fassen.
Also wieder anzuwurzeln und neu auszutreiben.
Und wenn der Platz der richtige ist, wird aus dem verschrumpelten Ball in kurzer Zeit eine wunderschöne grüne und blühende Pflanze.
Und dieses Wunder könnt sogar zu Hause beobachten.
Dazu braucht ihr nur so eine trockene Knolle, die es in den Gartenfachgeschäften zu kaufen gibt.

Die legt ihr dann einfach in eine Schale mit Wasser.
Und das Tolle ist: Schon nach einigen Minuten könnt ihr sehen, wie die Wüstenrose zum Leben erwacht.
Die Triebe entfalten sich, werden kräftig und grün und beginnen angenehm zu duften.
Die Pflanze kann ungefähr ein bis zwei Wochen in diesem Zustand bleiben.
Danach braucht sie aber wieder eine Pause.
Ihr könnt sie dann einfach aus dem Wasser nehmen und eintrocknen lassen.
Wenn ihr sie an einem warmen, trockenen Ort aufbewahrt, könnt ihr sie von Zeit zu Zeit immer wieder neu erblühen lassen.
Ist das nicht toll?

Besonders beeindruckt hat mich, dass es in der Natur Pflanzen gibt,
die sogar auf das Wüstenklima eingestellt sind.
Was für eine ungewöhnliche Methode manche Pflanzen doch entwickelt haben, um in der kargen Wüste überleben zu können.

Weil die ‚Wüstenrose‘ oder ‚Rose von Jericho‘ solch eine besondere Fähigkeit besitzt,
ilt sie schon seit langem als Glücksbringer. Sogar als Heilpflanze wird sie verwendet.

Ich hätte nie gedacht, dass dieses schrumpelige Knäuel eine solche Wunderpflanze ist.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Die Pflanzen verstehen

Hat das neue Jahr gut für euch angefangen?
Eigentlich sollte der Garten ja noch im Winterschlaf liegen, aber bei den Temperaturen, die draußen herrschen, gerät bei den Pflanzen wohl auch einiges durcheinander.
Manche Bäume und Sträucher haben sogar schon begonnen, ihre Knospen zu öffnen.
So findet man ab und zu eine Blüte, wo eigentlich noch lange keine sein sollte.

Wenn es so warm ist, stellen die Pflanzen ihre innere Uhr um, und beginnen damit, ihrer Umgebung mitzuteilen, dass es Frühling ist. Und das tun sie mit ihrer eigenen Sprache.

Manche Menschen behaupten ja, dass Pflanzen sprechen können.
Nun, in gewisser Weise stimmt das auch.
Natürlich ‚reden‘ Pflanzen nicht so wie wir.
(Da müssten wir uns bestimmt einiges anhören, wenn wir z.B. das Gießen vergessen haben).
Trotzdem haben die Pflanzen verschiedene Möglichkeiten, ihrer Umwelt etwas mitzuteilen.

Sie senden nämlich bestimmte Signale aus. Keine Töne, die wir hören können, sondern
sichtbare Zeichen.
Denkt nur an die Brennnessel.
Mit ihren feinen Härchen, die kräftig brennen, sagt sie uns: "Komm mir bloß nicht zu nahe."
Damit will sie uns nicht ärgern, sondern sich vor Fraßfeinden schützen.

Außerdem sind auffällige Zeichnungen der Blüten ein Signal.
Und zwar für Insekten, die dadurch angelockt werden sollen.

Und ein ganz deutliches Signal, das Pflanzen aussenden, ist der Duft.
Auch damit sollen Vögel und Insekten zur Bestäubung angelockt werden.

Es gibt aber auch Signale, die wir Menschen gut verstehen können.
Ist die Pflanze schlapp und lässt ihre Blätter hängen, dann wissen wir, dass ihr etwas fehlt. Wasser, oder Nährstoffe, oder vielleicht ist sie auch von einem Schädling befallen.

Es gibt also viele Möglichkeiten, mit denen Pflanzen ihrer Umwelt etwas mitteilen können. Man muss nur die Augen aufhalten, dann kann man auch diese Sprache ein bisschen verstehen.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Wir bemalen Blumentöpfe

 

Unsere Zimmerpflanzen brauchen dafür ein bisschen mehr Pflege.
Wenn man das Fenster öffnet, sollt man zum Beispiel darauf achten, dass die eisige Luft nicht an die Pflanzen auf der Fensterbank gelangt, denn sogar ein frostiger Luftzug könnte Erfrierungen bei den Pflanzen bewirken.

In der letzten Woche haben wir ja auch neue Ableger eingepflanzt.
Diesmal steht wieder eine richtige Winterarbeit an.
Denn wenn im lauter neue Pflanzen heranziehe, brauche ich auch neue Blumentöpfe.
Na ja, neu müssen sie ja nicht unbedingt sein
Doch als ich meine gebrauchten Töpfe saubergemacht hatte, fand ich, dass sie ein bisschen langweilig aussehen.
Denn so lange die Ableger noch klein sind, sieht man ja hauptsächlich nur die Töpfe.

Also habe ich die Blumentöpfeverschönert.
Das geht ganz einfach und sieht toll aus.
Man braucht dazu nur Pinsel und Farben. Am besten eignen sich Acryl oder Plakafarben.
Die Blumentöpfe werden zuerst gründlich gesäubert, alle Erd- und Schmutzreste werde entfernt.


Und dann geht der Spaß auch schon los.
Ich habe zum Beispiel die Töpfe erst ganz mit einer Farbe bemalt.
Nachdem diese Grundfarbe trocken war, habe ich Muster und Verzierungen darauf gepinselt.
Bei anderen habe ich die Motive gleich auf den Topf aufgetragen.
Tolle Sachen sind mir da eingefallen.
Lange Blütenranken, Blätter, Marienkäfer, Schlangen, Gesichter, ach, der Fantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt.
Sehr schön sieht es auch aus, wenn man die Blüten der Pflanze auf den Topf malt, die darin eingepflanzt wird.
Ihr werdet sehen, wenn man erst einmal angefangen hat, sprudeln die Ideen nur so.

So ein bemalter Topf ist übrigens auch ein hübsches Geschenk.
Mit einem Ableger darin oder auch einem Beutelchen Erde und einer Tüte Samen kann man damit ganz persönliche Blumengrüße verschenken.
Viel Spaß beim Ausprobieren

Euer Blumuckel

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Der Winter hat die Natur noch fest im Griff.
Draußen ist es immer noch kalt, so dass die meisten Pflanzen im Winterschlaf sind.
Ableger von der Henne mit Küken

Den langen Winter nutze ich immer gerne, um bei meinen Zimmerpflanzen aufzuräumen.
Manche werden mir langsam zu groß, andere kümmern ein bisschen vor sich hin — höchste Zeit für mich, etwas zu tun.

Ich habe eine besonders hübsche Pflanze, die hellgrüne und ganz weiche, haarige Blätter hat.
Die Besonderheit dieser Pflanze ist, dass die großen Blätter neue kleine Blättchen tragen.
So als ob das Mutter-Blatt eine Blatt-Kind trägt.
Deshalb heißt die Pflanze auch Mutter-und-Kind-Pflanze oder auch Henne-mit-Küken-Pflanze.

Diese Zimmerpflanze sieht nicht nur schön aus, sie ist auch leicht zu pflegen.
Vielleicht habt ihr oder eure Eltern so eine.
Und wenn ihr euren Freunden auch so eine Henne-mit-Küken-Pflanze schenken wollt, oder gerne selbst eine haben möchtet, könnt ihr ganz leicht Ableger davon ziehen.

Dafür knipst man ein größeres Blatt mit einem ca. 2-3 cm langen Stiel ab, an dem sich schon neue ‚Kinder‘ gebildet haben.
Dieses Blatt steckt man so tief in einen Topf mit Blumenerde, dass der Stiel nicht mehr zu sehen ist.
Die Erde kann man vorher mit etwas Sand vermischen, das bekommt den jungen Pflänzchen besser.
Der Topf wird dann an einen hellen Platz gestellt, und die Erde sollte immer leicht feucht gehalten werden. Aber nicht zuviel gießen, sonst würde das Blatt schnell faulen.

Bei guter Pflege haben sich schon nach zwei bis drei Wochen neue Wurzeln gebildet, und aus dem Mutter-und-Kind-Blatt wächst eine neue Pflanze heran.
Sobald diese neue Pflanze etwas kräftiger geworden ist, kann sie in einen größeren Topf mit normaler Blumenerde verpflanzt werden.
Ihr werdet staunen, wie schnell die Henne mit ihren Küken zu einer großen Pflanze heranwächst.
Und ist es nicht spannend zu beobachten, auf welch verschiedene Weisen man neue Pflanzen ziehen kann?

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch.
Bei den Sommerblumen haben wir Samen der Fruchtstände gesammelt und ausgesät und von den Fleißigen Lieschen haben wir Triebe abgeschnitten, aus denen neue Pflanzen entstanden sind.
Von den Ananaspflanzen haben Teile der Frucht eingepflanzt, und diesmal haben wir aus einem einzigen Blatt eine neue Pflanze bekommen.
Nächste Woche gibt es noch mehr davon! Bis dahin

Euer Blumuckel

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Wir basteln ein Gartenmodell

Das neue Jahr hat begonnen und ich bin wieder aus meiner Winterpause zurückgekehrt.
Jetzt kribbelt es schon wieder in meinem grünen Gärtnerfingern und ich beginne, Pläne für das neue Gartenjahr zu schmieden.

Welche Blumen soll ich für den Sommer pflanzen?
Wo soll denn mein Salat und mein Gemüse hin?
Baue ich mir einen Zaun um meine Beete?
Und wo soll mein Zelt aus Kletterpflanzen hin?
Ach, es macht doch jedes Jahr Spaß, sich den Garten vorzustellen, wie er im Sommer wohl aussehen wird.

Manchmal zeichne ich mir auch alles auf, damit ich nicht vergesse, was ich wohin pflanzen wollte.
In diesem Jahr habe ich aber noch etwas anderes vor.
Weil ich es überhaupt nicht mehr erwarten kann, bis es draußen wieder etwas zu tun gibt, baue ich mir meinen Koboldgarten im Miniaturformat nach.
Auf ein großes festes Stück Pappe zeichne ich die einzelnen Bereiche des Gartens auf.
Und dann forme ich aus Knetmasse, Tonpapier, Zapfen, Nüssen, Körnern und allen möglichen anderen Materialien die Beete, Bäume, Wiesenflächen usw.

Für meine Blumenbeete schneide ich Bilder aus Gartenkatalogen aus, und wenn ich nicht mehr so genau weiß, wie mein Garten im letzten Jahr ausgesehen hat, schaue ich auf Fotos nach.
Dabei merke ich schnell, dass man ganz schön aufpassen muss, dass die Größen von meinen nachgebauten Gartenteilen stimmen, sonst passt nichts zusammen.
Aber das bekommt man schnell heraus.

Wenn ich dann so von oben auf den kleinen Garten schauen kann, sehe ich plötzlich ganz andere Dinge. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich zwischen meine beiden Obstbäume eine Hängematte spannen kann. Das habe ich im Garten sonst nie bemerkt, erst als ich wie ein Vogel von oben auf mein Gartenmodell geschaut habe. Ganz schön interessant, den Blickwinkel zu ändern und die Dinge aus der Vogelperspektive zu betrachten. Vielleicht bekommt ihr ja auch neue Ideen für die Gestaltung eueres Gartens.

Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne

Sehnt ihr euch auch nach frischem Grün?
Bis es draußen wieder so weit ist, wird es wohl noch eine Weile dauern,
deshalb werde ich mich ein bisschen mehr mit meinen Zimmerpflanzen beschäftigen.

Eigentlich mag ich ja alle meine Pflanzen gerne, aber ich habe auch ein paar Lieblinge darunter.
Einer davon ist die Grünlilie.
Die sieht aber gar nicht wie eine Lilie aus.
Und ganz grün ist sie auch nicht. Eher grün-weiß gestreift.
Besonders gut aber gefällt mir an der Grünlilie, dass sie ganz lange, schmale Blätter hat und wie ein riesiger gestreifter Grasbüschel aussieht.


Am allertollsten aber sind die ganz langen, dünnen Stängel, die aus dem
Blätterschopf der Grünlilie hervor schießen.
Denn am Ende dieser Stängel sitzen lauter winzige Grasbüschelchen, richtige Mini-Grünlilien.
Das sieht ganz lustig aus, und das Beste daran ist, dass man diese Mini-Grünlilien einfach abschneiden und wieder einpflanzen kann.
Daraus werden dann schnell neue, große Grünlilien.
Solche Teile, die man von einer Pflanze zum Vermehren abschneidet, nennt man Ableger.
Bei der Grünlilie haben diese auch noch einen hübschen Namen.
Sie werden ‚Kindel‘ genannt, was sich so ähnlich wie ‚Kinder‘ anhört.

Wenn man die Kindel abgeschnitten habt, kann man sie erst einmal für ein paar Tage in ein Gefäß mit etwas Wasser stellen.
So können sich zunächst einmal Wurzeln bilden.
Das geht auch ganz schnell, und wenn die Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind, kann die neue Pflanze in einen kleinen Blumentopf mit frischer Erde eingepflanzt werden.
Der Topf sollte dabei so groß sein, dass das Kindel gerade so hineinpasst.

Aus dem kleinen Ableger wird bald eine kräftige Pflanze werden,
die dann auch einen größeren Topf braucht.
Am besten gedeiht sie an einem hellen, sonnigen Platz auf der Fensterbank.
Wenn ein paar Blätter braun werden, ist das ganz normal,
die können einfach immer wieder abgezupft werden.
Die Grünlilie nimmt es auch nicht gleich übel, wenn man das Gießen einmal vergisst.
Sie ist ziemlich robust, aber natürlich darf sie auch nicht dauernd austrocknen.

Damit sie sich gut entwickeln kann, sollte die Grünlilie vom Frühling bis zum Herbst gedüngt werden,
denn obwohl die Pflanze sehr genügsam ist, braucht sie doch regelmäßig Nahrung.

Findet ihr nicht auch, dass die Grünlilie eine tolle Pflanze ist?
Sie sieht schön aus, braucht nicht viel Pflege und mit den vielen Kindeln kann man lauter neue Pflänzchen heranziehen, die man auch gut verschenken kann.

Bis nächste Woche!

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

 

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Auch wenn es draußen ungemütlich ist und die Natur immer noch schläft,
o regt sich doch langsam ein bisschen was im Garten.
Besonders unter der Erde.
Dort stehen nämlich schon die Zwiebelblumen in den Startlöchern bereit.

Eine ganz besonders coole ist auch dabei, ihr machen sogar Schnee und Kälte nichts aus.
Ihr Name sagt schon alles: Schneeglöckchen!
Diese zierliche, zarte Zwiebelblume ist wirklich hart im Nehmen, denn sie kann sogar dann blühen,
wenn noch Schnee liegt.

Meistens beginnt sie Anfang Februar damit, auszutreiben.
Dabei sind zunächst lauter kleine grüne Spitzen zu sehen, die aus der Erde ragen.
Wenn dann kurze Zeit später daraus schmale Blätter und kleine weiße,
glöckchenförmige Blüten geworden sind, hat die Schneeglöckchenblüte begonnen.
Das sieht sehr hübsch aus, vor allem weil Schneeglöckchen
immer zu mehreren in einer Gruppe zusammenwachsen.

Am besten gedeihen sie an Plätzen, die etwas geschützt vor der Sonne liegen.

Auf ihren Blütenblättern tragen die Schneeglöckchen einen grünen Fleck,
der nicht nur sehr schmückend ist, sondern auch noch eine ganz besondere Bedeutung hat.
Er dient nämlich den Insekten als Signal, dass es hier Nektar und Pollen zu holen gibt.

Wenn ihr euch im Herbst ein paar Schneeglöckchen-Zwiebeln pflanzt, werdet ihr bald feststellen,
dass sich die zierlichen Blümchen bald im ganzen Garten ausbreiten.
Dabei benutzen sie sogar einen kleinen Trick. Sie lassen sich nämlich von Ameisen dabei helfen,
dass ihre Samen verteilt werden.
Das könnt ihr selbst beobachten, wenn die Schneeglöckchen verblühen.

Aus der Blüte bildet sich nämlich ein kleiner grüner Ball, der Fruchtknoten.
Darin reifen die neuen Samen heran.
Wenn die Samen ausgereift sind, ist der Fruchtknoten so schwer,
dass er sich bis zum Boden neigt und schließlich aufplatzt.
Jetzt fallen die Samen heraus und sogleich kommen auch die Ameisen ins Spiel.
An den Samen sind nämlich Lock- und Nährstoffe, auf die Ameisen ganz wild sind.
Die holen sich die Schneeglöckchensamen und verteilen sie so im ganzen Garten.

Deshalb braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn plötzlich an Ecken im Garten Schneeglöckchen auftauchen, wo ihr gar keine hingepflanzt habt.
Trotzdem braucht ihr nicht zu befürchten, dass die Schneeglöckchen alle anderen Blumen verdrängen,
denn im Mai beginnen die übrigen Blätter und Stängel des Schneeglöckchens zu verwelken, und die ganze Pflanze zieht sich in die Erde zurück.
Dort sammelt sie den Sommer über Kraft, um im nächsten Vorfrühling wieder kräftig blühen zu können.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Februar
Woher hat der Huflattich seinen Namen?

Es ist zwar in den letzten Tagen noch ganz schön kalt geworden,
aber trotzdem habe ich schon die ersten Frühlingsblumen gesichtet.
In meinem Garten blühen gelbe Winterlinge,
weiße Schneeglöckchen und blaue und gelbe Krokusse.

Auf eine Frühlingsblume freue ich mich immer ganz besonders.
Zum einen weil sie schön aussieht und zum anderen, weil mir ihr Name so gut gefällt.
Die Pflanze trägt den Namen Huflattich.
Ein seltsames Wort, findet ihr nicht auch?

Der Huflattich hat eine gelbe Blüte, die ein bisschen so aussieht wie Löwenzahn.
Sie kommt so gegen Ende Februar oder Anfang März zum Vorschein.
Zu dieser Zeit freuen sich die Insekten über jede Blüte, die ihnen Nahrung bietet.
Wenn es aber kalt ist oder regnet, dann werden die Blüten zusammengeklappt, um sie zu schützen.

Huflattich wächst am liebsten dort, wo es ein bisschen steinig und schön warm und sonnig ist,
also zum Beispiel in Steinbrüchen oder auf Schotterwegen.

Das Besondere am Huflattich ist der Stängel.
Er sieht aus, als ob er Schuppen wie ein Fisch hätte.
Daran kann man ihn übrigens auch gut vom Löwenzahn unterscheiden,
der ja ganz glatte Stiele hat.

Will man den Huflattich an den Blättern erkennen, muss man aber warten, bis die Blüten verwelkt sind. Denn die kommen erst dann heraus, wenn die Blüten schon wieder verschwunden sind.
Die Blätter haben dem Huflattich auch seinen Namen gegeben.
Sie sollen nämlich hufeisenförmig sein.
Na ja, ich finde zwar, dass sie eher die Form von einem Herz haben, aber schön sind sie trotzdem.
Ihre Unterseite ist mit einem grauen, filzigen Flaum bedeckt, der sie ganz weich macht.
Da könnte man glatt Gartenkobolde drin einwickeln.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Was versteht man unter 'Veredeln'

 Darf ich vorstellen: Das ist Jakob Fischer.
Den mag ich richtig gerne.
Auf ihn freue ich mich das ganze Jahr über, bis er im Herbst endlich da ist.
Er ist schon über zwanzig Jahre alt und wohnt in meinem Garten.

Denn Jakob Fischer ist ein Apfel, genauer gesagt, die Sorte eines Apfels.
Es gibt in Deutschland allein über 2000 verschiedene Apfelsorten.
Denn ein Apfel ist nicht einfach ein Apfel.
Manche sind schon im August reif und ganz saftig, andere kann man erst im Oktober genießen.
Die einen sind süß und saftig, die anderen eher säuerlich.
Einige Apfelsorten kann man den ganzen Winter über im Keller lagern, manche müssen dagegen gleich gegessen werden.

Wenn ihr in euerem Garten einen Apfelbaum pflanzen wollt, könnt ihr euch eine bestimmte Sorte aussuchen. Vielleicht habt ihr auch schon einmal gehört, dass der Apfelbaum ‚veredelt‘ wurde.
Das klingt ja fast so, als ob dann Edelsteine am Baum wachsen.
Aber nein, ganz so ist es nicht.

 ‚Veredeln‘ bedeutet, dass zwei verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften
zu einer zusammenwachsen.

Warum macht man das dann bei einem Obstbaum?
Nun, wenn man einen hübschen Baum hat, der zwar kräftig wächst, aber nur wenig Früchte trägt, dann kann man Zweige eines anderen Apfelbaumes, der immer sehr schöne und viele Früchte hat,
mit diesem Baum verbinden.
Dazu werden — ganz grob gesagt - dünne Zweige des einen Baumes in die Rinde des anderen Baumes gesteckt. Dann kann der Baum zwar kräftig weiter wachsen, aber er bekommt eine schöne Krone mit vielen leckeren Früchten dran.

Man braucht ein bisschen Geschick und auch Erfahrung, bis man die richtige Technik beherrscht.
Natürlich kann man sich den Obstbaum auch in der Baumschule kaufen, der wurde dort schon ‚veredelt‘.
Manche Gärtner, die das Veredeln gut können, setzen auf einen Baum gleich zwei andere Sorten auf, dann entwickelt sich auf der einen Hälfte der Krone zum Beispiel gelbe Äpfel, auf der anderen Hälfte dagegen rote.

Das Veredeln von Obstbäumen hat man schon in der Antike gemacht,
seit dem Mittelalter kennt man das auch bei uns.
So konnten sich bis heute verschiedene Apfelsorten erhalten, die schon sehr alt sind und früher nur in ganz bestimmten Gegenden angebaut wurden.
Natürlich veredelt man auch andere Obstbäume wie zum Beispiel Birnen, Kirschen, Pflaumen usw.

Mein Freund Jakob Fischer aber ist ein saftiger Apfel,
der im September reif wird und sehr gut schmeckt.
Das ist mir edel genug.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

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‚Fällt im Fasching Schnee, rufen die Apfelbäum‘ Juchhe‘.
Na ja, wenn es unbedingt an Fasching schneien sollte, hätte ich zwar nichts dagegen,
aber warum sollen sich die Apfelbäume dann so freuen?

Diesen Spruch habe ich in einem Kalender gelesen.
Dort stehen immer ‚Bauernregeln‘ drin.
Doch was haben fröhliche Apfelbäume mit Bauern zu tun?

Nun, die Landwirte sind ja sehr davon abhängig wie das Wetter wird.
Sie müssen den richtigen Zeitpunkt erwischen, an dem gesät und geerntet wird.
Deshalb haben die Bauern schon vor vielen hundert Jahren, als es noch lange kein Fernsehen mit Wettervorhersage gab, das Wetter beobachtet.
Daraus hat man dann versucht, Regeln abzuleiten.

Wenn es zum Beispiel immer an einem bestimmten Tag regnete und es im gleichen Jahr darauf einen besonders heißen Sommer gab, dann schrieb man das auf.
Und damit es sich die Leute besser merken konnten, machte man häufig einen Reim daraus.

Für heute, den 5. Februar habe ich diese Bauernregel gefunden:
‚Ist Agathe klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell‘.

Jetzt kommt sogar noch eine Agathe ins Spiel, wer ist das nun wieder?
Auch diese Frage ist nicht schwer.
Wie ihr ja vielleicht wisst, ist im Kalender jeder Tag einem Heiligen gewidmet.
Der 6. Dezember zum Beispiel dem heiligen Nikolaus.
Am 5. Februar ist der Tag der heiligen Agathe. Wenn es an diesem Tag also klares, helles Wetter hat, dann hat man wohl häufig beobachtet, dass es noch ziemlich lange danach winterlich kalt geblieben ist.

Allerdings ist diese Art der Wettervorhersage ziemlich ungenau, und viele Bauernregeln haben mit dem tatsächlichen Wetter nichts zu tun.
Denn dass das Wetter an einem ganz bestimmten Tag dafür verantwortlich sein soll, wie sich die nächste Jahreszeit oder gar die Ernte entwickeln wird, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Einige Bauernregeln sind aber dennoch ganz nützlich.
estimmt kennt ihr den Spruch: ‘Abendrot — Schönwetterbot‘.
Tatsächlich ist es so, dass ein schönes Abendrot ohne dunkle Wolken am Himmel meistens gutes Wetter für den nächsten Tag ankündigt.

Eine Bauernregel aber stimmt ganz sicher:
‚Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist‘.

Ich halte auf jeden Fall schon einmal Ausschau nach den ersten blühenden Frühlingsboten.
Egal, was die Bauernregeln sagen.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

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 Zaubernüsse — ich bin ganz begeistert davon!
Den ganzen Garten haben sie schon verzaubert.
Morgens waren sie plötzlich da. Obwohl es kalt draußen ist.
Denn sobald die Sonne scheint, beginnen sie zu leuchten, toll ist das.

Was man mit Zaubernüssen machen kann?
Nun, man kann sie bewundern und sich dran freuen.
Natürlich kann man sich auch etwas wünschen.
Ob es mit der Erfüllung auch klappt, weiß ich nicht so genau.


Das Spannendste bei der Zaubernuss ist aber, dass sie zaubern kann.
Doch wirklich. Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, ist die Zaubernuss ein Strauch.
Und jeder Strauch hat Blüten.
Die von der Zaubernuss sind ganz besonders, sie sehen nämlich aus wie kleine gelbe oder rote Spinnen mit langen, dünnen Beinen.
Und diese Spinnen, nein - diese Blüten erscheinen im Winter!
Manche schon im Januar, die meisten dann im Februar.
Sogar Frost vertragen die.

Und jetzt kommt es: Die Zaubernüsse zaubern ihre Blüten auf, wenn die Sonne scheint.
Wunderbar sieht das aus.
Leuchtend gelb oder rötlich recken sie ihre Spinnenbeinchen in die Luft.
Dazu verströmen sie auch noch einen bezaubernden Duft!

Sobald aber Kälte, Regen oder Schnee drohen, werden die Blütenblätter flugs wieder zusammengerollt. Und plötzlich sieht der Strauch aus, als ob er noch eine Weile brauchen würde, bis er blüht.
Wird das Wetter wieder besser, tut er so, als sei nichts gewesen und blüht munter weiter.

Damit aber nicht genug. Im Herbst wird es dann richtig unheimlich.
Denn dann gibt die Zaubernuss seltsame Geräusche von sich!
Die stammen dann nicht etwa von Zauberern, die in der Zaubernuss sitzen, sondern von den reifen Fruchtkapseln.
Die springen nämlich auf und schleudern ihre schwarzen Samen so kräftig in die Gegend, dass sie ein paar Meter weit fliegen.
Und dabei entstehen dann diese komischen, knackenden Geräusche.

Eine Pflanze, diezauberhaft aussieht, gut duftet und auch noch Krach macht.
Kein Wunder, dass sie Zaubernuss heißt!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Neue Töpfe für die Pflanzen

So, der Fasching ist vorbei, es wird Zeit, die Luftschlangen wieder wegzunehmen.
Während ich mit dem Frühjahrsputz begonnen habe, ist mir aufgefallen, dass meine Zimmerpflanzen auch ganz staubig sind und gar keinen frischen Eindruck mehr machen.
Da muss ich unbedingt etwas tun, denn offenbar gefällt den Zimmerpflanzen der lange Winter nicht.
Kein Wunder, die meisten von ihnen kommen schließlich aus tropischen Ländern, dort ist es sonnig und warm und die Luft ist so feucht, wie in einem Gewächshaus.
Bei uns auf dem Fensterbrett ist das natürlich ganz anders.
Besonders im Winter, wenn die Sonne nicht so lange scheint und die Luft in unseren Räumen ganz trocken ist.

Deshalb werde ich meine Pflanzen etwas verwöhnen.

Zunächst sehe ich mir einmal die Blumentöpfe an.
Wenn ich merke, dass sie zu klein für die Pflanzen geworden sind, muss ich größere Töpfe besorgen.
Denn nur so können sich die Wurzeln der Pflanze weiterentwickeln und genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

Der neue Topf sollte aber nur eine Nummer größer sein als der alte.

Zum Umtopfen brauche ich außerdem frische Erde.
Die versorgt die Pflanze mit allen wichtigen Nährstoffen, deshalb achte ich darauf, wirklich gute Erde zu kaufen.

Nun suche ich mir einen Platz, an dem es ruhig ein bisschen schmutzig werden darf.
Dort breite ich eine alte Zeitung als Unterlage aus.
Dann nehme ich die Pflanzen, die umgetopft werden sollen und ziehe sie vorsichtig aus dem Gefäß heraus.
Manchmal muss man den Topf dazu umdrehen und etwas auf den Boden klopfen, dann löst sich die Pflanze leichter.

Das neue Gefäß fülle ich zuerst mit etwas frischer Erde, auf die ich die Pflanze setze.
Nun lasse ich an den Rändern die neue Erde einrieseln, bis der Topf gefüllt ist.

Fast fertig. Denn jetzt muss die Pflanze noch angegossen werden.
Damit das ganze Wasser nicht wieder heraus fließt, drücke ich die Erde am Rand ein bisschen fest — dann entsteht ein ‚Gießrand‘, wie der Gärtner sagt.

Aber auch die Pflanzen, die nicht umgetopft werden müssen, freuen sich über ein bisschen Pflege.
Ihre Blätter sollten wenigstens vom Staub befreit werden.
Das geht am besten mit einem feuchten Lappen, mit dem man vorsichtig die Blätter abstreift.
Man kann die Pflanzen auch in der Badewanne abbrausen.
Achtet dabei aber darauf, dass der Wasserstrahl nicht zu kalt und zu kräftig ist.
Außerdem soll nicht die ganze Erde aus dem Topf heraus geschwemmt werden.

Meine Zimmerpflanzen fühlen sich nach so einem Frühjahrsputz immer viel wohler und sehen auch viel frischer aus.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Wir machen weiße Blumen bunt

 Im Februar liegt der Garten ja immer noch im Winterschlaf.
Deshalb beschäftigen wir uns heute wieder einmal mit den Blumen für drinnen.
Und weil ja bald Fasching ist, möchte ich euch verraten, wie ihr selbst ganz leicht die Farbe von Blumen verändern könnt.

Nein, nicht mit Anmalen, das würde den Blumen nicht gut bekommen. Ich kenne eine viel bessere Methode.
Am besten funktioniert es mit weißen Blumen.
Besonders gut eignen sich Tulpen, die es ja jetzt gerade überall gibt.
Nelken oder andere Blumen sind natürlich auch möglich.

Und schon geht es los mit dem Faschingsspaß für Blumen.
Ihr braucht außerdem dazu: zwei verschiedene Lebensmittelfarben, zwei Gläser und ein Messer oder eine Nadel.

Zuerst nehmt ihr euch die Blume vor.
Dabei wird es etwas knifflig, am besten lasst ihr euch von einem Erwachsenen helfen.
Denn der Stängel muss ungefähr bis zur Mitte in zwei Hälften geteilt werden.
Das geht entweder mit einem Messer oder mit einer Nadel.

Achtet darauf, dass die obere Hälfte des Blumenstiels verbunden bleibt.

Nun füllt ihr die beiden Gläser mit Wasser.
In jedes Glas kommt eine andere Lebensmittelfarbe
(Je mehr Farbe ihr verwendet, desto kräftiger wird das Ergebnis).
Dann stellt ihr die eine Hälfte des Stängels in das eine und die andere Hälfte in das zweite Glas.
Ab jetzt braucht ihr nur noch ein bisschen Geduld.
Aber schon nach ein bis zwei Tagen werdet ihr feststellen, dass auch bei den Blumen der Fasching begonnen hat.
Denn die Blüte, die vorher weiß war, wird plötzlich zweifarbig sein.
Wie das funktioniert?

Alle Pflanzen saugen Wasser und Nährstoffe aus der Erde.
Das tun sie aber nicht etwa mit einem Saugrüssel, sondern mit Röhren, die in ihrem Inneren verlaufen.
Über diese Röhren werden Wasser und Nährstoffe bis zu den Blüten und Blättern transportiert.
Mit Farbe und dem geteilten Stängel kann man das eben ganz gut sichtbar machen.
Wenn in einem Glas rote Farbe war, werden die Röhren in diesem Teil des Stieles rotes Wasser in die Blüte transportieren.
Wohin diese Röhren führen, kann man daran sehen, welcher Teil der Blüte dann rot wird.
Steht die andere Hälfte des Stieles zum Beispiel in blauem Wasser, dann transportieren diese Röhren eben die blaue Farbe bis in die Blüte.

Das bedeutet, dass der andere Teil der Blüte von den blauen Röhren versorgt wird.
Somit wird dieser Teil blau.
Das hört sich vielleicht etwas kompliziert an, aber wenn ihr dieses kleine Experiment ausprobiert, werdet ihr sehr schnell verstehen, wie es funktioniert.

Und wenn ihr in einem Blumenladen plötzlich blaue Tulpen seht, dann wisst ihr, wie die zustande gekommen sind. Denn Tulpen gibt es zwar in vielen Farben, aber nicht in Blau. Aber es ist ja bald Fasching.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Wir säen Sommerblumen aus

Der Winter hat den Garten noch fest im Griff.
Doch langsam kann ich schon beginnen, an den Sommer zu denken.
Obwohl es draußen noch kalt ist.

Denn viele Blumen, die im Sommer blühen sollen, möchten jetzt schon ausgesät werden.
Natürlich nicht draußen, dort ist es noch zu kalt.
Aber im warmen Zimmer, auf der Fensterbank, hat es genau die Temperatur, in der die Samen vieler Sommerblumen zu Keimen beginnen.
Wenn sie nämlich jetzt schon zu kräftigen Pflänzchen heranwachsen können, haben sie die besten Startbedingungen, wenn sie dann im Frühsommer in den Garten gepflanzt werden.
Das gilt auch für viele Gemüsesorten, die es gerne warm haben.

Deshalb habe ich mir schon einige Päckchen mit Samen gekauft.
Löwenmäulchen, Gartennelken, Gauklerblumen und eine Kletterpflanze namens Glockenrebe.
An Gemüse möchte ich Tomaten, Auberginen und Paprika aussäen.
Auf den Samenpäckchen steht immer genau drauf, welche Pflanzen zu welcher Zeit ausgesät werden sollen.

Zum Säen habe ich mir flache Kisten besorgt und diese mit Aussaaterde gefüllt.
In normaler Gartenerde hätten es die Samen schwer, sie eignet sich nicht so gut dafür.
Die Erde in den Kisten streiche ich schön glatt, der Gärtner nennt das ‚Saatbett‘.
Und schon kann es richtig losgehen.
Ich teile mir den Platz in den Kisten so ein, dass jede Samenart ein Feld bekommt.
Denn nicht alle Samen keimen gleich schnell.
Paprika oder Auberginen brauchen zum Beispiel ein bisschen länger als Löwenmäulchen.
Außerdem muss ich ja später beim Auspflanzen in den Garten wissen, was aus welchem Pflänzchen werden soll.

Die Samen streue ich dann vorsichtig auf der Aussaaterde aus und drücke sie ganz leicht hinein.
Mit einer Blumenbrause oder einem Wasserzerstäuber werden die Körnchen jetzt gut durchfeuchtet.
Aber vorsichtig! Die Samen sollen nicht schwimmen!

Für ein besonders gutes Klima zum Keimen spanne ich nun eine Folie über die Aussaatkästen.
Darunter bleibt die Luft so schön warm und feucht, wie in einem Gewächshaus.

Ab jetzt kann man gut beobachten, wie die Samenkörner aufquellen, größer werden und bald die ersten grünen Spitzen zeigen werden.
Sehr spannend! In wenigen Wochen sind dann kleine Pflänzchen herangewachsen, die für die Aussaatkisten langsam zu groß sind.
Je nach Wetter können dann einige Sommerblumen schon nach draußen gepflanzt werden.
Tomaten, Paprika und Auberginen möchten aber bis nach den Eisheiligen, das ist Mitte Mai, drinnen bleiben.
Sie müssen dann in kleine Töpfe umgepflanzt werden, wenn sie in der Saatkiste zu groß geworden sind.

Viel Spaß beim Aussäen. Das macht den langen grauen Winter ein bisschen grüner.

Euer Blumuckel

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Leckere kleine Blume mit großem Duft

Manchmal, wenn ich draußen durch den Garten streife, kann ich schon den Frühling riechen.
Doch wirklich! Die Tage werden wieder länger und immer öfter habe ich das Gefühl, dass es nach Erde und nach Blumen riecht.
Obwohl die Frühlingsblumen noch nicht blühen.

Ganz besonders freue ich mich immer auf die Veilchen.
Wenn die blühen, dann duftet es!
Diese violetten Blümchen findet man fast überall. Im Wald, im Garten oder auf der Wiese.

Das Veilchen ist nämlich nicht besonders anspruchsvoll.
Es liebt den lichten Schatten am Rand von Gehölzen.
Und es ist sehr gesellig. Meistens wächst es in größeren Gruppen zusammen an einem Fleck.
Und so eine Ansammlung von Veilchenblüten kann duften, dass man nur noch schnuppern möchte.

Man kann sich natürlich auch einen Strauß Veilchen aus dem Garten pflücken,
in die Vase stellen und sich so den Frühlingsduft ins Zimmer holen.
Leider halten die Blüten nicht besonders lange.

Aber wusstet Ihr, dass man Veilchenblüten auch essen kann?
Natürlich nur, wenn Ihr ganz sicher seid, wie Veilchen aussehen.
Außerdem sollten die Blüten vorher gewaschen werden.


Dann könnt Ihr zum Beispiel Euer Butterbrot damit belegen.
Sehr lecker ist auch eine Blütenbutter aus Veilchen.
Dazu nimmt man ein paar Esslöffel Veilchen auf 250 g Butter.
Die weiche Butter vermengt man nun vorsichtig mit den Blüten.
Nach einer Weile hat die Butter dann das Aroma der Veilchen angenommen und schmeckt köstlich auf Brot oder zu Kartoffeln.

Auch im Salat schmecken so ein paar Veilchenblüten ganz gut.
Besonders schön sehen auch Eiswürfel aus, in die Veilchenblüten eingefroren wurden.
Damit verzaubert man jedes Getränk.
Immer müssen die Blüten vorher gründlich, aber vorsichtig gewaschen werden.

Veilchen werden schon seit Jahrhunderten genutzt.
Als Heilkräuter werden sie noch heute als Tee aus den Blüten gegen Husten verwendet.
Auch zu Bonbons oder Parfüm werden die Blütchen schon seit Jahrhunderten verarbeitet.

Wer keine Blumen essen mag, kann die Blüten aber auch gut in die Blumenpresse legen. Die Veilchen behalten ihre schöne violette Farbe, so dass man Karten und Bilder damit gestalten kann.

Viel Spaß beim Veilchenfinden

Euer Blumuckel

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Pflanzen mit wundersamen Namen

Leberblümchen, Lungenkraut, Stinkende Nieswurz — findet Ihr nicht auch, dass manche Pflanzen komische Namen haben?
Klappertopf, Teufelskralle, Tränendes Herz oder Schlafmützchen klingt ja auch ganz spannend.
Wollt Ihr noch mehr?

Bitte sehr: Fette Henne, Ochsenzunge, Hahnenfuß und Natternkopf klingen fast wie Schimpfwörter.
Dagegen hören sich Schönauge, Katzenpfötchen, Hasenglöckchen oder Guter Heinrich richtig lieblich an. Und all diese Namen sind tatsächlich Bezeichnungen für Pflanzen.
Woher kommen diese ganzen Namen eigentlich?

 Das wollte ich wieder einmal genauer wissen, deshalb habe ich nachgeforscht.
Und das habe ich dabei herausgefunden:
Die Bezeichnungen für die Pflanzen haben alle einen Grund. Viele Pflanzen haben ihren Namen nach ihrem Aussehen, z.B. der Hahnenfuß, dessen Blätter an den Fuß eines Hahnes erinnert.
Die Blätter der Ochsenzunge sind rau und dick, sodass sie der Zunge eines Ochsen ähneln.
Manchmal braucht man allerdings schon ein bisschen Fantasie, um diese Ähnlichkeiten zu erkennen.
Der Storchschnabel macht seinem Namen nämlich erst dann Ehre, wenn er verblüht ist.
Seine Fruchtstände sehen aus, wie der Kopf und der Schnabel eines Storches.

Manche Namen haben sich aber aus der Heilkraft der Pflanzen entwickelt.
Das Lungenkraut zum Beispiel wurde gegen den Husten verwendet.
Der Gute Heinrich war früher eine Heilpflanze gegen Hautkrankheiten.
Er wurde nämlich nach der Legende des armen, aussätzigen Heinrich benannt.

Und wenn Pflanzen etwa ‚Stinkende Nieswurz‘ heißen, kann man das ruhig glauben, denn tatsächlich verströmt sie einen äußerst unangenehmen Geruch, aber nur, wenn man ihr Wurzeln zerreibt.
Aber das muss man ja nicht unbedingt ausprobieren.

Bei einigen Pflanzen deutet der Name aber auch darauf hin, wo sie herkommen oder an welchen Stellen sie gerne wachsen.
Dass etwa der Waldmeister im Wald wächst, oder der Froschbiss und die Krebsschere eher im Wasser zu finden sind.

Schön hört sich auch die Gauklerblume an, die lustige, ganz flattrige und bunt gefleckte Blüten hat.
Und das Schlafmützchen? Das ist eine ganz zarte Blume, die ihre Blüten am Abend zu einer spitzen Tüte zusammenrollt, ganz so, als ob sie ihre Schlafmütze aufsetzt, wenn es dunkel wird.

Wenn Ihr auch solche wundersamen oder lustig klingenden Pflanzennamen findet, könnt Ihr mir gerne schreiben, ich versuche dann herauszubekommen, woher der Name stammt.

Übrigens haben die Blumen nicht nur einen Namen. In den verschiedensten Gegenden Deutschlands gibt es die unterschiedlichsten Bezeichnungen für ein und dieselbe Pflanze. Da könnte man ja ganz schön durcheinander kommen. Und deshalb haben alle Pflanzen einen lateinischen Namen, der auf der ganzen Welt gilt. So heißt dann die Himmelsleiter überall Polemonium, das Gänseblümchen heißt Bellis oder das Katzenpfötchen wird als Antennaria bezeichnet. So weiß auch jemand in Italien, Frankreich oder in Australien ganz genau, welche Pflanze gemeint ist.

Ich freue mich auf schöne Pflanzennamen von Euch

Euer Blumuckel

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Erste Frühlingsboten im Zimmer oder im Garten

Februar — und obwohl es immer noch kalt ist, hat bei mir der Frühling begonnen.
Denn ich habe mir schon die bunten Primeln geholt, die überall in den Gärtnereien angeboten werden und in mein Zimmer gestellt.

Aber die brauchen ein bisschen Aufmerksamkeit.
Solange die Primeln nämlich auf der Fensterbank stehen, sind sie äußerst durstig!
Die Erde darf nie austrocknen, sonst verwelken die Primelchen so schnell, dass man fast dabei zusehen kann.

Primeln gehören ja zu den Schlüsselblumengewächsen.
Das kann man auch gut erkennen, denn ihre Blüten und Blätter ähneln den gelben Schlüsselblumen, die im Frühling im Wald und auf der Wiese wachsen.
Und deshalb ist auch klar, warum es die Primeln lieber ein bisschen kühler mögen.

Denn diese bunten Frühlingsboten sind eigentlich Gartenpflanzen.

Sobald es tagsüber etwas wärmer wird, kommen sie draußen zum Vorschein.
Ihre knalligen Blütenfarben leuchten dann auf den noch kahlen Beeten.
Wenn man es aber — so wie Gartenkobolde — nicht mehr erwarten kann, holt man sich den Frühling eben ins Zimmer.

Denn in den Gärtnereien wurden die Primeln schon im Winter ‚vorgezogen‘, sodass wir uns nicht mehr ganz so lange gedulden müssen, bis es auch im Garten so weit ist.
Allerdings mögen die Primeln kein direktes Sonnenlicht.
Und weil es im Zimmer eigentlich zu warm für sie ist, stelle ich sie über Nacht in einen kühleren Raum, dann halten sie etwas länger.

Sind die bunten Blüten dann aber nach ein paar Wochen endgültig verwelkt, braucht man die Pflanzen nicht wegzuwerfen.
Sie können dann nämlich in den Garten umziehen.
Ich pflanze sie immer unter Sträucher oder Bäume, denn wenn diese im Vorfrühling noch kahl sind, haben die Primeln genügend Licht zu Austreiben.
So hat sich in den letzten Jahren ein richtig bunter Teppich unter meiner Hecke entwickelt.
Ich freue mich schon darauf, wenn es in ein paar Wochen endlich wieder soweit ist.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
...sondern die allerersten Frühlingsblumen

Naa, habt Ihr die Lösung erraten? Der Winterling ist natürlich eine Frühlingsblume und kein Kolboldsverwandter von mir. Obwohl das eigentlich auch ein hübscher Name für einen Kobold wäre. Aber Laura Goller aus Kitzingen hat mir die richtige Antwort geschickt. Vielen Dank Laura, Du bekommst demnächst eine kleine gartenkoboldige Überraschung von mir.

Der Winterling ist einer der allerersten Frühlingsboten. Und wenn er so hellgelb in der Wintersonne leuchtet, kann man sich vorstellen, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Dem Winterling macht es übrigens nichts aus, wenn es kalt ist oder sogar Schnee liegt. Er lässt seine Blüten dann einfach geschlossen. Genauso wie das Schneeglöckchen, aber das merkt man ja auch schon am Namen.

Der Winterling wächst am liebsten an geschützten Stellen, z.B. unter Sträuchern oder Bäumen. Wenn man im Sommer an diesen Stellen nicht allzu viel herumhackt, breitet sich der Winterling kräftig aus. Das sieht besonders schön aus, weil dann ja auch keine Blätter an den Zweigen und Ästen der Gehölze sind, und so ein richtig schöner gelber Teppich am Boden blüht.

Über den Winterling freuen sich nicht nur Gartenkobolde und Kinder, sondern auch die ersten Insekten und Bienen, die in ein paar Wochen wieder herumschwirren werden. Er bietet ihnen nämlich die erste Nahrung nach dem langen Winter. Deshalb gilt der Winterling auch als Bienenweidepflanze.

Wundert Euch aber nicht, wenn Ihr im Sommer nichts mehr vom Winterling seht. Er zieht nämlich ein. Was das schon wieder ist? Das bedeutet, dass die Blätter und Stängel nach der Blüte gelb werden und verwelken, und so bald nichts mehr von der Pflanze zu sehen ist. Das machen die Zwiebelpflanzen und Knollen so. Sie sammeln dann den ganzen Sommer über ihre Kraft im Boden, damit sie im zeitigen Frühjahr als erste ihre Blüten entwickeln können.

Ach ja, eines solltet Ihr über den Winterling noch wissen: Er ist giftig. Also bloß nicht seine Knollen, Blätter oder Blüten essen. Aber das tun Gartenkobold-Leser ja sowieso nicht, ohne vorher zu fragen!

So, jetzt seid Ihr richtige Winterling-Experten.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Vögel aber nur bei Schnee füttern

Endlich Schnee! Da habe ich mich aber gefreut, als ich aus meinem Koboldhäuschen geschaut habe und den weiß verzauberten Garten gesehen habe. Draußen sieht jetzt alles ganz anders aus und auch die Geräusche klingen viel gedämpfter.

Plötzlich sieht man auch ganz genau, wer so alles in meinem Garten unterwegs ist. Im Schnee habe ich nämlich viele Spuren gefunden. Besonders viele zarte Vogelbeinabdrücke waren dabei.
Natürlich — auf der Schneedecke finden die Vögel ja nichts mehr zu fressen.

Solange kein Schnee liegt oder der Boden nicht ganz fest zugefroren ist, brauchen wir uns um die Vögel ja keine Sorgen zu machen. Da finden sie überall genügend Nahrung. Aber dann — und wirklich erst dann — wenn der Schnee länger liegen bleibt, kann man die Vögel füttern. Völlig ungeeignet sind dafür natürlich Speisereste, Brot oder Speck.

Entweder kauft man Sonnenblumenkerne oder Meisenknödel, da ist alles drin, was die Vögel so brauchen. Oder man mischt selbst ein leckeres Vogelfutter.

Ich mache immer eine Kobold-Spezial-Mischung. Dazu nehme ich Haferflocken, Rosinen, Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse und Fett.
Am besten ungesalzenen Rindertalg, den gibt’s beim Metzger.
Das Fett wird vorsichtig erwärmt — dabei müsst Ihr Euch von einem Erwachsenen helfen lassen — und zu gleichen Teilen mit den Körnern vermischt. Wenn das Ganz erkaltet, forme ich daraus Knödel oder gieße es in einen Blumentopf.
In den habe ich vorher einen Zweig gesteckt, der ein Stück aus dem Topf herausschauen muss.
Da können sich die Vögel dran festhalten. Der Topf wird dann umgedreht aufgehängt. Sehr hübsch sieht es auch aus, wenn man die Mischung in Ausstechförmchen gießt. Egal wofür Ihr Euch entscheidet, das Futter muss in jedem Fall so aufgehängt werden, dass sich die Vögel ungestört bedienen können und nicht etwa von einer Katze beim Fressen erwischt werden.

Euer Blumuckel

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März

Der März ist der Frühlingsmonat, auch wenn das jetzt gerade keiner glauben mag. Aber die Pflanzen sind bereits am Start, sobald es wärmer wird, schießen sie los. Die Schneeglöckchen halten es schon nicht mehr aus, schieben sich aus der Erde und blühen, trotz eisiger Kälte. Überall spitzen die Triebe der Narzissen, Krokusse und Tulpen aus dem Boden.

 

Die Knospen der Sträucher und Bäume sind prall gefüllt, wie kurz vor dem Platzen. Erkennt Ihr an der Form und der Farbe der Knospen um welches Gehölz es sich handelt? Manche Knospen sind lang und schmal, andere rund und groß, einige sind braun, einige grün, manche Knospen sind sogar schwarz.

Ganz einfach könnt Ihr den Frühling ins Haus holen und alles grün machen. Ihr braucht dazu einige Zweige, die Ihr frisch abschneiden müsst und ein Glas oder eine Vase mit Wasser. Die Zweige stellt Ihr ins Wasser, an einen warmen Ort.

Nach ein paar Tagen schon beginnen die Knospen aufzubrechen. Je nach der Baum- oder Strauchart dauert das länger oder es geht ganz schnell, manchmal kann man fast zuschauen. Und ein wenig hängt die Geschwindigkeit von der Temperatur ab, der die Zweige ausgesetzt sind. Je wärmer es ist, umso schneller grünt es.

Nun seht Ihr, was aus den Knospen entsteht. In vielen waren Blätter angelegt, die sind noch ganz weich und zartgrün in der Farbe. Andere Knospen sind Blütenknospen. Manche der Blüten sind groß und prächtig, andere Blüten sind eher klein und mit unauffälligen Farben. Aber aus der Nähe betrachtet sind alle Blüten ein kleines Wunder und alle sind schön. Es ist kaum zu glauben, was in einer einzelnen Knospe steckt.

Noch ein Tipp: Bei vielen Bäumen und Sträuchern ist es kein Problem, einige Zweige zu schneiden, sie sind sowieso dicht und alles wächst leicht wieder nach. Manche Sträucher sind aber so malerisch gewachsen, dass man sich gut überlegen sollte, wo etwas fehlen darf. Fragt also lieber denjenigen, den der Baum oder Strauch gehört, bevor Ihr zur Schere greift. Weil viele Menschen ihre Bäume und Sträucher im Frühjahr sowieso schneiden, wird es sicher nicht schwierig sein, genug Material zu bekommen, je mehr Zweige und je mehr Gehölzarten, desto besser.

Euch wünsche ich viele Entdeckungen und viel Spaß beim Knospensprengen. Wer mir davon berichten will oder Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen, unter gartenkobold@kitzingen.de,
Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
Avocadokerne brauchen lange zum Keimen

Jetzt werde ich aber bald ungeduldig. Mir dauert der Winter immer viel zu lange. Geht es Euch auch so? Also, ich muss immer etwas zum Gärtnern haben. Da ist mir beim Abendessen eine Idee gekommen. Ich habe gerade meine Avocado aufgeschnitten und den dicken Kern herausgelöst. (Avocado sind die grünen, länglichen Früchte, mit dem weichen gründlich-gelben Fruchtfleisch — sehr lecker und sehr gesund!)

Den großen harten Kern habe ich mir genauer angesehen. Und schon bin ich neugierig geworden, was sich wohl daraus für eine Pflanze entwickelt. Das will ich ausprobieren. Deshalb habe ich das restliche Fruchtfleisch vom Kern abgewaschen und ihn mit der Spitze nach oben in einen Topf mit Erde gepflanzt. Ein Stück vom Kern soll noch oben herausschauen (wie bei der Amaryllis, wisst Ihr noch?).

 Ab jetzt brauchen wir Geduld. Und zwar viel Geduld. Vielleicht muss man sogar monatelang darauf warten, bis sich aus diesem harten, großen, dicken Kern eine Avocadopflanze entwickelt. Deshalb darf man auch nicht aufgeben oder ungeduldig werden, wenn man nach einigen Wochen immer noch kein Pflänzchen sieht. Immer weiter regelmäßig gießen, die Erde nicht austrocknen lassen und den Topf an ein helles Plätzchen stellen.

Wenn es dann endlich soweit ist, und sich ein Trieb entwickelt hat, ist die Freude natürlich groß. Aber — so weh es vielleicht tut — die Triebspitze solltet Ihr dann entfernen. Denn sonst entwickelt sich nur ein langer, dürrer Stängel und keine buschige Pflanze. Dort, wo Ihr die Spitze entfernt habt, verzweigt sich die Pflanze dann und bildet neue dunkelgrüne, spitzovale, glänzende Blätter aus.

In ihrer Heimat, dem feuchtwarmen tropischen Regenwald ist die Avocado ein immergrüner Baum, der strauchig wächst. Dort wird er bis zu 20 m hoch! Doch in unserem Klima wird sie das nicht schaffen. Und auf Früchte brauchen wir leider auch nicht zu hoffen, dazu ist es bei uns nicht warm genug. Trotzdem freut sich die Avocado, wenn sie im Sommer im Freien stehen darf. Im Winter braucht sie aber ein Plätzchen drinnen.

Ich bin gespannt, was aus meinem Kern wird. Natürlich zeige ich Euch mein Ergebnis. Aber noch viel mehr würde es mich freuen, wenn Ihr mir berichtet, wie es Euch mit Eurem Avocadokern gegangen ist. Probiert es doch einfach aus. Ich bin gespannt, wer eher ein Pflänzchen hat — Ihr oder ich. Das müsst Ihr mir unbedingt schreiben oder mailen.

Euer

Blumuckel

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Blumuckel mit Lupe 1
Mit Zweigen den Frühling locken

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber meine Gartenkoboldfinger jucken entsetzlich. Ich mag zwar den Schnee, aber den Frühling erwarte ich ganz sehnsüchtig.

Deshalb habe ich beschlossen, ein bisschen nachzuhelfen. Schließlich steht ja bald schon Ostern vor der Tür. Ich möchte nämlich Zweige mit grünen Blättern haben. Genau, Ihr habt richtig gelesen. Mit grünen Blättern. Und zwar mit echten!

Wahrscheinlich denkt Ihr jetzt, dass ich vor lauter Kälte schon die Jahreszeiten durcheinander bringe. Aber nein, ich hole mir den Frühling einfach ins Zimmer, wenn es draußen noch so lange dauert!

Und das geht so: Ich gehe in den Garten und suche mir ein paar schöne Bäume oder Sträucher aus, von denen ich weiß, dass sie schöne Blüten oder Blätter haben. (Wenn Ihr es nicht wisst, ist es umso spannender, was dabei herauskommt).

Davon schneide ich ein paar Zweige ab und stelle sie drinnen in lauwarmes Wasser. Wer es ganz richtig machen möchte, kann die Stielenden vorher mit einem Hammer vorsichtig anklopfen. Es reicht aber auch, die Stiele schräg anzuschneiden.

Im warmen Zimmer werden schon bald die Knospen aufgehen, die ja schon darauf gewartet haben, dass es wärmer wird.

Gut geeignet sind z.B. die Zweige der Obstbäume, die blühen dann auch. Aber auch andere Baumarten, wie die Rotbuche oder die Hainbuche treiben schön im Zimmer aus. Und natürlich auch die Zweige der Blütensträucher, z.B. der Forsythien mit ihren knallgelben Blütensternen. Oder der Ranunkelstrauch, der kleine, kugelige Blütenbällchen hat. Auch der Spierstrauch zeigt im warmen Zimmer schnell seine zarten Blätter und Blüten.

Und wer weiß — vielleicht lässt sich der Frühling damit ein bisschen schneller anlocken. Viel Spaß dabei.

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Osternester selbst ausgesät

Jetzt geht es aber mit Riesenschritten auf Ostern zu.
Damit wir dem Osterhasen auch ein schönes Nest bieten können, in das er die Ostereier legen kann, müssen wir schleunigst mit der Arbeit beginnen.

Besonders schön sieht es aus, wenn das Nest gewachsen ist. Wie das geht?

 Ich nehme Weizenkörner (gibt’s im Samenhandel, man bekommt sogar ‚Ostergras‘. Oder man nimmt Kresse oder Kerbel) und eine flache Schale, z. B. einen Untersetzer aus Ton.
In diese Schale fülle ich Erde.
Darauf kommen schön dicht nebeneinander die Samenkörner.
Das Ganze besprühe ich dann mit Wasser, bis die Erde und die Samen gut durchfeuchtet sind.
Erfahrene Gartenkobold-Leser wissen schon, was noch zu tun ist:
Ich spanne eine Klarsichtfolie über die Schale.
Denn in der feuchtwarmen Luft, die zwischen Folie und Schale entsteht, können die Samen gut und schnell keimen.

Wenn sich nach ein paar Tagen die ersten grünen Spitzen zeigen, entferne ich die Folie. Ab jetzt muss ich besonders gut darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet. Und Ihr werdet sehen, schon bald sprießt eine grüne Wiese heran, in der die Ostereier ganz wunderbar aussehen.

Aber jetzt verrate ich Euch noch einen Trick: Wenn Ihr keine Erde zur Hand habt, könnt Ihr die Samen auch auf Watte aussäen. Ihr müsst die Watte nur gut anfeuchten und aufpassen, dass sie nicht austrocknet. So ein Stück Watte kann man ja auch einmal in Eierschalen stecken und die Samen dort hinein aussäen. Sieht schön aus, besonders zu Ostern. Und wenn Ihr statt Weizenkörnern Kresse oder Kerbel verwendet, könnt Ihr Eure Osterdekoration auch noch essen.

Viel Spaß dabei

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Wir bereiten die Beete vor

Wisst Ihr, was der 21. März für ein Tag ist? Genau — endlich Frühlingsanfang. Steht zumindest im Kalender. Manchmal hält sich der Frühling allerdings nicht so ganz daran, was im Kalender steht, aber ab jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange, bis es wieder schön warm wird.

Höchste Zeit also, dass wir unsere Beete vorbereiten.

Dazu lockern wird den Boden etwas auf. Aber nicht zu tief darin herumgraben, denn sonst zerstört man das ganze Bodenleben, das sich schon aufgebaut hat.

Ja und dann muss ich mir genau überlegen, was ich auf mein Beet pflanze.
Im Winter habe ich mir ja schon Gedanken darüber gemacht.
Wenn ich mein Gemüse anbaue, muss ich darauf achten, dass ich auch den richtigen Platz dafür habe.
Denn die meisten Gemüsepflanzen darf ich nicht jedes Jahr an der gleichen Stelle anbauen.
Komisch? Eigentlich nicht, dafür gibt es einen guten Grund: Wie Ihr wisst, brauchen die Pflanzen zum Wachsen Nährstoffe.
Und die bekommen sie aus dem Boden.
Die einen brauchen etwas mehr, die anderen weniger.
Aber die Pflanzen holen sich nicht nur etwas aus dem Boden, sie geben auch Stoffe an den Boden ab.
Und von diesen Stoffen können manche Schädlinge oder Krankheiten angelockt werden.
Wenn man nun jedes Jahr die gleiche Gemüsepflanze an die gleiche Stelle sät oder pflanzt, können sich diese Schädlinge oder Bakterien voller Freude auf die Pflanze stürzen.
Und das wollen wir natürlich gerne vermeiden.

Also pflanze ich dorthin, wo ich im letzten Jahr die Gelben Rüben hatte, in diesem Jahr die Bohnen hin.
Und da wo ich im letzten Jahr meine leckeren Kopfsalate hatte, säe ich im Sommer den Feldsalat hin.
Man muss also schon ein bisschen Bescheid wissen über die verschiedenen Gemüsearten.
Auch sollte man nicht vergessen, dass alle Kohlarten und Gurken und Kürbisse sehr hungrig sind, also viel Nährstoffe brauchen. Bohnen, Erbsen oder Feldsalat sind dagegen schon genügsamer.

Am besten, Ihr probiert es einfach aus. Ihr werdet sehen, am besten schmeckt das Gemüse, das Ihr selbst angebaut habt! Und wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mir ja eine e-mail schicken. Viel Spaß dabei

Euer

Blumuckel

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Blumuckel mit Lupe 1
Aus einfachen Materialien entstehen schöne Abgrenzungen

Meine Beete sind fertig. Ich habe die Erde gelockert und sogar schon Radieschen gesät. Auf die freue ich mich ganz besonders. Denn nach dem langen Winter schmeckt das Gemüse aus dem eigenen Garten ganz besonders gut.

Damit ich aber beim Spielen und Toben im Garten nicht immer aus Versehen in meine Beete trampele, habe ich einen Zaun außen herum gebaut.
So einen Zaun kann man zwar fertig kaufen — aber ganz ehrlich — für so ein Gemüsebeet brauche ich wirklich nur eine kleine Abgrenzung, und zwar eine, die richtig koboldig schön ist, und auch nicht höher als 30-40 cm zu sein braucht.
Deshalb habe ich mir den Zaun selbst gebaut.
Und zwar aus Ästen und Zweigen.
In meinem Garten habe ich einige Haselnusssträucher.
Und eine große Birke steht auch in der Nähe.
Solche Zweige eignen sich für meinen Zaun bestens. Von der Haselnuss habe ich einige fingerdicke Zweige abgeschnitten.
Die habe ich dann auf ungefähr 30-40 cm zurechtgestutzt. Nicht alle gleich lang, mir gefällt es besser, wenn die Hölzer unterschiedlich hoch sind.
Am Rand meiner Beete habe ich dann Löcher in die Erde gebohrt, in die ich die Zweige hineingesteckt habe. Zwischen den einzelnen Löchern habe ich immer zwei Koboldhände weit Platz gelassen.
Die Erde außen herum trete ich gut an, damit die Haselnussstangen auch richtig fest stehen.

Zwischen diese Stangen habe ich die Birkenzweige geflochten. Natürlich könnt Ihr auch andere Äste nehmen. Nur weich und biegsam sollten sie sein. Das sieht schön aus und ist auch sehr haltbar. Und je dichter ich die Zweige miteinander verwebe, desto fester und stabiler wird mein Zaun.

Wenn Ihr die Stangen etwas höher macht, könnt Ihr sogar Kletterpflanzen daran emporwachsen lassen.

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an den Koboldtipp vom letzten Jahr, in dem ich Euch blühende Zelte vorgeschlagen habe. Dazu haben wir die Stangen wie zu einem Indianerzelt in den Boden gesteckt und mit einjährige Kletterpflanzen beranken lassen. So kann man sich richtige Kunstwerke im Garten bauen. Wie man das z.B. mit Weiden macht, verrate ich Euch demnächst.

Viel Spaß dabei

Euer

Blumuckel

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Zeit zum Tomaten aussäen

Ihr merkt es wahrscheinlich schon.
Für Gartenkobolde hat die Gärtnerzeit schon wieder begonnen.
Meine Hauptbeschäftigung ist derzeit das Aussäen.
In der letzten Woche habe ich Euch erklärt, wie man Sommerblumen vorzieht.
Auch ein paar Gemüsesorten habe ich schon ausgesät.

Damit ich mir im Sommer mein eigenes Ketchup machen kann, möchte ich in diesem Jahr besonders viele Tomaten aussäen.
Wie Ihr ja schon wisst, dürfen die aber erst dann in den Garten, wenn es richtig warm ist, also ungefähr ab Mitte Mai.
Bis dahin möchte ich dann schon richtig kräftige Pflanzen haben.
Also habe ich schon eifrig ausgesät.

Aber Tomate ist nicht gleich Tomate.
Es gibt ja so viele verschiedene Sorten!
Kleine rote, mittelgroße runde, riesige dicke, längliche, gestreifte, eierförmige Tomaten — ich kenne mich schon fast nicht mehr aus.
Aus dieser ganzen Vielfalt habe ich mir ein paar ausgesucht.
Kirschtomaten, die ganz kleine Früchte haben, die man sich gut in den Mund stecken kann.
Dann noch eine schöne runde, saftige Sorte, die viel Geschmack hat, und schließlich noch Eiertomaten, die sich gut dazu eignen, Ketchup daraus zu machen.
Das möchte ich unbedingt ausprobieren.
Bis es aber soweit ist, muss ich erst einmal kräftige Pflanzen heranziehen.
Wie das Aussäen funktioniert, wisst Ihr ja schon.
Was ist aber dann zu tun, wenn aus den Samen viele kleine Pflänzchen geworden sind, die zu groß für die Aussaatkiste sind?

Dann wird pikiert. Das bedeutet ‚vereinzeln‘.
Dazu brauchen wir frische Erde und kleine Blumentöpfe.
Die Tomatenpflänzchen werden dann vorsichtig aus der Saatkiste genommen und einzeln in die Töpfe gepflanzt.
Jetzt haben sie genügend Platz, um kräftige Wurzeln zu bilden.
Auch brauchen sie jetzt Nährstoffe zum Wachsen, deshalb kann man zum Umpflanzen Gartenerde verwenden, die mit etwas Kompost vermischt wurde.

Die Tomatenpflanzen in den Töpfen brauchen nun einen hellen Platz und dürfen nicht austrocknen.
Wenn sie etwas größer geworden sind, gibt man ihnen am besten ein dünnes Holzstäbchen zur Stütze.

Ja, und im Mai werden die Pflanzen dann an einen sonnigen Platz in den Garten gesetzt.
Welche Pflege sie dort brauchen, um Blüten und Früchte anzusetzen, erzähle ich Euch, wenn es so weit ist.
Im August können wir dann leckere Tomaten ernten und daraus ein wunderbares Ketchup kochen.
Wie das geht, verrate ich Euch dann im Sommer.

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Stauden ziehen wieder ein

Ich bin einem Geheimnis auf der Spur!
Bald werden die ersten Pflanzen ihre grünen Spitzen aus dem Boden schieben.
Nicht nur die Zwiebelblumen, wie Tulpen oder Krokusse, sondern auch die Pflanzen, die mit ihren Wurzeln im Boden überwintert haben, die Stauden.

In jedem Jahr freue ich mich auf eine ganz besondere Staude, die ‚Tränendes Herz‘ heißt.
Bei ihr ist auch ganz klar, woher der Name kommt.
An ihren zarten langen Trieben hängen lauter rosafarbene herzförmige Blüten mit weißen Spitzen.
Sehr hübsch.
Die Pflanze blüht schon im April, also dann, wenn die meisten anderen Stauden noch in der Erde schlummern.
Sie sieht auch dann noch schön aus, wenn ihre rosa Herzen verblüht sind, denn sie hat große hellgrüne Blätter, die schön geformt sind.

Doch dann passiert jedes Jahr das Gleiche.
Wenn dann so langsam die anderen Stauden herauskommen und größer werden, fällt das Laub der Tränenden Herzen gar nicht mehr so auf.
Und wenn ich nach einigen Wochen noch einmal nachschaue, ist die ganze Pflanze weg!
Übrig sind nur noch ein paar braune, verschrumpelte Blattreste!
Am Anfang habe ich ja gedacht, dass die Pflanze krank geworden und eingegangen ist.
Aber im nächsten Frühjahr war sie gesund und kräftig wieder da.
Und so geht das jedes Jahr!

Mit dem Mohn ist es ähnlich.
In meinen Garten habe ich wunderschöne Mohnblumen gepflanzt.
Dunkelrote, hellorange und zartrosafarbene.
Riesige Blüten sind das.
Aber kaum sind die Blüten verwelkt, welken auch die Blätter und die ganze Pflanze wird immer weniger, bis sie ganz verschwunden ist.
Zuerst war ich traurig, aber dann habe ich gemerkt, dass im Spätsommer ein neuer Blattschopf der Mohnpflanzen aus der Erde sprießt.
Aus dem treiben dann im nächsten Frühling wieder neue Blütenknospen hervor.

Normalerweise ist es ja so: Die Stauden treiben im Frühling aus, blühen im Sommer (manche auch bis in den Herbst hinein), und überwintern dann mit ihrer Wurzel im Boden, wobei der Stängel und die Blätter absterben.
Bei einigen Stauden scheint das aber ganz anders zu sein.
Sie brauchen nach der Blüte eine Ruhephase, in der sie sich in die Erde zurückziehen, um neue Kräfte zu sammeln.
Einige, wie der Mohn, treiben dann nur mit den Blättern wieder aus, andere, wie das Tränende Herz, bleiben gleich ganz bis zur nächsten Blütezeit verborgen.
Sehr spannend.
Beobachtet doch einmal in Eurem Garten, ob Ihr noch mehr Pflanzen findet, die gleich nach der Blüte wieder verschwinden.
Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

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Am 21. März ist Tag- und Nachtgleiche

Frühling — wo bleibst du?

Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber diese Woche hat tatsächlich der Frühling begonnen.
Auf dem Kalender stand am 21. März nämlich ganz deutlich das Wort ‚Frühlingsanfang‘.
Kaum zu glauben, aber der lange Winter hat es uns ja nicht gerade leicht gemacht, uns in Frühlingsstimmung zu versetzen. Gerade als sich in meinem Garten die ersten Schneeglöckchen herausgewagt hatten, wurden sie schon wieder unter einer dicken Schneedecke begraben. Das macht ihnen zwar nichts aus (wie ihr Name ja schon sagt), aber uns Gartenkobolden gefällt das nicht besonders.

Deshalb wollte ich einmal genau wissen, warum gerade der 21. März der Termin des Frühlingsanfangs ist. Und das habe ich herausgefunden: Der Beginn der Frühlings ist auf den 21. März gelegt, weil dies der Termin der Tag- und Nachtgleiche ist. Das bedeutet, dass es an diesem Tag 12 Stunden lang Tag und 12 Stunden lang Nacht ist. Von nun an werden die Tage immer länger werden, denn es bleibt jeden Tag etwas länger hell. Und das ist auf der ganzen Welt so, hier in Deutschland genauso wie in Australien oder in Afrika. Nur mit dem Unterschied, dass auf der Nordhalbkugel unserer Erde der Frühling und auf der Südhalbkugel der Herbst beginnt. Bei dem ganzen Schnee der letzten Zeit könnte man fast meinen, dass es auch bei uns Herbst wird. Aber davon lasse ich mich jetzt gar nicht beeindrucken, sondern schneide aus buntem Papier lauter Frühlingsblumen aus. Tulpen, Osterglocken, Schneeglöckchen und Sonnenblumen. Die hänge ich mir an die Fenster, dann sieht es zumindest schon einmal nach Frühling aus, wenn ich rausschaue.

In manchen Gegenden gibt es sogar richtige Bräuche, mit denen der Winter vertrieben werden soll. Da werden Strohpuppen, die den Winter darstellen sollen, in einem großen Feuer verbrannt. Oder es werden Frühlingsfeste gefeiert, um den Winter zu vertreiben. Aber nur Geduld. Lange kann es nicht mehr dauern, dann kommen die Frühlingsblumen auch in unserem Garten zum Vorschein. Bis dahin,

Euer Blumuckel

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Auch mit Dreck kann man spielen

Es regnet und regnet und regnet ja seit Wochen.
Mein Garten ist schon eine richtige Matschwüste.
Draußen spielen macht da nicht so viel Spaß.

Oder doch? Wenn es matschig ist, müssen wir eben etwas mit dem Matsch anstellen.
Und ich weiß auch schon, was wir daraus machen. Was haltet Ihr von Matsch-Geistern?

Geht ganz einfach, macht Spaß und sieht lustig aus.

Dazu solltet Ihr aber am besten Gummistiefel anziehen und Kleidung, die ruhig schmutzig werden darf.

Damit aus dem Matsch nicht nur Klumpen werden, sondern schön gruselige Geister, sucht Ihr Euch
Zweige, Steine, Blätter, Federn oder anderes Material.

Und dann kann es losgehen.
Sucht Euch im Garten einen Platz, von dem Ihr Erde wegnehmen dürft.
Fragt am besten vorher Eure Eltern.

Zuerst formt Ihr die Erde zu einem kleinen Haufen.
Daraus könnt Ihr dann den Kopf und den Körper formen.
Und der wird dann mit allen möglichen Materialien geschmückt.
Gräser oder Zweige als Haare, aus Steinen, Stöcken oder anderem werden Augen, Mund und Nase.
Was auch immer Ihr finden könnt, Eure Männchen können sich damit ganz schön verwandeln.

Je gruseliger die Gestalten aussehen desto besser.
Ihr könnt eine richtige Matsch-Geister-Familie bauen, die im Garten oder an einem Weg sitzt.
Am besten setzt Ihr die Klumpen dorthin, wo der Regen sie nicht gleich wegspült.

Schickt mir doch ein Foto von Euren Matsch-Geistern!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne

Nächste Woche ist Frühlingsanfang.
Mich kribbelt es schon lange in meinen Koboldfingern und ich liebe es, wenn ich wieder durch blühende und duftende Wälder und Wiesen streifen kann.

Bald wird es im Wald auch wieder ziemlich kräftig duften.
An feuchten Stellen und an Bachrändern kann man ihn besonders riechen, diesen kräftigen, scharfen Duft nach Zwiebeln und Knoblauch.
Wer immer der Nase nach geht und die Augen offen hält, wird schnell merken, wer oder was da so auffällig riecht.

Wenn Ihr am Boden ein Meer von länglichen, zwei bis fünf Zentimetern breiten Blättern seht, seid Ihr beim Bärlauch angekommen.
Dass Bär-lauch irgendetwas mit Knob-lauch zu tun hat, merkt man ja schon am Geruch.
Beide sind Zwiebelpflanzen und sie sind auch miteinander verwandt.
Genauso wie mit der Zwiebel und mit dem Gemüselauch.

Die Blätter des Bärlauchs können gegessen werden.
In den letzten Jahren erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit, vielleicht habt Ihr ja auch schon einmal Bärlauch-Suppe oder Bärlauch-Soße gegessen.

Wer selbst Bärlauch sammeln möchte, sollte sich aber gut auskennen.
Denn die Blätter sind leicht zu verwechseln.
Maiglöckchen
haben nämlich eine ähnliche Blattform, auch mit den Blättern des Aronstabes kann man sie verwechseln.
Und das kann sehr gefährlich werden, denn sowohl Maiglöckchen- als auch Aronstabblätter sind
äußerst giftig!

Ein sicheres Zeichen zum Erkennen des Bärlauchs ist aber der Geruch.
Wenn man die Blätter zerreibt, entströmt ein ganz intensiver Duft nach Knoblauch.

Trotzdem solltet Ihr die Blätter nur mit einem Erwachsenen sammeln, der den Bärlauch ganz sicher erkennt. Ernten sollte man ihn außerdem nur solange, bis er blüht, also ungefähr bis April/Mai.

Und warum der Bärlauch Bärlauch heißt, dazu gibt es nur Vermutungen.
Eine davon besagt, dass der Name etwas mit Bären zu tun haben muss.
Als vor Hunderten von Jahren noch Bären in unseren Wäldern lebten, waren sie nach dem Erwachen aus ihrem Winterschlaf auf der Suche nach etwas Essbarem.
Mit Vorliebe sollen sie deshalb die frischen Bärlauchblätter gefressen haben.
Ob das stimmt, weiß man nicht genau, aber man kann es sich gut vorstellen.

Im Frühling kann man derzeit aber viele Bären, nein Bärlauchliebhaber im Wald sehen, die auf der Jagd nach ihrer duftenden Beute sind.
Deshalb solltet Ihr beim Ernten nicht zuviel abschneiden, damit sich auch im nächsten Jahr wieder genügend Bärlauch ausbreiten kann.

Euer Blumuckel

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Ostereierfarben aus Naturmaterialien

Wisst Ihr, was heute im Kalender steht?
FRÜHLINGSANFANG!
Und obwohl es letzte Woche schon ganz nach Frühling ausgesehen hat,
ist es doch noch einmal winterlich kalt geworden.

Trotzdem — egal wie das Wetter ist — ab jetzt werden die Tage wieder länger sein als die Nächte.
Denn heute ist ja Tag- und Nacht-Gleiche.
Wie Ihr ja schon wisst, ist es heute genauso lange hell, wie es dunkel ist.
Jetzt muss es nur noch schön warm werden, damit man die langen Abende
auch draußen richtig genießen kann.

Wenn es so kalt ist, wird es auch noch etwas länger dauern, bis es draußen wieder blumig ist.
Aber ich möchte trotzdem ein paar Farbtupfer in den Garten bringen.
Schließlich steht ja Ostern vor der Tür.
Deshalb möchte ich einige bunte Ostereier aufhängen.

Dazu brauche ich: ungekochte Hühnereier, am besten weiße,
außerdem Zwiebelschalen, Blaukrautblätter, Rote Bete, Spinat, Löwenzahn.....

Was, Ihr wundert Euch, wozu ich das ganze Gemüse brauche?
Damit möchte ich die Eier färben.
Das geht nämlich ganz einfach, denn jede dieser Pflanzen enthält Farbstoffe.
Und die kann ich herauslösen.
Mit den Zwiebelschalen bekomme ich gelbe Farbe, aus Blaukrautblättern blaue, aus den Roten Beten entsteht — na klar — Rot, und für grüne Farbe brauche ich den Spinat oder den Löwenzahn.

Um an die Farben heran zu kommen, solltet Ihr einen Erwachsenen
um Hilfe bitten, denn wir müssen kochen.

Die Pflanzenteile werden zuerst gewaschen und dann zerkleinert.
Dann wir jede Sorte extra für sich in einem Topf mit etwas Wasser bei mittlerer Hitze gekocht.
Das sollte ungefähr zehn Minuten dauern.
Danach wird der Topf vom Herd genommen, Ihr seht jetzt schon, dass eine farbige Masse im Topf schwimmt. Wenn diese etwas abgekühlt ist, gießt Ihr die Flüssigkeit durch ein feines Sieb.
In diesem Sud, der nun eine ganz intensive Farbe haben sollte, werden nun die Eier gekocht.
Wenn nötig, könnte Ihr noch etwas Wasser dazugeben, denn die Eier sollten ja ganz bedeckt sein.
Je mehr Wasser Ihr aber zufügt, desto heller wird die Farbe.
Nach zehn bis zwölf Minuten Kochzeit im farbigen Sud sind die Eier hart und von einer kräftigen Farbe.

Ihr müsst aber von jeder Farbe einen eigenen Sud ansetzen,
die Farben dürfen also nicht vermischt werden.

Wenn Ihr die gefärbten Eier noch mit etwas Öl einreibt, glänzen sie ganz besonders schön.

Ist es nicht erstaunlich, dass man aus Pflanzen auch noch Farben herstellen kann?

Fröhliches Eierfärben

Euer Blumuckel

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Ein Osternest zum Aussäen

Ostern steht vor der Tür!
Deshalb gibt es heute wieder einmal einen Tipp für alle diejenigen, die auf der Fensterbank gärtnern.
Wer also keinen Garten hat, muss nicht traurig sein, dass er keinen Platz für ein Osternest hat.
Denn wir säen uns einfach selbst eines aus.

Dazu braucht Ihr:


  • Eine flache Schale (zum Beispiel einen Blumentopf-Untersetzer),
    ein Päckchen mit Ostergras-Samen (kann man im Samenfachgeschäft kaufen)
    und entweder etwas Blumenerde oder Watte!

  • Richtig gelesen. Auch darauf können die Ostergras-Samen keimen.

Und dann geht es auch schon los:
In die Schalen wird die Erde bis zum Rand gefüllt und schön glatt gestrichen.
Wer keine Erde nimmt, legt die Schale gleichmäßig mit Watte aus.
Auf diese Schicht werden nun die feinen Ostergras-Samen gestreut.
Damit diese auch gut keimen können, muss die Erde oder die Watte und die Samenkörnchen gut durchfeuchtet werden.
Das geht am besten mit einem Zerstäuber oder einer Blumenspritze.
Sicher haben Eure Eltern so etwas zu Hause.

Mit einem kleinen Trick könnt ihr dem Ostergras nun das Keimen etwas erleichtern.
Dazu wird einfach ein Stück Klarsichtfolie über die Schale gelegt und mit einem Gummi am Rand fest gespannt.
Unter der Folie bildet sich nun eine feuchtwarme Luft — etwa so wie in einem Gewächshaus.

Schon nach ein paar Tagen könnt Ihr beobachten, wie sich die ersten grünen Grashälmchen zeigen.
Wenn die dann größer werden, nehmt Ihr die Folie einfach wieder ab.
Von nun an müsst Ihr aber immer daran denken, das grüne Osternest regelmäßig zu gießen.
Die Erde oder die Watte darf nicht austrocknen.
Bis aus den zarten Samen ein Grasnest geworden ist, dauert es ungefähr eine Woche bis zehn Tage. Also nichts wie ran ans Aussäen, mit bunten Ostereiern sehen die Nester nämlich viel schöner aus.

In die Schalen könnt Ihr auch Kresse aussäen, dann könnt Ihr Euer Nest sogar noch essen.
Und wer ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen zu Hause hat, kann auch eine spezielle Grasmischung für Heimtiere aussäen, dann haben die auch noch ein leckeres Ostervergnügen.

Viel Spaß

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Wenn der Winter zu Ende geht,
dann habe ich immer das Gefühl, dass es höchste Zeit wird,
dass es draußen wieder farbig wird.


Darum freue ich mich über jede Blüte, die ich entdecke.
Die Kornelkirschen oder Forsythien zum Beispiel, die ganz gelb leuchten.
Oder die Krokusse, die blaue, weiße und gelbe Farbtupfer auf die Wiese zaubern.
Ich mag auch die Primeln, die sogar rote und rosa Blüten haben.
Es sieht so aus, als ob die Natur ihren Malkasten wieder geöffnet hat und überall ein
Kleckschen Farbe hin tupft.

Und wie das duftet!
Denn mit den Blüten halten auch die Gerüche Einzug in den Garten.

Ein Frühlingsblümchen, das ganz besonders gut duftet, ist das Veilchen.
Seine kleinen violetten Blüten verströmen einen tollen Geruch,
der umso stärker wird, wenn die Sonne darauf scheint.
Das Veilchen wächst gerne an Stellen, wo es ein bisschen geschützt ist,
also am Waldrand zum Beispiel.
Aber auch mitten auf der Wiese oder im Rasen in euerem Garten könnt ihr es finden.

Gerne würde ich mir ein Sträußchen Veilchen ins Zimmer stellen, damit ich den tollen Duft genießen kann. Doch die zarten dünnen Stängel dieser Blume sind recht kurz, außerdem verwelken die Blütchen sehr schnell, wenn sie in der Vase stehen.

Trotzdem habe ich eine Möglichkeit gefunden,
wie ich diesen wunderbaren Veilchenduft einfangen kann.
Denn Veilchen sind essbar!
Und so nutze ich das gute Aroma der Veilchen, um süße Sachen damit zu verfeinern.

Neugierig geworden? Das geht — wie immer — ganz einfach, und ist dazu noch ganz köstlich.
Ich brauche dazu eine Handvoll frischer, sauberer Veilchenblüten aus dem Garten, ein leeres Marmeladenglas und feinen Zucker.

Das Marmeladenglas fülle ich nun mit dem Zucker,
gebe die Veilchenblüten dazu und mische das Ganze gut durch.
Ich könnte die Blüten auch in ein Mullsäckchen geben und damit in den Zucker legen.
Nach zwei bis drei Wochen entferne ich die Blüten wieder, denn dann hat der Zucker das Aroma der Blüten angenommen und schmeckt richtig nach Veilchen.
Dann kann ich ihn zum Verzieren oder verwenden oder ein bisschen davon beim Kuchenbacken dazugeben.

Dann kann ich den Frühling sogar schmecken. Hmm, lecker.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Wir ziehen Sommerblumen vor

Wenn ‚März‘ im Kalender steht, dann wird es Zeit, sich darum zu kümmern,
dass im Sommer wieder viele schöne Blumen in meinem Garten blühen.

Wie ihr ja wisst, können einige davon nicht im Freien überwintern und nur einen Sommer lang blühen.
Deshalb muss ich sie jedes Jahr neu aussäen.
Ich habe mir schon verschiedene Samenpäckchen gekauft: Schmuckkörbchen für seidige rosa Blüten,
struppige Nelken, bunte Gauklerblumen, Löwenmäulchen, die ihre Blüten so schön aufklappen können und
grüne Muschelblumen, die aussehen, als ob lauter kleine Muschelchen an einem Stiel kleben.

So wird es schön bunt auf meinen Beeten!
Aber halt: in den Garten kann ich die noch nicht aussäen, der Boden ist noch viel zu kalt für die Samenkörner.
Deshalb werde ich die Sommerblumen auf der Fensterbank ‚vorziehen‘.
So nennen das die Gärtner, wenn sie Pflanzen mit warmen Temperaturen im Gewächshaus
schon zu einem früheren Zeitpunkt zum Keimen und Wachsen bringen.
Die Samenkörnchen ‚denken‘ dann, dass schon Frühling ist, weil es ja schön warm ist
und sie auch gerade richtig viel Wasser bekommen.
Deshalb beginnen sie im Zimmer oder im Gewächshaus auszutreiben, obwohl es draußen noch kalt ist.

Dafür habe ich mir flache Schalen besorgt und sie mit Aussaaterde gefüllt.
Mit dem Finger ziehe ich Rillen in die Erde.
Dort hinein verteile ich die Samenkörner und schiebe wieder vorsichtig etwas Erde darüber.
Ab jetzt muss ich die Aussaatkisten immer schön gießen, das geht am besten mit einem Zerstäuber.
Um ein wenig Gewächshausluft zu schaffen, spanne ich Klarsichtfolien über die Schalen, denn dann bleibt die Luft darunter schön feucht und warm — genauso wie es die Samenkörnchen lieben.

Schon nach ein paar Wochen beginnen sich die ersten grünen Spitzen zu zeigen,
die sich zu kleinen Pflänzchen zu entwickeln.
Wenn diese dann langsam größer werden, entferne ich die Folie.
Nach ein paar weiteren Wochen sind die Pflänzchen dann so groß, dass sie keinen Platz mehr in der Schale haben. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich ‚pikieren‘ muss.
Das bedeutet, dass die zu eng stehenden Pflänzchen einzeln in Töpfe gepflanzt werden.
Wenn es dann im Mai schon warm genug ist, kann man sie auch schon nach draußen pflanzen.

Auf den Samentütchen steht ganz genau, wann welche Sommerblumen in den Garten gepflanzt werden können. Natürlich könnt ihr auch noch so lange warten und die Blumen direkt draußen aussäen.
Allerdings dauert es dann umso länger, bis aus ihnen schöne kräftige und blühende Sommergäste werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne

Wisst ihr, was diese Woche im Kalender steht?
Na klar — Ostern. Aber nicht nur das.
Am 21. März steht außerdem noch FRÜHLINGSANFANG drin.

Es ist aber nicht immer so, dass Ostern und Frühlingsbeginn so nah beieinander liegen.
Das Datum für den Frühlingsanfang bleibt zwar jedes Jahr gleich — der 21. März.
Aber der Termin für das Osterfest unterscheidet sich von Jahr zu Jahr. Das liegt am Mond.

Denn das Osterfest wird immer am ersten Sonntag gefeiert,
der auf den ersten Vollmond nach Frühlingsanfang folgt.
Was vielleicht etwas kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach.
Also: Am kommenden Freitag, den 21. März, ist Frühlingsanfang.
Zufällig ist an diesem Tag auch Vollmond.
Also ist er erste Sonntag, der darauf folgt, in diesem Jahr der 23. März.
Und das ist dann der Ostersonntag.
Und weil der Vollmond keine festen Termine hat, verschiebt sich das Datum für Ostern von Jahr zu Jahr.
Aber es bleibt immer in der Zeit zwischen März und April.

Doch jetzt muss ich unbedingt noch ein paar Vorbereitungen dafür treffen.
Ich möchte mir ein Ostergärtchen anlegen, in das ich alle meine gefundenen Ostereier hineinlegen kann.

Dazu besorge ich mir ein kleines Holzkistchen und verschiedene Materialien,
die ich draußen finde, wie Moos, Gras, Zweige, Steine usw.
Das Kistchen lege ich nun schön mit dem Moos aus, aus den Zweigen und dem Gras baue ich ein kleines Nest und vielleicht stelle ich auch noch ein Töpfchen mit Stiefmütterchen oder anderen Frühlingsblumen hinein.
Da kann ich so richtig nach Herzenslust gestalten.
Am Schluss soll das Ganze wie ein kleiner Garten aussehen.
Natürlich muss ich genügend Platz für die Ostereier lassen.
Wer weiß, vielleicht legt der Osterhase ja besonders viele Eier in ein solches Gärtchen hinein.

Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn ihr mir ein Bild von euerem Ostergärtchen schickt.
Das kann ein Foto sein, aber ich freue mich auch sehr über gemalte Bilder.

Dafür gibt es natürlich ein kleines Dankeschön. Schickt eure Bilder entweder an:
Landratsamt Kitzingen
‚Gartenkobold‘
Kaiserstraße 4
97318 Kitzingen

oder mailt an: gartenkobold@kitzingen.de

Viel Spaß beim Ostereier-Suchen!

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Marienkäfer sind wertvolle Bewohner im Garten

Im Garten habe ich vor ein paar Tagen das Laub von den Beeten entfernt,
das ich im Herbst als Decke für die Pflanzen verteilt habe.
Aber die brauchen diesen Schutz jetzt nicht mehr, denn es wird ja wieder wärmer.

Unter dem Laub habe ich aber nicht nur viele Pflanzen gefunden, die schon kräftig austreiben, sondern auch ganz viele Marienkäfer.
Die haben dort den Winter verbracht.
Wenn es jetzt wieder wärmer wird, kommen sie aus ihren schützenden Laubhaufen hervor.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, diese kleinen Käfer zu sehen, denn sie gelten als Glücksbringer.
Das liegt an den sieben Punkten auf ihrem Rücken.
Die Zahl Sieben gilt nämlich seit je her als Glückszahl.

Viele denken ja, dass man das Alter eines Marienkäfers an der
Zahl der Punkte auf seinem Rücken ablesen kann.
Das stimmt aber nicht.
Der Siebenpunkt-Marienkäfer hat von Anfang an sieben Punkte,
genauso ist es bei seinen Verwandten, die 14 oder sogar 22 Punkte haben.

Es gibt in Deutschland 80 verschiedene Arten von Marienkäfern.
Sie können nicht nur unterschiedlich viele Punkte haben, sondern auch noch verschiedene Farben und Größen. Manche sind rot mit schwarzen Punkten,
mache schwarz mit roten Punkten, es gibt ganz schwarze ohne Punkte
oder auch gelbe mit schwarzen Punkten.
Bei uns kommt aber am häufigsten der rote Marienkäfer mit den sieben schwarzen Punkten vor.

Und der bringt nicht nur wegen seiner sieben Punkte Glück,
sondern auch, weil er uns im Garten hilft.
Er hat nämlich diese lästigen Blattläuse zum Fressen gern.
Ihr wisst schon — Blattläuse, die den ganzen Salat und die Blumen abfressen.
Die möchten wir ja möglichst schnell loswerden.

Zum Glück stehen Blattläuse auf dem Speisezettel der Marienkäfer ganz oben.
So ein einzelner Käfer kann 100 bis 150 Läuse am Tag fressen!
Deshalb werden Marienkäfer sogar in den Gewächshäusern von großen Gärtnereien eingesetzt,
um dort die Blattläuse zu vertilgen.
So müssen die Gärtner auch kein Gift spritzen, um die lästigen Läuse los zu werden.

Die Marienkäfer haben zwar auch Feinde, wie z. B. Vögel und andere Insekten,
aber sie brauchen sich nicht allzu sehr davor zu fürchten.
Denn wenn Gefahr droht, geben sie eine Flüssigkeit ab, die unangenehm riecht und für andere Tiere giftig ist.
Das habt ihr vielleicht selbst schon beobachtet, wenn ihr einmal einen Marienkäfer auf dem Finger hattet,
der einen gelben Punkt dort hinterlassen hat.
Aber keine Sorge, für Menschen ist dieses Sekret ungefährlich.

Ich freue mich jedenfalls, wenn ich diese hübschen Käfer im Garten sehe. Und ich versuche, ihnen auch im nächsten Winter wieder möglichst viele Plätze zu reservieren, wo sie sich verkriechen können. Denn Glücksbringer muss man schließlich ein bisschen pflegen.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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April
mein allererster Koboldtipp

Wenn die Natur jetzt überall erwacht, wird es höchste Zeit, neue Beete im Koboldgarten vorzubereiten. Wenn Ihr auch ein eigenes Beet im Garten anlegen wollt, sucht Ihr Euch am besten einen sonnigen und ungestörten Platz im Garten.Viel Spaß mit Eurem Beet!

 

 

 

 

gartenkobold@kitzingen.de

 

 

Dann könnt Ihr richtig loslegen:

Zunächst wird die Erde schön gelockert, das Unkraut herausgezogen und grobe Steine weggenommen.

Dann wird die Fläche schön glatt gemacht, so dass es keine Hügel und Löcher mehr gibt. Das geht am besten mit einem Rechen.
Damit ist der anstrengendste Teil der Arbeit gemacht.
Jetzt teilt man sich den Platz ein. Wo soll was hin?

Wenn die Sonne den Boden schon etwas aufgewärmt hat, könnt Ihr einige Sommerblumen schon direkt auf das Beet aussäen. Welche das sind, könnt Ihr bei den ‚großen Gärtnern‘ hier auf dieser Seite nachlesen. Auch Gemüse, wie z.B. Gelbe Rüben oder Radieschen eignen sich für Euer Beet.

Mit dem Finger oder einem Stock zieht Ihr Euch dann Rillen. In diese Rillen kommen die Samenkörner. Auf den Samentütchen steht genau drauf, wie tief die Körnchen gelegt werden und wie viel Platz sie brauchen. Dann werden die Samen vorsichtig mit Erde bedeckt und ganz behutsam mit der Brause der Gießkanne angegossen.

Ab jetzt gibt es ständig zu tun: nachschauen, ob die Samen schon keimen, bei Trockenheit gießen, Pflänzchen, die zu dicht stehen, herausnehmen — Ihr seht, im Garten gibt es immer zu tun.

Euer Blumuckel

blumuckel mit giesskanne

Kartoffeln aus dem eigenen Garten

Endlich ist es schön warm draußen. Wenn ich in den Garten gehe, gibt es jetzt jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich den Pflanzen beim Wachsen und den Bäumen beim Grünwerden zuschauen kann, so schnell geht das.

In meinem Gemüsebeet geht es auch rasant voran. Die Samen, die ich ausgesät habe, keimen schon, und man merkt, dass sich der Boden schon tüchtig erwärmt hat. Beste Zeit auch dafür, Kartoffeln zu pflanzen. In der Überschrift konntet ihr zwar lesen, dass wir Pommes pflanzen, aber als schlaue und erfahrene Gartenkobold-Leser wisst ihr natürlich längst, dass auch Pommes frites aus Kartoffeln gemacht werden.

Und was braucht man nun zum Kartoffel-Pflanzen? Nein — keine Samentüte und auch keine Kartoffelpflänzchen vom Gärtner. Was wir brauchen sind — Kartoffeln! Denn Kartoffeln werden aus Knollen gezogen. Deshalb besorge ich mir ‚Saatkartoffeln‘. Für die habe ich ein sonniges Plätzchen im Beet reserviert.

Zunächst grabe ich Pflanzlöcher, die so tief sein müssen, dass die Knollen noch zehn Zentimeter mit Erde bedeckt werden können. Dann lege ich in jedes Loch eine Saatkartoffel und schließe es wieder mit Erde. Damit die Knollen genügend Nährstoffe zum Keimen und Wachsen bekommen, streue ich noch eine dünne Schicht Kompost und etwas Hornspäne auf das Beet und reche es vorsichtig ein. Natürlich darf ich das Gießen nicht vergessen.

Dann werden schon bald kleine Blätter aus der Erde spitzen. Wenn diese ungefähr 10 cm groß sind, müssen sie ‚angehäufelt‘ werden. Das bedeutet, dass ich vorsichtig einen kleinen Erdhaufen um das neue Pflänzchen ziehe, so dass sie wie auf einem Hügel stehen. Denn jetzt bilden die Pflanzen unter der Erde lauter kleine neue Kartoffeln und über der Erde ein richtiges Blätterdach mit Blüten und manchmal sogar mit Früchten. Doch die darf man keinesfalls essen, denn die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs, dessen Früchte giftig sind!

Ich muss mich also noch etwas gedulden, bis ich ernten kann und zwar so lange, bis das Laub über der Erde welk und braun wird. Das wird erst in ein paar Monaten so weit sein. Und erst dann kann ich meine Kartoffeln ernten. Dann werde ich die ganze Pflanze mit einer Grabgabel aus dem Boden herausheben. Und wenn ich alles richtig gemacht habe, werden viele neue Kartoffeln zum Vorschein kommen. Darauf freue ich mich schon heute. Ganz besonders freue ich mich darauf, aus meinen selbstgezogenen und frisch geernteten Kartoffeln wunderbare Kartoffelgerichte zu kochen. Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Pellkartoffeln, Kartoffelpuffer oder Kartoffelbrei liebe ich ganz besonders.

Probiert es aus! Viel Spaß dabei,

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Zimmerpflanzen

Im Frühling ist es höchste Zeit, sich wieder einmal mit unseren Zimmerpflanzen zu beschäftigen.

Den grünen Freunden in der Wohnung gefällt der Winter meist auch nicht so gut. Draußen ist es nicht so hell wie im Sommer und im Zimmer ist die Luft viel zu trocken. Viele unserer Zimmerpflanzen kommen aus den Subtropen oder den Tropen, dort ist die Luft immer feucht und warm wie in einem Gewächshaus und es gibt keine kalten, dunklen Winter. Klar, dass diese Pflanzen, die es bei uns im Winter aushalten müssen, eine Erholung brauchen.

Deshalb lieben sie es, wenn sie umgetopft werden.
Ist der Topf zu klein geworden und die Erde ausgelaugt, besorgt man sich einen neuen Topf, der eine Nummer größer ist als der alte (steht meist auf dem Topfrand oder auf dem Boden) und gute Blumenerde.

Dann löst man die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf heraus und schüttelt die Erde ab.
In den neuen Topf legt man unten ein paar Steinchen hinein, (damit die Wurzeln beim Gießen nicht ertrinken), füllt ein bisschen frische Erde ein und setzt die Pflanze darauf.
Dann lässt man vorsichtig rundherum am Rand die neue Erde einrieseln.
Dabei kann man die Pflanze ein bisschen rütteln und schütteln, dann verteilt sich die Erde besser.
Am Topfrand drückt man einen Rand in die Erde, damit das Wasser beim Gießen nicht ausläuft.
Das kann man dann beim Angießen gleich ausprobieren. Euere grünen Lieblinge werden aufatmen. Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

 

Blumuckel mit Lupe 1gartenkobold@kitzingen.de

Einjährige, Zweijährige, Stauden - was ist das?

Wenn es jetzt im Garten wieder so richtig rund geht und gepflanzt, geharkt, gejätet, gedüngt und geschnitten wird, wäre es doch bestimmt ganz interessant, selbst etwas zu pflanzen. Ausgesät haben wir ja schon. Allerdings dauert es jetzt eine Zeitlang, bis aus unseren Samenkörnern große und kräftige Pflanzen werden.

Bestimmt dürft Ihr auf Eurem Beet selbst aussuchen, was Ihr pflanzen wollt.

Zum Beispiel nützliche Sachen, wie Radieschen, Salat oder Karotten.

Manche Pflanzen sät man in einem Jahr aus, doch wird es dabei noch ein bisschen spannender, denn man muss bis zum zweiten Jahr auf die Blüte warten, deshalb werden diese Pflanzen als zweijährig bezeichnet. Wunderschöne Pflanzen gibt es da, wie zum Beispiel den Goldlack, Stiefmütterchen, Königskerze oder Vergißmeinnicht.

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Stauden kann man übrigens gut von Sträuchern unterscheiden, weil sie krautige, weiche Blätter und Stiele haben. Die Sträucher haben dagegen harte, holzige Zweige und Äste.

Viel Spaß beim Gärtnern. Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Oder nützliche (für Insekten) und schöne Sachen, wie Löwenmäulchen, Ringelblumen und Schmuckkörbchen. Die blühen alle im Sommer und Ihr müsst sie jedes Jahr wieder neu aussäen. Deshalb nennt man sie auch einjährig. ber Ihr könnt auch mehrjährige Pflanzen verwenden. Die sind auch nützlich und schön und werden Stauden genannt. Bei diesen mehrjährigen Pflanzen sterben im Winter nur die oberirdischen krautigen Teile, wie die Blätter, Blüten und Stängel ab, die unterirdischen Teile, die Wurzeln, überwintern im Boden. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann wieder aus und bildet Stängel, Blätter und Blüten. Und das von Jahr zu Jahr wieder neu. Das kann man jetzt in dieser Jahreszeit gut beobachten. Vielleicht kennt Ihr ja Rittersporn, Taglilien oder Sonnenhut.
Bauwerke aus Weiden für den Garten

Schon ist es April, allerhöchste Zeit nach dem langen Winter wieder im Garten loszulegen. In der letzten Woche habe ich versprochen, Euch zu erzählen, wie aus Weidenzweigen richtige Kunstwerke im Garten gebaut werden können. Z.B. Zäune, Tunnels oder auch Zelte. Weidenzweige eignen sich deshalb gut dazu, weil sie ganz weich und biegsam sind. Korbflechter verwenden die Zweige spezieller Weiden für ihre Körbe. Diese Weiden heißen daher auch Korbweiden. Wenn die Zweige abgeschnitten werden, sind sie so weich, dass man sie gut zum Flechten verwenden kann, ohne dass sie auseinander brechen. Sind sie dann trocken, werden sie ganz fest. Deshalb ist ein Korb dann auch ganz stabil.

Weiden wachsen am liebsten dort, wo es feucht ist. Am Rande von Bächen und Flüssen und überall dort, wo der Boden nicht so richtig trocken wird.
Die Weiden können deshalb so gut an Ufern stehen, weil sie Wurzeln haben, die sich unglaublich schnell ausbreiten können und den Baum auch dort noch festhalten können, wo andere Gehölze schon keinen Halt mehr hätten.
Es macht den Wurzeln auch gar nichts aus, wenn sie im Wasser stehen oder nur wenig Erde zur Verfügung haben. Sie können auch dann ganz schnell austreiben.
Deshalb werden Weiden oft dazu verwendet, steile Ufer oder Hänge zu sichern.
Man muss nämlich nicht, wie bei anderen Gehölzen einen ganzen Strauch pflanzen.
Bei der Weide genügt es, wenn man einfach Zweige in den Boden steckt.
Wenn er genug Feuchtigkeit hat, wird er schon nach ein paar Tagen die ersten Wurzeln bilden und so den Hang oder das Ufer ‚festhalten‘

Für unsere Bauwerke im Garten sind Weidenzweige also bestens geeignet.

Wenn wir uns jetzt einen schönen Geheimplatz im Garten bauen wollen, könnten wir z. B. ein Zelt aus Weidenzweigen errichten. Oder auch einen Tunnel, durch den Ihr durchkriechen könnt. Ihr braucht dazu nur den richtigen Platz, verschieden lange und dicke Weidenzweige, eine Schere und Werkzeug, mit dem Ihr Löcher in den Boden bohren könnt.

Ja, und wie das Weidenbauen ganz genau funktioniert — dazu reicht hier unser Platz nicht aus. Wer das aber genau wissen will, kann mir schreiben oder mailen. Dem schicke ich dann ein Merkblatt zu, in dem Ihr alles über das Bauen mit Weiden erfahrt. Meine Adresse: Landratsamt Kitzingen, Gartenkobold, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen oder per e-mail: gartenkobold@kitzingen.de

Euer

Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel kopf
Jetzt können Sommerblumen ausgesät werden

Endlich, endlich ist es Frühling geworden. Jetzt möchte ich natürlich so richtig loslegen mit dem Gärtnern. Deshalb habe ich mir ein paar Samentütchen mit Sommerblumen gekauft. So werde ich in ein paar Wochen eine richtig schöne bunte Blumenpracht im Garten haben.

Wie Ihr ja schon wisst, müssen manche Blumen in jedem Jahr neu ausgesät werden, deshalb werden sie auch ‚Einjährige‘ genannt. Andere dagegen können im Boden überwintern, das sind dann ‚Mehrjährige‘, der Gärtner nennt sie auch ‚Stauden‘.

Bei den Einjährigen gibt es eine große Auswahl. So groß, dass ich mich immer nur schwer entscheiden kann, was ich alles pflanzen soll.
Aber ich möchte ja, dass den ganzen Sommer über etwas blüht, deshalb achte ich darauf, wann welche Sommerblume ihre Blütezeit hat.
Das steht auf jedem Samenpäckchen hinten drauf.
Dort findet man auch eine Anleitung, wann und wie ausgesät wird.
Denn manche Samen brauchen viel Wärme zum Keimen, deshalb müssen sie erst in Schalen oder Töpfen auf dem Fensterbrett herangezogen werden.
Anderen dagegen genügen die Frühlingstemperaturen, so dass sie direkt im Garten in die Beete gesät werden können. Manche Samen sind winzig klein, manche erbsengroß und in manchen Tütchen sind auch ‚Saatbänder‘ zu finden.
Das sind schmale Papierstreifen, auf denen die Samenkörner schon im richtigen Abstand aufgebracht sind. .

Auf jeder Samenpackung ist auch ein Bild von den Blumen vorne drauf.
Zum Glück, so konnte ich mich leichter entscheiden, was mir gefällt.
Für mein Koboldsgärtchen habe ich mir dann einiges ausgesucht:

Duftwicken, die am Zaun empor klettern können.
Zartblütige Schmuckkörbchen (oder Cosmea), die rosa, pink und weiße Blüten entwickeln, die sich wie Seide anfühlen.
Tagetes (oder Studentenblumen), die strubbelige gelb-orange Blütenköpfe haben und sehr intensiv duften.
Kapuzinerkresse mit Blättern, die wie kleine Teller aussehen, unter denen sich gelbe, orangefarbene und rote Blüten verstecken.
Und auch ein paar Sommerastern, aus denen ich immer so schöne Blumensträuße machen kann.

Natürlich gibt es noch viel mehr. Probiert doch einfach einmal aus, was Euch gefällt.

Unsere Beete müssen natürlich gut vorbereitet werden:
Erst wird die Erde etwas gelockert und das Unkraut entfernt.
Dann wird die Fläche schön glatt und gerade gemacht, am besten mit einem Rechen.
Mit dem Finger oder einem Stock werden nun Rillen gezogen, in die unsere Samenkörner — nach Anleitung auf der Packung — hineinkommen.
Jetzt werden die Körnchen vorsichtig mit Erde bedeckt und behutsam angegossen.
Damit die Samen gut keimen, darf die Erde jetzt nicht mehr austrocknen.

Es ist ein richtig tolles Gefühl, wenn die ersten Blättchen aus der Erde spitzen. Wenn die Pflänzchen größer werden und dann zu dicht stehen, werden einzelne herausgenommen, damit alle Platz haben und sich zu kräftigen Sommerblumen entwickeln können. Ich freue mich schon auf eine bunte Blütenpracht. Viel Spaß! Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Wie entsteht Kompost?

 

Abfall?

Naja, das stimmt eigentlich nicht, denn die Natur kennt keinen Abfall.
In der Natur wird nämlich aus allem Abgestorbenen oder Verwelktem wieder fruchtbare Erde.
Das könnt Ihr selbst im Garten ausprobieren, wenn Ihr einen Komposthaufen anlegt.
Dort werden alle Abfälle aus dem Garten und auch ungekochte Obst- und Gemüsereste aus der Küche übereinander geschichtet.
Nach einiger Zeit werdet Ihr aber von den Abfällen nichts mehr sehen!

Übrig bleibt nur — Erde!

Geht das von Zauberhand?
Nein, natürlich nicht, denn leider können Gartenkobolde zwar gut gärtnern aber leider nicht zaubern. Brauchen wir aber auch gar nicht, denn die Natur hat es so eingerichtet, dass sich viele, viele kleine Lebewesen um unseren Kompost kümmern.
Manche sind so klein, dass man sie nicht sehen kann, andere sind etwas größer und alte Bekannte von aufmerksamen Gartenkobold-Lesern.


 

So geht nichts verloren, was aus dem Garten kommt, es entsteht ein ganz natürlicher Kreislauf.

So ein Komposthaufen ist leicht anzulegen.
Am besten klappt es, wenn man die Abfälle in verschiedenen Schichten einbringt, d.h. wenn zwischen den nassen und schweren Küchen- und Gartenabfällen immer wieder eine Lage aus gröberem Material, z.B. zerkleinerten Zweigen geschichtet wird.
Damit wird nämlich für eine gute Durchlüftung gesorgt und der Komposthaufen riecht dann auch nicht unangenehm.

Wenn Ihr keinen Komposthaufen im Garten anlegen könnt, ist das auch nicht schlimm. Garten- und Küchenabfälle werden ja in der Biotonne entsorgt. Und alle Abfälle aus der Biotonne werden auch wieder kompostiert, nur eben auf einem viel größeren Haufen.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

pic_169Na, könnt Ihr es Euch schon denken?
Genau — die Regenwürmer.

All diese Lebewesen zerkleinern die Garten- und Küchenabfälle so lange, bis daraus wieder feine Erde entsteht.
Und diese Erde ist ungeheuer wertvoll für den Garten, denn sie ist sehr nährstoffreich. Man nennt diese Erde auch Humus.
Und wenn dieser wertvolle Humus wieder auf die Beete ausgebracht wird, versorgt er die Pflanzen mit Nährstoffen, was sie kräftig wachsen lässt.
Die Arbeit im Garten macht Gartenkobolden ja großen Spaß. Ich hoffe, es geht Euch genauso.
Wenn ich in meinem Gärtchen hacke, zupfe und ausschneide fällt auch immer allerhand Abfall an.
Wie aus einfachen Materialien Insektenwohnungen entstehen

Wie Ihr wisst, sind in einem Garten die Tiere genauso wichtig wie die Pflanzen. Deshalb wollen wir uns heute darum kümmern, möglichst viele von den Tieren anzulocken, die uns in unserem Garten nützlich sind. Im Hebst haben wir ja schon eine Igelwohnung gebaut. Aber jetzt im Frühling wollen wir den Insekten und Bienen einen Platz in unserem Garten anbieten. Denn auf ihrem Speisezettel stehen viele Schädlinge, die wir nicht im Garten haben möchten, z.B. Blattläuse, Schildläuse oder Spinnmilben. Deshalb habe ich nachgeforscht, welche Art von Wohnung diese Insekten gerne haben.

Dabei habe ich herausgefunden, dass ich für diese Wohnungen ganz einfaches Material brauche. Zum Beispiel einen Holzklotz. In so einen Holzklotz werden unterschiedlich große Löcher gebohrt. Dabei lasst Ihr Euch am besten von einem Erwachsenen helfen. Der Durchmesser sollte zwischen 1 und 10 mm sein und die Löcher ca. 5-10mm tief hineingebohrt werden. In so einen Klotz legen Wildbienen und andere Insekten gerne ihre Eier ab. Den gleichen Zweck erfüllen auch ca. 20 cm lange, hohle Stängel, z.B. von Schilf oder von Bambus. Diese werden zu einem Bündel zusammengefasst und aufgehängt. Daraus wird dann schon bald eine Nützlings-Kinderstube.

Wildbienen schätzen aber auch eine Nisthilfe aus Ziegelsteinen. Die Löcher der Steine sind aber zu groß und deshalb werden sie mit einem Lehmbrei gefüllt. (Da kann man mal wieder so richtig matschen!) Ein paar Löcher sollten offen bleiben, in diese kann man ein paar Bambusstängel stecken, das mögen einige Wildbienenarten sehr gerne. In den weichen Lehm aber werden mit Nägeln oder Sticknadeln Löcher gebohrt, die ca. 10 mm tief sein sollten. In eine so vorbereitete Wohnung legen die Wildbienen und viele andere Insekten gerne ihre Eier hinein. Zum Dank dafür vertilgen sie die ungeliebten Schädlinge.

Außerdem freuen sich alle Insekten und Kleintiere über einen Garten, in dem ein bisschen Laub, morsches Holz oder ein Reisighaufen liegen bleiben darf. Denn dort haben sie die besten Nistmöglichkeiten. Als ich neulich das Laub von meinen Beeten entfernt habe um meinen Blumenzwiebeln und Stauden Licht und Luft zu verschaffen, habe ich unter den Blättern eine große Zahl von Marienkäfern gefunden. Die haben unter der schützenden Laubdecke überwintert. Da brauche ich mir im Sommer wohl keine Sorgen zu machen, dass die Blattläuse meine Blumen abfressen, meine gepunkteten Freunde sorgen schon dafür, dass die Läuse nicht zu viele werden.

Viel Spaß beim Insekten-Wohnungsbauen

Euer Blumuckel

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Tulpen stammen aus dem Orient

Jetzt wird es aber wirklich Frühling.
Im Garten haben sich lauter spitze, grüne Blätter aus der Erde geschoben, die von Tag zu Tag größer werden.
Die Blätter gehören den Tulpen. Ich habe im Herbst nämlich massenhaft Tulpenzwiebeln in die Beete gesteckt und freue mich darauf, wenn sie ihre Blüten austreiben.
Vor allem habe ich darauf geachtet, dass ich viele verschiedene Sorten verwende, denn ich möchte nicht, dass alle auf einmal blühen.
Es gibt nämlich nicht nur verschiedene Farben bei den Tulpen sondern auch unterschiedliche Blütezeiten. So kann ich mich wochenlang an der Tulpenblüte erfreuen.
Man kann richtig süchtig nach Tulpen werden.

Und ob Ihr es glaubt oder nicht — es gab tatsächlich einmal eine Zeit, in der die Menschen süchtig nach Tulpen waren, und bereit waren, für eine Zwiebel soviel wie für ein ganzes Haus zu bezahlen. Vor ungefähr 450 Jahren gab es in Holland einige reiche Menschen, die sich für Tulpenzwiebeln völlig verschuldeten und alles, was sie besaßen, dafür ausgaben. Unvorstellbar.

Die Tulpe kam eigentlich aus dem Orient zu uns. Dort ist sie ursprünglich gewachsen. Und auch dort war sie sehr beliebt. Ganze Sultanspaläste wurden damit geschmückt. Auf Wänden, Stoffen, Vasen und Geschirr waren Tulpen abgebildet. Sie galt als äußerst kostbare Blume.

Als die Tulpe nach Europa kam, wurde kräftig Handel mit ihr getrieben und ihre außergewöhnliche Schönheit und ihre Herkunft aus dem Orient machten sie schnell sehr, sehr begehrt.

Heute ist die Tulpe nicht mehr ganz so kostbar, sogar im Supermarkt kann man welche kaufen. Aber wenn ich meine Tulpen im Garten anschaue, die kleinen Wildtulpen oder die großen mit den knallroten und quietschgelben Blüten, die eleganten länglichen oder die mit den spitzen Blütenblättern — wenn ich all diese Blütenformen betrachte, dann kann ich ein bisschen verstehen, dass die Menschen einmal ganz verrückt nach Tulpen waren.

Bis nächste Woche

Euer tulpensüchtiger Blumuckel

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Mit den richtigen Blüten anlocken

Wenn die Tage wieder länger werden, bekomme ich wieder Besuch von bunt schillernden Schmetterlingen.
Es macht Spaß, sie bei ihrem Flug zu beobachten und zu sehen, wie sie den Nektar aus den Blüten saugen.
Damit diese flatternden Schönheiten auch recht zahlreich bei mir zu Gast sind, habe ich viele Blütenpflanzen in den Garten gesetzt, in denen Schmetterlinge Nahrung, den Nektar finden können.
Mit ihrem speziellen Saugrüssel kommen sie nämlich auch an die Nektarquellen, die tief in der Blüte verborgen sind.
Manche Blüten haben ihren Nektar sogar so gut versteckt, dass ihn nur ganz bestimmte Schmetterlingsarten aufnehmen können.
Denn diese Blüten sind darauf angewiesen, dass die Schmetterlinge ihre Pollen transportieren.
Dafür bekommen die bunten Flieger dann auch den köstlichen Nektar.

Wer keinen Garten sondern nur einen Balkon hat, kann den Schmetterlingen trotzdem einiges bieten. Kletterpflanzen und blühende Pflanzen sind sowohl Nahrungsquelle als auch Ruheplatz. Besonders die duftenden Pflanzen haben es den Schmetterlingen angetan. Blühende Kräuter ziehen sie magisch an. Denn sie enthalten viel Nektar, womit der Tisch für die fliegenden Schönheiten reich gedeckt ist.

Schmetterlinge bedienen sich am liebsten bei den heimischen Blütenpflanzen. Wer also einen schmetterlingsfreundlichen Garten anlegen möchte, sollte z.B. Wiesen-Schafgarbe, Nickende Distel, Flockenblume, Wiesenmargerite, Leinkraut, Pechnelken, Wiesen-Salbei, Seifenkraut oder Thymian pflanzen. Mittlerweile gibt es sogar Samentütchen, die eine passende Schmetterlings-Mischung enthalten. Wer dafür ein Plätzchen im Garten reserviert, und dann noch viele blühende Gehölze hat, kann sich im Sommer über zahlreichen Besuch von Tagfalter, Pfauenauge und Co. freuen.

Grüßt mir die Schmetterlinge

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Jetzt ist Zeit zum Pflanzen

So, im Garten geht es richtig rund.
Der Boden ist schon etwas erwärmt und das bedeutet, dass ich viele Blumen- und Gemüsesorten aussäen kann.
Das bedeutet aber auch, dass ich meinen Salat pflanzen kann.
Dafür hole ich mir beim Gärtner kleine Setzlinge. Pflanzenkinder sozusagen.
Die sind noch ganz jung und ihre Wurzel ist in einem kleinen, viereckigen, festen Ballen versteckt. Ich habe mir in diesem Jahr ein Beet für den Salat reserviert, das einen schönen sonnigen Platz im Garten hat. Denn im Schatten gedeiht der Salat nicht besonders gut.

Zunächst teile ich mir den Platz ein.
Ich überlege, was ich sonst noch pflanzen oder säen möchte.
Am besten gefällt es mir ja , wenn zwischen den Salatreihen bunte Blumen wachsen.
Dann arbeite ich etwas Kompost in die Erde ein, denn der Salat braucht Nährstoffe zum Wachsen und die sind im Kompost drin.

Und dann geht es schon los.
Für meine Setzlinge mache ich kleine Löcher. Die brauchen gar nicht tief zu sein, denn der Salat soll nicht zu weit im Boden drin sitzen. ‚Salat muss im Wind wehen‘, sagt der Gärtner, und so mache ich das Pflanzloch ungefähr drei bis vier Koboldfinger tief.
Dann nehme ich vorsichtig die Pflänzchen in die Hand.
Wenn die Wurzelballen noch etwas miteinander verwachsen sind, kann man sie leicht trennen.
Aber nicht auseinander reißen, Pflanzen wollen immer behutsam angefasst werden.

Die einzelnen Salatpflanzen setze ich nun in die vorbereiteten Löcher.
Die Erde wird wieder vorsichtig angedrückt. Dann kommt das Wichtigste. Gut angießen. Auch dabei sollte man nicht ganz so wild vorgehen.
Also nicht das Wasser in einem Riesen-Platscher auf die Pflänzchen schütten, sondern vorsichtig direkt an den Wurzelballen gießen.
Wenn es noch kalt ist, kann man nun ein dünnes Vlies über die Salatpflanzen breiten und mit Steinen beschweren.

Habt Ihr bestimmt schon auf den Feldern in unserer Umgebung gesehen. Unter dem Vlies bleibt es schön warm, und der Salat kann gut anwachsen. Außerdem ist er vor gefräßigen Vögeln geschützt. Wenn die Sonne aber richtig kräftig scheint, könnt Ihr das Vlies wieder weg nehmen.

Viel Erfolg beim Ausprobieren

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

— wir pflanzen Kartoffeln

Inzwischen haben wir zwar viel in unser Beet gepflanzt und gesät, aber ich habe immer noch Platz. Und den möchte ich mit Kartoffeln bepflanzen. Dazu brauche ich aber weder Samen noch Pflänzchen aus dem Topf. Kartoffeln werden nämlich aus Knollen gezogen.

Ich besorge mir also Kartoffeln, die zum Einpflanzen in den Garten geeignet sind, so genannte Saatkartoffeln (gibt’s im Fachgeschäft). An einer sonnigen Stelle in meinem Beet grabe ich Pflanzlöcher, die so tief sind, dass die Knollen noch 10 cm mit Erde bedeckt werden können.

Dann hinein mit den Kartoffeln, Erde drüber, wenn möglich noch eine dünne Schicht Kompost drauf und vorsichtig mit der Brause der Gießkanne angießen.
Schon bald werden aus den ‚Augen‘ der Kartoffelknolle (das sind die, die man vor dem Kochen immer heraus schneidet) neue Triebe wachsen und die ersten Blätter werden aus der Erde schauen.

Aber damit ist noch nicht alle Arbeit getan. Wenn die jungen Kartoffelpflänzchen ca. 10 cm groß sind, werden sie ‚angehäufelt‘. Wie geht das nun schon wieder? Mit einem Rechen oder einer Hacke häuft man vorsichtig Erde um die Pflanzen herum, so dass sie wie auf einem Hügel stehen.
Denn jetzt bilden die Pflanzen unter der Erde lauter kleine neue Kartoffeln und über der Erde ein richtiges Blätterdach mit Blüten und Früchten.

Aber Vorsicht! Die Früchte darf man keinesfalls essen. Die Kartoffel gehört nämlich zu den Nachtschattengewächsen und deren Früchte sind giftig.

Wir warten deshalb also, bis das Laub welk und braun wird, denn dann können wir endlich die ersten Kartoffeln ernten. Dazu hebt man die Pflanze vorsichtig mit einer Grabgabel aus dem Boden. Mit ein bisschen Glück haben sich jetzt viele neue Kartoffeln an jeder Pflanze gebildet.

Ja, und dann ab damit in die Küche. Denn aus Kartoffeln kann man nicht nur Pommes frites machen sondern auch noch viele andere leckere und gesunde Gerichte. Vielleicht mailt Ihr mir mal, was Ihr so alles daraus gezaubert habt: gartenkobold@kitzingen.de

Bis bald

Euer Blumuckel

Auch auf dem Balkon kann man Salat ziehen

Hat ein Herz, einen Kopf,  kann schießen, macht fit und hat Durst. Was ist das wohl?

Genau - Salat!

Denn der hat tatsächlich ein Herz.
Die innere Blätter der Salatpflanze sind meist ganz fest zusammen, das nennt man das Salat-Herz.
Sie bleiben heller als die äußeren Blätter, weil sie auch weniger Licht bekommen.

Der Salat hat auch einen Kopf — aber weder Augen, Nase noch Mund.
Ein Salat-Kopf heißt wohl deshalb so, weil er die rundliche Form eines Kopfes hat.

Und er kann schießen — aber er trifft nicht.
Das tut er aber nur, wenn er nicht rechtzeitig geerntet wird.
Denn dann wird aus dem runden Salatkopf ein richtiger Turm.
Er wächst nämlich einfach weiter, und zwar in die Höhe.
Deshalb sagt der Gärtner: Der Salat schießt.

Dass Salat fit macht, wisst Ihr sicher auch.
Denn er enthält viele Vitamine und Mineralstoffe.
Die braucht unser Körper, um fit und gesund zu bleiben.

Salat ist außerdem durstig — doch er will nicht im Wasser stehen.
Wer sich Salat in den Garten pflanzt, muss dafür sorgen, dass er immer gegossen wird.
Denn ein Salatkopf besteht zum größten Teil aus Wasser.
Bekommt die Pflanze nicht genug davon, kann auch kein knackiger Salatkopf daraus werden.
Allerdings braucht der Salat nicht soviel Flüssigkeit wie zum Beispiel Reis, der ja richtig im Wasser stehen muss, damit er wächst und gedeiht.

Und was machen jetzt all diejenigen, die gerne Salat essen, aber keinen Garten oder keinen Platz dort haben?
Ganz einfach. Stellt Euch einfach einen Blumenkasten auf den Balkon, füllt ihn mit Erde und pflanzt kleine Salatsetzlinge ein.
Zwischen jeder Pflanze sollte ungefähr 30 Zentimeter Abstand bleiben.

Den Kasten müsst Ihr nun jeden Tag gießen, die Erde darf nicht austrocknen.
Schon nach ein paar Wochen könnt Ihr dann Euren eigenen Salat ernten.

Besonders viel habt Ihr davon, wenn Ihr Pflücksalat pflanzt.
Das ist auch ein Blattsalat, doch bei ihm werden immer nur die äußeren Blätter abgepflückt und gegessen.
Dann wachsen von innen immer wieder neue nach und Ihr könnt wochenlang Salat von einer Pflanze ernten.

Viel Spaß beim Salat-Pflücken!

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Welche Pflanzen vertragen sich?

Den Pflanzen geht es wie den Menschen und Kobolden.
Manche vertragen sich — manche nicht.
Das sollte man wissen, wenn man ein Beet anlegt.
Denn bald ist es wieder Zeit, Gemüse zu säen und zu pflanzen.
Auch die Sommerblumen, die ich auf der Fensterbank vorgezogen habe, können in ein paar Wochen nach draußen gepflanzt werden.

Doch dabei muss ich aufpassen, was und wen ich nebeneinander setze.
Wie bei euch in der Schule auch, kann sich eine Pflanze mit dem richtigen Nachbarn besser, und mit dem falschen Nachbarn schlechter entwickeln.
Weil sich gute Nachbarn gegenseitig helfen, werde ich zum Beispiel die Zwiebeln und die Gelben Rüben nebeneinander anordnen.
Viele Gärtner haben nämlich festgestellt, dass die Zwiebeln die lästige Möhrenfliege vertreiben können.

Zu den Bohnen geselle ich das Bohnenkraut.
Das riecht gut, sieht schön aus und sorgt außerdem dafür,
dass die Bohnen nicht von der Bohnenlaus befallen werden.

Gurken und Dill passen ebenfalls gut zusammen,
und wenn man zum Kohl entweder Sellerie oder Tomaten pflanzt,
dann ist er gut gegen Erdflöhe und Kohlfliegen geschützt.

Sogar Sommerblumen können gute Nachbarn für Gemüse sein.
Studentenblumen, auch Tagetes genannt, tun dem Boden gut,
denn sie vertreiben lästige Fadenwürmer.
Die Blumen sehen außerdem hübsch aus, wenn sie zwischen das Gemüse gepflanzt werden,
sie haben rundliche, orange oder gelbe Blütenköpfe und ein sehr aromatisches, stark duftendes Laub.

Ähnlich ist es mit der Kapuzinerkresse.
Ihre Blüten schweben über den rundlichen Blättern, was sehr schön aussieht.
Doch zusätzlich zieht sie auch noch Blattläuse an und hält sie so von anderen Pflanzen ab.
Deshalb wird die Kapuzinerkresse oft unter Tomatenstöcke, Obstbäume oder an den Rand von Gemüsebeeten gepflanzt.

Aber manche Gemüsearten mögen es gar nicht, wenn sie nebeneinander im Beet stehen.
Kartoffeln vertragen sich zum Beispiel überhaupt nicht mit Erbsen, Gurken oder Tomaten.
Lauch und Zwiebeln mögen keine Erbsen und Bohnen.
Und Tomaten scheinen etwas gegen Erbsen, Gurken und Kartoffeln zu haben.

Naja, dann achte ich eben darauf, dass jeder einen netten Nachbarn bekommt,
mit dem er sich gut verträgt.
Schließlich möchte ich ja schönes, kräftiges Gemüse ernten.

Probiert es doch auch mal aus.
Viel Spaß dabei!

Euer Gartenkobold

 

 

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Wir basteln uns eine Holunderflöte

Im Frühling macht es noch mehr Spaß, draußen zu sein.
Die Sträucher und Bäume bekommen neue Blätter und Blüten,
und auf der Wiese beginnen viele Blumen zu blühen.
Es scheint, als ob die Natur gerade aufwacht und sich reckt und streckt.

Damit auch keine Pflanze den Frühling verschläft,
möchte ich ihr beim Aufwachen ein bisschen helfen.
Ich wecke sie deshalb mit einer Frühling-wach-auf-Flöte.
Und die möchte ich mir aus Holunderzweigen bauen.

Dem Holunder werden schließlich magische Kräfte nachgesagt,
er soll ganz besondere Wunder wirken können.
Früher wagte man es deshalb nicht, einen Holunderstrauch zu fällen.
Und stand ein Holunderbusch am Haus,
dann sollte dieser vor Blitz oder anderem Unheil schützen.

Sicher ist aber, dass der Holunder viele Heilwirkungen hat.
Vielleicht habt ihr ja schon einmal einen Holundersaft getrunken,
wenn ihr erkältet wart.

Wenn der Holunder aber eine magische Wirkung haben soll,
dann will ich doch versuchen,
ob ich mit seiner Hilfe nicht auch die Natur aufwecken kann.

Deshalb suche ich mir einen Holunderstrauch,
von dem ich einen fingerdicken Zweig abschneiden darf.
Dieser sollte ungefähr 10 cm lang sein.

Eine Flöte muss natürlich innen hohl sein,
deshalb muss das weiche Mark im Inneren des Zweiges herausgekratzt werden.
Das geht am besten mit einem Stück Draht
oder auch mit einem zweiten, dünneren Holunderzweig.

Jetzt kommt der schwierigste Teil, denn natürlich braucht so eine Flöte auch Löcher.

Die bohre ich mit einem kleinen Handbohrer hinein.
Wenn ich das geschafft habe, ist die Flöte schon fertig.
Damit nun auch Töne heraus kommen, blase ich kräftig in das Rohr
und halte dabei die untere Öffnung mit dem Finger zu. Klingt lustig.
Dabei muss doch auch die letzte Blume noch aufwachen!

Probiert es doch mal aus, aber lasst euch am besten beim Bauen von einem Erwachsenen helfen.

Viel Spaß dabei

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Ihr wisst ja, jetzt im Frühjahr müssen wir uns überlegen,
welches Gemüse wir im Garten anbauen möchten.
In den letzten Wochen haben wir ja auch herausgefunden,
wer sich mit wem verträgt und welches Gemüse wir besser weit auseinander setzen sollten.

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, Bohnen anzubauen.
Zum einen, weil ich die sehr gerne esse und zum anderen,
weil mir die langen Stangen so gut gefallen,
n denen sie emporwachsen.
Deshalb heißen sie auch Stangenbohnen, ganz im Gegensatz zu den Buschbohnen,
die ganz niedrig bleiben und kleine Büsche bilden.

Doch ich wollte auch einmal wissen, wie hoch diese Stangenbohnen werden können.

Und das habe ich herausgefunden:
Stangenbohnen können drei, manche sogar vier Meter nach oben wachsen.
Dazu brauchen sie aber eine Kletterhilfe.
Das können zum Beispiel Holzstangen sein, aber auch Drähte oder starke Schnüre.
Aber wie schaffen es solche Pflanzen, wie die Bohne, so hoch hinauf zu klettern?

Wenn aus dem Samenkorn einer Bohne ein Pflänzchen entsteht,
dann versucht es, immer dem Licht und der Sonne entgegen zu wachsen.
Das macht jede Pflanze.
Die Stangenbohne aber gehört zu den Schlingpflanzen.
Deshalb kann sie sehr, sehr lange Triebe ausbilden.
Wenn die Bohne nun so eine Kletterhilfe findet, dann beginnt sie,
diese langen Triebe dort herum zu schlingen.
So klettert sie immer weiter nach oben, der Sonne entgegen.

Natürlich kann die Bohne nicht endlos weiterklettern,
aber ich finde drei Meter sind eine ganz beachtliche Höhe.
Deshalb sind die Stangen, die in den Gemüsegärten stehen, auch so lang.
Und wenn ich mir das so anschaue, dann kommt mir eine Idee.
Ich könnte ja die Stangen so aufstellen, dass sie wie ein Indianerzelt angeordnet sind.
Wenn die Bohnen dann daran empor klettern, habe ich ein schönes grünen Zelt,
in das ich mich zum Lesen oder Spielen zurückziehen kann.

Ich könnte auch einen Sichtschutz damit bauen,
denn wenn ich die Stangen etwas enger in einer Reihe nebeneinander in den Boden stecke,
werden sich die Triebe der Bohnen ineinander verschlingen und ich bekomme eine grüne Wand,
hinter der ich ungestört bin, und die mir ein praktisches, schattiges Plätzchen bietet.

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten,
wie man sich diese schlingenden Eigenschaften der Stangenbohnen zu nutze machen kann.
Und das Beste daran ist, dass die Pflanzen ja auch noch Blüten bilden.
Daraus entstehen dann wieder neue Bohnen.
Aber Vorsicht! Roh darf man die Bohnen nicht essen,
denn sie enthalten einen giftigen Stoff, der erst beim Kochen zerstört wird.

Aber erfahrene Gartenkobold-Leser beachten solche Dinge immer ganz genau!

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

 

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Fleischfressende Pflanzen

Im Frühling kommen nicht nur die Blumen zum Vorschein, auch viele Insekten schwirren wieder durch die Luft, wenn sie sich auf die Suche nach Nahrung machen.

Sie freuen sich darüber, wenn die Blüten voller Nektar sind, und machen dabei reiche Beute.
Auch die Pflanzen freuen sich über regen Besuch der Insekten, denn diese helfen dabei, ihre Blütenpollen zu verbreiten.
Es gibt aber auch einige Pflanzen, die sich aus einem ganz anderen Grund über Insektenbesuch freuen. Für sie ist dann nämlich das Mittagessen im Anflug.
Bestimmt habt ihr schon einmal etwas von ‚fleischfressenden Pflanzen‘ gehört.
Das sind Pflanzen, die sich nicht nur von Wasser, Licht und Nährstoffen aus dem Boden ernähren sondern zusätzlich auch noch von Insekten.
Keine Angst, wenn ihr so eine Pflanze berührt, wird sie euren Finger nicht verschlingen.
Aber für Insekten gibt es meist kein Entkommen mehr, wenn sie auf einer solchen Pflanze gelandet sind.

Und wie geht das? Beißt die Pflanze das Insekt?
Das wollte ich wieder genauer wissen,
und wie immer habe ich auch etwas herausgefunden:

Es gibt verschiedene Arten von fleischfressenden Pflanzen,
die auch ganz unterschiedliche Methoden haben, die Insekten zu fangen.

Die Kannenpflanze hat zum Beispiel ein Blatt zu einer bauchförmigen Kanne umgewandelt.
Am oberen Rand dieser Kanne lockt süßer Nektar. Insekten, die sich diesen holen möchten,
rutschen auf dem ganz besonders glatten Rand ab und stürzen ins Innere der Kanne.
Von dort können sie sich nicht mehr befreien, denn die Blätter sind innen so behaart,
dass die Insekten daran nicht mehr nach oben krabbeln können.
Außerdem ist in der Kanne eine Flüssigkeit,
in der die abgestürzten Insekten ertrinken müssen.

Die Kannenpflanzen kommen hauptsächlich in den Regenwäldern Malaysias und auf Borneo vor.

Die Venusfliegenfalle ist wohl die berühmteste fleischfressende Pflanze,
sie wird auch oft als Zimmerpflanze verkauft.
Eigentlich stammt sie aus dem Osten der USA.
Sie hat richtige Fangblätter, die am Rand feine Fühlhaare haben.
Sobald ein Insekt vom süßen Nektar angelockt wird und die Fangblätter berührt,
klappt die Venusfliegenfalle ihre Blätter fest zu.
Daraus gibt es dann kein Entrinnen mehr.

Auch bei uns gibt es fleischfressende Pflanzen, sie kommen auf Mooren, Feuchtwiesen und Heiden vor, sind aber sehr selten geworden.
Deshalb gehören sie auch zu den streng geschützten Pflanzen.
Der Sonnentau ist so eine.
Er hat seine Blätter mit klebrigen Haaren ausgestattet.
Wenn sich ein Insekt darauf niederlässt, kommt es nicht mehr los.
Die Haare (Tentakel heißen die) krümmen sich über das Insekt
und drücken es immer tiefer in die Pflanze hinein.

Ist so ein Insekt erst einmal gefangen, hört man aber keine schmatzenden Geräusche von der Pflanze, wenn es ans Verspeisen geht.
Denn eine fleischfressende Pflanze hat schließlich keine Zähne.
Sie bildet aber Flüssigkeiten, Sekrete,
mit denen die gefangene Beute zersetzt wird,
so dass sie von der Pflanze verdaut werden kann.

Na, da bin ich aber froh, dass ich kein Insekt bin.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

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So bekommen Hummeln eine Wohnung

Hört ihr es auch?
Im Garten summt und brummt es wie verrückt.
Bienen, Wespen und Hummeln sausen durch die Luft und steuern alles an, was Nektar hat.

Kürzlich habe ich aber erfahren, dass die Hummeln immer seltener werden.
Sie gehören zu den gefährdeten Tierarten!
Doch Hummeln sind sehr wichtig, viele Pflanzen können nur von ihnen bestäubt werden.
In Deutschland gibt es sogar über 30 verschiedene Hummelarten!
Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich den Hummeln helfen kann:

Sie können natürlich nur dort leben, wo sie genügend Nahrung finden.
Deshalb hilft es ihnen, wenn es in meinem Garten möglichst viele blühende Pflanzen gibt,
an denen sie sich tüchtig Nektar holen können.
Gut — das ist bei mir kein Problem.

Um es den Hummeln aber noch ein bisschen leichter zu machen,
bei uns zu bleiben, kann ich ihnen auch eine Nisthilfe anbieten.
Erdhummeln zum Beispiel bauen ihr Nest gerne in Höhlen.
Die Hummelköniginnen begeben dazu sich im Frühjahr auf die Suche nach passenden Erdlöchern.
Oft sind das verlassene Mäusegänge.

So etwas kann ich ihnen aber auch bauen:
Dazu brauche ich:
Eine geschützte, trockene Stelle im Garten,
einen Blumentopf aus Ton mit Loch (der obere Durchmesser sollte mindestens 20 Zentimeter betragen),
eine kleine Schaufel,
etwas trockenes Gras, Moos oder Sägespäne
und zwei größere Steine.

Und schon geht es los:
An der gewählten Stelle im Garten, zum Beispiel unter einer Hecke im Halbschatten,
grabe ich mit der Schaufel ein Loch, das groß genug für den Tontopf ist.
In das Loch fülle ich bis zur Hälfte Moos und trockenes Gras.
Darüber stülpe ich nun den Topf, und zwar mit der großen Öffnung nach unten.
Die beiden Steine lege ich nun so über den Topf,
dass die Hummeln zwar noch durch das kleine Loch hineinfliegen können,
aber trotzdem kein Regenwasser eindringt.

Bestimmt freut sich die Erdhummelkönigin über das Angebot.
In den nächsten Wochen schaue ich immer mal wieder vorsichtig nach,
ob sie schon eingezogen ist.

Da Hummeln sehr friedliche Tiere sind, brauche ich keine Angst vor ihnen zu haben.
Sie stechen nur, wenn sie sich stark angegriffen und bedroht fühlen.
Deshalb werde ich ganz behutsam sein, wenn ich das Hummelnest betrachten möchte.

Und zur Belohnung habe ich dann viele Hummeln im Garten,
die dafür sorgen, dass meine Obstbäume und meine Blumen bestäubt werden.
Nur dann gibt es leckeres Obst und viele neue Blüten.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt.

Mai
— wie Susanne in den Himmel wächst

Habt Ihr auch eine Lieblingsecke im Garten? So einen Platz, wo man so richtig ungestört ist, sich verstecken, Tiere beobachten oder einfach vor sich hinträumen kann? Ich baue mir dazu immer ein Zelt. Eines, das grünt und blüht. Und das geht so:

Zuerst besorge ich mir Samen von Kletterpflanzen. Geeignet sind z. B. Feuerbohnen (die kann man im Sommer sogar ernten und kochen), Wicken (die duften so wunderbar), Prunkwinden (leuchten himmelblau) oder Schwarzäugige Susanne (die blülht gelb und hat in der Mitte ein schwarzes Auge). Alle diese Pflanzen werden über 2 Meter hoch und brauchen ein Klettergerüst. Für unser Zelt also ideal. Jetzt geht es ans Aussäen: Entweder sät man in kleinen Kistchen aus und wartet bis die Pflänzchen ein paar Zentimeter groß sind.

Oder Ihr sucht Euch gleich einen Platz im Garten aus, wo das Zelt hin soll, dann könnt Ihr auch an Ort und Stelle aussäen. Aber dazu müssen wir uns erst einmal um unser Zelt kümmern: Aus Haselnuss- oder Bohnenstangen (oder ähnlichen langen, geraden Stäben) baue ich mir an einem hellen, sonnigen Platz im Garten ein Zelt. Ich stecke die Holzstangen schräg in den Boden zu einem Kreis. Die Spitzen der Stangen binde ich oben zusammen, so dass das Ganze aussieht, wie ein Indianer-Wigwam. Um dieses Gerüst herum lockere ich die Erde und lege meine Samenkörner aus oder pflanze meine ausgetriebenen Kletterpflänzchen ein. Sobald die Triebe länger werden, schlingen sie sich um die Stangen herum.

Manchmal muss man ein bisschen nachhelfen und die Triebe festbinden. Schon bald werden die Kletterkünstler das ganze Zelt eingewachsen haben. Natürlich müsst Ihr Eure Pflanzen dazu regelmäßig gießen. Wenn Ihr dann in Euer grünes Zelt einzieht, werdet Ihr bestimmt feststellen, dass es etwas ganz besonders ist, unter duftenden Blüten zu sitzen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir im Sommer ein Bild von Eurem grünen Zelt schicken könntet! Wie immer an:

gartenkobold@kitzingen.de.

Euer Blumuckel blumuckel mit giesskanne
— Ableger von unseren Lieblingsblumen

Geht es Euch auch so? Manche Pflanzen sind so schön, dass man mehrere davon haben möchte. Oder Ihr seht bei einem Gartenfreund oder einer Gartenfreundin eine schöne Blume, die Euch so gut gefällt, dass Ihr auch gerne eine davon hättet. Bei vielen Pflanzen ist das kein Problem, denn man kann einen Ableger abschneiden.

Besonders gut geht das z.B. bei Fleißigen Lieschen. Von einer kräftigen Pflanze sucht man sich einen Trieb aus, der noch keine Blüten, dafür aber Blätter hat. Den schneidet man mit einem scharfen Messer ab. Dann entfernt man die beiden untersten Blätter und stellt den Ableger in ein Gefäß mit Wasser. Schon nach ein paar Tagen könnt Ihr beobachten, wie sich an der Schnittstelle dünne Wurzeln bilden. Am besten stülpt man eine Plastiktüte über den Ableger, damit nicht so viel Wasser verdunsten kann. Wenn die neuen Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind, holt man sich einen Blumentopf und füllt ihn halb voll mit Blumenerde. Dann bohrt Ihr mit dem Finger ein Loch in die Erde, steckt Euren Ableger vorsichtig hinein, und füllt den Topf mit Erde ungefähr bis unter den Topfrand auf. Gerade so weit, dass das Wasser beim Gießen nicht heraus laufen kann. Jetzt wird die Erde noch ein bisschen angedrückt, damit das neue Pflänzchen gut stehen bleibt. Die Erde sollte ab jetzt nicht mehr austrocknen, allerdings dürft Ihr auch nicht zu viel gießen. Ungefähr so viel, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt.

Jetzt kann man richtig zuschauen, wie aus dem kleinen Ableger eine richtige, große Pflanze wird. Noch ein Tipp: wenn Ihr gleich ein paar mehr Ableger schneidet und einpflanzt, macht es nichts, wenn ein Pflänzchen nicht so gedeiht, wie Ihr Euch das vorgestellt habt.

Natürlich könnt Ihr von vielen Pflanzen Ableger schneiden, für den Anfang gelingt es am besten mit unseren Fleißigen Lieschen oder auch mit Geranien. Viel Spaß!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

 

 

 

 

 

 

 

www.kitzingen.de/bürgerservice/service/gartenkobold
Ein Koboldtipp zum Basteln

Im Garten wächst und sprießt es überall. Es macht Spaß, an den Blüten zu schnuppern, den Bienen und Hummeln zuzusehen, wie sie eifrig umherschwirren, und den Morgentau auf den Blättern perlen zu sehen. Besonders schön kann man das auf den Blättern des Frauenmantel sehen. An den Spitzen ihrer Blattränder reihen sich die Tautropfen wie Perlen auf und in der Mitte des Blattes sammelt sich das Wasser, das dann glitzert und glänzt wie ein Edelstein. Wunderschön sieht das am Morgen oder nach einem Regenguss aus.

Ganz besonders schöne große Blätter hat jetzt der Rhabarber. Das ist die Pflanze mit den dickeren, rötlich-grünen, sehr, sehr sauer schmeckenden Stielen, die zum Kuchenbacken oder für andere leckere Gerichte verwendet werden. Die riesig großen Blätter, die an den Stielen dran sind, werden in der Küche nicht gebraucht. Aber deshalb braucht man sie nicht gleich auf den Kompost zu werfen.
Man kann sie nämlich prima als Hut verwenden, wenn die Sonne bei der Gartenarbeit auf den Kopf brennt. Sieht schön aus und kühlt wunderbar.

Viele Blüten und Blätter aus dem Garten kann man zum Basteln verwenden. Besonders schön sehen Kränzchen aus Gänseblümchen oder Löwenzahnblüten aus.
Dazu pflückt man sich die Blüten mit einem möglichst langen und starken Stiel. In den Stiel macht man sich ein Loch, durch das der nächste Stängel gesteckt wird.
In diesen macht man wieder eine Öffnung und steckt einen neuen Stängel durch usw., bis die Kette lang genug ist.
Dann bindet man mit einem Grashalm den Anfang und das Ende zusammen — fertig ist der festliche Kopfschmuck. Sehr schick sind übrigens auch Gänseblümchenringe.

Wenn man die Augen offen hält, sieht man bald noch viele Dinge mehr im Garten, aus denen man Schmuck basteln kann.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

So wächst der Chicoree

 

Wer jetzt denkt, dass ich vielleicht etwas verwechselt habe und meine Nase zu lange in Blütenstaub gehalten habe, täuscht sich. Ich denke deshalb an den Winter, weil ich jetzt im Mai eine Gemüseart aussäen möchte, die ich erst im November oder Dezember ernten kann.

Und zwar aus einem Eimer. Im Keller. Klingt komisch?

Stimmt, aber so ist das nun mal mit Chicoree. So heißt das Gemüse, das schon bei den Römern als Heilpflanze bekannt war.
Seid Ihr schon neugierig geworden? Dann geht es jetzt los:

Der Chicoree wird jetzt im Mai ausgesät. Den Samen bekommt Ihr im Fachgeschäft.
Auf der Packung sind weiß-grünliche Knollen abgebildet. Wie das Aussäen funktioniert, kennt Ihr ja schon. Im Frühling und Sommer wachsen dann unter der Erde kleine Rüben und über der Erde grüne Blattschöpfe heran. Dazu muss aber immer gegossen und das Unkraut entfernt werden. Mitte September sollten die Rüben dann einen Durchmesser von 3-6 cm haben.
Aber weder die Rübe noch die Blätter können jetzt schon gegessen werden. Stattdessen werden die Rüben ausgegraben und die Blätter ringsum abgeschnitten. Aber nicht alle, denn der innere Blattschopf, das ‚Herz‘ muss stehen bleiben. Daraus entwickelt sich nämlich später die eigentliche Knolle.

Die ausgegrabenen Rüben ziehen jetzt um. Und zwar in einen Eimer, der am besten in den Keller gestellt wird. Dunkel sollte es auf jeden Fall sein und die Temperatur sollte so zwischen 12 und 18°C betragen. Die Rüben werden dicht — Kopf an Kopf- in den Eimer gesteckt und mit einer Erdschicht abgedeckt. Dann wird kräftig gegossen. Was jetzt kommt, glaubt Ihr mir vielleicht nicht, denn bis jetzt habe ich Euch ja immer erzählt, dass Pflanzen Licht und Luft zum Wachsen brauchen. Aber unsere Eimer mit den Chicoree-Rüben — die decken wir jetzt mit einem Karton oder etwas ähnlichem ab, damit kein Licht durchkommt. In diesem Dunkel werden nämlich in aller Ruhe zarte Chicoree-Knollen heranreifen, die einige Woche später bereit zum Ernten sind.

Das klingt alles sehr abenteuerlich, aber probiert es doch einmal aus. Chicoree ist nicht nur gesund, er schmeckt auch fantastisch.
Man kann ihn gekocht oder als Salat essen. Früher als es noch keine Supermärkte gab, haben viele Leute Chicoree im Keller gezogen.
So hatten sie auch im Winter gesundes und leckeres Gemüse.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Ach, so langsam sollte ich an den Winter denken.

Bestimmt habt Ihr in der letzten Zeit öfter gehört, dass manche Pflanzen erst nach den Eisheiligen gepflanzt werden sollen.

Ich wollte jetzt einmal ganz genau wissen, wer oder was diese Eisheiligen sind und was das mit den Pflanzen zu tun hat.

Dabei habe ich einiges herausgefunden:

Die Eisheiligen sind nicht etwa heilige Figuren aus Eis.
Nein, es sind vielmehr Heilige, deren Namenstage zwischen dem 12. und dem 15. Mai sind.
Der Tag des heiligen Pankratius ist der 12. Mai, der des hl. Servatius der 13. Mai, der 14.Mai ist der Tag des hl. Bonifatius und am 15. Mai wird der hl. Sophia gedacht, die auch die ‚Kalte Sophie‘ genannt wird. Gut, werdet Ihr jetzt sagen, im Kalender ist ja jeder Tag einem Heiligen gewidmet.
Wieso sollen das denn ‚Eisheilige‘ sein?
Aber ein Gartenkobold ist neugierig, und so habe ich auch dafür eine Erklärung gefunden:

Schon seit vielen Jahrhunderten wird das Wetter beobachtet.
Und im Laufe dieser langen Zeit hat sich herausgestellt, dass es Mitte Mai häufig noch einmal so richtig kalt wird und es sogar oft noch Frost gibt, bevor endlich der Sommer kommt.
Und das passiert meist so um den Zeitpunkt herum, wenn die Gedenktage dieser Heiligen sind.
Das ist zwar nicht in jedem Jahr so, aber im Laufe vieler Jahre doch ziemlich oft.
Deshalb hat man diese Heiligen die ‚Eisheiligen‘ genannt, eben weil es Mitte Mai oftmals noch einmal eiskalt wird.

Und damit wird auch klar, was die Eisheiligen mit unseren Pflanzen zu tun haben.
Alle die Pflanzen, die keinen Frost vertragen, also die Kübelpflanzen, Balkonpflanzen und viele Sommerblumen werden erst dann ins Freie gestellt, wenn man ganz sicher sein kann, dass es keinen Frost mehr gibt.
Und das ist eben erst in der zweiten Maihälfte so, nach den Gedenktagen der ‚Eisheiligen‘.
Deshalb warten Gärtner und Gartenkobolde diesen Zeitpunkt ab, bevor sie empfindlichere Pflanzen ins Freie bringen.
Aber danach steht dem Sommer und unserer Blütenpracht im Garten eigentlich nichts mehr im Weg.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Blumuckel mit Lupe 1
Jetzt pflanzen wir Tomaten

So, die Eisheiligen sind vorüber, jetzt kann ich ja daran denken, meine Rothäute im Garten unterzubringen.
Die finde ich nämlich besonders lecker.
Wer jetzt glaubt, dass Gartenkobolde Menschenfresser sind, ist völlig auf der falschen Fährte.
Meine Rothäute werden nämlich gepflanzt.
Na, schon erraten?

Tatsächlich habe ich mir Tomatenpflanzen gekauft, und ich freue mich schon auf die dicken, roten Früchte. Doch bis es soweit ist, muss ich die Pflänzchen ein bisschen pflegen.
Deshalb habe ich für sie eine schönen, warmen, sonnigen und geschützten Platz im Garten ausgesucht. Dort habe ich die Tomatensetzlinge eingepflanzt, und zwar so, dass sie etwa 2 bis 3 cm tiefer sitzen, als sie vorher im Topf waren.
Weil der junge Trieb leicht abbrechen kann, habe ich gleich einen Stützstab mit in die Erde gesteckt.
Das kann ein einfacher Holzstab sein, sehr hübsch sehen auch bunt angemalte Stäbe im Gemüsebeet aus.
Den Trieb binde ich vorsichtig mit etwas Bast am Stab fest.

Schon bald, so ungefähr nach zwei Wochen zeigen sich die ersten gelben Blütensternchen an der Pflanze.
Ihre Pollen lösen sich durch den Wind und bestäuben die Blüte. Da kann ich auch etwas nachhelfen, indem ich manchmal sachte gegen den Stützstab klopfe.

Bald schon entwickeln sich an der Tomatenpflanze nicht nur Blüten sondern auch neue kleine Triebe, die zwischen dem Hauptstängel und den Blättern herauswachsen.
Das sind so genannte ‚Geiztriebe‘, die ich immer sorgfältig herauszwicke.
Das nennt man dann ‚ausgeizen‘.
Würde ich die Geiztriebe einfach wachsen lassen, bekäme die Tomatenpflanze zwar viele Blätter aber nur wenig Früchte.
Und das möchte ich ja nicht.
Beim ‚Ausgeizen‘ kann man spüren, dass die Pflanze ganz haarig ist.
Und wenn ich danach an meinen Fingern schnuppere, duften die ganz intensiv nach Tomaten.
Mmmh, dieser Geruch gehört für mich zum Sommer.

Damit meine Tomatenpflanzen aber kräftig wachsen und ihre Früchte auch schön saftig werden, darf ich natürlich nicht vergessen, fleißig zu gießen.
Auch die braunen und gelben Blätter entferne ich immer gleich.
Und wenn die Pflanzen höher werden, muss ich sie auch immer wieder neu am Stab festbinden, damit sie von Wind und Regen nicht umgeknickt werden.

Ihr merkt schon, so ein bisschen Mühe und Aufmerksamkeit brauchen die Tomaten schon, aber ich verspreche Euch, es lohnt sich. Denn es gibt für Kobolde fast nichts besseres als frisch gepflückte Tomaten, die noch warm sind von der Sonne. Auf diese Köstlichkeit freue ich mich schon.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Euer Blumuckel

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blumuckel kopf
Klangspiele aus Töpfen

Heute wird mal nichts gepflanzt. Trotzdem brauchen wir Blumentöpfe. Am besten solche aus Ton. Denn heute basteln wir uns klingende Blumentöpfe.

Dazu brauche ich: saubere Tontöpfe, Farben, Pinsel, Schnur, Steine, Nägel oder Schrauben und sonstige Materialien, die Klänge erzeugen können.

Zunächst nehme ich mir die Blumentöpfe vor. Damit sie nicht so langweilig aussehen, möchte ich sie bunt bemalen. Das geht sehr gut mit Plaka- oder Acrylfarben, aber auch mit Wasserfarben. Vor dem Bemalen müssen die Töpfe allerdings gründlich sauber gemacht werden, sonst halten die Farben nicht. Aber dann kann es losgehen, und aus ganz normalen braunen Blumentöpfen werden wild gemusterte, bunt verzierte und schön bemalte ‚Klangkörper‘. Die ich aber jetzt noch zum Klingen bringen muss. Und dafür brauche ich die Schnur, die Steine und die Nägel.

Wenn die Farbe getrocknet ist, fädle ich die Schnur durch das Loch im Boden der Tontöpfe. Direkt unterhalb dieses Loches knote ich ein kleines Holzstückchen an die Schnur, damit diese dann nicht mehr durch das Loch rutschen kann. Das oberer Ende der Schnur lasse ich so lange, dass ich den Topf aufhängen und er noch schön im Wind schaukeln kann.

An das untere Ende der Schnur knote ich einen Stein oder ein paar Nägel oder Schrauben. Diese sollen dann bei Wind sachte gegen die Wände im Inneren des Topfes schlagen und ihn damit zum Klingen bringen. Natürlich könnt ihr noch viele andere Dinge an die Schnur knoten, jedes Material wird andere Töne und Geräusche erzeugen. Probiert doch einfach verschiedene Gegenstände aus.

Ich hänge meine klingenden Blumentöpfe gerne an Bäume. Damit habe ich auch gleich eine Vogelscheuche, wenn in ein paar Wochen die ersten Kirschen reif werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Euer Blumuckel

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Gänseblümchen schmecken lecker

Endlich kann ich wieder im Gras liegen und mir von den Gänseblümchen die Nase kitzeln lassen.
Das gehört zum Frühling und Sommer einfach dazu.
Obwohl es Gänseblümchen fast zu jeder Jahreszeit gibt.
Manchmal findet man sogar im November noch die letzten im Garten.
Und im Februar schon wieder die ersten!

Diese kleinen Blümchen sind wirklich sehr unempfindlich.
Und man kann einiges mit ihnen anstellen.
Man kann Ketten und Ringe daraus basteln, man kann sie sich ins Knopfloch oder ins Haar stecken, man kann sie in der Blumenpresse pressen.

Und man kann sie essen.

Genau, richtig gelesen.
Viele Blumen und Blüten kann man essen.
Man sollte nur ganz genau wissen, welche.
Denn einige Pflanzen sind ja auch giftig.
Bei den Gänseblümchen braucht man allerdings keine Angst zu haben, denn sie sind absolut ungiftig. Blüten, die ihr essen möchtet, solltet ihr möglichst nur dort sammeln, wo keine Autos fahren oder die Blumen stark verschmutzt sind.
Am besten pflückt ihr die Gänseblümchen im Garten, wo nicht gespritzt oder gedüngt wird.

Besonders lecker schmecken die zarten Blümchen im Salat.
Dazu kann man sich einfach ein paar Blütenköpfchen pflücken, gut abwaschen und unter Blattsalate mischen.
Auch die Blättchen kann man essen.
Sie werden gehackt oder in Streifen geschnitten und können dann aufs Butterbrot gelegt werden.

Auch im Kräuterquark machen sich ein paar Gänseblümchen ganz gut.
Sie werden einfach mit den anderen Kräutern gehackt und unter den Quark gemischt.

Und wer es etwas deftiger mag, kocht sich eine Gänseblümchensuppe.
Dazu kocht man in einem dreiviertel Liter Gemüsebrühe etwa 100 Gramm fein zerhackte Gänseblümchen auf.
Dazu gibt man einige Löffel saurer Sahne oder Creme fraiche und püriert die Suppe mit dem Mixer durch. Dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit ein paar Gänseblümchen dekorieren und schon ist die Suppe fertig. Sehr lecker. Probiert es doch einmal aus.

Viel Spaß dabei

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Wir pflanzen Tomaten in den Garten

So, die Eisheiligen sind vorüber.
Erinnert ihr euch noch, was das war?
Das waren die Tage zwischen dem 12. und 15. Mai.
Die Gärtner warten bis zu diesen Zeitpunkt ab, um empfindliche Pflanzen ins Freie zu bringen, weil sie erst dann sicher sind, dass es keinen Frost mehr gibt.
Was das jetzt noch mit Eis und Heiligen zu tun hat, habe ich euch ja schon einmal erklärt, wer es nicht mehr weiß, kann mir ja eine e-mail schreiben.
Ich schicke dann die Erklärung zurück.

Aber das eigentliche Thema dieser Woche ist ein ganz anderes.
Im März habe ich ja Tomatensamen ausgesät.
Als diese aufgegangen waren, habe ich sie pikiert, d.h. in einzelne Töpfe gepflanzt.
Jetzt — nach den Eisheiligen — sollen sie aber schleunigst in den Garten gepflanzt werden, damit sie dort zu kräftigen Pflanzen heranwachsen können, die mir dann leckere Früchte bescheren.
Also, nichts wie raus damit.

Tomatenpflanzen brauchen einen richtig sonnigen Platz im Garten.
Und weil die Pflanzen ziemlich groß werden können, brauchen sie eine Stütze.
Deshalb schlage ich auch gleich einen längeren Stab neben das Pflanzloch ein, an dem die zarten Triebe vorsichtig angebunden werden.
Ab jetzt muss ich die Tomatenpflanzen regelmäßig gießen und sie immer wieder festbinden, je größer sie werden.
Denn die Stängel können bei Wind und Regen leicht brechen.
Schon bald werden dann die ersten gelben Blütensternchen auftauchen.
Und aus diesen werden sich kurz danach kleine grüne Früchte bilden, die im Lauf der Zeit immer dicker und größer werden.

Damit die Pflanzen auch schön nach oben wachsen und sich nicht zu einem Busch entwickeln, muss ich aber regelmäßig die Seitentriebe entfernen, die sich zwischen dem dicken Stängel und den Blättern bilden.
‚Ausgeizen‘ nennt der Gärtner das.
Danach riechen die Finger immer richtig nach Tomaten. Hmm.

Wenn jetzt noch kräftig die Sonne scheint, dann wird es im Sommer eine reiche Tomatenernte geben. Probiert es doch aus!

Viel Spaß beim Tomatengärtnern!

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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 Im Garten zirpt und zwitschert es, viele Stauden blühen schon, und jeden Tag entdecke ich wieder etwas Neues, das gewachsen ist.

Gestern bin ich wieder einmal im Gras gelegen und habe Vögel und Käfer beobachtet.
Dabei ist mir die Wand meines Gartenschuppens aufgefallen.
Ich finde, sie sieht etwas langweilig aus.
Die müsste eigentlich verschönert werden.
Zum Beispiel mit Pflanzen.
Mit Kletterpflanzen.

Die wachsen ziemlich schnell hoch hinaus, sind einfach zu pflegen und sehen wunderschön aus.
Genau das Richtige also.
Und dazu brauche ich: einjährige Kletterpflanzen und ein paar starke Drähte oder Holzstäbe.
Und schon geht es los.

Die meisten Kletterpflanzen brauchen ein Gerüst, um das sie ihre Triebe schlingen können.
Deshalb die Drähte. Die befestige ich an der Wand des Schuppens.
Man kann sich natürlich auch ein Gerüst aus Holzlatten bauen.
Aber für die Kletterkünstler, die ich pflanzen möchte, ist das gar nicht unbedingt notwendig.


Bei den Pflanzen werde ich mir verschiedene aussuchen.
Entweder hat man sich schon auf der Fensterbank welche aus Samen vorgezogen, oder man kauft sich kleine Pflänzchen beim Gärtner.
Besonders gut gefallen mir Trichterwinden, weil sie himmelblaue Blüten haben, die sich violett verfärben. Sehr schön sehen auch Glockenreben aus, weil sie dunkelviolette Blütenglocken haben.
Tolle Farben und einen umwerfenden Duft haben dagegen die Wicken.
Sie haben zarte Blüten in rosa, weiß und lila und man kann sie auch gut abschneiden und in die Vase stellen.


Sehr auffällig blüht auch die Schwarzäugige Susanne.
Die ist ganz kräftig gelb und hat eine dunkle Mitte, die aussieht wie ein schwarzes Auge.
Daher wohl der Name.

Ich werde mir wohl zwei oder drei verschiedene Kletterer auswählen.
Alle brauchen einen sonnigen Platz, einen aufgelockerten Boden und regelmäßig Wasser.
Dann kann fast dabei zuschauen, wie sie die Pflanzen um die Drähte wickeln und nach oben wachsen.
Auf meine bunte Schuppen-Wand freue ich mich schon.
Vielleicht habt ihr auch so eine kahle Wand, die ihr mit Kletterpflanzen verschönern wollt.
Probiert es doch aus!

Viel Spaß dabei,

Euer Blumuckel

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Mit Holunderblüten kann man leckere Sachen zubereiten

Seid ihr in letzter Zeit auch an Sträuchern vorbeigekommen, die viele große, weiße Blütendolden haben, die auch noch kräftig duften?
Das war bestimmt Holunder, der zur Zeit überall blüht.

Der Schwarze Holunder (er heißt so wegen seiner schwarzen Beeren, die er im Herbst bekommt) wächst fast überall. An sonnigen Böschungen, am Waldrand und auch an Stellen, wo es anderen Sträuchern nicht mehr so gut gefällt, weil es zu steinig oder zu schattig ist. Der Holunder ist also sehr genügsam und stellt keine großen Ansprüche. Nicht nur die Vögel freuen sich über die Beeren im Herbst, auch wir Menschen wissen den Holunder schon seit vielen tausend Jahren zu schätzen. In vielen Märchen und Sagen spielt der Holunderstrauch eine große Rolle, denn man glaubte, dass es Unglück brachte, ihn zu fällen.

Auch gilt Holunder als wichtige Heilpflanze.
Vielleicht habt ihr bei einer Erkältung schon einmal Tee oder Saft aus Holunderbeeren getrunken.
Der hat nämlich viele Vitamine.

Erinnert ihr euch noch, als wir Tinte aus Holunderbeeren gemacht haben? ( Die man aber keinesfalls trinken darf, denn rohe Holunderbeeren sind giftig!)
Nachdem der Holunder aber gerade jetzt seine Blütezeit hat, möchte ich euch diese Woche ein paar Tipps dazu geben, was man mit diesen großen weißen Dolden so alles anfangen kann.
Die kann man nämlich essen. Man kann auch Sirup oder Limonade daraus machen.


Ganz besonders gerne mag ich aber Holunderpfannkuchen.
Dafür pflücke ich mir einige Blütendolden. Davon schneide ich die etwas dickeren Stiele ab, so dass ich nur noch einzelne, kleine Dolden habe. Die mische ich unter einen Pfannkuchenteig. Und davon backe ich mir in der Pfanne leckere Holunderblütenpfannkuchen. Köstlich.

Probiert es doch einmal aus. Viel Spaß dabei

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Wir bauen uns ein Gartenhäuschen

Die Pfingstferien stehen vor der Tür — einige von euch fahren vielleicht schon in die Ferien. Doch für all diejenigen, die in den nächsten beiden Wochen zu Hause bleiben, gibt es natürlich wieder einen Tipp.

Denn ich habe mir als Ferienbeschäftigung vorgenommen, ein eigenes Gartenhäuschen zu bauen. Wenn ihr auch so etwas vorhabt, braucht ihr dazu sicher die Hilfe eines Erwachsenen.

Wie ihr euch vorstellen könnt, soll das Häuschen oder die Hütte nicht allzu kompliziert zu bauen sein. Deshalb eignet sich am besten ein Platz unter Bäumen oder Sträuchern. Unter ausladenden Zweigen und Ästen hat man nämlich schon ein wunderbares Dach. Aus einigen Holzstäben, mit Wäscheleinen, Decken, Tüchern und ähnlichen Materialien kann man die Wände ‚bauen‘. Gut eignen sich auch Matten aus Schilfrohr — oder alles, was man beim Stöbern eben noch so findet und verwenden darf. Zwischen die Zweige und Äste kann man dann die Wäscheleine spannen und daran die ‚Wände‘ aus Tüchern und Decken befestigen.

Der Fantasie sind dabei ja keine Grenzen gesetzt.

Für mein Gartenhäuschen werde ich eine Wand aus Brettern bauen. Für den Boden habe ich mir eine alte Holzpalette besorgt, und das Dach sollen ein paar Holzlatten bilden. Darauf kann ich dann auch eine gebrauchte Kunststoff-Folie befestigen. Und weil die nicht so schön aussieht, werde ich auf dieser Folie noch eine Schilfrohrmatte befestigen. Aus Stoffresten mache ich mir einen Vorhang, der als Tür dient. Und damit mein Gartenhäuschen dann noch grün und blühend wird, pflanze ich an die Wände ein paar Kletterpflanzen. Wicken oder Schwarzäugige Susanne, die wachsen schnell und bedecken dann die ganze Hütte. So kann man auf den ersten Blick gar nicht erkennen, dass ich mir da ein Häuschen im Grünen gebaut habe. Von hier aus kann ich ganz besonders gut die Vögel und Tiere im Garten beobachten.

Das wird eine spannende Sache. Dazu brauche ich bestimmt ein bisschen länger. Deshalb mache ich jetzt eine kleine Pause mit den Gartentipps. Nach den Ferien gibt es wieder neue Nachrichten aus meinem Garten.

Viel Spaß beim Gartenhäuschen-Bauen und schöne Ferien

Euer Blumuckel

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Mit Naturmaterialien Pinsel selbst basteln

Habt ihr schon den Tipp von letzter Woche ausprobiert, wie sich aus Erde Farben herstellen lassen?

Nun, diese Woche geht es um ein ähnliches Thema. Denn zum Malen braucht man ja Pinsel. Und wie ihr den Gartenkobold kennt, basteln wir uns natürlich auch die aus Naturmaterial. Das geht wie immer ganz einfach. Ihr braucht dazu: Eine Schere, Bindfaden, ein paar gerade, stärkere Äste (so ungefähr 1 Zentimeter Durchmesser), und für den eigentlichen Pinsel Gräser, Federn, dünne Zweige, Tannenzweige und andere Materialien, die ihr noch so finden könnt. Und schon kann es losgehen:

Aus einer Sorte Material schnürt ihr kleine Bündel. Also, zum Beispiel eines aus Gräsern, eines aus Tannenzweigen, eines aus dünnen Zweigen und so weiter. Daraus wird der Pinselkopf, mit dem man malen kann. Dann nehmt ihr euch ein Stück der stärkeren Äste — dieses gibt den Griff des Pinsels.

Das kleine Bündel bindet ihr nun an dem stärkeren Zweigstück fest — und fertig ist der Pinsel.

Ihr werdet feststellen, dass man beim Malen mit jedem Bündel unterschiedliche Muster bekommt. Mit Tannenzweigpinseln könnt ihr ganz anders malen als zum Beispiel mit Gräserpinseln.

Ihr könnt dazu entweder Wasserfarben oder Farben aus Erde verwenden. Auf jeden Fall ergeben sich ganz tolle Bilder mit den Naturpinseln.

Probiert es doch einmal aus! Viel Spaß dabei

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Mit Erde malen

Draußen ist alles schon ganz bunt. Viele Sträucher blühen und in den Beeten leuchten jeden Tag neue Blumen in tollen Farben. Es ist, als ob die Natur ihren Farbkasten geöffnet hat.

So begeistert, wie Gartenkobolde von den Farben sind, waren die Menschen schon vor Jahrhunderten. Man wollte die Farben, die die Natur bietet, dazu nutzen, Stoffe oder Wolle zu färben. Welche Pflanzen sich dazu eignen, kann man heute noch an ihren Namen erkennen. Da gibt es zum Beispiel die Färber-Kamille, den Färber-Ginster, die Färber-Distel oder die Färber-Röte. All diese Pflanzen kann man auch in den Garten pflanzen oder säen. Die sehen nämlich auch noch schön aus. Ich glaube, ich werde mir ein richtiges Färber-Pflanzen-Beet anlegen. Und dann probiere ich aus, damit zu färben.

Die Natur hat uns aber auch noch andere Farben geschenkt. Denkt nur an die verschiedenen Brauntöne der Erde. Damit kann man sogar malen. Probiert es doch mal aus: Ihr braucht dazu etwas Erde, Tapetenkleister und einen kleinen Behälter zum Anrühren der Farben.

Zunächst muss die Erde von Steinen und Pflanzenresten befreit werden. Am besten schüttet ihr sie durch ein Sieb. Nun gebt ihr die fein gesiebte Erde in einen Behälter und mischt sie mit etwas Tapetenkleister. Das Ganze wird jetzt mit etwas Wasser angerührt — und schon ist die Farbe fertig. Damit könnt ihr nun auf einem Karton oder auf einem Holzbrett malen.

Bestimmt werdet ihr schnell feststellen, dass die Erde ganz unterschiedliche Farben hat, je nachdem, wo sie herkommt. Um noch andere Farbtöne zu bekommen, könnt ihr auch Straßenstaub, Komposterde, zermahlene Holzkohle, Lehm, Sand oder den rötlichen Staub von Ziegelsteinen verwenden.

Wenn man zerstampfte Blüten oder Blätter mit dazu mischt, kann man die Bilder noch bunter ausgestalten.

Probiert es doch mal aus. Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

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Der Mai ist gekommen

Habt Ihr bei der Überschrift auch zweimal hinschauen müssen?
Maitiere? Ach so, MAI-TIERE — also Tiere, die irgendetwas mit Mai zu tun haben.

Nachdem gestern der 1. Mai war, ist mir nämlich aufgefallen, dass es ganz viele Bezeichnungen mit ‚Mai‘ im Namen gibt. Denkt nur an den Maibaum. Der wurde ja am Abend vor dem 1. Mai aufgestellt. Jetzt stehen in vielen Dörfern und Städten wieder große, bunt geschmückte Bäume. Maibäume sind also nicht etwa Bäume, die im Mai wachsen. Maibäume werden aufgestellt, weil sie ein Symbol des Frühlings und der wiedererwachenden Natur sind. Ganz besonders gut eignen sich deshalb die Birken, weil ihre zarten, hellen Blätter den Frühling besonders gut zeigen.

Denn mit dem Mai beginnt eine blumenreiche Zeit. Denkt nur an das Maiglöckchen. Das heißt deshalb so, weil es im Mai blüht. Sicher kennen es viele von Euch. Es hat längliche, dunkelgrüne Blätter und einen Stiel mit vielen kleinen, weißen Blütenglöckchen dran. Es duftet und duftet — Gartenkobolde lieben diesen Maiglöckchengeruch. Diese zarte Maiblume wächst besonders gerne dort, wo es schattig und feucht ist. Also im Wald oder im Garten unter Bäumen und Sträuchern. Doch Vorsicht! Das Maiglöckchen ist giftig. Ihr dürft weder die Blätter noch die Blüten noch ihre Zwiebelchen in den Mund nehmen! Aber dran schnuppern könnt Ihr gefahrlos.

Es gibt also Mai-Bäume, Mai-Blumen — fehlen noch die Mai-Tiere. Dazu fällt mir natürlich sofort der Maikäfer ein. Habt Ihr schon einmal einen gesehen? Die großen, glänzend brauen Käfer mit ihren breiten Fühlern fliegen wie brummende Hubschrauber durch die Lüfte. Im Mai fliegen sie besonders in den Abendstunden aus. Besonders gerne fressen sie die Blätter von Eichen, Buchen, Birken oder anderer Bäume.

Und kürzlich habe ich sogar etwas über einen Mai-Wurm gelesen. Das ist zwar auch ein Käfer, heißt aber trotzdem Wurm. Er ist schwarz-blau und ungefähr 3 cm lang. Besonders gerne hält er sich an sonnigen Stellen im Laubwald auf, wo man ihn jetzt im Mai besonders gut sehen kann. Vielleicht treffe ich ja mal einen Mai-Wurm.

Wenn nicht, schnuppere ich einfach weiter an den Maiglöckchen und freue mich über jede neue Blume, die im Mai zu blühen beginnt.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Im Frühling kommen die Dahlien in die Erde

Ich habe schon ganz schön viel ausgesät. Ihr auch? Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass ich noch genug Platz für meine Dahlien habe.

Dahlien — hört sich so ähnlich an wie Darling. Also wie etwas, was man sehr gerne hat.

Bei mir stimmt das, ich mag die Dahlien wirklich gern. Eigentlich lautet ihr deutscher Name Georgine. Aber unter dieser Bezeichnung ist die Dahlie nicht so sehr bekannt. Ihr habt Dahlien bestimmt schon einmal gesehen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen. Sie haben rundliche Blütenköpfe, die aus vielen einzelnen Blütenblättern bestehen.

Bei manchen Dahliensorten sind diese Blütenblättchen ganz spitz, dann wirkt die ganze Blume wie ein dicker Stern. Bei anderen sind sie kürzer und mit rundlichen Enden, dann sehen sie aus wie kleine Kugeln.

Die mag ich auch am liebsten und deshalb werde ich sie in meinen Garten pflanzen. Doch so schön die Dahlien auch sind, leider können sie im Winter nicht draußen bleiben. Sie müssen ausgegraben und dunkel und kühl überwintert werden.

Aber jetzt — Ende April — ist der beste Zeitpunkt, sie wieder herauszuholen und einzupflanzen. In den Gartengeschäften gibt es die Knollen jetzt auch wieder zu kaufen.

Dahlien brauchen eine gute Gartenerde, sie können es auch ruhig sonnig und warm vertragen, schließlich ist ihre Heimat Mexiko.

Ab Juli beginnen die Dahlien dann mit ihrer Blüte. Und dies tun sie bis in den Herbst hinein. Doch wenn es dann wieder kalt wird draußen, müssen die Knollen wieder herein geholt werden. Wann der beste Zeitpunkt dafür ist, und wie die Dahlien über den Winter gebracht werden, berichte ich Euch dann im Herbst.

Aber jetzt genießen wir doch erst einmal den Frühling und ich freue mich schon, wenn meine Darlings, äh.. Dahlien blühen.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne

Die Wiesen sind zur Zeit ganz grün und saftig.
Dazwischen leuchten viele sonnengelbe Punkte hervor.
Sicher kennt ihr die — na klar, der Löwenzahn blüht.
Und das nicht nur auf der Wiese.
Er kommt auf Äckern, Weiden, in Gärten und an Wegrändern vor.
Überall dort, wo der Boden viele Nährstoffe enthält, fühlt er sich besonders wohl.

Bestimmt habt ihr schon einmal eine der gelben, dicken Blüten abgezupft.
Dabei konntet ihr feststellen, dass die langen, röhrenförmigen Stängel des
Löwenzahns einen weißen Milchsaft enthalten.
Wenn der auf die Haut kommt, hinterlässt er braune Flecken.
Dieser Milchsaft ist aber nicht nur in den Stängeln drin, sondern auch in den Blättern und in der Wurzel.

Überhaupt — die Wurzel!
So manchen Gärtner treibt sie zur Verzweiflung, denn sie kann ganz schön lang werden.
Angeblich bis zu zwei Metern!
Wenn man den Löwenzahn nicht im Beet haben möchte,
ist es also ganz schön mühsam, ihn vollständig aus dem Boden zu ziehen.
Diese Wurzel ist wie eine Rübe.
In ihr ist der Milchsaft und andere wichtige Nährstoffe gespeichert,
die die Pflanze zum Überwintern braucht.

Aber die lange Wurzel ist nicht nur lästig, sie kann auch sehr wertvoll sein.
Denn in früheren Zeiten machte man daraus sogar Kaffee.
Dazu grub man sie im Frühjahr oder Herbst aus, wusch sie,
schnitt sie in Stücke und trocknete sie.
Danach wurden die Löwenzahnstücke in der Pfanne geröstet und
anschließend in einer Kaffeemühle zu Pulver gemahlen.
Und genauso wie der richtige Kaffee aus Kaffeebohnen
wurde dieses Pulver mit heißem Wasser aufgebrüht — fertig war der Löwenzahnwurzelkaffee!

Doch nicht nur die Wurzel kann man verwenden,
auch die Blüten und Blätter des Löwenzahns sind essbar.
Habt ihr schon einmal einen Löwenzahnsalat gegessen?
Lecker, lecker kann ich euch sagen.
Geht ganz einfach und ist genau das Richtige für hungrige Gartenkobolde.
Wenn ihr einen solchen Salat zubereiten wollt, braucht ihr dazu:

Frisch gepflückte, zarte, junge Löwenzahnblätter, am besten aus dem Garten,
verschiedene Kräuter, je nach Wunsch und Geschmack,
etwas Essig und Öl,
Salz, Pfeffer
und saure Sahne.

Die Löwenzahnblätter werden gründlich gewaschen und dann in Streifen geschnitten.
Aus zwei Esslöffeln saurer Sahne und den Gewürzen wird eine leckere Salatsoße zubereitet.
Diese vermischt man dann kurz vor dem Servieren mit den Löwenzahnblättern — fertig ist der Salat.
Wem dies zu viel Löwenzahn ist, kann einfach ein paar Blätter unter andere Blattsalate mischen,
schmeckt auch sehr gut.
Und weil der Löwenzahn auch als Heilpflanze mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen gilt,
ist ein solcher Salat auch noch richtig gesund.

Probiert es doch mal aus!

Viel Spaß dabei

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt.

blumuckel mit giesskanne
Spargel hat jetzt Hochsaison

Seit einigen Wochen sehe ich an vielen Straßen Schilder, auf denen ‚Spargel‘ steht.
Kein Wunder, denn in diesen Wochen ist die Hauptsaison für diese langen weißen Stangen.
Spargel wird bei uns nur zwischen Ende April und Mitte Juni angeboten.

Warum ist das so?
Ich esse doch den Spargel so gerne, von mir aus könnte man ihn das ganze Jahr über verkaufen.
Also habe ich wieder einmal genauer nachgefragt.
Und Folgendes herausgefunden:

Spargel wächst nicht überall.
Er braucht einen sandigen Boden und ein mildes Klima.
Das gibt es in unserem Landkreis, und die Spargelfelder kann man auch leicht erkennen.
Wenn ihr ein Feld seht, auf dem feine Erde in langen Reihen zu Hügeln aufgeschichtet ist,
dann ist dies höchstwahrscheinlich ein Spargelfeld.

Aber was ist denn der Spargel überhaupt?
Spargel ist eine mehrjährige Staude.
Also so etwas ähnliches, wie die Blumen im Garten, die jedes Jahr wieder austreiben.
Aber Spargel ist ja ein Gemüse.
Das was wir essen, ist der Spross, der aus dem Wurzelstock in der Erde wächst.
Die Spargelwurzel sitzt ungefähr 35 cm tief — etwas mehr als eine Lineallänge - in der Erde.
Der Spross, der daraus wächst, hat also einen ganz schön langen Weg bis nach oben.
Doch kurz bevor er aus der Erde herauswächst, wird er ausgegraben und abgeschnitten.
Das Loch, das man dazu in die Erde macht, wird schnell wieder mit Erde gefüllt, damit die neuen Spargelsprosse weiter wachsen können.
Solange der Spargel nämlich unter der Erde wächst, bleibt er weiß.
Dann ist er auch schön zart und schmeckt ganz wunderbar.
Früh am Morgen und gegen Abend gehen die Spargelbauern auf ihre Felder und schauen nach,
ob sich neue, ganz feine Risse in den Hügeln gebildet haben.
Das ist nämlich das Zeichen dafür, dass wieder ein neuer Spargelspross so weit gewachsen ist, dass er kurz vor der Erdoberfläche ist.
Und dann muss er schleunigst geerntet werden.

Ihr habt aber bestimmt auch schon grünen Spargel gesehen.
Der wird erst geerntet, wenn er aus der Erde herausgewachsen ist.
Denn sobald er ans Sonnenlicht gelangt, wird er grün. Schmeckt auch lecker.
Grüner Spargel muss außerdem nicht geschält werden.

Ich habe auch eine Antwort darauf gefunden, warum es Spargel nur so kurze Zeit gibt:
Während der Spargelsaison gibt die Pflanze alles.
Pausenlos treiben neue Sprosse aus den Wurzeln, die ja schnell wieder abgeschnitten werden.
Deshalb braucht die Spargelpflanze ab Ende Juni eine lange Ruhepause.
Von diesem Zeitpunkt an werden die Sprosse nicht mehr abgeschnitten
sondern wachsen einfach weiter aus der Erde heraus,
werden hoch und höher — und ihr seht auf den Spargelfeldern lauter grüne lange Büschel stehen,
an denen im Herbst rote Beeren hängen.
Das ist nichts anderes, als die eigentliche Spargelpflanze, die einfach nur weiter gewachsen ist.

Ach, und dann habe ich noch herausgefunden,
dass Spargel schon vor über 2500 Jahren von den Griechen angebaut wurde.
Aber die haben den Spargel nicht als Gemüse gegessen,
sondern als Arznei gegen Zahnschmerzen und bei Bienenstichen verwendet.
Erst die Römer haben etwas später herausgefunden,
dass der Spargel ein leckeres und vor allen Dingen gesundes Gemüse ist.
Was für ein Glück!

Guten Appetit beim Spargelessen!

Euer Gartenkobold

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Viele Koboldtipps findet ihr auch in meinem Buch ‚Der Gartenkobold‘, das es im Landratsamt Kitzingen und im Buchhandel gibt.

 

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Zucchini, Gurken und Kürbis

In dieser Jahreszeit gibt es viel zu tun im Garten.
Ich muss das Unkraut aus den Beeten herauszupfen und meine Sommerblumen,
die ich gepflanzt habe, regelmäßig gießen.
Außer Blumen habe ich natürlich auch noch ein paar Gemüsepflänzchen gesetzt.
Ganz besonders freue ich mich auf die Gurken und Zucchini.
Und für eine Pflanze habe ich besonders viel Platz gebraucht — den Kürbis.

Diese drei Gemüsearten haben einiges gemeinsam:
Sie stammen aus der gleichen Familie (die der Kürbisgewächse),
sie lieben die Wärme
und sie brauchen eine Menge Wasser.
Klar, denn um zu solche großen und kräftigen Früchten heranwachsen zu können,
brauchen sie natürlich eine gute Versorgung.

In der Gärtnerei habe ich jeweils eine dieser drei Pflanzen gekauft und im Garten eine passende Stelle dafür ausgesucht.

Für die Gurkenpflanzen habe ich einen warmen und windgeschützten Platz gewählt.
Wenn die Pflanze größer wird, braucht sie außerdem ein Gitter oder ein Gerüst,
an dem sie nach oben ranken kann.
Dafür hat sie sogar spezielle kleine Triebe, mit denen sie sich an dem Rankgerüst festhalten kann.
Wichtig ist, dass die Pflanze immer gut mit Wasser versorgt wird.
Auch habe ich beim Einpflanzen etwas Kompost in die Erde gemischt,
der enthält nämlich viele Nährstoffe, die die Gurke braucht, um schöne Früchte entwickeln zu können.

Zucchinipflanzen brauchen dagegen kein Gerüst,
aber dafür umso mehr Platz im Beet und natürlich auch viel, viel Wasser.
Man kann Zucchini aber auch in größere Kübel pflanzen, so dass man sie bequem auf dem Balkon heran ziehen kann.
Schon bald werden sich die ersten Früchte zeigen, die ich ernte, wenn sie ungefähr zwanzig Zentimeter groß sind.
Dann schmecken sie am besten.
Passt man nicht auf, dann können die Früchte riesig groß werden.
Allerdings enthalten sie dann viele Kerne und weniger Fruchtfleisch.
Deshalb pflücke ich lieber die kleinen Zucchinis, außerdem werden dann auch laufend neue Früchte gebildet.
Übrigens: auch die schönen, großen, gelben Blüten der Zucchini sind essbar.
Man kann sie dünsten, braten oder mit etwas Leckerem füllen.
In Italien zum Beispiel kommen sie im Sommer häufig auf den Tisch.

Die größten Früchte aus der Familie aber sind die Kürbisse.
Sie brauchen Sonne oder Halbschatten, Wasser und viele Nährstoffe.
Deshalb habe ich meine Kürbispflanze zum Komposthaufen hin gesetzt.
Dort gefällt es ihr und sie hat genügend Platz, ihre langen Ranken auszubreiten,
an denen bis zum Herbst riesige Kürbisse wachsen können.

Probiert es doch mal aus. Es ist ganz einfach, solche Schwergewichte im Garten heran zu ziehen.

Viel Spaß dabei

Euer Gartenkobold

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Juni
Die Erdbeere ist 250 Jahre alt!

Normalerweise bekommen Geburtstagskinder Glückwünsche und Geschenke. Bei diesem Früchtchen sind wir die Beschenkten. Jedes Jahr ab Mai leuchten sie, rot und lockend, aus glänzend grünem Laub heraus. Ihr wisst es schon, ich rede von der Erdbeere.


Die Erdbeere, wie wir sie aus dem Garten kennen, feiert ihr 250. Geburtsjahr. Erdbeeren gab es natürlich schon früher. Wild wachsende Erdbeeren kannten die Menschen schon, als sie noch in Tierfelle gekleidet waren und den Mammutherden hinterher zogen. Doch viele tausend Jahre wussten die Menschen nur von den kleinen Walderdbeeren, den Hügel-Erdbeere und der Zimterdbeere. Was heißt „nur“? Diese Wilderdbeeren haben ein ganz köstliches Aroma. Nur satt wird man vom Essen nicht. Sie sind so klein, bestimmt mussten die Leute stundenlang für eine Schüssel voll Erdbeeren rupfen.
 

Unsere Gartenerdbeere wurde tatsächlich erst vor 250 Jahren geboren, per Zufall. Der englische Botaniker Philip Miller fand im Jahr 1759 eine Erdbeerpflanze mit großen aromatischen Früchten. Er nannte die neue Pflanze „Ananas-Erdbeere“. Die neue Erdbeere war eine Tochter der kleinfruchtigen Scharlach-Erdbeere aus Nordamerika und der großfruchtigen Chile-Erdbeere aus Südamerika. Erst in Europa trafen sich die beiden. So ein Glück für uns.


Heute gibt es über 1500 verschiedene Sorten von Gartenerdbeeren. Freilich kann man nicht so leicht alle diese Sorten kaufen. Einige Sorten werden als Erdbeer-Pflanzen für den eigenen Garten angeboten. Wenn Ihr die schon gepflückten Erdbeerfrüchte kauft, schrumpft die Auswahl sehr zusammen. Das liegt daran, dass Erdbeeren sehr empfindlich sind. Ganz leicht könnten sie zerdrückt werden. Weil sie zu großem Teil aus Wasser bestehen, sind sie zwar sehr gesund, werden aber auch leicht schimmlig, sobald sie reif sind. Und reif schmecken sie nun mal am besten, nicht wahr? Erdbeeren, die über weite Strecken transportiert werden müssen, werden so gezüchtet, dass sie die Strapazen ohne größere Schäden überstehen. Nur leider sind diese Erdbeeren dann oft nicht am süßesten und aromatischsten.
 

Manche Erdbeeren können nicht weit reisen, sie müssen frisch gepflückt und dann gleich gegessen werden. Eine solche Erdbeere ist „Mieze Schindler“, manche nennen sie die Praline unter den Erdbeeren. Sie ist eher kleinfrüchtig, dunkelrot und hat ein sehr weiches Fruchtfleisch. Ihr Geschmack ist unvergleichlich.


Jetzt nasche ich jeden Tag von meinen Erdbeerpflanzen. Um die Pflanzen mit den meisten und besten Früchten stecke ich ein paar Hölzer. So markiere ich die Besten. Die Pflanzen setzen bald Ausläufer an, dann schneide ich die Ausläufer der anderen Pflanzen ständig ab. Von meinen besten Pflanzen ziehe ich neue Erdbeer-Kindel. Aber davon ein anderes Mal mehr. Nun rufen mich die süßen Geburtsjahrskinder. Euch viel Spaß und reiche Erdbeergeschenke! Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de,

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
 

Erdbeeren und ihre Ausläufer

Bis jetzt haben wir uns immer an den schönen Dingen im Garten gefreut. Den Rosen und den Kletterpflanzen, wir haben Tiere beobachtet und den Geräuschen gelauscht. Aber jetzt beginnt eine Zeit im Koboldsgärtchen, die ich am meisten liebe. Meine Erdbeeren werden nämlich reif. Zwar gibt es sie schon seit ein paar Wochen in den Geschäften zu kaufen, aber richtige Erdbeernaschkatzen wissen, dass es nichts besseres gibt, als ganz frisch gepflückte Erdbeeren, die noch warm sind von Sonne und nach Sommer duften. Unwiderstehlich. Und Erdbeeren sind nicht nur lecker sondern auch gesund. Sie enthalten viel Vitamin C, Kalzium, Magnesium und Eisen. Ist alles gut für unseren Körper.Blumuckel mit Lupe 1

Vielleicht ist euch schon einmal aufgefallen, das von den Erdbeerpflanzen lange Triebe herauswachsen, die aussehen, wie meterlange Schnüre mit Mini-Erdbeerpflanzen dran. Das sind ‚Ausläufer‘, die zur Vermehrung der Pflanzen da sind. Wenn die Pflanzen zu alt und zu erschöpft sind, kann man sie mit diesen Ausläufern ganz leicht wieder verjüngen.

Dazu schneidet man diese langen Triebe von der Mutterpflanze ab und pflanzt sie in lockere Erde, im Abstand von ungefähr 30-40 cm. Aus den kleinen Blättchen entstehen dann wieder neue Erdbeerpflanzen. Aber achtet darauf, dass ihr die Pflanzen nicht zu tief einsetzt, sonst gibt es im nächsten Jahr nur wenige Blüten und damit auch wenig Erdbeeren. Zu hoch darf die Pflanze aber auch nicht sitzen, sonst könnte sie im Winter erfrieren. Das ‚Herz‘, also die Mitte der Erdbeerpflanze sollte ungefähr zur Hälfte im Boden sein.

So kann man alle paar Jahre aus den langen Ausläufern neue, kräftige Pflanzen heranziehen, die dann viele leckere Beeren liefern.

In manchen Gärten wachsen auch Monatserdbeeren. Die sind verwandt mit den Walderdbeeren und haben den Vorteil, dass man bis zum Herbst immer wieder ernten kann. Sie sind auch gut geeignet für diejenigen, die keinen Garten sondern nur einen Balkon haben. Man kann die Monatserdbeeren nämlich gut in Töpfen und Kästen ziehen.

Ein Tipp noch: Erdbeeren muss man vorsichtig gießen. Wenn die Blüten und Blätter dauernd mit Wasser benetzt werden, bekommen sie leicht Grauschimmel. Deshalb sollte man die Pflanzen nicht von oben überbrausen. Besser ist es, das Wasser direkt am Boden an die Pflanzen hin zu gießen.

Guten Appetit beim Erdbeeren naschen

Euer Blumuckel

Was man so entdeckt, wenn man seiner Nase nachgeht.
Überall, wo ich nun gehe und stehe, laufe und sitze, ziehen mir die vielfältigsten Düfte in meine liebliche Koboldknollennase. Manchmal ist es, als liefe ich in eine Duftwolke hinein. Manche Düfte ziehen herum, eben sind sie in der Nase, und schon wieder weg. Die erschnüffle ich dann, indem ich meine Näschen hierhin und dorthin halte, mich strecke, bücke, verbiege. Das sähe bestimmt komisch aus, wenn Ihr mich sehen könntet.

Heute Morgen war es eine Wildrose mit vielen kleinen weißen Blütenbüscheln, die ich so entdeckt habe. Süß und voll war ihr Duft. Ich habe die Nase ganz voll genommen und versucht, alles herauszuriechen, was in diesem Duft enthalten ist. Das fand ich gar nicht so leicht, hat aber großen Spaß gemacht.

Interessant ist, an allen Rosen zu riechen, die mir auf meinen Wegen begegnen. Manche sind großblütig und wunderschön rot oder gelb, riechen aber nach nichts. Der Duft mancher Rosen ist so voll und schwer, davon wird mir ganz schummrig. Andere riechen frisch und leicht.

Wenn ihr Eure Kindernasen, die ja längst nicht so hübsch wie Koboldsnasen sind, überall hineinsteckt, werdet ihr viele andere Blüten entdecken. Die Holunderbüsche sind schon fast abgeblüht, aber vielleicht könnt ihr noch eine Nase erwischen. Wie duftet Holunder? Auch süß und stark, sehr eigen, wie nur Holunder riechen kann. Ein Geruch, der mir manchmal sogar zu stark werden kann.

Neulich ging ich einem starken süßen Duftstoß auf die Spur und fand ein großes Beet mit Osterluzei. Ein merkwürdiger Geruch, der mich an Obst erinnerte. Ich lernte, dass die Osterluzei eine Pflanze ist, die gerne in warmen Weinbaugebieten wächst. Die duftenden gelbgrünen Blüten sind eine Falle für Insekten. Gierig kriechen sie in die Blüte. Zuerst ist die noch ein breiter Kelch, der sich zu einer engen Blütenröhre verengt. Unten angekommen ist das Tierchen in einer Kugel gefangen. Die Blütenröhre hat Haare, die so eine arme kleine Fliege oder Biene hindern, hinauszukommen. Wenn die Blüte befruchtet ist, erschlaffen die Haare. Beladen mit Blütenstaub kann das Tierchen entkommen und fliegt gleich zur nächsten Blüte, angelockt vom Duft und gierig nach Futter.

 


Solche Sachen sind zu entdecken, wenn man seiner Nase nachgeht. Ist Euch so etwas auch schon passiert? Habt Ihr Pflanzen entdeckt, die Ihr nicht kennt? Wer Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de. Ich würde mich sehr freuen, von Euren Erlebnissen bei Euren Duftspaziergängen zu lesen. Habt Ihr auch neue Worte für die Gerüche entdeckt?
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Eine duftige Woche wünscht Euch
der Gartenkobold,
Euer Blumuckl

Die Früchte der Felsenbirne

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Eben habe ich ein ganz geniales Frühstück gehabt: zwei Hände voll Felsenbirnen, ein paar Johannisbeeren, Joghurt und Müsli - lecker.

Felsenbirnen? Sind Euch schon die leuchtenden Beeren an manchen Sträuchern aufgefallen? In den Gärten und Parks wachsen sie, die Felsenbirnen. Der botanische Name ist Amelanchier.

Die Sträucher tragen kleine Früchte, die gar nicht wie Birnen aussehen. Sie sind johan¬nis¬beergroß. Man kriegt sie hier bei uns nicht zu kaufen und es ist auch ein bisschen auf¬wendig, sie zu pflücken. Gerade reifen die Früchte, von grün zu rot. Und reif sind sie, wenn sie purpurrot bis schwarz sind. Reif schmecken sie am besten. Ihr müsst Euch dann beeilen, noch ein paar zu ernten, denn auch die Vögel schätzen die Felsenbirnen sehr.

Oft nasche ich sie vom Strauch. Die Früchte sind sehr süß und schmecken hervor¬ragend. Das wussten unsere Grosseltern vielleicht noch besser - Korinthenbaum wurde die Felsenbirne früher nämlich genannt, weil man ihre Früchte trocknete und als Ersatz für Korinthen verwendete. Aber warum trocknen, wenn die Beeren doch von der Hand in den Mund viel besser schmecken: ein bisschen nach Heidelbeere und Marzipan.

Die Felsenbirne ist ein Multitalent-Strauch. Sie kann alles. Im April blüht sie wunderbar weiß und zart, noch bevor die Blätter treiben. Im Herbst leuchtet ihr Laub kupferrot. Und jetzt, im Juni oder Juli ist Erntezeit, dann werden die Früchte der Felsenbirne reif. Sie ist ein Strauch, der zu jeder Jahreszeit attraktiv ist. Alle Felsenbirnen sind vollkommen winterhart, lieben kalkhaltigen Boden und vertragen auch Halbschatten. In Kanada wird die Erlenblättrige Felsenbirne in Plantagen angebaut. Ihre Früchte heißen Saskatoons und sind dort sehr beliebt und bekannt.

Die Früchte unserer Felsenbirnen könnt Ihr frisch essen, Ihr könnt aber auch die Erwachsenen fragen, ob sie mit Euch Felsenbirnen-Marmelade oder Kompott, zu Pfannkuchen, kochen mögen. Nehmt für die Marmelade ruhig etwas weniger Gelierzucker, denn in den Beeren steckt schon jede Menge Fruchtzucker. Auch die süße Marmelade hat einen marzipanartigen Geschmack. Felsenbirnen könnt Ihr mit anderen Früchten mischen, dann geben sie die Süße und ihre dunkelrote Farbe und runden den Geschmack ab.

Wer weiß: wenn Ihr eine große Menge gepflückt habt, backt Euch Eure Mama, Euer Papa, die Oma oder Euer große Bruder womöglich einen Felsenbirnen-Kuchen. Sagt, sie sollen sie ähnlich wie Johannisbeeren verarbeiten. Oder könnt Ihr selber schon backen?

Es ist kaum zu glauben, Felsenbirnenfrüchte sind köstlich und dabei gesund. Sie enthalten zahlreiche Vitamine und Flavonide. Deshalb normalisieren sie den Schlaf, die Herzleistung, verringern den Blutdruck und helfen bei Hals- und Mundentzündungen. Sie festigen, erweitern die Blutgefässe und helfen, sie elastischer zu machen.
Viel Spaß Euch beim Naschen und Kochen! Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl


Heute Nacht ist Johannisnacht, Mittsommer, das bedeutet lange Tage und sehr kurze Nächte. Viele Pflanzen führen „Johannis“ im Namen, weil sie jetzt reifen oder blühen: Johannisbeeren, Johanniskraut, Johannisnüsse. Johannisnüsse? Das sind die knallgrünen Walnüsse, die fast nur aus der grünen Schale bestehen.

Letzte Woche hatte ich Euch erklärt, wie man ganz leicht von der Hand in den Mund leben kann. Diese Woche geht es um ein Rezept, das ist so kompliziert und alles dauert so lange. Es geht um „Schwarze Nüsse“, die in manchen Gegenden eine Spezialität sind. Lasst Euch von einem Erwachsenen helfen, denn es wird heiß hergehen. Zieht zum Arbeiten Gummihandschuhe an, denn sonst sind auch Eure Finger schwarz, und los geht es:

Zuerst erntet Ihr einige grüne Walnüsse, für’s erste so 500 Gramm. Legt die Nüsse in eine Schüssel (aus Glas oder Porzellan) mit viel kaltem Wasser und durchstecht sie unter Wasser mehrfach mit einer langen Nadel. Neun Tage bleiben die Nüsse im Wasser liegen, doch muss dieses täglich gewechselt werden, ein- oder zweimal.

Am zehnten Tag übergießt Ihr sie mit kochendem Wasser und lasst es ablaufen. Dabei werden die Früchte von der restlichen Gerbsäure befreit. Inzwischen kocht Ihr für 500 Gramm Nüsse 500 Gramm Zucker mit 1/4 Liter Wasser bei schwacher Hitze auf, bis sich der Zucker aufgelöst hat und diese Flüssigkeit klar ist und Fäden zieht. Dazu gebt Ihr nun die Nüsse und kocht sie, bis sie schwarz und weich sind. Mit einem Löffel werden die Nüsse dann in Gläser oder einen Steinguttopf gelegt. Darüber gießt Ihr den dick aufgekochten Sirup. Sobald Nüsse und Sirup erkaltet sind, bindet Ihr das Behältnis mit einem Stofftuch zu.

Mindestens sechs Wochen müssen die Schwarzen Nüsse ziehen. Am besten sollen sie erst nach zwei bis vier Jahren schmecken, dann sollen sie geschmacklich ihren Höhepunkt erreicht haben. Man isst sie zu gekochtem Fleisch, zu Wild oder wie Konfekt und zu Nachspeisen. Als Beilage sollte man sie immer in möglichst feine Scheibchen schneiden. Pro Person nimmt man eine halbe bis maximal eine Nuss.

Ich habe selber keine Ahnung, wie die Johannisnüsse schmecken werden. Ich werde heute anfangen, sie zum ersten Mal zu kochen. Ich will sehen, wie die Nüsse langsam schwarz werden. Ich möchte wissen, wie sie schmecken. Wer mitmachen will, wer mir von seinen Versuchen erzählen will oder wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de. Euch nusslosen Lesern wünsche ich lange unbeschwerte Sommertage! Wer weiß, vielleicht dürft Ihr auch mal von unseren Schwarzen Nüssen kosten.

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
Wo bleibt die Nacht?

Am Abend bleibt es von Tag zu Tag länger hell. Ist euch das auch schon aufgefallen? Doch das bleibt nicht den ganzen Sommer über so. Das geht nur genau bis zum 21. Juni so weiter, dem Tag des Sommeranfangs, dem längsten Tag und der kürzesten Nacht.

An diesem Tag bleibt es 16 Stunden lang hell, so lange wie an keinem anderen Tag im Jahr, denn die Sonne erricht ihren höchsten Stand am Himmel. Danach werden die Tage ganz langsam wieder kürzer. Am 23. September ist es dann genauso viele Stunden lang hell, wie es dunkel ist. Das ist dann das Datum der Tag- und Nachtgleiche und gleichzeitig Herbstanfang. Doch daran wollen wir jetzt zum Sommeranfang noch gar nicht denken.

In vielen Orten feiert man den Tag der Sonnwende mit einem großen Feuer. Früher glaubte man, dass man damit böse Geister vertreiben könne und Glück und Gesundheit bekäme. Heute feiert man in dieser Nacht den Beginn des Sommers.

Übrigens gibt es auch eine Pflanze die Sonnenwende heißt. Sie hat ihren Namen nicht etwa deshalb, weil sie am 21. Juni blüht sondern weil sie ihre Blätter immer in die Richtung stellt, in der die Sonne gerade steht.

Mir ist aufgefallen, dass die Vögel nicht mehr ganz so eifrig und laut zwitschern. Sie sind jetzt vollauf damit beschäftigt, ihre ausgeschlüpften Jungvögel zu füttern — ein ziemlich anstrengender Job, denn die Kleinen sind dauernd hungrig. Wenn ihr die Stellen kennt, an denen die Vögel ihre Nester im Garten gebaut haben, könnt ihr gut beobachten, wie die Vogelkinder ihre kleinen Schnäbelchen ständig nach Futter strecken. Allerdings muss man dazu ganz, ganz vorsichtig sein, damit man die Vogeleltern nicht beim Füttern stört.

Euer Blumuckel

Wenn Ihr Fragen zum Thema Garten habt, könnt Ihr mir gerne mailen: gartenkobold@kitzingen.de


Ja, wer ist denn die Wegwarte überhaupt? Muss ich die kennen? werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Die Wegwarte ist die Blume des Jahres 2009, eine Blume, die wild überall bei uns an den Straßen- und Wegrändern wächst. Jetzt, von Juni bis Oktober blüht sie in einem weit leuchtenden Himmelblau.

Wie die Sonnenblume ist die Wegwarte ein sogenannter „Korbblütler“. Jedes einzelne blaue Blütenband ist selber eine Blüte, eine Zungenblüte. Erkennt Ihr es? Viele Zungenblüten bilden ein Blütenköpfchen, das wie eine einzige große Blüte aussieht. Aber diese Blüten öffnen sich nur an hellen Tagen oder bei Sonne. Am frühen Nachmittag gehen sie schon schlafen, die Blüte ist dann geschlossen.

Da stehen sie dann am Wegrand, die Wegwarten. Die Stängel stehen starr und stark verästelt, viele Leute finden sie dann struppig und beachten sie nicht. Ihre Stängel kann man kaum abbrechen, so zäh sind sie. Das ist auch der Grund, weshalb sie sich gerne an Wegrändern ausbreitet. Andere Blumen kommen nicht so gut damit zurecht, immer angefahren und umgeknickt zu werden. Der Boden neben den Straßen ist oft trocken. Auch das steckt die Wegwarte spielend weg.
Sie ist also eine Lebenskünstlerin, mit einzigartigen Blüten. Für mich ist sie der Sommer. Mit anderen feinen Wildkräutern und Gräsern schlingt sie duftige Blütengirlanden an unseren Wegen entlang. Ich werde einigen Wegwarten einen Platz in meinem Garten geben und sehen, wie es ihnen gefällt, wenn sie zur Abwechslung einmal gut behandelt werden.

Früher waren ihre inneren Werte viel besser bekannt. Ein anderer Name der Wegwarte ist „Zichorie“. Ihre Wurzeln werden auch geröstet und zu „Zichorienkaffee“ gemahlen. In einer Zeit, in denen echter Kaffee teuer war und nur wenige Menschen sich Bohnenkaffee leisten konnten, wurde sie oft angebaut. Es gibt auch Wegwarten-Tee und er soll sehr gesund sein. Er wird getrunken, wenn einem schlecht ist. Ganz nahe Verwandte sind der Chicoree- und der Radicchio-Salat. Kaum zu glauben, nicht wahr?

Nun kennt Ihr die Wegwarte ein bisschen näher. Aber worauf wartet sie? Eine alte Sage sagt, die Blüten der Wegwarte wären die blauen Augen eines Burgfräuleins, die am Weg auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet. Sie wartet vergeblich, denn er kommt nicht mehr zurück.

Ich glaube, sie wartet auf jeden von uns. Sie steht am Weg und leuchtet und lacht, damit wir uns freuen können. Viele helle und sonnige Tage mit freundlichen Wegwarten wünsche ich Euch! Und Ihr wisst ja: wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
Parfum aus Rosenblüten selber machen

Jeder spricht vom Rosenmonat Juni — wenn man sich so in den Gärten umsieht, weiß man auch warum. Überall blühen die Rosen. Und die sind ja auch bekannt dafür, dass sie nicht nur schön aussehen sondern auch noch gut duften. Habt Ihr schon einmal Rosenmarmelade gekostet? Oder einen Salat mit Rosenblütenessig gegessen? Das feine Aroma nutzt man, um einen feinen Rosengeschmack zu bekommen. Den zarten Duft und den Geschmack möchte man aber nicht nur bei Speisen nutzen. In vielen Parfums und Seifen ist Öl enthalten, das aus den Blütenblättern der Rosen gewonnen wird. Wie viele man dazu braucht, könnt ihr in dem Rosenartikel im Gartentipp für die Großen lesen. Es ist jedenfalls eine fast unvorstellbare Menge. Deshalb ist Rosenöl auch nicht unbedingt billig. Und nicht jede Rosensorte eignet sich zur Herstellung von Rosenöl. Nur solche, die reich an ätherischen Ölen sind, werden in riesigen Rosenfeldern in Frankreich, Bulgarien und der Türkei angebaut.

Ich habe auch Rosen in meinem Garten, die ganz wunderbar duften. Zum Glück sind die nicht gespritzt. Denn aus den Blüten mache ich mir jetzt ein eigenes Parfum.
Probiert es doch mal aus. Geht ganz einfach: ich pflücke mir eine große (oder zwei mittlere) Handvoll wohlduftender Rosenblütenblätter, die kurz davor sind, abzufallen. Die lege ich in eine Schüssel oder in Gläser. Dann übergieße ich die Blättchen mit etwas Wasser und zerstampfe sie mit einem Stöckchen. Ja nach Blütenfarbe verfärbt sich jetzt das Wasser. Dann hole ich mir ein Sieb und gieße das Rosenwasser vorsichtig in ein neues Gefäß, z.B. in ein schönes Fläschchen. Fertig ist das Blütenparfum. Es ist ungefähr zwei bis drei Tage haltbar. Aber Vorsicht: Das Wasser darf nicht getrunken werden. Aber ein paar Tupfer davon auf der Haut machen Euch zu zartduftenden Blumenelfen. Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

blumuckel mit giesskanne
Bilder aus Blumen

Ich kann mich gar nicht satt sehen. In meinem Garten blüht es an jeder Ecke. Jede einzelne Blüte ist so besonders, ich weiß gar nicht, welche die schönste ist. Von manchen Blumen kann ich mich gar nicht trennen. Damit ich mich noch länger an den wunderschönen Blüten freuen kann, habe ich mir eine Blumenpresse gebaut. Das geht ganz einfach: ich besorge mir zwei kräftige Holzbretter (so ungefähr 1 cm stark), die gleich groß sind. In die bohre ich an allen vier Ecken ein Loch, das jeweils so stark ist, dass man eine Schraube durch stecken kann. Dabei lässt man sich am besten von einem Erwachsenen helfen. Jetzt lege ich einige Lagen Blätter zwischen die Bretter. Tonpapier oder Löschpapier eignet sich gut, denn das saugt die Feuchtigkeit aus den Blüten besser auf, als normales Schreibpapier.

Zwischen die Blätter kann ich nun meine Schätze aus dem Garten legen.

Damit die Blumen jetzt auch richtig gut gepresst werden, stecke ich die Schrauben durch die Löcher und befestige sie mit Flügelmuttern. Die kann man nämlich leichter auf- und zudrehen als eine normale Schraubenmutter. Ich habe schon Stiefmütterchen, Akelei, Gänseblümchen, Malven, Storchschnabel, Löwenzahn, Blätter und Gräser in meine Blumenpresse gelegt. Nur so ganz dicke Blüten, wie Rosen oder Nelken eignen sich nicht so gut. Davon zupfe ich dann die einzelnen Blütenblätter ab und lege sie in die Presse.

Nach ein paar Tagen sind die Blüten dann richtig platt gedrückt und trocken. Und was macht man jetzt damit? Ich löse die Blumen, die jetzt sehr zerbrechlich sind, vorsichtig aus den Papieren der Presse und klebe sie zu Blumenbildern zusammen. Manchmal lege ich Figuren aus den Blüten, die sehen dann aus wie Elfen. Na ja, manchmal auch wie Außerirdische. Meine allerschönsten und interessantesten Blüten und Blätter klebe ich auf ein eigenes Blatt, auf das ich dann den Namen der Pflanze schreibe und den Ort und den Tag, wo ich sie gepflückt habe. So bekomme ich im Laufe der Zeit mein eigenes Pflanzenbuch, man nennt das auch Herbarium. Jetzt kann ich immer nachschauen, wie eine Pflanze heißt und wann sie blüht. Viel Spaß beim Basteln,

Euer Blumuckel

Warum brennt die Brennnessel?

Bei Brennnesseln denken viele Menschen zuerst daran, dass man ihr nicht zu nahe kommen sollte. Berührt man ihre Blätter, wird man das ein paar Minuten lang nicht vergessen — es brennt auf der Haut. Deshalb streift man im Sommer lieber nicht mit nackten Beinen durch die Brennnesseln. Warum hinterlässt die Bekanntschaft mit dieser Pflanze so schmerzhafte Erinnerungen?Habt Ihr Fragen, Anregungen, Wünsche? Dann mailt mir: gartenkobold@kitzingen.de

Auf den Blättern und Stängeln der Brennnessel sitzen viele feine Härchen, die so genannten Brennhaare. Wenn ihr eine Lupe habt, könnt ihr das vielleicht einmal genauer betrachten. Jedes dieser Härchen ist am unteren Ende verdickt, dann mündet es in einen schlanken Schaft und ganz am Ende sitzt ein winzig kleines Köpfchen. Und dieses Köpfchen hat es in sich. Berührt man die Pflanze, bricht dieses feine Köpfchen ab und die Spitze des Härchens dringt ganz leicht in die Haut. Dabei wird eine Flüssigkeit in die Haut gedrückt, die kräftig brennt. Die Stelle wird rot und ihr müsst die Zähne zusammen beißen.

Die Pflanze schützt sich damit vor fressenden Säugetieren. In der Natur gibt es viele Beispiele dafür, wie sich Pflanzen vor Fraßfeinden schützen,
denkt nur an die vielen Sträucher mit Dornen.

Aber könnt ihr euch vorstellen, dass die Brennnessel eine sehr wertvolle Pflanze ist? Viele Insekten und die Raupen von zahlreichen Schmetterlingsarten ernähren sich von Brennnesseln. Ihnen machen die Brennhärchen auch gar nichts aus. Sie brechen sie beim Fressen einfach ab. Deshalb ist es wichtig, dass an manchen Ecken im Garten ein paar Brennnesseln stehen bleiben, ich freue mich dann über die vielen Schmetterlinge, die ich im Garten habe.

Auch wir Menschen können die Brennnessel nutzen. Sie ist eine wertvolle Heilpflanze, aus der man Tee zubereiten kann. Aus eingeweichten Brennnesselpflanzen macht man einen guten Dünger. Bis vor 200 Jahren wurden aus den Fasern der Pflanze sogar Hemden und Bettlaken hergestellt. Und auch essen kann man die Brennnessel. Aber nur, wenn die Blätter ganz jung und zart sind, dann können sie als Salat oder wie Spinat zubereitet werden.

Na, habt ihr Lust, das mal auszuprobieren?

Viel Spaß

Euer Blumuckel

 

So gießen Kobolde richtig

Wenn es so richtig warm wird, gibt es im Garten viel zu tun. Besonders im Gemüsebeet, denn da muss ich besonders darauf achten, dass meine Pflanzen immer gut mit Wasser versorgt sind.
Das ist manchmal ganz schön anstrengend, denn ich weiß ja, dass ich auch beim Gießen einiges beachten muss. Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass ich ein bisschen übertreibe.
Gießen kann doch wirklich nicht schwer sein!

 

Und das schon gar nicht während der größten Mittagshitze. Besser ist es, am Morgen oder am Abend zu gießen. Und zwar richtig. Also nicht nur ein paar Tröpfchen. Denn die kommen gar nicht bist zu den Wurzeln hinunter. Die Salat- und Gemüsepflanzen brauchen richtig viel Wasser, das bis zu den Wurzeln dringt. Deshalb geht man am besten ganz nah mit der Gießkanne an die Pflanze heran und schüttet das Wasser direkt auf die Erdoberfläche.

Ja, und dann gibt es da auch noch einen alten Gärtnertrick. Mit dem macht man garantiert nichts falsch. Dazu gräbt man dicht neben seinen Pflänzchen Blumentöpfe ein. Der Rand sollte noch etwas über die Erdoberfläche hinaus ragen. Gießt man das Wasser jetzt nämlich direkt in die Töpfe, gelangt es genau dahin, wo wir es haben wollen — an die Wurzeln. Dort können es die Pflanzen am besten aufnehmen. Bei großer Hitze fülle ich gleich morgens die Töpfe mit Wasser. So sind die Pflänzchen gut versorgt.
Und wenn die Blätter am Abend trotzdem schlapp sind, gieße ich eben einfach noch einmal nach.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

 

blumuckel mit giesskanneDas stimmt zwar schon, aber trotzdem kann es der Pflanze schaden, wenn das ganze Gießwasser von oben die Blätter plätschert. Auf den feuchten Blättern können sich nämlich ganz schnell Pilzkrankheiten ausbreiten. Besonders bei Tomaten.
Deshalb lassen kluge Gärtner und Gartenkobolde das Wasser nicht wie einen Wolkenbruch über ihre zarten Pflänzchen rauschen.
Jetzt gut zu beobachten - Rosenkäfer

Im Rosenmonat Juni gibt es nicht nur besonders schöne Rosenblüten. Es gibt auch ein besonders schönes Insekt. Heute möchte ich Euch den Rosenkäfer vorstellen. Bestimmt ist er Euch schon einmal im Garten begegnet: ein ungefähr 15-20 mm großer Käfer, mit einem schillernd grünlichen Panzer, der in der Sonne golden glänzt.

Anzutreffen ist er von April bis September, meist auf Holunder-, Flieder- oder Weißdornblüten, und ganz oft sieht man ihn auf Rosenblüten. Dort verharrt er gerne stundenlang in der Mittagszeit, wo er sich dann in aller Ruhe beobachten lässt.

Wer jetzt glaubt, so ein großer Käfer wäre vielleicht ein Schädling, braucht keine Angst zu haben — der Rosenkäfer schädigt die Rosen nicht. Er ernährt sich nämlich nur von deren Nektar und Pollen, gerne auch vom Pflanzensaft verletzter Pflanzen, und auch reife Früchte mag er sehr. Er knabbert also keine Blüten an, sondern er verziert sie eigentlich nur, wenn er draufsitzt. Und sein schöner, schillernder, dicker Panzer schützt ihn vor Angriffen anderer Insekten. Rosenkäfer sind geschickte Flieger, denn sie können unter den harten Deckflügeln ganz weichhäutigen Flügel entfalten, mit denen sie auch bei geschlossenem Panzer fliegen können.

Bis so ein dicker Käfer allerdings fertig ist, dauert es eine Zeit lang. Zwei bis drei Jahre vergehen, bis aus der Larve nach zwei Häutungen eine Puppe und schließlich der Käfer wird.

Die Larven des Rosenkäfers sind meist im Kompost oder in einem Ameisenhaufen zu finden. Wenn Ihr also im Kompost größere Larven entdeckt, lasst sie am besten in Ruhe, es könnten Rosenkäferlarven sein. Und Ihr könnt Euch auf die schillernden Brummer freuen, die wie dicke Goldklumpen durch die Luft schwirren.

Grüßt die Rosenkäfer schön von mir , wenn Ihr sie trefft!

Euer Blumuckel

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Nicht alle Schnecken sind gefräßig

Kaum einer mag sie. Jeder will sie loswerden. Fast alle kennen einen Trick, sie zu vertreiben.
Schnecken gehören nicht gerade zu den Lieblingstieren im Garten.
Schleimige Monster, die den ganzen Salat auffressen.
Eklige Dinger, die unsere frisch aufgegangenen Sommerblumen verputzen.

Die Rede ist dabei aber hauptsächlich von den Nacktschnecken.
Diejenigen, die kein Haus mit sich herumtragen.
Dabei gibt es aber durchaus auch ‚nette‘ Schnecken.
Solche, die nicht in Scharen über das Gemüsebeet herfallen.

Denn die Schnirkelschnecke mit ihrem schön gefärbten Haus richtet kaum Schaden im Garten an.
Sie kommen eben nicht in Massen.
Und außerdem sind sie ein beliebter Bestandteil auf dem Speisezettel von Amseln, Drosseln, Igeln und einigen anderen.

Bestimmt sind euch schon die gelblich-weißen Schneckenhäuser mit den braunen Bändern aufgefallen. Oder die dunkelbraunen mit den hellen Streifen. Oder andersfarbig gestreift.
Wenn ihr einmal die leeren Schneckenhäuser im Garten sammelt, werden ihr feststellen, wie viele verschiedene Kostüme diese Schneckenart tragen kann.

Und nachdem die Schnirkelschnecken unseren Salat und unsere Blumen in Ruhe lassen, können wir ihnen auch einen Unterschlupf im Garten anbieten.
Sie sitzen zum Beispiel tagsüber gerne unter einem leeren Blumentopf, wo es schön schattig ist.
Wenn es richtig heiß ist, kriechen die Schnirkelschnecken hoch in das Geäst von Sträuchern und verschließen den Eingang zu ihrem Haus mit einer Haut, die wie ein Vorhang wirkt und sie vor dem Austrocknen schützt.
Dort festgeklebt warten sie auf feuchteres Wetter.
Im Winter verkriechen sich die Schnirkelschnecken in den Boden, um sich vor Frost zu schützen.

Also, ich habe nichts gegen solche Schnecken in meinem Garten. Gegen gefräßige Nacktschnecken bin ich allerdings auch machtlos.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Erdbeeren wachsen auch auf dem Balkon

Jetzt im Juni ist endlich wieder Erdbeerzeit!

Was gibt es Schöneres, als im Garten die sonnenwarmen, köstlich duftenden, süßen, saftigen Früchtchen zu ernten?
Natürlich weiß ich, dass manche von euch gar keinen Garten haben.
Das ist zwar schade, aber auf eure eignen Erdbeeren braucht ihr deshalb nicht zu verzichten.
Denn ein sonniger Balkon reicht sogar schon aus, um selbst Erdbeeren heranzuziehen.
Den Beeren ist es nämlich egal, ob sie auf einem Beet oder in einem Blumenkasten oder —topf wachsen, solange sie einen richtig schön sonnigen Platz haben.
Sehr gut geeignet sind Töpfe, die man aufhängen kann, so genannte ‚Ampeln‘.
Die nehmen dann auch nicht viel Platz auf dem Balkon weg.

Wenn ihr euch für so eine Erdbeersorte für den Balkon entscheidet,
müsst ihr nur ein paar Dinge beachten.
Die Pflanzen sollten in eine gute und nährstoffreiche Erde eingetopft werden, denn sie brauchen ja Kraft zum Blühen und Fruchten.
Und die Erdbeeren im Topf oder Kasten müssen regelmäßig gegossen werden.

Schon bald werdet ihr dann feststellen, dass die Erdbeerpflanzen lange Schnüre ausbilden.
Das sind ‚Ausläufer‘. Damit möchten die Pflanzen sich ausbreiten und vermehren.
Sitzen die Erdbeeren nun in einer Ampel oder einem Kasten, sieht es ganz besonders hübsch aus, wenn diese Ausläufer zu langen Vorhängen werden, an denen bald Blätter, Blüten und Früchte erscheinen.
Dann kann man den ganzen Sommer über rote, süße Beeren ernten.
Schön, wenn man zum Naschen auf den Balkon gehen kann.

Übrigens: Auch andere Früchte, wie Johannis-, Stachelbeeren oder Tomaten können gut in Töpfen auf dem Balkon gezogen werden. Probiert es doch einmal aus.

Viel Spaß dabei

Euer Blumuckel

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Warum der Klatschmohn Klatschmohn heißt

Richtig Sommer ist es für mich immer dann, wenn die Felder mit roten, leuchtenden Klecksen gesprenkelt sind.
Manchmal sehen auch ganze Straßenböschungen aus, als wäre ein rotes Seidentuch darüber ausgebreitet worden.
Dann hat nämlich die Blütezeit des Mohns begonnen.

Die zarten Blüten mit der weithin leuchtenden roten Farbe, gehören dem Klatschmohn, der große Flächen bedecken kann, wenn er sich ungehindert ausbreiten darf.
Und das tut er dort, wo der Boden im Frühjahr offen ist, z. B. auf Äckern, Böschungen und überall dort, wo Boden ausgehoben wurde.
Denn seine Samen brauchen viel Licht zum Keimen.
Damit die Samen auch möglichst weit verbreitet werden, hat der Klatschmohn eine ganz bestimmte Technik.

Nach der Blüte reifen die Samen in einer Kapsel heran.
Sind sie ausgereift, öffnet sich die Kapsel am oberen Ende.
Wenn nun der Wind weht, werden die Samenkörner wie bei einem Salzstreuer herausgeschleudert und in alle Richtungen getragen.
Vielleicht habt ihr schon einmal so eine reife Mohnkapsel geschüttelt.
Dann habt ihr bestimmt gehört, wie die Samenkörner darin klappern.

Früher hat man diese Mohnsamen zum Würzen für Brot und Gebäck verwendet.
Heute gibt es spezielle Sorten von Mohn, die für diesen Zweck angebaut werden.
Daraus kann man dann köstliche Mohnkuchen backen.

Die Stängel und auch die Blütenknospen enthalten einen weißen Milchsaft, der leicht giftig ist.
Leider sind die Blumen nicht zum Pflücken für Sträuße geeignet, denn in der Vase verwelken sie innerhalb kürzester Zeit.
Aber aus den Blütenblättern und Fruchtkapseln kann man ja kleine Figuren basteln.

Woher der Klatschmohn seinen Namen hat, ist nicht so genau bestimmt.
Für mich gibt es aber eine ganz einfache Erklärung: Nimmt man so ein Blütenblatt und faltet es zu einem luftigen Päckchen zusammen, kann man es sich mit Schwung auf den Handrücken klatschen.
Je mehr Luft im Päckchen ist, desto lauter klatscht es dabei. Damit ist doch alles klar, oder?

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Was man in den Wanderschuhen für Schätze finden kann

Gibt es etwas Schöneres, als im Sommer durch Wälder und Wiesen zu streifen? Am Bach entlang zu laufen oder auf Feldwegen die Gegend zu erkunden?

Ich ziehe mir dazu ja immer meine Wanderschuhe an, die haben eine dicke Sohle, da kann ich auch auf noch so holprigen Wegen laufen.
Aber dann zu Hause! Da habe ich oft keine Lust, den Dreck aus den Schuhen zu kratzen.
Obwohl — das könnte doch eigentlich ganz spannend werden.
Wenn ich es mir genau überlege, könnte das sogar ein neues Experiment sein.
Genau — das probiere ich aus!

Wenn nach meinen Streifzügen durch Wald und Wiesen mal wieder so richtige Erdklumpen an den Schuhen hängen, kratze ich diesen Dreck aus den Rillen gründlich ab.
Aber ich werfe ihn nicht weg. Nein — ich will nämlich einmal sehen,
was aus diesem Dreck so alles werden kann.
Denn in diesen Klumpen sind ja nicht nur Erde und Steine drin,
sondern auch viele Pflanzenreste und Samen.
Deshalb kommen diese Reste meines Spaziergangs in einen Blumentopf oder in eine Schale.
Jetzt muss ich diese Erde nur noch regelmäßig feucht halten.

Ich bin gespannt, wann die ersten Pflanzensamen zu keimen beginnen.
Dann werden grüne Spitzen aus der Erde schauen und ich bin schon sehr neugierig,
zu welchen Pflanzen sie gehören.
Denn Samen können nämlich viele Jahre in der Erde überleben und darauf warten,
dass sie genügend Licht und Feuchtigkeit bekommen.
Sobald das nämlich passiert, beginnen sie auszutreiben.

Na, was ich da wohl alles von meinen Streifzügen mitgebracht habe. Probiert es doch auch mal aus. Und schickt mir doch ein Bild von Euren Spaziergangspflanzen!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Woher kommt der Name 'Schafskälte'?

In der letzten Woche war häufig von der ‚Schafskälte‘ zu hören. Gut, es war nicht mehr so warm und man konnte nicht ins Freibad gehen. Aber was hat das mit den Schafen zu tun?

Das wollte ich genauer wissen. Dabei habe ich herausgefunden, dass es ja normalerweise im Mai und im Juni schon so richtig sommerlich warm wird. Klar, das haben wir ja auch gemerkt. Allerdings kommt es in vielen Jahren vor, dass nach dieser Hitze Mitte Juni noch einmal richtig kühle Luft zu uns kommt, und das Wetter regnerisch und kalt wird.

Und weil das in ganz vielen Jahren immer wieder so ist, hat man dafür auch schon einen eigenen Begriff gefunden — die Schafskälte. Und wieso Schaf- und nicht etwas Kuh- oder Hirsch- oder Maus-Kälte?

Das kommt daher, dass die Schafe im Frühling geschoren werden, denn sie sollen von ihrem dichten Wollkleid befreit werden, bevor es im Sommer so richtig heiß wird.

Kommt dann aber im Juni noch einmal so ein Kälteeinbruch, dann stehen die geschorenen Schafe auf der Weide und frieren.

Dabei muss irgend jemand einmal auf die Idee gekommen sein, diese Zeit, in der die Schafe frieren, als Schafskälte zu bezeichnen.

Und was ist dann mit den ‚Hundstagen‘?

Im Wetter-Lexikon steht, dass die Hundstage in der Zeit vom 23.Juli bis 24. August sind. Sie heißen deshalb so, weil die Sonne zu dieser Zeit in der Nähe des Hundssterns steht. In ganz Mitteleuropa ist es gerade dann meistens sehr warm, deshalb werden mit ‚Hundstagen‘ ganz allgemein besonders heiße Tage bezeichnet. Es hat also eigentlich nichts damit zu tun, dass die Hunde im Juli und August besonders schwitzen müssen. Sonst könnte es ja auch Gartenkoboldstage heißen.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Draußen ist es so lange hell, man könnte sogar noch spätabends ein Buch im Garten lesen. Das gefällt mir so am Sommer. Doch das Lesevergnügen im Freien hat bald seinen Höhepunkt erreicht. Denn in dieser Woche, am 21. Juni ist wieder Sommersonnwende. Dieser Tag wird in vielen Orten mit großen Feuern gefeiert. Der Sonnwendtag ist nämlich der längste Tag im Jahr. Es bleibt so lange hell, wie an keinem anderen Tag. Die darauf folgende Nacht ist also die kürzeste des Jahres.

Die Zeit um die Sommersondwende herum ist für die Gärtner eine wichtige Zeit. Denn am 24. Juni ist Johannitag. Ab diesem Zeitpunkt wird kein Spargel und kein Rhabarber mehr geerntet. Diese Pflanzen brauchen von nun an eine Ruhepause.

Auch in der Vogelwelt spürt man eine Veränderung. Die Vögel haben nicht mehr ganz so viel Zeit zum Singen, wie in den letzten Wochen zuvor. Sie sind jetzt vollauf damit beschäftigt, ihre Jungen aufzuziehen.

Der Johannitag war schon früher ein besonderer Tag, weil er als der beste Zeitpunkt zum Kräutersammeln galt. Man glaubte, dass die Kräuter die meiste Kraft und Heilwirkung haben, wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hat, also um die Sonnwende herum.

Deshalb war es auch üblich, Sonnwendkränze aus verschiedenen Kräutern zu binden. Man verwendete Ringelblumen, Arnika, Farne, Wegwarte, Thymian, Beifuß und — wie der Name schon sagt - Johanniskraut. Dieses Kraut passt besonders gut zum Sonnwendfest, weil seine gelben Blüten wie kleine Sonnen aussehen.

Mit solch einem Sonnwendkranz hoffte man, alles Unheil abwenden zu können. Er war ein Symbol für einen Schutzring.

Vielleicht habt Ihr Lust, Euch zur Sonnwendfeier einen blühenden Kranz aus Kräutern und Blumen zu winden? Ihr könnt die Stängel und Stiele einfach zu einem Ring schließen und mit Gräsern und Zweigen umschlingen, bis der Kranz fest zusammenhält. Das bringt Glück!

Viel Spaß dabei

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
So schützen sich Pflanzen vor Regen

Wenn Ihr im Schwimmbad dunkle Wolken aufziehen seht, wird es Zeit aus dem Wasser zu kommen und die Siebensachen zu packen.

Dass das Wetter sich ändert, das kann man aber nicht nur daran bemerken, dass der Himmel sich verdunkelt und dass Wind aufkommt. Ein Blick auf die Wiese zeigt Euch das auch. Denn dort gibt es auch ein paar ganz zuverlässige Wettervorhersager — oder besser gesagt Wettervorherzeiger.

Dazu gehören ganz bekannte Pflanzen: Das Gänseblümchen zum Beispiel, von dem Ihr alle wisst, wie es aussieht. Bei schönem Wetter sind die kleinen Blütchen weit geöffnet. Dann könnt Ihr sie pflücken und Armbänder oder Ketten daraus basteln. Ist aber schlechtes Wetter im Anmarsch, geht es den Gänseblümchen ähnlich wie Euch. Sie können zwar nicht ihre Siebensachen zusammenpacken und sich irgendwo unterstellen. Aber sie können ihre Blüten schließen, genau so, wie sie das übrigens auch am Abend tun. Wenn also Wolken am Himmel aufziehen, sind von den Gänseblümchen auch tagsüber nur noch ihre geschlossenen Blütenköpfe zu sehen.

Genauso macht es auch der Löwenzahn. Bei aufziehendem schlechten Wetter seht ihr statt leuchtend gelber Blüten nur die fest geschlossenen länglichen Köpfe.

Warum machen die Pflanzen das? Ob sie Angst um ihre schönen Blütenblätter haben?

Nicht ganz — aber es gibt wirklich einen wichtigen Grund. Sie möchten nämlich ihren Blütenstaub vor Regen und Nässe schützen. Bei gutem Wetter wird der Blütenstaub von Bienen und Insekten von Blüte zu Blüte getragen, bei Regen sind aber auch keine Insekten unterwegs, also bleibt die Blüte zu.

Übrigens machen das einige andere Pflanzen auch noch so. Das Schöllkraut zum Beispiel, schließt bei schlechtem Wetter nicht nur seine Blüten, sondern senkt gleich seinen ganzen Blütenstiel nach unten. Und die weiße Lichtnelke, die eigentlich erst am Nachmittag ihre Blüten öffnet, bleibt geschlossen, wenn ihr das Wetter nicht genehm ist.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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blumuckel mit giesskanne
Aus den Gartenfrüchten machen wir Eis

Ihr findet die Überschrift komisch? Ihr findet, dass es draußen viel zu warm ist, um von einer Eiszeit zu sprechen? Ihr denkt, mir sind die Ferien nicht bekommen?

Im Gegenteil! Gerade wenn es warm ist, und draußen die besten Früchte reifen, beginnt für mich die Eiszeit.

Denn ich liebe Eis. Am liebsten mag ich Früchteeis. Wusstet Ihr eigentlich, dass Speiseeis schon seit 4000 Jahren hergestellt wird? Damals gab es ja noch keine Gefrierschränke! Man verwendete deshalb Schnee und Milch und Früchte. Auch der römische Kaiser Nero aß gerne Eis. Für ihn musste der Schnee zu Kühlen extra aus den Bergen beschafft werden.

Seit ungefähr 500 Jahren gibt es das Speiseeis so, wie wir es kennen. Hergestellt wurde es in Sizilien, dort wo es im Sommer richtig heiß ist. Zum Glück gibt es das Eis mittlerweile auf der ganzen Welt.

Doch weil in meinem Garten gerade die Beeren reif sind, möchte ich mein Eis selber machen. Erdbeer-Himbeer- oder Johannisbeereis esse ich nämlich am liebsten. Und es geht ganz einfach.

Zunächst einmal pflücke ich die reifen Beeren und wasche sie vorsichtig. Dann werden sie zerdrückt und mit Quark oder Joghurt vermischt. Je nach Geschmack gebe ich noch ein bisschen Zucker oder Vanillezucker dazu.

Diese Masse fülle ich nun in kleine Eisförmchen oder in Eiswürfelbehälter und stecke jeweils ein kleines Holzspießchen hinein. Nun ab damit in den Gefrierschrank bis aus dem Beerenquark Beereneis geworden ist. Sehr, sehr lecker.

Probiert es doch mal aus! Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

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Blumen für den Balkon

Wie es draußen duftet! Jeden Tag entdecke ich neue Blüten!

Wer von euch keinen Garten hat, braucht aber auf Blumen nicht zu verzichten.
Denn auch auf dem Balkon kann man sich ein kleines blühendes Gärtchen einrichten.
Im Moment werden in den Gärtnereien gerade wieder Pflanzen angeboten, die man in Töpfe oder in Balkonkästen setzen kann.

So könnt auch ihr ein richtig buntes und duftendes Blütenmeer schaffen.


Ihr braucht dazu nur einen sonnigen Balkon
und verschiedene, größere Blumentöpfe oder andere Gefäße,
zum Beispiel Kisten, Körbe oder ähnliches.
Wichtig ist nur, dass die Gefäße unten ein Loch haben,
durch das das Gießwasser abfließen kann.
Außerdem braucht ihr Blumenerde, eine Gießkanne und etwas Blumendünger.


In der Gärtnerei könnt ihr auswählen, welche Blumen euch gefallen.
Wie wäre es mit blaublütigem Männertreu oder schwarzäugiger Susanne?
Oder violette Vanilleblumen, die kräftig duften?
Lustig bunt sind die Gauklerblumen, Elfenblumen haben zarte rosa Blüten
und Fleißige Lieschen machen ihrem Namen alle Ehre, weil sie nicht müde werden, neue Blüten zu bilden.
Für den guten Duft und Geschmack können auch ein paar Kräuter sorgen.
Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, Salbei, Minze — diese und viele andere können gut in Töpfen und Kästen gedeihen.

Nachdem ihr eure Wahl getroffen habt, könnt ihr die Blumen zu Hause in größere Gefäße pflanzen.
Denn in den kleinen Blumentöpfchen, in denen sie in der Gärtnerei aufgewachsen sind,
könnten sie sich nicht so gut weiterentwickeln.
Sie brauchen nämlich mehr Erde, mehr Nährstoffe und natürlich mehr Wasser.

Wenn ihr die Blumen zu mehreren in Kästen pflanzt, dann solltet ihr beachten,
dass sie nicht zu eng sitzen und genügend Platz haben, neue Wurzeln und Triebe zu bilden.
Also nicht mehr als vier bis fünf Pflanzen auf einmal hinein.
Schön sieht es auch aus, wenn ihr Blumen, die nach oben wachsen,
zusammen mit solchen, die nach unten hängen in ein Gefäß pflanzt.

Ganz besonders wichtig ist von nun an das Gießen.
Euer kleiner Balkongarten muss immer gut mit Wasser versorgt werden,
denn die Töpfe und Gefäße können bei großer Hitze schnell austrocknen.

Bittet einen Erwachsenen außerdem, euch dabei zu helfen,
einmal in der Woche etwas flüssigen Blumendünger ins Gießwasser zu geben.
Darin sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten, die die Blumen zum Wachsen und Blühen brauchen.
Aber Vorsicht: Ihr müsst euch genau an die Angaben auf der Düngerflasche halten,
sonst kann es der Pflanze eher schaden als nutzen.

Wenn ihr euch gut um eure Balkonblumen kümmert, werdet ihr bald von Blüten umringt sein.
Bis zum Herbst könnt ihr euch dann an euren blumigen Freunden erfreuen.
Erst der Frost macht den Blumenmeer dann ein Ende.
Doch bis dahin dauert es ja zum Glück noch eine ganze Weile.

Viel Spaß dabei

Euer Gartenkobold

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Jetzt ist Erdbeerzeit

Sie sind rot, duften und schmecken süß, und wenn sie reif sind, dann ist richtig Sommer.
Die Rede ist von den Erdbeeren, das habt ihr sicher gleich bemerkt.
Am allerbesten schmecken sie ja, wenn sie ganz frisch gepflückt wurden.
Dann sind sie sonnenwarm und haben das meiste Aroma.

Wusstet ihr, dass Erdbeeren auch im Wald wachsen?
Das sind wild wachsende Erdbeeren, die nicht gepflanzt wurden,
sondern sich von selbst dort ausbreiten, wo es ihnen gut gefällt.
Schon vor 2000 Jahren hat man damit begonnen, die Früchte,
aber auch die Wurzeln und Blätter zu sammeln und als Heilmittel zu verwenden.

Die Erdbeeren, die ihr aus dem Garten kennt, oder die ihr im Geschäft kauft,
sind aber viel größer und wurden im Laufe vieler Jahrhunderte gezüchtet.
Deshalb können wir auch verschiedene Sorten auswählen,
wenn wir selbst Erdbeeren anpflanzen:
Es gibt größere und kleinere Beeren, manche werden früher reif,
andere später und einige eignen sich besonders gut dazu,
in Töpfe und Kübel gepflanzt zu werden.
Und wer von Erdbeeren gar nicht genug bekommen kann,
der nimmt am besten die Sorte ‚Florika‘ oder ‚Spadeka‘,
denn die breiten sich zu einer richtigen Erdbeerwiese aus.
Wunderbar, das ist genau richtig für mich.

Vielleicht habt ihr schon gesehen, dass zwischen den Erdbeerpflanzen Stroh liegt.
Das sorgt dafür, dass die reifen Früchte nicht auf der Erde liegen.
Denn dort würden sie schneller beginnen, zu faulen.
Das Bett aus Stroh aber sorgt dafür, dass die Früchte schön trocken und sauber bleiben,
dann können sich auch Krankheiten nicht so schnell ausbreiten.

Wenn ihr euch selbst Erdbeeren in den Garten pflanzen möchtet,
könnt ihr das in den nächsten Wochen tun.
Denn junge Erdbeeren werden im Sommer gepflanzt.
Sie brauchen einen sonnigen Platz und einen fruchtbaren Boden.
Der wird mit einer Hacke schön gelockert.
Wenn dort Unkraut wächst, müsst ihr das natürlich heraus zupfen.
Für die Erdbeerpflanzen macht ihr Löcher in den Boden.
Die sollen aber nicht zu tief sein, denn das "Herz",
das ist die Mitte der Erdbeerpflanze, soll ungefähr zur Hälfte im Boden sein.

Sitzt die Pflanze zu tief, kann sie im nächsten Jahr nur schlecht Beeren ausbilden,
sitzt sie zu hoch, könnte sie im Winter leicht erfrieren.

Wenn ihr die jungen Pflanzen im Sommer gut pflegt, also sei bei Trockenheit gießt und das Unkraut entfernt, könnt ihr im nächsten Frühjahr schon die ersten Blüten sehen.
Daraus entwickeln sich dann die leckeren roten Kugeln.
Und bestimmt findet ihr dann auch, dass die selbst gezogenen Früchte am allerbesten schmecken.

Für große Leckermäuler habe ich aber noch einen besonderen Tipp: Schoko-Erdbeeren.
Dazu braucht ihr nur schöne, saftige Erdbeeren, Holzspießchen und etwas Schokolade oder Kuvertüre. Mit der Hilfe eines Erwachsenen wird die Schokolade im Wasserbad geschmolzen.
Die Erdbeeren steckt ihr entweder einzeln oder zu mehreren auf die Holzspießchen und taucht sei in die flüssige Schokolade ein.
Zum Abkühlen legt ihr die Erdbeerspieße am besten auf ein Stück Alufolie.
Und wenn die Schokolade dann fest geworden ist, könnt ihr die köstlichen Früchte im süßen Mantel genießen.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Euer Gartenkobold

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Platsch — hinein ins Vergnügen!
Gibt es etwas Schöneres bei brütender Hitze als eine Abkühlung im Wasser?
Ihr könnt mit glauben — das mögen Gartenkobolde genauso gern wie ihr Kinder.

Doch wusstet ihr, dass auch die Vögel mit Begeisterung zum Baden gehen?
Das kann man besonders gut am Gartenteich beobachten.
An den Stellen, wo es schön flach ist, finden sich viele Vögel zum Badespaß ein.
Das ist dann ein Geplansche und Gespritze — genau wie bei euch im Schwimmbad.

Wenn ihr keinen Teich im Garten habt, könnt ihr den Vögeln aber trotzdem ein erfrischendes Nass anbieten.
Es reicht schon, eine größere, flache Schale, die mit Wasser gefüllt ist, in den Garten zu stellen.
Legt ein paar Steine hinein, dann haben die Vögel einen guten Landeplatz.
Es geht sogar noch einfacher: In meinem Garten liegt ein großer Stein, der an der Oberfläche etwas vertieft ist.
Darin sammelt sich immer das Regenwasser.
Den Vögeln in meinem Garten reicht das schon für eine Erfrischung — auf dem Stein ist im Sommer immer großer Badebetrieb.

Doch nicht nur dafür ist das Wasser wichtig.
Denn unsere gefiederten Freunde haben bei großer Hitze auch Durst.
Sie sind dann natürlich froh, wenn es in den Gärten ein paar Stellen gibt, an denen sie etwas zu trinken finden.

Wenn ihr den Piepmätzen im Garten eine Wasserstelle bereitstellen möchtet,
dann wählt eine möglichst geschützten Platz dafür.
Klar, dass er für euch noch gut sichtbar sein soll, schließlich macht es ja großen Spaß,
den Vögeln beim Baden zuzusehen.
Aber er sollte so liegen, dass die Vögel bei Gefahr
etwa wenn eine Katze im Anmarsch ist — schnell auf einen Baum flüchten können.
Ein Platz in der Nähe von Gehölzen ist deshalb viel besser als zum Beispiel in der Mitte des Rasens.

Dort, wo sich die Vögel sicher und einigermaßen ungestört fühlen, werden sie auch regelmäßig hinkommen.
Ich staune immer wieder, wie viele Badegäste sich innerhalb kürzester Zeit in meinem Garten einfinden.
Zum Dank dafür kümmern sie sich dann auch um die Schnecken, die ich ja gar nicht eingeladen habe, die aber offenbar denken, dass ich den ganzen Salat nur für sie gepflanzt habe.
Gut, dass ich gefiederte Helfer habe.

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

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Juli
Vogeltränke im Garten

Unsere Pflanzen brauchen Wasser. Aber nicht nur die. Wenn es warm ist, freuen sich auch die Vögel im Garten über eine Wasserstelle. Deshalb habe ich eine Vogeltränke im Garten aufgestellt. Und seitdem gibt’s dort was zu sehen. Ich habe jetzt viele gefiederte Gäste an meiner ‚Bar‘, die sich dort erfrischen möchten und ihren Durst löschen.

So eine Vogeltränke kann eine flache Schale sein, wie z.B. ein Untersetzer aus Ton oder etwas ähnliches. In die legt man ein paar Steine, damit die Vögel einen besseren Landeplatz haben, und füllt sie dann mit Wasser. Oder man nimmt einen schönen, etwas größeren Stein, der eine Vertiefung hat, in der sich das Wasser sammeln kann. Das reicht unseren Badegästen schon aus.

Die Vogeltränke stellt man am besten dort auf, wo es ein bisschen geschützt ist und die Vögel sich sicher fühlen können. Mitten im Garten auf einer freien Fläche werden sie sich nicht so gerne niederlassen, wie im Schutz von Bäumen, Hecken oder größeren Pflanzen. Denn die Vögel müssen sich unbeobachtet vor anderen Tieren, (z.B. Katzen) fühlen können. Natürlich ist es schön, wenn ihr einen Platz findet, von dem aus ihr den Vögeln auch noch gut zuschauen könnt. Und da werdet Ihr allerhand zu sehen bekommen.

Wer einen Teich im Garten hat, kann dort besonders gut beobachten, dass das Ufer bei den Vögeln als Strandbad sehr beliebt ist. Dort finden sich innerhalb kürzester Zeit eine Menge durstiger und badewilliger Gäste ein.

Am Gartenteich ist übrigens noch so einiges geboten. Wasserläufer flitzen federleicht über die Oberfläche, Libellen sausen durch die Luft, und es wimmelt nur so von Käfern und Mücken. Wenn Ihr Euch dort eine Weile ganz still hinsetzt, nimmt das Beobachten bald kein Ende mehr. Zählt doch mal, wie viele verschiedene Tiere Ihr innerhalb von einer Viertelstunde seht! Viel Spaß dabei.

Euer Blumuckel

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Was tun gegen Blattläuse und Schnecken?

Auf meinen Beeten wächst und gedeiht es und ich habe schon Erdbeeren, Radieschen und Salat geerntet. Aber manchmal sind mir schon andere zuvor gekommen. An der Stelle, wo ich neuen Salat gepflanzt habe, war neulich plötzlich nichts mehr außer ein paar grünen Fetzen übrig. Und die Knospen meiner Sommerblumen waren mit lauter kleinen grünen Punkten übersät.

Im Garten gibt es nämlich nicht nur willkommene Gäste. Dort leben auch Tiere, die uns nicht so lieb sind. Die grünen Punkte waren nämlich Läuse und meinen Salat haben die Schnecken vertilgt. Leider kann man sich nicht aussuchen, welche Tiere im Garten leben. Viele Menschen werden natürlich furchtbar sauer, wenn alles, was sie gepflanzt und gesät haben, einfach von den Schnecken gefressen wird. Und klebrige Blattläuse sind auch nicht schön auf den Blumen oder im Gemüse.

Aber glücklicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass fast alle Tiere natürliche Feinde haben. Und so habe ich beobachtet, wie zwei Ohrkneifer damit beschäftigt waren, die Läuse auf meinen Sommerblumen eifrig zu verspeisen. Wie gut, dass ich im Frühjahr Blumentöpfe mit Holzwolle gefüllt und an die Baumstämme gehängt habe. Für Ohrwürmer genau der richtige Unterschlupf, richtige ‚Ohrwurmhotels‘. So habe ich willkommene Gäste im Garten. Die freuen sich, weil auf ihrem Speisezettel Läuse stehen und ich freue mich, dass ich damit mein Problem mit den klebrigen grünen Punkten los bin. Auch Marienkäfer lieben Blattläuse, sie habe sie sogar zum Fressen gern.

Ja und die Schnecken haben ein Problem, wenn viele Vögel im Garten sind. Die stürzen sich mit Vorliebe auf die braunen Nacktschnecken und fressen sie auf. Damit brauche ich mir dann keine Sorgen mehr um meinen Salat zu machen. Ein Glück, dass in meinem Garten Hecken und Bäume mit Nistkästen stehen. Dort wohnen viele, viele Vögel, und die brauchen alle etwas zu fressen. Nur zu, bedient euch nur! Wie Ihr ja wisst, gibt es um so mehr verschiedene Tiere im Garten, je vielfältiger die Bepflanzung und damit die Lebensräume sind. Denn nur mit einer großen Vielfalt an Tieren halten sich die ungeliebten Besucher im Garten in Grenzen. Und so ein oder zwei Salatpflänzchen können die Schnecken ruhig fressen.

Euer Blumuckel

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Kräuterduft einfangen

Wenn die Sonne auf meinen Lavendel scheint, gibt es richtige Duftwolken im Garten. Genau so ist es auch bei anderen Kräutern, dem Thymian, dem Salbei oder dem Rosmarin. Ich streife dann gern durch die Kräuter, denn immer wenn ich sie berühre, gibt es wieder neue Duftschwaden. Und ich selber rieche auch danach. Schnuppert mal an Euren Händen, nachdem Ihr den Lavendel angefasst habt. Wie kommt es eigentlich, dass Kräuter duften? Lavendel und andere Kräuter enthalten ätherische Öle. Das sind Öle in der Pflanze, die intensiv schmecken und duften. Bei vielen Pflanzen entfaltet sich der Duft besonders stark, wenn die Sonne darauf scheint. Andere geben ihren Geruch erst preis, wenn man die Blätter oder Stängel zerreibt. blumuckel kopf

Mit den Kräutern kann man den ganzen Sommer über die Wohlgerüche im Garten genießen. Aber was machen wir, wenn uns an grauen Wintertagen die Sehnsucht nach Sonne, Sommer und Blumen überfällt? Da gibt es ein wunderbaren Rezept: wir fangen die Sommerdüfte einfach ein! Wenn der Lavendel blüht, schneide ich mir einige Stängel davon und streife die blauen Blütchen ab. Die fülle ich in ein hübsches Säckchen oder in eine schöne Schachtel. Und das duftet! Wenn ich dann an grauen Wintertagen daran schnuppere, habe ich das Gefühl, den Sommer zu riechen. Lavendelsäckchen vertreiben übrigens auch die Motten im Kleiderschrank.

Solche Duftsäckchen kann man natürlich mit vielen anderen Kräutern basteln. Thymian, Rosmarin, Salbei, MInze und viele andere eignen sich gut dazu.

Möchte man sich für die Küche einen Wintervorrat an Kräutern anlegen, sollte man die Kräuter trocknen und dann in ein Glas geben, das man gut verschließen kann.

So, und jetzt nehme ich ein Bad im Lavendel! Bis nächste Woche

Euer

Blumuckel

Nicht vergessen: wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Blüteneiswürfel machen

Die Ferien stehen vor der Tür — die schönste Zeit im Jahr! Für alle Daheimgebliebenen gibt es aber trotzdem koboldige Gartentipps, denn die Pflanzen machen ja keinen Urlaub.

Diesmal zeige ich Euch ein tolles Geschenk, das ich bekommen habe.

Im Sommer muss ich mich natürlich hauptsächlich darum kümmern, dass meine Pflanzen genügend Wasser haben und dass sie nicht von Unkraut überwuchert werden. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, was Unkraut ist und was nicht, lasst Ihr Euch am besten von einem Erwachsenen helfen.

Vielleicht wird es ja in den Ferien endlich richtig warm, dann kann ich mich sogar mit meinen Blumen und Früchten aus dem Garten abkühlen. Wie das geht? Ganz einfach — ich mache mir Blüteneiswürfel. Dazu pflücke ich mir ein paar schöne Blüten, z. B. Gänseblümchen, Margeriten, Salbeiblüten oder Johannisbeeren. Dann fülle ich einen Eiswürfelbehälter mit Wasser auf, gebe die Blüten oder Früchte hinein und schon geht es ab damit ins Gefrierfach. Nach ein paar Stunden habe ich dann blumige Eiswürfel. Die sehen in Limonade oder Saft ganz wunderschön aus. Besonders lecker wird es, wenn Ihr statt Blüten Beeren verwendet. Johannisbeeren, Himbeeren oder kleine Erdbeeren im Eiswürfel sind eine köstliche Schleckerei. Allerdings müsst Ihr immer unbedingt darauf achten, dass Ihr keine giftigen, gespritzten oder verschmutzten Pflanzenteile verwendet.

Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die im Garten Urlaub machen: draußen gibt es so viele Dinge zum Spielen und Basteln. Bemalt doch z.B. einmal schöne Steine in bunten Farben. Oder sammelt Eure schönsten Blüten und gebt sie in die Blumenpresse. Wenn Ihr die getrockneten Pflanzen auf ein Papier klebt und mit ihrem Namen und der Blütezeit beschriftet, könnt Ihr Euer eigenes Pflanzenbuch anlegen.

Und dann habe ich noch ein tolles Geschenk bekommen: Nico W. aus Kitzingen hat mir ein Gartenkoboldbild gemalt. Supertoll. Vielen Dank, Nico!

 

 

Schreibt mir doch mal, was Ihr so alles in den Ferien im Garten macht oder was Ihr gebastelt habt. Oder malt mir so ein tolles Bild wie Nico. Die schönsten Ideen stellen wir dann vor. Mailt an: gartenkobold@kitzingen.de

Viel Spaß

Euer Blumuckel

Was tun bei zuviel unerwünschten Pflanzen?

 


Draußen in den Wiesen und an den Wegrändern freuen wir uns, wenn die ‚Unkräuter‘ so schön blühen.
Nur zwischen meinem Salat und meinem Gemüse — da mag ich das Unkraut gar nicht.
Denn es breitet sich ganz schön aus, und wenn ich nicht aufpasse, dann wächst es schneller als mein Gemüse, und es erobert das ganze Beet.

Dann wird es leider nichts mit leckerem Kohlrabi, knackigem Salat oder süßen Karotten.

Denn die Unkräuter nehmen nicht nur Platz weg, sondern auch Licht, Luft und Nahrung.
Deshalb zupfe ich alle Pflänzchen, die nicht in mein Gemüsebeet oder auch zwischen meine Stauden und Sommerblumen gehören, heraus.
Das ist ziemlich mühsam, und leider muss man das recht oft machen, denn das Unkraut ist sehr hartnäckig.
Manche Unkräuter vermehren sich nämlich über Wurzeln, sie durchziehen dann den ganzen Boden damit. Überall dort, wo man sie ausreißt, bilden sie einfach neue Triebe.
Der Giersch ist z.B. so eine lästige Pflanze. Da nützt alles Graben nichts, er taucht immer wieder auf. Andere dagegen kann man ganz leicht aus der Erde herausziehen, besonders wenn der Boden ein bisschen feucht ist.

Auf keinen Fall aber verwende ich ein Unkrautvernichtungsmittel.
Damit werden nämlich auch viele andere Lebewesen zerstört.

Gift hat in meinem Koboldsgärtchen nichts verloren!

Da jäte ich lieber ab und zu das Unkraut.
Bei der Gelegenheit kann ich mir außerdem ganz genau ansehen, wie es meinen anderen Pflanzen geht.
Und ich kann beobachten, wie viele winzig kleine Tiere im Boden leben.

Und mit dem Unkraut mache ich es dann so: an manchen Ecken im Garten, wo es nicht stört, da lasse ich es einfach wachsen.
Denn es ist ja nicht so, dass Unkraut völlig nutzlos ist. Brennnesseln, z.B. sind sehr, sehr wichtig, denn sie sind Futterpflanzen für Schmetterlinge.
Klee, Löwenzahn und viele andere bieten Nahrung für zahlreiche Insekten.
Deshalb ist ‚Unkraut‘ vielleicht nicht der beste Name für all die Pflanzen, die in unseren Beeten unerwünscht sind.
Manche von ihnen sind sogar Heilkräuter.

Nur der lästige Giersch - für den habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht.
Ich esse ihn auf!
Aus seinen jungen Blättchen kann man einen Salat machen.
Zwar schaffe ich es nicht, soviel zu essen, wie in meinem Garten wächst, aber immerhin ist er so wenigstens ein bisschen nützlich.

Euer Blumuckel

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Der Sommer ist in vollem Gange, mein Gemüse und meine Blumen wachsen und gedeihen.
Aber nicht nur die. Leider wachsen und gedeihen auch die Pflanzen, die ich nicht im Garten haben wollte — Unkraut! Das ist eigentlich nicht so schlimm, denn Unkräuter sind ja die Pflanzen, die nur am falschen Platz wachsen — nämlich da, wo es uns Gärtnern nicht passt.
Wir bringen Samen vom Spazierengehen mit

 

Ich ziehe mir dazu ja immer meine Wanderschuhe an, die haben eine dicke Sohle, da kann ich auch auf noch so holprigen Wegen laufen. Aber dann zu Hause! Da habe ich oft keine Lust, den Dreck aus den Schuhen zu kratzen. Obwohl — das könnte doch eigentlich ganz spannend werden.
Wenn ich es mir genau überlege, könnte das sogar ein neues Experiment sein. Genau — das probiere ich aus!

Wenn nach meinen Streifzügen durch Wald und Wiesen mal wieder so richtige Erdklumpen an den Schuhen hängen, kratze ich diesen Dreck aus den Rillen gründlich ab. Aber ich werfe ihn nicht weg. Nein — ich will nämlich einmal sehen, was aus diesem Dreck so alles werden kann.
Denn in diesen Klumpen sind ja nicht nur Erde und Steine drin, sondern auch viele Pflanzenreste und Samen. Deshalb kommen diese Reste meines Spaziergangs in einen Blumentopf oder in eine Schale. Jetzt muss ich diese Erde nur noch regelmäßig feucht halten.Ich bin gespannt, wann die ersten Pflanzensamen zu keimen beginnen. Dann werden grüne Spitzen aus der Erde schauen und ich bin schon sehr neugierig, zu welchen Pflanzen sie gehören. Denn Samen können nämlich viele Jahre in der Erde überleben und darauf warten, dass sie genügend Licht und Feuchtigkeit bekommen. Sobald das nämlich passiert, beginnen sie auszutreiben.

Na, was ich da wohl alles von meinen Streifzügen mitgebracht habe. Probiert es doch auch mal aus. Und schickt mir doch ein Bild von Euren Spaziergangspflanzen!

Euer Blumuckel

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Gibt es etwas Schöneres, als im Sommer durch Wälder und Wiesen zu streifen? Am Bach entlang zu laufen oder auf Feldwegen die Gegend zu erkunden?
Blumuckel entdeckt die Sonnenblumen

Im Sommer streife ich so gern durch Felder und Wiesen. Auf vielen Äckern leuchtet es gerade sonnengelb. So als ob tausende von kleinen Sonnen dort scheinen würden. Das stimmt ja auch. Denn was da so kräftig strahlt, sind Sonnenblumen.

Die werden zwar nicht deshalb auf den Feldern angepflanzt, weil dann die Landschaft besonders hübsch aussieht, sondern weil sie sehr wertvolle und nützliche Pflanzen sind. Besonders wichtig sind die Kerne, die in der großen braunen Mitte der Sonnenblume heran reifen. Sie enthalten sehr viel Öl, aus ihnen wird z.B. das Sonnenblumenöl hergestellt, das wir für den Salat nehmen. Und weil die Kerne außerdem noch sehr gesund sind, werden sie auch zum Brotbacken oder im Müsli verwendet. Dazu werden sie vorher allerdings geschält, denn die zarten Kerne sind von einer ledrigen, gestreiften Schale umgeben.

Und weil die Sonnenblumen nicht nur nützliche und gesunde Samen liefern, sondern auch wunderschön aussehen, habe ich mir einige in den Garten gepflanzt.
Das geht ganz einfach. Im Frühjahr habe ich einige Samen ausgesät (Gartenkoboldfreunde wissen ja schon längst, wie das geht) und immer fleißig gegossen. Denn Sonnenblumen werden nur dann groß und prächtig, wenn sie immer ausreichend Wasser bekommen. Manche können sogar größer als ein Mensch werden. Damit ich mich den ganzen Sommer über an den blühenden Sonnen freuen kann, habe ich verschiedene Sorten verwendet. Manche zeigen nämlich schon im Juni/Juli ihre Blüte, andere erst im August/September. Es gibt welche mit riesengroßen, dunkelgelben oder orangefarbenen, oder auch mit zierlich kleinen, zitronengelben Blüten.
Obwohl sie bei uns schon seit Jahrhunderten in den Gärten wachsen, kommen die Sonnenblumen eigentlich aus Südamerika. Dort säten die Inkas immer wieder die Samen der größten Blüten aus, um immer noch größere Blumen zu Ehren ihres Sonnengottes wachsen zu lassen.

Mir gefällt an den Sonnenblumen ganz besonders, dass sie auch dann noch etwas zum Beobachten bieten, wenn sie keine Blütenblätter mehr haben. Dann werden nämlich die Samen — die Sonnenblumenkerne - reif.
Und die schmecken nicht nur uns — nein, auf die sind auch die Vögel ganz versessen. Um an die Kerne zu kommen, klammern sie sich sogar kopfüber an die Blütenstände.
Richtig waghalsig und abenteuerlich sieht das manchmal aus.

Ich hole mir dann auch einen Vorrat an Kernen für den Winter. Denn Sonnenblumenkerne sind lecker zum Knabbern. Nicht nur für Vögel.

Euer Blumuckel

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Löwenzahn ist mehr als nur Unkraut

Was verwandelt sich von einer gelben Kugel zu einem zarten duftigen Ball, der in alle Winde verweht? Richtig — der Löwenzahn. Er wächst im Garten, auf der Wiese, an Straßenrändern und sogar in den kleinsten Ritzen.

 

Der Löwenzahn ist übrigens eine nützliche Futterpflanze für Insekten. Auch die Kühe auf der Weide fressen ihn gern. Und wer von Euch ein Häschen oder Meerschweinchen hat, weiß, wie sehr die sich über frische Löwenzahnblätter freuen. Sogar als Heilpflanze wird der Löwenzahn verwendet. Und mancherorts wurde früher sogar Kaffee aus den Wurzeln gemacht. Essen kann man den Löwenzahn auch.
Die zarten jungen Blätter schmecken gut als Salat. Und aus den Blüten kann man einen Sirup kochen, der wie Honig schmeckt.

Die meisten Menschen freuen sich allerdings nicht so sehr über den Löwenzahn im Garten. Aber Abschneiden nützt da gar nichts. Der Löwenzahn hält sich nämlich mit einer langen Pfahlwurzel im Boden fest, aus der gleich wieder neue Pflänzchen wachsen. Wer ihn loswerden will, muss ihn ausgraben.

In meinem Garten darf er aber wachsen, besonders hübsch sieht er zwischen den Ritzen der Steine aus. Nur im Gemüse- und Blumenbeet, da habe ich ihn nicht so gerne.

Aber es macht großen Spaß aus den Blüten Ketten und Armbänder zu basteln. Und wenn man den Stängel eines Löwenzahns am unteren Ende in zwei Teile zieht und ihn dann ins Wasser legt, werden sich die Enden schon nach kurzer Zeit zu Kreisen ringeln. Das ergibt eine sehr schicke Löwenzahnbrille.

Am allermeisten Spaß macht mir aber immer, die Fallschirme in alle Richtungen zu pusten und zu beobachten, wie sie der Wind durch die Lüfte tanzen lässt.

Ihr merkt schon, mit dem Löwenzahn ist ganz schön viel anzufangen, der ist wirklich mehr als Unkraut.

Euer Blumuckel

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Dass sich der Löwenzahn überall so ausbreitet, ist eigentlich kein Wunder. Wie Ihr ja bestimmt schon beobachtet habt, bilden sich aus den gelben, saftigen Blüten die Samen. Und die hängen an kleinen Fallschirmen. Wirklich sehr schlau vom Löwenzahn! Mit diesen Fallschirmen kann der Wind die Samen nämlich sehr weit in alle Richtungen pusten. Oftmals fliegen die Löwenzahn-Fallschirme viele Kilometer weit, bis sie irgendwo landen. Natürlich wird dann nicht aus jedem Samen ein neuer Löwenzahn, aber genau deshalb schickt die Pflanze ja so viele Fallschirme auf die Reise.
Stecklinge ganz einfach selber ziehen

In meinem Garten grünt und blüht es vor sich hin, dass es eine wahre Freude ist.
Jetzt muss ich nur noch Unkraut zupfen, Verblühtes abschneiden und den Garten genießen.

In diesem Sommer möchte ich außerdem noch etwas Neues ausprobieren.
Vielleicht sind euch auch schon einmal die grünen Kugeln oder Kegel mit kleinen Blättchen aufgefallen, die in vielen Gärten stehen.
Manchmal sehen sie auch wie grüne Bänder aus, die als Begrenzung von Beeten dienen.

Bei diesen Kugeln, Kegeln und Bändern handelt es sich meistens um die gleiche Pflanze.
Jawohl — Pflanze, denn obwohl sie wie ein geometrischer Körper aussieht, ist sie ein Gehölz.
Dieses Gehölz heißt Buchs und lässt sich sehr gut in Form schneiden.
So gut sogar, dass man in den Schlossgärten, die vor 200 und mehr Jahren angelegt wurden, fantasievolle Figuren daraus geschnitten hat.
Weil der Buchs aber nicht besonders schnell wächst, dauert es schon eine ganze Weile, bis er so groß ist, dass man ihn in Form schneiden kann.
Das macht ihn leider auch teuer.

Ich möchte in meinem Garten zwar keine Figuren aus Pflanzen haben, aber so eine grüne Einfassung um die Beete herum wäre sehr schön.
Und weil ich dazu viele Buchspflanzen bräuchte, werde ich mir selbst so ein grünes Band heranziehen. Dazu ist der Juli und der August genau der richtige Zeitpunkt.

Ich brauche also: Eine Buchspflanze, von der ich etwas abschneiden darf, eine Schere, kleine Blumentöpfe mit ca. 8 cm Durchmesser und eine gute Erde.

Zuerst schneide ich mir von der Buchspflanze ein paar Zweige ab.
Sie sollten nicht mehr als 7 bis 10 cm lang sein.
Die unteren Blätter streife ich ab, sie sollten nicht in die Erde kommen.
Dann fülle ich die Blumentöpfe mit Erde, die ich vorher mit ein bisschen Sand gemischt habe.
In die vorbereiteten Töpfe stecke ich nun die kleinen Buchszweige und drücke die Erde rundherum etwas fest.
Natürlich brauchen die kleinen Stecklinge Wasser und Licht, aber sie sollten auf keinen Fall in der prallen Sonne stehen.
Dort würden sie schnell vertrocknen.

Jetzt brauche ich nur noch Geduld.
5 bis 6 Monate dauert es, bis aus den zarten Zweigen kleine Pflänzchen geworden sind.
Im nächsten Sommer kann ich sie dann in den Garten pflanzen.
Es sieht bestimmt ganz schön aus, wenn meine Beete einen grünen Rand bekommen.
Und vielleicht pflanze ich mir einfach eine grüne Welle in den Garten.
Sieht bestimmt toll aus. Probiert es doch mal aus!

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Kräuter können auch toll blühen

In meinem Gemüsebeet blüht es blau.
Himmelblau sogar.
Was blaue Blüten in meinem Gemüsebeet zu suchen haben?
Ganz einfach.

Zum einen finde ich, dass eine Beet mit Salat, Kohlrabi und anderem Gemüse viel schöner aussieht, wenn ein paar Blumen dazwischen stehen.
Zum anderen aber gehören diese blauen Blüten zu einem Gewürzkraut, das Borretsch heißt.
Es sieht also nicht nur schön aus, sondern ist auch noch nützlich.

Denn die Blätter werden für den Salat verwendet.
Sie duften und schmecken ein bisschen nach Gurken.
In feine Streifen geschnitten, geben sie dem Salat ein wunderbares Sommerkräuter-Aroma.
Und die himmelblauen sternförmigen Blüten gibt es als Zugabe.
Es sieht toll aus, wenn man ein paar davon zwischen die Salatblätter streut.

Natürlich kann man auch die Blüten essen.
Aber beim Ernten der Blätter und Blüten darf man dafür nicht zimperlich sein.
Die Blätter sind nämlich ganz haarig und stechen ein bisschen.
Nicht sehr, aber doch so viel, dass man auch mit geschlossenen Augen ganz genau spürt, ob man ein Borretschblatt oder z.B. ein Salbeiblatt berührt.
Das liegt an den vielen kleinen Haaren, die dicht an dicht auf den Blättern sitzen.

Doch wozu braucht die Borretschpflanze dieses haarige Kleid?
Damit schützt sie sich vor Fraßfeinden, ähnlich wie die Brennnessel.

Nur die jungen Blättchen pieksen nicht, denn sie haben noch ganz weiche Haare.

Übrigens: wenn die Borretschblätter gewaschen werden, kitzeln sie auch nicht mehr. Also keine Angst, vor feingehackten Blättchen im Salat.

Und zum Schluss noch ein Tipp für heiße Tage: Blaue Borretschblüten sehen ganz besonders toll aus, wenn sie in Eiswürfel eingefroren werden. So wird aus Saft oder Sprudel ein blumig-cooler Drink!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Vogeltränken locken die gefiederten Freunde an

Sommer, Sonne, Schwimmbad — auch Gartenkobolde lieben eine Abkühlung bei Hitze.
Wenn ich so in meinem Garten liege und die Tiere beobachte, bin ich immer wieder erstaunt, an welch unterschiedliche Plätze sie sich bei großer Wärme zurückziehen.

Von den Schnirkelschnecken habe ich euch ja kürzlich erst berichtet, dass sie sich in die Baumkronen verziehen, wo es kühler ist.
Auch die Vögel sieht man kaum, wenn es zu warm ist.
Wer aber einen Teich im Garten hat, kann beobachten, dass besonders morgens und abends Badestunde für Vögel ist.
Da gibt es ein Gespritze und Geplansche, dass es eine wahre Freude ist, zuzuschauen.
Doch die Vögel freuen sich nicht nur über ein Strandbad im Garten, sie sind auch dankbar, wenn an einer geschützten Stelle ein bisschen Wasser zum Trinken da ist.


Deshalb habe ich an mehreren Plätzen im Garten Vogeltränken aufgestellt.
Das können z.B. Schalen aus Ton oder etwas ähnliches sein.
Ein paar Steine darin bieten außerdem einen guten Landeplatz für die gefiederten Gäste.
Ich habe einen großen Steinbrocken gefunden, der eine Vertiefung hat.
Darin sammelt sich immer das Regenwasser.
Das ist der Lieblings- Trink- und Badeplatz der Vögel in meinem Garten.
Und wenn kein Regenwasser mehr drin ist, fülle ich einfach frisches Wasser nach.

Wenn auch ihr so eine Vogeltränke im Garten aufstellen möchtet, solltet ihr einen geschützten Platz dafür wählen, an dem die Vögel sich möglichst ungestört fühlen können.
Also nicht unbedingt mitten im Garten, sondern im Schutz von Hecken, Bäumen oder größeren Pflanzen.
Denn auch Katzen sollten nicht so leicht rankommen, die hätten sonst schnell eine Beute.
Am schönsten ist es aber, wenn ihr die Vogeltränke so aufstellt, dass sie zwar geschützt ist, ihr sie aber immer gut beobachten könnt.
Denn so eine Trink- und Badestunde der Piepmätze ist wirklich ein großes Vergnügen.

Und ihr wisst ja: Je mehr Vögel im Garten sind, desto weniger unerwünschte Gäste gibt es.
Also — wenn wir den Vögeln etwas bieten, helfen sie uns auch, z.B. die lästigen Nacktschnecken loszuwerden.

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Kann Salat blühen?

So kurz vor den Ferien habe ich manchmal gar keine richtige Lust im Garten zu arbeiten.
Ich liege lieber zwischen den Kräutern und schnuppere ihren Duft oder ich lausche dem Gesumme und Gebrumme der Insekten.
Oder ich freue mich über die vielen Blüten im Garten.

Und nur so konnte es passieren, dass ich auf eine Pflanze gestoßen bin, von der ich geglaubt habe, sie noch nie zuvor gesehen zu haben.

Sie war fast einen halben Meter hoch, sah aus wie ein grüner Turm mit großen Blättern, die dicht um einen dicken, grün-weißlichen Stiel herum wuchsen.
Oben an der Turmspitze lugten gelbe, körbchenartige Blüten hervor.
Davon standen plötzlich einige in meinem Gemüsebeet, und zwar genau an der Stelle, wo ich eigentlich Salat gepflanzt hatte.
Was war da nur passiert? Das musste ich mir genauer anschauen.
Und siehe da: Ich betrachtete die Blätter noch einmal ganz gründlich.

Und stellte fest, dass sie genau so aussahen, wie Salatblätter. Sie fühlten sich auch so an.
Und dann wurde mir schlagartig alles klar.
Ich hatte so viel Salat gepflanzt, dass ich gar nicht alles auf einmal essen konnte.
Und da habe ich wohl ein paar Salatköpfe vergessen.
Wenn die nicht geerntet werden, wachsen sie natürlich immer weiter. In die Höhe.

Und wie bei allen Pflanzen, bildet sich dann auch eine Blüte.
Weil wir den Salat aber immer dann ernten, wenn er als fester, knackiger Kopf auf dem Beet steht, sehen wir ihn ja fast nie, wie er sich weiterentwickelt.
Nur wenn wir ihn vergessen.
Der Gärtner hat dafür sogar einen eigenen Ausdruck, er sagt: ‚Der Salat schießt‘.
Denn innerhalb weniger Tage wird aus dem kugeligen Salatkopf ein spitzer Salatturm mit einer gelben Blüte obendrauf.
Aus der entstehen dann wieder die Samen. Und die kann ich ja im nächsten Frühjahr wieder aussäen.

Übrigens: Jedes Gemüse und auch jeder Salat blüht. Denkt nur an Zucchini, Kürbisse, Gurken oder Tomaten.
Dort kann man gut beobachten, wie aus der Blüte die Frucht heranreift.
Bei den Salaten essen wir aber nur die Blätter, wir müssen also nicht auf Früchte warten.
Und deshalb können wir deren Blüte meistens nicht sehen.

Aber ich glaube, ich werde jetzt öfter mal einen Salat vergessen. So ein Turm mit gelben Blüten sieht nämlich ganz lustig aus.

Bis nächste Woche.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne

 Im Juli blühen in meinem Garten viele Stauden und Sommerblumen. Und es duftet! Denn wenn die Sonne auf die Blumen und Kräuter scheint, entfaltet sich der Duft besonders gut. Deshalb riecht man bei Regen auch fast nichts von den Pflanzen.

Ganz kräftig duften vor allem die Kräuter in meinem Garten. Ich liebe es, daran entlang zu gehen und meine Nase hineinzustecken. Besonders gerne schnuppere ich an der Pfefferminze und am Lavendel.

Sehr, sehr gut duftet auch der Salbei. Kennt Ihr den? Er hat längliche Blätter, die ein bisschen rau sind. Er mag einen sonnigen Platz im Garten und an seinen violetten Blüten tummeln sich immer viele Insekten.

Salbei ist aber nicht nur schön und duftet gut — er ist auch noch gesund. Bei Erkältung und Halsschmerzen hilft zum Beispiel ein Salbei-Tee. Der schmeckt aber leider etwas bitter, deshalb lutsche ich dann lieber Salbei-Bonbons.

Aber die frischen Blätter des Salbeis schmecken recht gut, deshalb werden sie auch als Gewürz in der Küche verwendet.

Den Duft von Salbei möchte ich mir für den Winter einfangen, deshalb schneide ich mir ein paar Zweige ab und hänge sie an einem dunklen Ort, z. B. in einem Schuppen oder im Keller auf.

Nach ein paar Tagen kann man dann die getrockneten Blätter in ein Glas oder in eine Schachtel füllen, worin sich der Duft monatelang hält.

Aber damit es in meinem Zimmer gut duftet, habe ich kleine Beutelchen aus Stoff genäht, in die ich die trockenen Salbei-Blätter fülle. Dort, wo die Salbei-Kissen liegen, verströmen sie dann einen feinen Duft.

Probiert es doch einmal aus!

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Auch die Vögel lieben Kirschen

 Der Juli ist ein toller Monat. Auf den Wiesen und in den Gärten blühen viele Blumen, man kann, wenn es warm genug ist, baden gehen und — was das Beste ist — viele Früchte im Garten werden reif.

Mir haben es ganz besonders die Kirschen angetan.
Denn so ein Kirschbaum ist etwas ganz Besonderes.
Im Frühling blüht er wunderschön, als ob er ein weißes Kleid übergezogen hätte.
Im Sommer gibt es dann die leckeren Kirschen, im Herbst färbt der Baum seine Blätter in leuchtendem Orange, und sogar im Winter freuen wir uns daran.
Dann nämlich können wir die Zweige abschneiden und uns mit den aufblühenden Knospen den Frühling nach drinnen holen.
Ihr seht schon, von einem Kirschbaum hat man zu jeder Jahreszeit etwas.

Deshalb mag ich auch den Juli so gerne.
Denn jetzt hängen die Kirschen süß und saftig am Baum, am liebsten würde ich mir den ganzen Bauch damit voll schlagen.
Allerdings muss ich damit ein bisschen aufpassen, denn von zu vielen Kirschen kann man leicht Bauchschmerzen bekommen.

Aber Kirschen-Essen macht auch noch aus einem anderen Grund Spaß. Wir veranstalten dabei nämlich immer einen KKWW — einen Kirschkern-Weitspuck-Wettbewerb.

Vielleicht habt Ihr schon bemerkt, dass Ihr nicht die Einzigen seid, die sich über die Kirschen freuen.
Auch die Vögel bedienen sich mit Vorliebe an diesen köstlichen Früchten.
Es ist ja nicht so, dass ich alle Kirschen für mich alleine möchte, aber wenn die Vögel meinen ganzen Baum ableeren, mag ich das auch nicht so gerne.

Deshalb habe ich mir etwas ausgedacht. In den oberen Bereich des Kirschbaumes komme ich sowieso nicht gut an die Früchte, also können die ruhig von den Amseln, Staren und anderen geholt werden.

Aber die Kirschen an den unteren Ästen sind für mich.
Deshalb habe ich dorthin Streifen aus glänzendem Stoff und raschelnder Alufolie gehängt.
Das vertreibt meine gefiederten Freunde in die oberen Baumbereiche, wo sie sich nach Herzenslust an den Kirschen satt essen können.

Schließlich möchte ich es den Vögeln so angenehm wie möglich in meinem Garten machen.
Denn sie sorgen auch dafür, dass sich in meinen Garten die ungebetenen Gäste, wie zum Beispiel die Nacktschnecken, die meinen Salat fressen wollen, nicht so breit machen können.
Also, guten Appetit, Frau Amsel!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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NIcht nur Bienen lieben Lindenblüten

Neulich bin ich unter einem großen Baum im Gras gelegen.
Der hatte eine riesige Krone und einen Stamm mit ganz dicker Rinde.
Seine Blätter hatten fast die Form von einem Herz, und um den Baum herum hat es ganz süß geduftet.
Die Wärme der Sonne und dieser gute Duft haben mich beinahe ganz schläfrig gemacht.


Aber etwas hat mich hellwach bleiben lassen:
Aus dem Baum kam ein seltsames Brummen und Summen.
Als ich genauer hingesehen habe, sind mir die vielen Bienen aufgefallen, die emsig in der Baumkrone herumschwirrten.
Ich konnte mir auch schon denken, warum.
Denn der süße Duft, der auch mich so bezaubert hatte, kam von den Blüten des Baumes.
Ich lag nämlich genau unter einem Lindenbaum, und der blüht in diesen Wochen gerade.

Das ist dann ein Fest für die Bienen!
Die lieben Lindenblüten! Ich übrigens auch.
Denn ich esse für mein Leben gern Lindenblütenhonig.
Den müsst ihr unbedingt einmal probieren.
Schmeckt nach Sommer.

Aus den kleinen, gelben, sternförmigen Blüten wird aber nicht nur Honig gemacht, man kann sie auch noch für Heilzwecke verwenden.
Bei Halsschmerzen und Husten hilft zum Beispiel ein Tee aus Lindenblüten.
Deshalb werde ich mir einige Blüten trocknen, damit ich im Winter etwas gegen Erkältungen habe.


Dazu pflücke ich mir einige Büschelchen der Lindenblüten und hänge sie zum Trocknen auf.
Im Winter nehme ich dann einen bis eineinhalb Teelöffel der getrockneten Blüten und gieße eine Tasse heißes Wasser darüber.
Nach ein paar Minuten entferne ich die Blüten und genieße den wohltuenden Tee.
Wenn ich es etwas süßer haben möchte, gebe ich noch einen Löffel Lindenblütenhonig dazu.
Das vertreibt dann jeden Schnupfen!

Lindenbäume können übrigens sehr, sehr alt werden.
Wenn ihr genau hinseht, werdet ihr auch feststellen, dass es bei den Linden Unterschiede gibt.
Es gibt nämlich Sommerlinden und Winterlinden.

Die Sommerlinden haben etwas größere Blätter und blühen schon Anfang Juni,
und die Winterlinden haben kleineres, dunkelgrüneres Laub und blühen ungefähr ein bis zwei Wochen später.
Die Blätter der Winterlinde haben auf ihrer Unterseite außerdem kleine rötliche Haarbüschelchen entlang der Blattnerven.

Für den Lindenblütentee verwendet man die Winterlinde.
Wenn ihr selbst Blüten sammeln wollt, dann fragt einen Erwachsenen,
damit ihr auch den richtigen Baum erwischt.

Viel Spaß dabei

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Wir bauen Rindenschiffchen

Seid ihr im Sommer auch so gern am Wasser?
Ich liebe das kühle Nass.
uch wenn es im Schwimmbad bestimmt viel Spaß macht, bin ich doch lieber am Bach.
Denn Gartenkobolde im Schwimmbad — also nein!

Am Ufer von Bächen und Tümpeln ist es vor allem deshalb so schön, weil man nicht nur die Füße ins Wasser baumeln lassen kann, sondern weil es dort so viele interessante Dinge zu entdecken gibt.
Viele kleine Tiere leben am und im Wasser — es macht Spaß, sie zu beobachten.
Aber man findet auch allerlei Schätze, wie Rinden, Blumen, Zweige, Blätter, Steine und solche Dinge. Dabei kommen uns Kobolden immer gleich Ideen in den Sinn, daraus etwas Nützliches zu basteln.
Kleine Boote zum Beispiel. Ich liebe es nämlich, Schiffe zu bauen und sie gleich schwimmen zu lassen.

Dazu brauche ich zuerst ein Stück Rinde oder etwas Holz.
Das sollte möglichst flach und leicht sein, damit ist gut schwimmt.
Oft hat so ein Rindenstück ein paar kleine Löcher oder weiche Stellen.
In die kann ich einen geraden, dünneren Zweig stecken, der mein Segelmast ist.
Auf den Zweig stecke ich ein größeres Blatt — das ist mein Segel.

Und damit es auf meinem Boot richtig gemütlich wird, lege ich noch Moos und Blüten darauf.
Schon ist mein Schiffchen fertig und kann zu Wasser gelassen werden.

Das macht richtig Spaß — besonders an heißen Tagen.

So, und weil ich auch einmal wissen möchte, wie eure Boote aussehen, habe ich eine große Bitte:
Baut ein Schiff für den Gartenkobold und schickt mir bis zum 18. Juli ein Bild davon!

Entweder an: gartenkobold@kitzingend.de oder per Post an: Landratsamt Kitzingen, Gartenkobold, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen

Am besten wäre es, wenn auf dem Foto nicht nur euer Boot zu sehen ist, sondern auch ihr selbst! Vergesst nicht, euren Namen, eure Adresse und euer Alter anzugeben, denn schließlich bekommen die schönsten Schiffchen eine Belohnung!

Ich freue mich schon auf eure Werke.

Viel Spaß beim Basteln

Euer Gartenkobold

 

blumuckel mit giesskanne

Nun ist es gar nicht mehr so lange hin bis zu den großen Ferien.
Sicher freut ihr euch schon darauf.
Jeden Tag ausschlafen, lange lesen, im Garten spielen, baden gehen — herrlich.

Auch Gartenkobolde brauchen im Sommer etwas Entspannung,
deshalb lege ich mich gerne ins Gras und schaue um mich herum.
Dabei entdecke ich immer so viele Dinge!
Käfer, die an Grashalmen entlang klettern oder Spinnen, die ihre Netze weben.
Wenn ich ganz still liege, dann sehe ich auch viele Vögel,
die auf der Suche nach etwas Essbarem durch den Garten hüpfen.

Am allerliebsten schaue ich aber nach oben in den Himmel.
Das ist gar nicht langweilig, sondern kann sogar richtig spannend werden.
Ganz besonders dann, wenn es ein paar Wolken zu sehen gibt.
Das müsst ihr unbedingt einmal ausprobieren.
Denn ihr werdet bemerken, dass die Wolken nicht nur so am Himmel stehen,
sondern dass sie sich dauernd verändern.

Ständig entstehen neue Wolkenformen.
Ach was — nicht nur Wolkenformen — richtige Wolkenfiguren.
So bekommt ihr plötzlich Gesellschaft, denn über eurem Kopf ziehen dann Elefanten, Giraffen, Zwerge, Katzen und alles mögliche andere an euch vorbei.
Am lustigsten ist es, wenn ihr zu zweit seid, denn jeder wird etwas anderes in den Wolken erkennen.

Probiert es doch einmal aus. Ihr müsst einfach nur ganz genau hinschauen und dabei eurer Fantasie freien Lauf lassen. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen Gartenkobold?

Viel Spaß dabei

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Gerade ist so viel los, im Garten, draußen in Wald und Flur, ich hätte Euch so viel zu erzählen. Der Sommer ist da. Ihr freut Euch über ein erfrischendes Bad, die Pflanzen mögen nun gerne einen oder zwei Wasserspritzer, wenn es lange nicht geregnet hat.

Es ist Hochsommer. Wenn man es nicht an der Hitze merkt, dann an den Früchten und den Blüten: die Johannisbeeren sind reif, die Wegwarten blühen. Den Hochsommer riecht man sogar. Jetzt blühen die Sommerlinden. Kennt Ihr Linden? Ja, das sind große Bäume mit herzförmigen Blättern. Und die sollen blühen?

Die Linden-Blüten sind ziemlich klein, unter den großen grünen Blättern fallen sie nicht gleich auf. Sie sind gelb-grün. Viele Blüten bilden kleine Blüten-Büschel. So unauffällig sie aussehen, so sehr sind sie zu riechen. Viele Menschen wissen aber gar nicht, dass dieser süße Duft von den Bäumen kommt, an denen sie gerade vorbeigehen oder unter denen sie stehen.

Lindenblüten sind ein altes und bewährtes Hausmittel, wenn man sie im Tee mit heißem Wasser aufgießt. Lindenblütentee wird vor allem bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit eingesetzt. Er stillt den Hustenreiz und beruhigt Halsschmerzen. Die Blüten enthalten so viele Inhaltsstoffe, die auch schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Deshalb trinken Leute den Tee auch, wenn sie Fieber, Nierenentzündung und es am Ischias haben. Migräne, Magenbeschwerden – es scheint nichts zu geben, wo die Lindenblüten nicht heilend wirken.

Aber bitte, tut mir den Gefallen, wenn es Euch nicht gut geht, fragt einen Arzt, ja? Es könnte auch was Ärgeres sein. Sicher ist sicher.

Wenn ich Euch meine Aufzählung aller Krankheiten nun ein wenig aufgeregt hat, hilft, natürlich, die Lindenblüte. Es muss nicht immer Tee sein, in Lindenblüten kann man auch baden. Das geht so: Ihr sammelt zwei Händevoll Lindenblüten und gebt sie in einen Liter Wasser geben. Diese Mischung kocht Ihr auf und aufkochen. Das Ganze lasst Ihr 20 Minuten stehen, man nennt das auch „ziehen lassen“. Dann siebt man die Blüten ab. Den Aufguss gebt Ihr in Euer Badewasser. So ein Lindenbad ist herrlich beruhigend. Danach könnt Ihr tief und fest schlafen.

Wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de. An dieser Stelle noch mal ganz großen Dank an Frau B. aus Albertshofen! Die Schwarzen Nüsse sind köstlich. Meine sind noch nicht so weit, aber ich weiß jetzt, dass sich die Arbeit lohnen wird. Dann habe ich gelernt, dass man wirklich Handschuhe tragen sollte, wenn man mit Walnüssen arbeitet. Nur gut, dass ich unsichtbar bin und niemand meine Hände sehen kann.

Euch allen wünsche ich eine duftige Sommerwoche,
Euer Gartenkobold,
der Blumuckl


Anja, eine treue Leserin, sagt sie, möchte hier etwas über das Sommerwetter erfahren. Puh, dachte ich zuerst, ich höre doch zur Zeit nur Geschimpfe. Dauernd würde es regnen, es ist viel zu kalt, das ist doch kein Sommer. Stimmt ja auch alles.

Wann ist dann Sommer? Nun, die Wegwarten leuchten blau, die Sommerlinden haben fleißig geblüht und geduftet, die Johannisbeeren sind reif – für die Natur ist der Sommer da. Die Tage sind lang, die Sonne hat viel Kraft. Wenn ihre Strahlen durch die Wolken auf uns treffen, wird uns sehr schnell ganz warm. Aber die Wolken, und mit ihnen der Regen, die kommen jetzt von weit her, aus der Gegend um Island, ganz im Norden. Heuer ziehen die kalten und regenbeladenen Lüfte vom Nordmeer weit in den Süden, also auch zu uns.

Im Sommer ist das Wetter träge. Das wussten die Leute früher sehr genau. Es gab noch keine Wettervorhersagen in der Zeitung oder im Fernsehen. Die Menschen beobachteten das Wetter und fassten diese Beobachtungen in Sprüche, die leicht zu merken waren. Als „Bauernregeln“ sind sie uns heute noch bekannt. Am Siebenschläfertag, das ist der 27. Juni, guckte man ganz genau auf das Wetter, denn schließlich heißt es: "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag." Das gilt für das warme Badewetter, das viele Menschen so lieben, wie auch für das kühle und regnerische Wetter jetzt. Schließlich heißt es auch: "Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass."

Jetzt wisst Ihr natürlich nicht mehr, ob es am Siebenschläfertag kalt war und geregnet hat, nicht wahr? Es kommt gar nicht so sehr auf den Tag an, sagen die Wetterfrösche. Das Wetter Anfang Juli insgesamt bleibt sehr häufig über einige Wochen stabil. Und als die Bauernregeln aufgestellt wurden, war der Siebenschläfertag später, nach unserem jetzigen Kalender erst am 7. Juli. Mit den sieben Monate schlafenden Tieren hat der Tag übrigens nichts zu tun. Der Siebenschläfertag ist nach den Sieben Schläfern benannt, sieben Heiligen, die angeblich 193 Jahre in einer Höhle schliefen - bis zum 27. Juni des Jahres 446.

Also trübe Aussichten für die nächsten Wochen? Mitnichten! Es wird immer mal wieder sehr warm werden. Gut ist es dann, sich wie eine Zwiebel anzuziehen: viele dünne Sachen übereinander, damit man etwas anziehen kann, wenn es kühler ist. Wenn dann die Sonne kommt, zieht Ihr die äußeren Schichten aus. Es wäre schade, wenn Ihr den Sommer nicht draußen genießen möchtet, nur weil es mal regnen könnte. Es gibt so vieles zu sehen und zu tun.

Das Wetter selber ist ein Ereignis. Ziehen dunkle Wolken her? Woher kommen sie? Werden sie Regen bringen? Wann beginnt es zu regnen: Wenn die dunkle Wolke genau über Euch ist? Oder schon vorher? Manchmal sind die ersten Tropfen besonders groß, manchmal werdet Ihr einen Tropfen abbekommen und der Regen wird erst langsam einsetzen. Ich schließe Wetten ab, ob ich es noch nachhause schaffe, ohne nass zu werden. Manchmal gewinne ich, manchmal nicht. Wenn Ihr Wünsche oder Frage habt, könnt Ihr mir gerne mailen, an gartenkobold@kitzingen.de. Aufregende Sommerwochen Euch allen,
 

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl


Die Tomaten schämen sich und werden rot, sagt eine Koboldfreundin. Liebe Tomaten, es gibt keinen Grund Euch zu schämen, wir freuen uns aber sehr über das erste Tomatenrot in diesem Jahr! Letzte Woche war es so weit: die Koboldfreunde konnten die ersten Tomaten ernten, an solchen Pflanzen, die geschützt vor einer warmen Wand stehen.
 

Leute, die nicht halten, was sie versprechen, nennt man auch „treulose Tomate“. Treulosigkeit wäre natürlich ein Grund, sich zu schämen. Ich weiß nicht genau, woher dieser Ausdruck kommt. Die Tomate kam vor 500 Jahren aus Südamerika zu uns. Lange Zeit hieß sie „Paradiesapfel“ oder „Liebesapfel“. In Österreich werden Tomaten noch heute „Paradeiser“ genannt. Es ist tatsächlich in manchen verregneten Sommern nicht immer sicher, ob die Tomaten groß, gesund und rot werden. Also sind sie treulose Liebesäpfel, das wäre eine Erklärung für den Ausdruck „treulose Tomate“.

Egal, Gartenkobolde und Koboldfreunde haben nur treue Tomaten. Die wir gerne essen. Ganz ohne Kochen könnt Ihr Euch und Euren Gästen leckere Tomatenbrote zaubern. Dafür wascht Ihr einige Tomaten, schneidet sie in der Mitte durch und kratzt mit einem Löffel das flüssige Innenleben aus den Tomatenhälften heraus. Mit einem Messer schneidet Ihr das Fruchtfleisch in Würfel. Dann schält und schneidet Ihr auch eine Zwiebel in kleine Würfel. Die gebt Ihr zu den Tomatenwürfeln. Pflückt ein paar Basilikumblätter, wascht sie, schneidet sie ein in Streifen und gebt auch die zu den Tomaten. Salzt und pfeffert alles, wie es Euch am besten schmeckt und tröpfelt noch ein wenig Olivenöl dazu.

Jetzt toastet Ihr ein paar Scheiben Brot, Schwarzbrot oder Weißbrot, wie Ihr mögt. Ich finde, mit Roggenbrot schmeckt es am besten. Ihr könnt eine Knoblauchzehe an der knusprigen Brotscheibe reiben. Dann verteilt Ihr die Tomatenmischung auf dem noch warmen Brot. – Hm, das schmeckt ziemlich fein. Hoffentlich reichen Eure roten Tomaten für Euren Hunger und den Eurer Gäste erst einmal aus. Doch nur Geduld, sie reifen und röten ja nach, in einem warmen Herbst bis in den Oktober hinein.

Guten Appetit! Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de
Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
 

Schmetterlinge und Schmetterlingspflanzen


Sind Euch schon die langen violetten oder weißen Blütenkerzen aufgefallen, die nach Honig duften und die so viele Schmetterlinge anziehen? Jetzt blüht der sogenannte „Sommerflieder“. Ein anderer Name ist auch „Schmetterlingsstrauch“, eben weil viele Schmetterlinge die Blüten besuchen, um mit ihren langen Rüsseln Nektar zu schlürfen.

Von Juli bis September könnt Ihr viele der schönen Schmetterlinge am Sommerflieder beobachten. Kennt Ihr sie bei ihrem Namen? Häufige Gäste sind das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs, der Distelfalter und der Admiral. Diese Arten sind vor allem in rot und schwarz gefärbt. Der Zitronenfalter ist zitronengelb und die Weißlinge sind weiß- wie es ihre Namen sagen. Und in der Dämmerung besuchen braune Nachtfalter wie die Gammaeule den Schmetterlingsstrauch.
Seltener ist der gelb-schwarze Schwalbenschwanz zu sehen. Auch das Taubenschwänzchen sieht man nicht immer und überall. Es steht wie ein Kolibri vor den Blüten und saugt mit seinem langen Rüssel Nektar. Dieser Falter ist ein Wanderfalter, der aus dem Süden zu uns wandert!

Die Schmetterlinge naschen zwar gerne an den Blüten des Sommerflieders, aber für die Schmetterlingsraupen bietet der Strauch keine Nahrung. Schmetterlinge gibt es nur, wenn Ihr auch heimische Sträucher und Blumen und auch „unordentliche“ Ecken im Garten habt. An wilden Möhren fressen zum Beispiel die Raupen des Schwalbenschwanzes und verpuppen sich an den Stängeln. Nur wenn die abgestorbenen Stängel auch über den Winter stehen bleiben dürfen, schlüpft im Frühjahr wieder ein schöner Schmetterling.

Schmetterlinge lieben Kräuter. Wenn Ihr den Schmetterlingen etwas Gutes tun wollt, dann pflanzt Dill, Dost, Liebstöckl, Salbei, Thymian und Lavendel. Und den Raupen lasst ein wenig zum Fressen übrig, ja?

Wollt Ihr selber im Herbst einen Schmetterlingsstrauch pflanzen, sucht am besten einen Platz in der Nähe Eures Balkons oder Eurer Terrasse, also dort, wo Ihr sitzt oder oft vorbeikommt. Damit Ihr immer beobachten könnt, welche Schmuckstücke gerade herumtänzeln. Euer Schmetterlingsstrauch kann auch in einem großen Blumenkübel wachsen. Der Strauch sollte möglichst frei stehen, so werden die Schmetterlinge ein wenig vor den Vögeln geschützt. Denn die Vögel schätzen die Falter nicht wegen ihrer Schönheit, für sie ist so ein Schmetterling eine schmackhafte Mahlzeit.
Viel Spaß beim Schmetterling-Schauen! Und wer mir von den Schmetterlingen erzählen will oder wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de.

Eine schöne Sommerzeit wünscht Euch
Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
 

August
Rätselspaß für eifrige Koboldleser

Für alle, die noch oder schon wieder daheim sind gibt es diesmal ein kleines Gartenrätsel.

Was gibt es Schöneres als in den Ferien in der Lieblingsecke im Garten liegen, lesen, Tiere beobachten, oder das Kobold-Gartenrätsel zu lösen? Die Buchstaben in den umrandeten Kästchen ergeben das Lösungswort. Eine kleine Hilfe: die Begriffe kennt Ihr alle aus meinen Gartentipps. Viel Spaß!

Insekt, das an einen Hubschrauber erinnert

: _ _ _ _ _ _ _

Schmerzhafte Pflanze, die eine feurige

Erinnerung hinterlässt:

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

 

Wertvolles Tier, das die Erde umgräbt:

_ _ _ _ _ _ _ _ _

Nachtschattengewächs, darf man erst

nach dem Rotwerden essen:

_ _ _ _ _ _

Duften im Garten, schmecken gut und

sind gesund:

_ _ _ _ _ _ _

 

Schleimiger Salatfresser:

_ _ _ _ _ _ _ _

Früchte, die sich meterweise

vermehren:

_ _ _ _ _ _ _ _ _

 

Daraus werden Pommes gemacht:

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _

 

Lösungswort

: _ _ _ _ _ _ _ _ _
Grüne Tomaten darf man nicht essen

Endlich Ferien! Für alle Daheimgebliebenen gibt es trotzdem koboldige Gartentipps.

In dieser Woche habe ich z.B. schon die ersten Tomaten geerntet. Richtig knallrot waren die und warm von der Sonne. Da schmecken sie am allerbesten. Wenn die Sonne nicht scheint, brauchen die Tomaten allerdings immer ein bisschen länger, bis sie rot werden. Und das müssen sie. Denn erst, wenn die Früchte leuchtend rot sind, darf man sie essen.

Warum?

Die Tomate ist ein Nachtschattengewächs. Und diese enthalten einen Stoff, der Solanin heißt. Dieser Stoff ist für Menschen giftig.

So lange die Tomaten noch grün sind, ist sehr viel Solanin darin enthalten. Viel zu viel für Menschen (und für Kobolde). Deshalb dürfen wir auf keinen Fall grüne Tomaten essen. Wenn die Tomate aber rot wird, ist nur noch ganz wenig von diesem Stoff darin enthalten. So wenig, dass es für den Menschen nicht schädlich ist. Deshalb dürfen wir nur ganz reife, rote Tomaten genießen.
Übrigens: die grüne Stelle an der Tomate, wo der Stiel dran war, sollte man auch nicht essen. Schneidet sie am besten einfach weg. Dann sind Tomaten eine leckere und auch gesunde Sommerfrucht.

Tomaten kommen ursprünglich aus den Bergen Südamerikas. Kolumbus brachte die Pflanzen dann vor 500 Jahren mit nach Europa, wo man die Tomate zunächst nur als Zierpflanze anbaute, weil man die Früchte für giftig hielt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass die reifen Früchte wohlschmeckend und gesund sind.

Ach ja, Tomaten müssen nicht immer rot sein. Es gibt auch Sorten, die gelb werden. Aber auch bei diesen darf man die Früchte wirklich erst dann essen, wenn sie nicht mehr grün sind.

Guten Appetit!

Euer Blumuckel

 

blumuckel mit giesskanne
Warum heißen Regenwürmer dann Regenwürmer?

Wenn es richtig kräftig geregnet hat, habt Ihr bestimmt schon einmal bemerkt, dass plötzlich ganz viele Regenwürmer auftauchen. Daher haben sie wohl auch ihren Namen. Aber warum die Regenwürmer den Regen eigentlich gar nicht so gerne haben und weshalb wir uns darüber freuen, wenn möglichst viele von ihnen in unserem Garten wohnen, möchte ich euch heute erklären.

Also: Regenwürmer haben eine ziemlich feuchte, dunkle und schmutzige Wohnung. Sie leben nämlich unter der Erde. Ihre Hauptbeschäftigung ist es, den Boden mit vielen Röhren und Gängen zu durchgraben. Das macht den Boden schön locker. Darüber freuen sich die Pflanzen, die ihre Wurzeln in einem aufgelockerten Boden schön ausbreiten können. Die Regenwürmer tun uns aber noch einen anderen großen Gefallen. Beim Graben fressen sie abgestorbene Pflanzenreste. Das, was sie davon nicht verwerten können, scheiden sie wieder aus. Und das ist wertvoller Humus. Den brauchen wieder die Pflanzen zum Wachsen, weil darin viele Nährstoffe enthalten sind. So sind Regenwürmer richtige ‚Bodenverbesserer‘, und das freut uns Gärtner.

Und wenn es regnet?

Ja, dann wird die Regenwurmwohnung ungemütlich, denn die Gänge stehen unter Wasser. Damit die Regenwürmer nicht ertrinken, flüchten sie an die Oberfläche. Deshalb könnt Ihr nach dem Regen so viele von ihnen sehen. Allerdings machen sie meist schnell, dass sie wieder nach unten kommen, denn Tageslicht ist für Regenwürmer absolut unverträglich.

Im Garten solltet Ihr auch nur ganz vorsichtig umgraben.
Auf 1m² können nämlich bis zu 100 Regenwürmer leben.
Am besten lockert Ihr deshalb die Beete nur mit der Grabgabel auf.
Das schont die Regenwürmer.
Denn wenn Ihr den Wurm aus Versehen mit dem Spaten in der Mitte entzwei teilt, muss er sterben. Nur wenn ein Stück von seinem hinteren Ende verloren geht, kann ihm das nachwachsen.

Regenwürmer sind übrigens gar nicht so glatt und glitschig, wie sie aussehen. Wer einen Regenwurm einmal über ein Stück Papier kriechen lässt, kann ein kratzendes Geräusch hören. Das sind seine kurzen Borsten, mit denen er sich im Boden festhalten kann. Mit einer Lupe könnt Ihr sie sehen und wenn Ihr vorsichtig mit dem Finger über den Regenwurm streicht, könnt Ihr sie sogar fühlen.

Viel Spaß dabei, wenn Ihr mal wieder so einen geringelten Freund trefft!

Euer

Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel kopf
Wie aus grauen Steinen Figuren entstehen

Endlich Sommerferien! Aber für alle Daheimgebliebenen gibt es allerhand Interessantes und Spannendes im Garten zu tun und zu entdecken.

Hinter meinem Koboldhaus habe ich zum Beispiel lauter schöne Steine entdeckt. Kleine runde, längliche, ganz flache — jeder Stein sieht anders aus. So ist mir beim Betrachten der Steine eine gute Idee gekommen. Die Natur hat den Steinen schon eine Form gegeben. Wenn ich jetzt noch meine Fantasie ein bisschen spielen lasse, können daraus ganz neue Formen oder sogar Figuren entstehen. Und dann werden aus den grauen Steinen plötzlich glänzende Edelsteine oder bunte Tiere.

Deshalb habe ich mir meine Wasserfarben, Pinsel und Klebstoff geholt. Gut eignen sich auch Plakafarben, die Wasserfarben müssen nämlich noch mit Klarlack überstrichen werden, damit der Regen nicht alles wieder abwäscht. Die Steine habe ich gründlich von Schmutz und Sand befreit, damit die Farbe und der Kleber besser hält. Und dann habe ich mir jeden Stein genau angesehen und mir vorgestellt, was wohl am besten daraus werden könnte.
Denn jeder Stein sieht ja anders aus, manche haben Kerben oder kleine Bruchstellen, anderen haben Dellen oder Kanten. Je länger ich mir die Steine angeschaut habe, desto besser konnte ich mir vorstellen, was daraus werden könnte.

Und dann habe ich mich an die Arbeit gemacht. Ich habe längliche Steine in Schlangen verzaubert, dicke rundlichen zu Enten zusammengeklebt, kleine Steinmännchen zusammengesetzt und dicke Steine in Käfer verwandelt. Die schönsten aber habe ich mit goldener und silberner Farbe angemalt und im Garten verteilt. Jetzt sieht es so aus, als ob in meinem Garten Edelsteine aus dem Boden wachsen. Wunderschön. Und mit all den Tieren und Figuren kann man nicht nur den Garten verzieren sondern auch noch prima spielen. Probiert es doch mal aus!

Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Gartenrätsel für Koboldfans

Für all diejenigen, die ihre Ferien im Garten verbringen und lesen, basteln, Blumen pflücken Tiere beobachten und die Pflanzen versorgen gibt es diesmal ein Gartenkobold-Rätsel. Die Buchstaben in den Kästchen ergeben das Lösungswort. Für eifrige Gartenkobold-Leser übrigens kein Problem, die Begriffe kennt Ihr alle aus den Kobold-Tipps. Viel Spaß beim Rätseln!

1. Nach ihnen sind die kalten Tage im Mai benannt

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2. Fressen gerne die Kirschen vom Baum:

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3. Baum mit biegsamen Zweigen:

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4. Schnellwachsende Kräuter für müde Kobolde

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5. Insekt, das wie ein fliegender

Goldklumpen aussieht und

nach der Königin der Blumen benannt ist

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6. Duftendes Kraut, erinnert an Kaugummi:

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7. Rothaut im Garten:

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8. Erde, die aus Abfall entsteht, Kompost:

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9. Meist ungeliebte Pflanze im Garten:

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Die eingekastelten Felder ergeben das Lösungswort.

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Noch ein Tipp: Das gesuchte Lösungswort ist auf der Wiese und im Garten zu finden.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Blumuckel sucht nachtaktive Blumen

Die Sommernächte sind ja so richtig angenehm. Da macht es Spaß, draußen zu schlafen. Wer ein Zelt oder sogar ein Baumhaus hat, der weiß bestimmt, wie aufregend es ist, eine Nacht im Garten zu verbringen.
Es ist viel stiller als tagsüber. Und doch gibt es viele Geräusche im Garten.
Aber ganz andere als am Tag. Auch scheinen einige Tiere unterwegs zu sein, die erst am Abend aufwachen. Fledermäuse zum Beispiel, oder Igel. Die Pflanzen aber — die scheinen zu schlafen, denn sie schließen ihre Blüten.
Aber wusstet Ihr schon, dass es auch Blumen gibt, die ‚nachtaktiv‘ sind?
Die also tagsüber schlafen und nachts blühen?
Wer von Euch einen Garten hat, kennt vielleicht Nachtkerzen.
Bei dieser Pflanze merkt man schon am Namen, dass sie zu einer ungewöhnlichen Zeit blüht.
Sie leuchtet mit ihren zarten hellgelben Blüten mit dem Mondschein um die Wette.
Auch das Geißblatt macht seine Blüten am liebsten in der Nacht auf.
Und die Mondwinde öffnet ihre weißen Trichterblüten schon am frühen Abend. pic_167

Zuerst dachte ich, dass es doch eigentlich komisch ist, wenn die Blumen ihre Blüten nachts öffnen, wenn die Insekten und Schmetterlinge alle schlafen.
Aber dann ist mir eingefallen, dass es ja z.B. auch Nachtfalter gibt.
Also müssen wohl doch noch einige Insekten zu später Stunde unterwegs sein.
Die gehen dann wohl erst nachts auf Nektarsuche.
Deshalb gibt es wohl einige Pflanzen, die ihre Blüten für die nächtlichen Besucher öffnen.
Damit die im Dunkeln auch dorthin finden, verströmen die Blüten einen ganz intensiven Duft.

Und wenn in der Nacht so viele Insekten unterwegs sind, freuen sich noch andere Tiere.
Fledermäuse
zum Beispiel. Denn die wiederum sind ja Insektenfresser und fangen die Nachtfalter im Flug.
Sind also viele nachtblühende Pflanzen im Garten, gibt es dort viele Nachtschmetterlinge.
Gibt es viele Nachtschmetterlinge haben die Fledermäuse ein großes Nahrungsangebot.
Sehr schlau von der Natur, das so einzurichten, findet Ihr nicht?
Vielleicht habt Ihr ja in den Ferien Glück, und Ihr könnt beim Übernachten im Garten ein paar Fledermäuse beobachten.

Viel Spaß dabei!

Euer Blumuckel

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Wir ernten unsere Zwiebeln

‚Beißt alle Leute und hat sieben Häute‘.
Die Zwiebel kann ganz schön unangenehm werden, wenn sie geschält und geschnitten wird.
Trotzdem habe ich welche in meinem Garten angepflanzt.
Denn es gibt ja mittlerweile viele verschiedenen Sorten von Zwiebeln.
Gemüsezwiebeln z.B., die sehr groß sind.
Oder kleine Schalotten, die ganz mild sind und überhaupt nicht in den Augen brennen.
Außerdem sind die Zwiebeln sehr gesund, denn sie enthalten viele Fruchtsäuren und Vitamine.

In meinem Garten sind die Zwiebeln in diesem Jahr so gut gewachsen, dass ich eine richtig große Ernte einbringen kann.
Allerdings kann ich ja nicht alle Zwiebeln auf einmal verbrauchen.
Das macht aber zum Glück nichts.
Denn anders als Salat, den man am besten sofort nach der Ernte verwenden sollte, können Zwiebeln monatelang gelagert werden.

Aber auf ein paar Dinge muss man dabei aufpassen.
Zunächst einmal muss ich erkennen, wann die Zwiebeln reif sind.
Das sind sie dann, wenn das Zwiebelkraut, das aus der Erde heraus schaut, welk wird.
Dann ziehe ich die Knollen vorsichtig an ihrem Schopf aus dem Boden.
Meist hängen dann noch ein paar Erdklumpen dran.
Die schüttle ich schon einmal ab. Sind alle Zwiebeln geerntet, werden sie geputzt, d.h. faulige Schalen oder Reste von der Erde werden entfernt.
Das welke Kraut aber lasse ich dran. Das brauche ich nämlich noch.
Denn die Zwiebeln sollten erst einmal gut abtrocknen und nachreifen können, bevor sie eingelagert werden.

Deshalb flechte ich die Zwiebeln mit ihrem Kraut zu Zöpfen zusammen. Genau — richtige Zöpfe, wie es die Mädchen mit ihren Haaren machen. Nur dass ich die Zwiebelzöpfe nicht mit bunten Haargummis sondern mit einer Schnur zusammenbinde. Dann suche ich mir einen schönen warmen und luftigen Platz, an dem ich meine Zwiebelzöpfe aufhängen kann. Unter einem Vordach zum Beispiel, wo sie vom Regen nicht nass werden können. Dazu habe ich mir ein Brett vorbereitet, in das ich Nägel geschlagen habe. An diese Nägel hänge ich dann die einzelnen Zöpfe.

Nach ca. 6 Wochen sind die Zwiebeln so weit nachgereift, dass sie eingelagert werden können. Dazu habe ich in meinem Keller eine Holzkiste stehen, in die ich die ich die Zwiebeln lege. Die Zöpfe können dabei gelöst werden, das Kraut ist dann außerdem so trocken und welk geworden, dass das sowieso wie von selbst geht. In meinem kühlen, trockenen und luftigen Keller halten sich die Zwiebeln dann bis weit in den Winter hinein. Probiert es doch mal aus! Viel Spaß dabei wünscht Euch

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Blumuckel pflanzt Wintersalat

Gegen Ende August wird mein Gemüsebeet langsam leer. Den meisten Salat habe ich schon aufgegessen.
Karotten, Bohnen und Zwiebeln habe ich geerntet und so habe ich plötzlich lauter leere Stellen im Gemüsebeet.
Dort liegt der Boden offen und ungenutzt da. Das tut ihm nicht ganz so gut, denn der Wind kann die wertvolle obere Bodenschicht wegblasen. Und die Nährstoffe, die im Boden sind, wandern auch immer weiter nach unten, wenn sie nicht von den Pflanzen gebraucht werden.

Deshalb habe ich mir überlegt, dass auf ich diese kahlen Stellen gleich wieder etwas einsäen könnte.
Nur was?
Es ist ja schon Ende August.
Also nicht unbedingt die beste Zeit, um Blumen oder Gemüse auszusäen, denn der Sommer dauert ja leider nicht mehr so lange.
Und wer von Euch Karotten oder ähnliches ausgesät hat, weiß, wie lange es gedauert hat, bis man endlich ernten konnte.
Also kann ich nur etwas säen, was ganz schnell keimt.
Und was auch im Winter noch auf dem Beet stehen kann, ohne zu erfrieren.

Nach kurzem Stöbern im Koboldgartenbuch habe ich aber tatsächlich etwas gefunden, was geeignet ist.
Eine Pflanze, die ich jetzt am Ende des Sommers noch aussäen kann.
Die den Boden bedeckt und damit festhält. Die die Nährstoffe darin verbrauchen kann und — die ich auch noch essen kann!

Ich säe nämlich Feldsalat aus.

Der schmeckt gut, ist gesund und ich kann ihn sogar dann noch ernten, wenn es draußen für die anderen Salate und Gemüse schon viel zu kalt ist. Denn der Feldsalat fühlt sich sogar im Schnee noch wohl.
Und wer von Euch mit dem Namen ‚Feldsalat‘ nichts anfangen kann, der kennt vielleicht ‚Rapunzel‘?
Angeblich hat er den Namen daher, dass die Wurzel im Vergleich zu der ziemlich kleinen Pflanze mit besonders lang ist und so an das lange Haar von Rapunzel erinnert.
Das könnt Ihr ja dann selbst nachprüfen, wenn der Feldsalat groß genug zum Ernten ist. Vielleicht fällt Euch dann auch auf, warum diese dunkelgrüne Blattrosette auch ‚Schafmäulchen‘ genannt wird.

Es gibt übrigens noch eine andere Pflanze, die Ihr jetzt noch aussäen und im Winter essen könnt. Und die kennt Ihr sicherlich alle: Spinat! Der braucht auch nicht viel Pflege zum Wachsen und die kräftigen dunkelgrünen Blätter halten den Frost gut aus.

Ich mache mich jetzt am besten gleich an die Arbeit. Im Winter freue ich mich, wenn ich Salat und Gemüse ernten kann, und mein Gartenboden freut sich, dass er eine ‚Gründüngung‘ bekommt. Somit haben wir beide etwas davon. Ich sogar noch mehr, weil mein Gartenboden gesund und fit bleibt und mir im nächsten Jahr wieder neues Gemüse liefert.

Probiert es doch mal aus! Bis nächste Woche

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne

Ganz einfach — man macht Ketchup daraus!
Meine Tomaten sind nämlich reif. Köstlich, wenn man die sonnenwarmen, roten Kugeln direkt vom Strauch pflückt und in den Mund schiebt.
Aber sogar Gartenkobolde können nicht alle Tomaten auf einmal essen, deshalb mache ich dieses Jahr mein eigenes Ketchup.

Dafür müssen die Tomaten schön reif und weich sein, denn dann haben sie das beste Aroma.
Wenn auch ihr euer Ketchup selber machen möchtet, dann lasst euch am besten von einem Erwachsenen dabei helfen.

Ich mache es so: Die Tomaten schneide ich in Stücke und dünste sie zusammen mit feingehackten Zwiebeln in Olivenöl an.
Nach ein paar Minuten gebe ich Essig, Salz, Pfeffer, etwas Zucker und verschiedene Kräuter, wie z.B. Basilikum oder Petersilie dazu.

Die Masse lasse ich dann auf kleiner Flamme zu einem dicken Brei einkochen. Das dauert ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde. Wenn alles weich und matschig ist, lasse ich den Tomatenbrei abkühlen und passiere ihn dann durch ein Sieb. Dabei werden unerwünschte grobe Stückchen und Kerne entfernt und übrig bleibt eine sämige Soße — das Ketchup. Wenn nötig, würze ich jetzt noch ein bisschen mit Salz oder Essig nach.

Um das Ketchup haltbar zu machen, wird es nochmals erhitzt und heiß in Flaschen oder Gläser gefüllt, die schnell mit einem Schraubdeckel verschlossen werden müssen. Ganz wichtig: Auf den Kopf stellen und abkühlen lassen — und fertig ist das Ketchup aus den eigenen Tomaten. Sehr lecker. Und auch gesund.

Probiert es doch einmal aus.

Nach all dieser Arbeit haben sich auch Gartenkobolde ein bisschen Erholung verdient. Deshalb mache ich erst einmal Ferien in meinem Garten, genieße die Blumen, beobachte Insekten und Vögel, schnuppere an den Kräutern, ernte mein Obst und mein Gemüse und freue mich über den schönen Sommer.

Viel Spaß

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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September
Wie ein Baum den Wind nutzt, um die Samen in die Welt hinaus zu schicken.
Nun ist schon wieder September, Spätsommer. Erinnert Ihr Euch noch an den Johannistag Ende Juni? Da blühten die Sommerlinden. Die Lindenblüten konntet Ihr sammeln und mit ihnen die Kraft der Sonne. Als Tee oder im Badewasser geben die Blüten ihre Energie weiter, sie helfen bei Erkältungen, machen ruhig und entspannen. Eben wie ein wunderschöner Sonnentag.

Nun sind aus den Blüten längst große Samenkugeln geworden. Die Lindenbäume wollen sich vermehren, es sollen viele andere Linden wachsen. In ihrer natürlichen Umgebung, in lichten Wäldern, verbreiten sich die Bäume von selbst aus Samen. Jede Baumart hat ihre eigene Taktik, ihre Art zu vermehren.

Der Samen der Lindenblüte ist eine ziemlich große Kugel. Das ist schon mal nicht schlecht! Die kleine Linde bekommt aus dem Samen viel Nahrung, wenn sie keimen will. So eine dicke Kugel würde aber genau vor die Füße der Mutter Linde fallen. Dort hat die neue Linde keinen Platz um zu wachsen. Also müssen die Linden ihre Samenkugeln möglichst weit von sich weg schicken.


Wie machen sie das? Nun, ganz einfach, sie lassen den Samen noch ein großes Segel dazu wachsen. So können die Linden größere Strecken überwinden. Erst bei stärkerem Wind beginnt die kleine Linde zu fliegen. Jeder Windstoß treibt die kleinen Segler hoch.

Probiert es einmal aus, wie schön die Lindensamen fliegen können! Unter Lindenbäumen könnt Ihr zurzeit leicht die Samen mit ihrem Segel finden. Lasst sie fliegen! Werft eine handvoll davon in die Luft, in den Wind, und schaut, wie sie als kleine Propeller zu Boden kreiseln. Gibt es eine besonders gute Art, sie zu werfen? Was passiert mit den Seglern, wenn sie ein Luftstoß erfasst? Werden sie weiter getragen, weit weg? Dann könnt ihr ihnen nachwinken und davon träumen, welchen schönen Ort die kleinen Linden erreichen werden. Wenn sie sich dort wohl fühlen, werden die Samen keimen und eine neue Linde wächst heran.
Viel Spaß beim Experimentieren! Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen, an gartenkobold@kitzingen.de

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
Ein Zauberstrauch für jeden Hof und Garten

Ein Strauch in meinem Garten ist ein Zauberstrauch. Bei mir ist er groß und seine Zweige sind ausladend, er ist fast ein kleiner Baum. Gerade werden seine dunkelroten Früchte reif. Jetzt zeigen die reifen Beeren den Beginn des Frühherbstes an. Wie die Überschrift schon sagt, ich spreche vom Holunder.

Es heißt, dass er seinen Namen der Frau Holle aus dem Märchen verdankt. Frau Holle ist die, die die Betten ausschüttelt, so dass es auf der Erde schneit. Könnt Ihr Euch erinnern? Frau Holle soll früher eine Göttin gewesen sein, eine Göttin, die freundlich ihre guten Gaben verteilt. Manche Menschen dachten, dass im Holunder die guten Geister wohnen, die das Haus und seine Bewohner vor Schaden schützen. Der Holunder soll Zauberkräfte besitzen, so dachte man früher. Aus dem Holz sollen Zauberer ihre Zauberstäbe machen. Der mächtigste Zauberstab in den Geschichten um Harry Potter ist, natürlich, ein Holunderstab.

Gute Gaben verteilt der Holunder von selbst, sicher kommen daher diese freundlichen Geschichten über ihn. Er schenkt uns seine Blüten im Sommer, für Sirup und Hollerküchle. Aus seinem Holz könnt ihr leicht Flöten schnitzen oder Pfeilspitzen bauen, die nicht pieksen. Die Beeren aber kann man nicht roh essen, denn sonst bekommt Ihr arges Bauchgrimmen. In den Holunderbeeren ist die Kraft des Sommers eingefangen. Zu Saft eingekocht gibt er seine Gesundstoffe an uns weiter. Holundersaft darf in keinem Weihnachtspunsch fehlen. Er sorgt für die tiefrote Farbe - und färbt so schön die Zunge! Wenn Ihr mit Holunderbeeren arbeitet, zieht also besser Arbeitskleider an.
Vielleicht mag Euch jemand beim Marmeladekochen helfen? Auch Marmelade vom Holunder schmeckt lecker.

Wenn Ihr noch keinen Holunder bei Euch im Garten habt, so könnt Ihr schon im Oktober einen solchen Zauberstrauch pflanzen. Er braucht Platz, ist aber mit einer Ecke hinter dem Haus schon sehr zufrieden. Falls Ihr keinen Garten habt oder einfach keinen Platz mehr frei habt, findet Ihr ihn an Wegrändern und an Waldlichtungen überall.

Mit einem Klick könnt Ihr nachlesen, wie man Tinte aus den Beeren herstellt und hier, wie man Holunderflöten bastelt.

Euer Gartenkobold,
der Blumuckl
 

So erhält man sich den Duft des Sommers

In meinem Garten sind viele Sommerblumen langsam am Verblühen.
Schade, denn ich liebe nicht nur die schönen Farben, sondern ganz besonders den Duft des Sommers.
Damit ich auch im Herbst und Winter vom Sommer träumen kann, möchte ich mir einige der schönsten und wohlriechendsten Blüten trocknen.
Natürlich werden sie dabei etwas von ihrer Farbe und ihrem Duft verlieren, aber es reicht ja schon, wenn man wenigsten ein bisschen vom Sommer erhalten kann.

Nicht alle Blumen eignen sich zum Trocknen.
Aber Rosen, Lavendel, Sonnenhut, Kamille oder Ringelblumen oder natürlich Kräuter, wie Pfefferminze, Thymian, Melisse und Salbei kann man sehr gut aufbewahren.
Probiert es einfach mit Euren Lieblingsblumen aus, Ihr werdet bald feststellen, welche Pflanzen am besten geeignet sind.

Am besten schneidet Ihr die Blumen oder Kräuter am Morgen oder am Vormittag ab, zu dieser Zeit enthalten sie die meisten ätherischen Öle, die für den guten Duft verantwortlich sind.
Auch sollte es möglichst trocken sein, ein Regentag ist zum Abschneiden eher ungünstig, denn dann sind die Blätter nass und beginnen leichter zu schimmeln.

Um möglichst viel vom Duft und von der Farbe zu erhalten, werden die geernteten Blumen oder Kräuter zu kleinen Bündeln zusammengefasst.
Diese Bündel werden nun kopfüber an einem dunklen, trockenen Platz aufgehängt.
Dunkel soll es deshalb sein, damit die Blüten nicht so ausbleichen und ein trockener Platz ist nötig, damit die Pflanzen nicht schimmeln.
Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat, kann die Blüten auch einzeln auf einen Bogen Papier legen und an einem warmen, luftigen Ort im Haus trocknen.

Nach ein paar Tagen sind die Blüten und Kräuter dann fertig getrocknet.
Das merkt man daran, dass sie beim Anfassen rascheln und sich die Blätter und Stängel leicht brechen lassen.

Jetzt kann ich daran gehen, mir kleine Duftkissen zu nähen.
Dazu brauche ich jeweils zwei Stoffstücke, die an drei Seiten zusammengenäht werden.
Die Pflanzen werden nun vom Stängel abgestreift und in diese Kissenhülle eingefüllt.
Entweder kann man das Kissen nun zunähen oder man bindet die offenen Enden mit einem hübschen Bändchen zusammen. Fertig ist das Duftkissen.
Unter meinem Kopfkissen sorgt es dann hoffentlich für gute Träume.

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Die Ernte aus dem Garten einlagern

Der Spätsommer ist eine tolle Zeit im Garten.
An allen Ecken und Enden gibt es etwas zu ernten.
Äpfel, Birnen, Karotten, Lauch, Kartoffeln, Tomaten, Zucchini und vieles mehr.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wohin mit all diesen guten Sachen.
Ich kann ja nicht alles auf einmal essen.
Einen Teil davon verschenke ich natürlich, aber mit dem Rest muss ich mir überlegen, wie ich auch im Winter noch etwas davon haben kann, dass ich all diese Gartenfrüchte mit Mühe angebaut und gepflegt habe.

Zum Glück eignen sich viele Gemüsearten dazu, gelagert zu werden.
Trotzdem kann ich meine Kartoffeln und Karotten ja nicht einfach irgendwohin legen.
So ein paar Dinge muss ich schon beachten. Obst und Gemüse sollten zum Beispiel dunkel gelagert werden. Kartoffeln legt man deshalb in eine Holzkiste.
Für Karotten, Rote Beete, Petersilienwurzeln und Lauch macht man sich am besten einen Sandkasten.
Dazu füllt man in eine Holzkiste abwechselnd eine Lage Sand und eine Lage Gemüse.
Jede Gemüseart sollte aber eine eigene Kiste bekommen.
Außerdem wird das grüne Kraut ein Stückchen oberhalb der Frucht abgeschnitten.

Ganz wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Gemüse keine faulen oder beschädigten Stellen hat,
sonst würde es schnell verderben.
Dafür braucht man es aber nicht zu waschen. Erdklumpen an den Früchten machen gar nichts.

Die Gemüse- oder Kartoffelkisten sollten dann an einem kühlen und dunklen Ort stehen.
Ein kalter Keller oder eine Garage sind gut geeignet.
Auch auf dem Balkon kann so eine Lagerkiste stehen, allerdings darf kein Frost daran kommen.

Mit den vielen Äpfeln und Birnen mache ich es ähnlich.
Auch die können im Keller, auf dem Dachboden oder in einem Gartenhäuschen aufbewahrt werden.
Die Früchte werden einzeln ausgelegt, dazu brauche ich also ein bisschen mehr Platz.
Ganz besonders muss ich darauf achten, faule oder schimmelige Äpfel und Birnen immer wieder auszusortieren, sonst sorgen die dafür, dass auch alle anderen schnell verderben würden.
Zwar eignen sich nicht alle Apfel- und Birnensorten zum Lagern, aber einige können dafür den ganzen Winter über halten.

Wenn ich dann in der kalten Jahreszeit immer wieder ein paar Früchte aus meinem Vorratslager hole, kann ich immer den Geschmack und den Duft des Sommers genießen. Lecker!

Bis nächste Woche

Euer Gartenkobold

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Samen sammeln für das nächste Gartenjahr

 

Was ich damit mache, könnt Ihr Euch sicherlich denken. Im nächsten Frühjahr säe ich diese Samen wieder aus. Deshalb schaue ich jeden Tag nach, ob ich die Samen schon ernten kann. Das ist dann so weit, wenn die Fruchtstände (das ist das, was sich aus der Blüte gebildet hat) langsam braun werden und sich leicht öffnen lassen. Darin findet Ihr dann die Samen.

Die können ganz unterschiedlich aussehen. Manche sind dick und rosa-schwarz gesprenkelt, das sind die Samen der Feuerbohnen. Die Prunkwinde hat z.B. kleine schwarze Kügelchen, der Lein ganz winzige Körner und die Sonnenblumen — die kennt sicher jeder — längliche gestreifte Sonnenblumenkerne.

Die Samen löse ich dann aus dem Fruchtkörper. Den kann ich dann auf den Kompost werfen, denn er hat als Schutzhülle für die Samenkörner ausgedient. Die Körnchen aber schütte ich vorsichtig in eine kleine Papiertüte. Jede Blumenart bekommt bei mir eine eigene Tüte. Sonst kommt im nächsten Frühjahr alles durcheinander. Und damit ich auch weiß, was in welcher Tüte drin ist, beschrifte ich alles ganz genau. Dann suche ich mir eine Schachtel, in der ich alle Samentüten bis zum nächsten Gartenjahr trocken, kühl und dunkel aufbewahren kann. Das ist wichtig, damit die Samen auch wieder keimen können. Deshalb darf auch kein Frost und keine Feuchtigkeit an die Tüten kommen.

Ja und dann kann ich mich den ganzen Winter über darauf freuen, dass ich all die schönen Blumen wieder aussäen kann.

Bis zum nächsten Mal

Euer

Blumuckel

Und wer noch Fragen, Wünsche oder eigene Gartentipps hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Noch blüht es ja bei mir und bis jetzt habe ich auch immer sorgfältig die verwelkten Blüten meiner Sommerblumen abgezupft. Das habe ich gemacht, damit sich keine Samen bilden können und die Pflanzen Kraft zum Weiterblühen haben. Aber jetzt lasse ich die Blüten ausreifen und beobachte, wie sich die Samen ausbilden.
Die möchte ich nämlich sammeln.
Bastelzeit im Koboldhäuschen

Habt Ihr schon Eure Kartoffeln geerntet? Ich habe meine fleißig ausgebuddelt. Dabei habe ich die lustigsten Formen gefunden. Manche haben ausgesehen wie ein Herz, eine war mit einer anderen zusammen gewachsen und hat ausgesehen, wie ein Männchen mit Kopf und Bauch. Aber das Wichtigste: die Kartoffeln schmecken einfach köstlich! blumuckel mit giesskanne

Aber wisst Ihr eigentlich, dass man mit Kartoffeln noch andere tolle Sachen machen kann? Wenn das Wetter ungemütlich ist, und ich lieber in meinem Koboldshäuschen bleibe, bastle ich auch ganz gern. Und mit Kartoffeln kann man wunderbar drucken. Das haben bestimmt Eure Eltern und Großeltern schon gemacht.

Ihr braucht dazu: Papier, Wasserfarben, Pinsel, ein Messer, evtl. Ausstechförmchen vom Plätzchenbacken und natürlich Kartoffeln.

Zuerst wascht Ihr die Kartoffel gründlich und schneidet sie dann quer in der Mitte durch.
Dann nehmt ihr ein Ausstechförmchen und drückt es fest in die Kartoffel, so ungefähr 1 cm tief.
Mit dem Messer schneidet man alles andere außen herum weg.
Jetzt habt Ihr schon die Form, die Ihr stempeln könnt.
Die bestreicht Ihr dann mit Wasserfarbe, (nicht zu flüssig, sonst läuft alles davon).
Dann drückt Ihr die angemalten Kartoffeln auf das Papier.

Vorsicht, dass nichts verrutscht!

So kann man Karten, Briefpapier oder ein schönes Bild gestalten.
Und wem das mit den Plätzchenformen zu langweilig wird, kann sich ja auch selber Figuren und Formen ausdenken und aus der Kartoffel ausschneiden. So wird das Ganze noch viel spannender.

Viel Spaß damit. Vielleicht schickt Ihr mir ja mal so ein Kartoffeldruck-Bild. Die schönsten zeige ich Euch dann. Schickt Sie an:

Landratsamt Kitzingen
Gartenkobold
Kaiserstr. 4
97318 Kitzingen

Bis nächste Woche

Euer

Blumuckel

Nicht vergessen: noch mehr Gartentipps gibt es unter www.kitzingen.de/bürgerservice/sevice

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Jetzt wird geerntet im Garten

Die Ferien sind vorbei, und für mich und meinen Garten beginnt wieder einmal ein spannende Jahreszeit.

Denn im Herbst gibt es allerhand zu tun.
Meine Sommer- und Herbstblumen blühen jetzt noch einmal so richtig auf, und ich freue mich an den bunten Farben.
Das muss ich richtig genießen, denn wenn der Frost kommt, ist es wohl vorbei mit der bunten Blumenpracht.
Die allerschönsten Blüten rette ich deshalb noch und gebe sie in meine Blumenpresse.


Die Tage werden jetzt auch immer kürzer, und am 23. September steht das Wort ‚Herbstanfang‘ im Kalender.
Dies ist der Tag, an dem es genauso viele Stunden lang hell wie dunkel ist.

 ‚Tag- und Nachtgleiche‘ heißt das auch, und von da an ist der Sommer dann wirklich endgültig vorbei.

Von nun an wird es am Abend immer früher dunkel.
Das geht bis zum Winteranfang am 21. Dezember.
An diesem Tag ist es dann so lange dunkel wie an keinem anderen Tag im Jahr.

Aber von da an geht es wieder umgekehrt und es bleibt jeden Tag ein bisschen länger hell,
bis zum 21. März, dem Frühlingsanfang.
Da gibt es dann — genau wie beim Herbstanfang — eine Tag- und Nachtgleiche.

 

Aber jetzt genießen wir erst einmal die Herbstzeit im Garten, die ja auch Erntezeit ist.
Denn jetzt sind Äpfel, Birnen, Weintrauben und viele Gemüse reif.
Wenn es dann richtig kalt wird, werden meine Tomaten in der Herbstsonne aber nicht mehr so richtig reif.

Da muss ich wohl ein bisschen nachhelfen:
Wie ihr ja wisst, darf man die Tomaten nicht essen, so lange sie grün sind.
Trotzdem pflücke ich vor dem Frost die grünen Tomaten ab!
Dann hole ich mir Zeitungspapier, wickle die Tomaten ganz locker darin ein und lasse sie bei Zimmertemperatur liegen.

So nach zwei bis drei Wochen werden die Früchte dann tatsächlich rot
und ich kann immer noch sommerlich frische Gartentomaten genießen, obwohl es draußen schon richtig kalt ist. Lecker!

Auch die Tiere beginnen, ihren Wintervorrat zu sammeln, denn auch in Feld und Wald gibt es einiges zu ernten. Schlehen, Holunder und Hartriegel zum Beispiel, die ihr bestimmt als Heckenpflanzen kennt.
Oder Vogelbeeren und Hagebutten, auf die die Vögel ganz wild sind.
Auch wir Menschen schätzen diese Früchte sehr, denn man kann Marmelade, Gelee oder Saft daraus machen.
Roh darf man sie allerdings nicht essen. Und Schlehen sollten auch erst nach dem Frost geerntet werden.

Euer Blumuckel

Nicht vergessen: wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel kopf
Blumen aus Zwiebeln?

In diesem Monat muss ich schon wieder an den Frühling denken! Denn wenn ich im Frühjahr einen leuchtend bunten Garten haben möchte, muss ich jetzt schon daran arbeiten. Ich kann es nach dem Winter immer gar nicht erwarten, bis die ersten Blumen blühen. Und die ersten Blumen, die blühen, sind solche, die aus Zwiebeln wachsen.

Ja, genau — aus Zwiebeln. Blumen aus Zwiebeln?

 Das sind natürlich keine "normalen" Zwiebeln, die zum Kochen verwendet werden sondern richtige Blumenzwiebeln.
Diese Blumen haben nämlich ihre ganzen Speicherorgane in die Zwiebel verlegt.
Dort entstehen Blätter und Blüten.
Die dicken, fleischigen Zwiebelschalen sind die Speicherorgane.
Sie sitzen auf dem "Zwiebelkuchen", aus dem nach unten die Wurzeln und nach oben die Stängel und Blätter wachsen.

Um die Zwiebel herum ist eine brauen Schale, die schützt vor dem Austrocknen und vor schädlichen Pilzsporen.

Schneidet man eine Blumenzwiebel einmal auf, kann man dort schon die fertige Blume sehen. Natürlich ganz winzig klein, denn sie muss ja erst wachsen.

Damit im Frühling die fertige Blume prächtig blühen kann, muss sie aber schon im Herbst in die Erde.
Falls Ihr keinen Garten habt, könnt Ihr auch Blumentöpfe verwenden.

Die Zwiebel muss mit der Spitze nach oben in die Erde gedrückt werden.
Und zwar so tief, wie die Zwiebel groß ist.
Nach unten werden dann Wurzeln ausgebildet und nach oben der Stängel, die Blätter und die Blüten.

Jetzt heißt es warten, bis es Frühling wird.
Und so bald es im Februar oder März etwas wärmer wird,
kommen schon die ersten grünen Spitzen durch die Erde nach oben.

Sind die Blumen dann verblüht, müssen alle verwelkten Teile abgeschnitten werden.
Die Zwiebeln aber bleiben im Boden.
Dort ruhen sie, bis sie im nächsten Jahr wieder Blüten treiben.

Wusstet Ihr eigentlich, dass viele Zwiebeln "wandern"? Sie vermehren sich im Boden, bilden kleine Nebenzwiebeln aus und verbreiten sich so immer weiter.

Sicherlich habt Ihr jetzt schon längst erraten, welche Blumen zu den Zwiebelblumen gehören.
Tulpen, Narzissen, Krokusse, Blausternchen und Schneeglöckchen zum Beispiel.
Es gibt natürlich noch viel mehr.
Denkt nur mal an den Frühling, was im März und April so alles blüht.

Euer

Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel mit giesskanne
Hat die Rose Dornen? Oder Stacheln? Wo ist der Unterschied?

Unser Garten bereitet sich auf den Herbst vor und jetzt blühen immer weniger Blumen.
Dafür leuchten aber die Früchte der Sträucher umso schöner in der Herbstsonne.
Besonders gut gefallen mir die roten Hagebutten. Das sind die Früchte der Rosen.
Auch die blauen Schlehen gefallen mir gut.
Und die kleinen roten Weißdornbeerchen sehen auch toll aus.


Wenn die alle nur nicht so stachlig wären! Oder sind sie dornig? Was ist denn da der Unterschied?
Stechen tun jedenfalls beide.
Aber ich wollte es genauer wissen. Und das habe ich heraus gefunden:

Stacheln sitzen auf den Stielen auf. Sie sind Auswüchse der Rinde und lassen sich ganz leicht abbrechen, ohne dass das Holz beschädigt wird. Wenn Ihr das bei Rosen ausprobiert, werdet Ihr feststellen, dass das ganz leicht geht. Also haben Rosen: Stacheln.

Dornen dagegen wachsen aus der Pflanze heraus und sind fest mit ihr verbunden. Wenn Ihr versucht, einen Dorn vom Stiel abzubrechen, werdet Ihr feststellen, dass das nicht so einfach geht und Ihr dabei gleich Teile vom Stiel mit abreißen werdet. Denn Dornen sind eigentlich Seitenzweige, die aber sehr spitz und holzig sind. Sie können auch umgebildete Blätter sein, wie z. B. bei Kakteen.

So, und wer jetzt aufmerksam Rosenzweige und Schlehenzweige miteinander vergleicht, kann unterscheiden ob er sich an Stacheln oder Dornen sticht.

Und warum haben viele Pflanzen Stacheln oder Dornen?
Sie schützen sich damit nicht etwas vor allzu neugierigen Gartenkobolden, sondern sie wehren damit Tiere ab, die die ganze Pflanze fressen wollen.
Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Tricks mit denen sich die Pflanzen davor schützen, gefressen zu werden.
Manche haben ganz spitze Blätter, wie z.B. die Distel.
Andere haben Haare auf den Blattflächen, denkt nur an die Brennnessel.

Das Pflanzenreich ist ganz schön spannend, oder?

Euer

Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

blumuckel kopf
Wir machen Kräuteressig

Der September ist immer der Monat, in dem es besonders viel im Garten zu tun gibt.
Denn viele Früchte sind jetzt reif und wollen geerntet werden.
Alles, was man für den Winter einlagern möchte, sollte so langsam verarbeitet werden.

Ich liebe ganz besonders die guten Düfte und Aromen im Garten.
Habt Ihr ja vielleicht schon gemerkt. Deshalb habe ich auch so viele Kräuter angepflanzt.
Die möchte ich nun auch für den Winter haltbar machen.

Wie man die Kräuter trocknet, habe ich Euch ja schon öfter erklärt.
Dieses Mal möchte ich aber noch etwas Neues ausprobieren. Weil ich so gerne Salat esse, brauche ich immer viele Kräuter.
Die gibt es im Winter aber nicht frisch, sondern nur getrocknet oder tiefgefroren.
Aber um den Salat zu würzen, brauche ich ja auch noch Essig. Und der schmeckt für sich alleine meist nur sauer.
Deshalb werde ich die guten Aromen der Kräuter mit der Flüssigkeit des Essigs verbinden, so dass der Essig nicht mehr sauer, sondern nach Kräutern schmeckt.
Kräuteressig also.
Das geht ganz einfach. Ich brauche dazu nur eine Flasche einfachen Weinessig, ein sauberes Glasgefäß und ein Handvoll meiner Lieblingskräuter.
Gut eignen sich z.B. Dill, Estragon, Zitronenmelisse, Thymian, Rosmarin, Basilikum usw.

Die Kräuter werden von gelben oder schadhaften Blätter und Schmutz befreit und in das Glasgefäß gesteckt.
Dann wird mit dem Essig aufgegossen. Nach zwei bis drei Wochen hat der Essig das Aroma der Kräuter angenommen und ich kann den Salat damit würzen.
Am besten verwende ich immer nur eine Sorte Kräuter pro Gefäß.
Wenn ich die Flaschen gut verschließe, hält sich der Kräuteressig ein paar Monate.

Ich habe mir vorgenommen, schöne Etiketten auf die Flaschen zu kleben. Darauf male ich das Kraut, das ich verwendet habe und beschrifte es mit dem Datum, an dem ich den Essig angesetzt habe. Im Winter freue ich mich dann, wenn ich die Flasche öffne, und mir der Duft des Sommers entgegen strömt. pic_167

 

Ach ja, die Auflösung der Sommerrätsels steht ja noch aus: Löwenzahn war das gesuchte Wort.

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

Wir machen unsere Tinte selbst

 

Draußen wird es langsam Herbst und die Vögel freuen sich über Beeren und Früchte in den Hecken und Bäumen.
Besonders gern mögen sie Holunderbeeren, da sind sie ganz wild drauf.
Deshalb müsst Ihr schnell sein, wenn Ihr auch ein paar davon abbekommen wollt.

Was Ihr damit anfangen könnt? Nun, essen dürft Ihr sie nicht! Im rohen Zustand sind Holunderbeeren für uns Menschen nämlich giftig.
Werden sie aber gekocht und zu Marmelade oder Saft verarbeitet, sind sie völlig ungefährlich, besser noch, sie sind dann richtig gesund.

Aber ich habe eigentlich etwas ganz anderes damit vor. Mit den Holunderbeeren kann man nämlich schreiben!
Aus den Beeren machen wir uns diesmal Tinte. Und das geht ganz einfach.

Man braucht dazu: ein paar Holunderbeeren, ein kleines Sieb, eine Schale oder Schüssel, einen Löffel und ein Gefäß, das man verschließen kann.
Und schon kann es losgehen. Holt Euch von draußen ein paar Dolden mit Holunderbeeren dran.
Wenn Ihr nicht wisst, wie die aussehen, dann fragt einen Erwachsenen.
Dann werden die Beeren von den Stielen gezupft. Dabei werden die Finger schon ganz blau. Aber keine Sorge, das geht wieder weg.
Nur auf Eure Kleider solltet Ihr nicht unbedingt Flecken machen, die gehen schwer wieder raus.
Die Beeren werden nun mit dem Löffel im Sieb ausgedrückt.
Die Flüssigkeit fangt Ihr in einer kleinen Schale auf. Fertig ist die Tinte.
Am besten wird sie nun in ein Glasgefäß gefüllt und gut verschlossen. Wenn Ihr die Tinte im Kühlschrank aufbewahrt, hält sie sich ein paar Tage. Auf keinen Fall aber dürft Ihr die Flüssigkeit trinken! Holt Euch lieber einen Pinsel oder sogar eine Schreibfeder, womit Ihr in die Tinte eintauchen und schreiben könnt.

Schreibt mir doch einmal einen Brief mit Holunderbeertinte! Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen und auch ganz bestimmt antworten!

Meine Adresse: Landratsamt Kitzingen, Der Gartenkobold, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Die Schule hat wieder angefangen.
Aber nach den langen Ferien ist es auch ganz schön, wieder alle Freunde zu treffen.
Auch der Garten und die Natur beginnt, sich zu verändern.
Zwiebelblumen pflanzen

 

Eifrige Gartenkobold-Leser wissen auch schon, was zu tun ist.
Genau — es ist höchste Zeit, dass wir uns um unsere Blumenzwiebeln kümmern. Schließlich wollen wir doch dafür sorgen, dass es schon im zeitigen Frühjahr in unserem Garten kräftig blüht.
Deshalb habe ich verschiedene Blumenzwiebeln besorgt. Traubenhyazinthen, Krokus, Tulpen, Narzissen und — weil mir die Namen so gut gefallen haben — Hasenglöckchen und Schachbrettblumen.
Die kennt Ihr nicht? Hasenglöckchen haben viele kleine, längliche, hellblaue Glöckchen an den Stielen.
Auch die Schachbrettblumen haben glockenförmige Blüten, allerdings sind auf jedem ihrer dünnen Stiele nur 2-3 dicke rundliche Glocken.
Die sind aber dunkelviolett und weiß kariert, ein Muster, das an ein Schachbrett erinnert. Wunderschön sehen sie aus, deshalb möchte ich unbedingt welche in meinem Garten haben.

All diese Frühlingsblüher kommen ja deshalb besonderst gut zur Geltung, weil sie bereits dann blühen, wenn fast alle anderen Pflanzen im Garten noch im Winterschlaf sind. Und da sind solche hübschen Zwiebelblumen besonders schöne Farbkleckse im Garten.

Erinnert Ihr Euch noch daran, worauf man beim Einpflanzen achten muss? Also: Blumenzwiebeln haben ein ‚Oben‘ und ein ’Unten‘. Das ‚Unten‘ ist da, wo die Zwiebel etwas flacher ist, manchmal sind sogar noch ein paar Wurzelreste dran. ‚Oben‘ ist meist eine kleine Spitze. Nicht alle Zwiebeln werden gleich tief eingepflanzt. Aber als Faustregel könnt Ihr Euch merken: Das Pflanzloch sollte doppelt so tief sein, wie die Zwiebel groß ist. Wenn die Zwiebel z.B. 6 cm hoch ist, solltet Ihr sie in ein 12 cm tiefes Loch setzen.

Der Platz für Eure Frühlingszwiebeln sollte nicht zu trocken sein, damit die Zwiebeln im Winter genügend Feuchtigkeit zur Verfügung haben, um Blätter, Stiele und Blüten zu entwickeln. Besonders schön sieht es aus, wenn Ihr von jeder Blumenzwiebelart gleich mehrere nebeneinander pflanzt, also kleine Gruppen bildet. Damit kommen die Blüten dann besonders gut zur Geltung.

Das sind doch richtig schöne Arbeiten im Herbst. Ich bin gespannt, was im Frühling daraus wird. Viel Spaß!

Euer Blumuckel

Und wer Wünsche oder Fragen hat, kann mir mailen: gartenkobold@kitzingen.de

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Der Garten verändert sich jetzt von Tag zu Tag. Na ja, es wird eben richtig Herbst.
In zwei Tagen, am 23. September steht es ja auch im Kalender: Herbstanfang.
Eigentlich möchte ich noch gar nicht daran denken, dass die Tage wieder kürzer werden.
Viel lieber ma