Der Naturraum des Landkreises Kitzingen gestaltet sich durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren sehr vielfältig. Geologische Vorgänge, der Wechsel von Kalt- und Warmzeiten, sowie die ehemalige Flussdynamik des Mains formten die Ausgangsbasis für die heutige Landschaft.
Als Teil des Fränkischen Schichtstufenlandes ist das geologische Erscheinungsbild des Landkreises maßgeblich durch die Schichtenfolge des Oberen Muschelkalkes und die untere Hälfte des Keupers geprägt.
Der Landkreis ist zwei Klimabezirken zuzuordnen, dem trockenwarmen Bezirk „Mainfranken“ im Westen und dem vergleichsweise kühleren und feuchteren Bezirk „Mittelfranken“ im Osten des Landkreises.
Diese unterschiedlichen zeitlichen, geologischen und klimatischen Faktoren bestimmen die menschliche Nutzung der Landschaft seit Jahrhunderten, wodurch ein Mosaik aus verschiedenen Nutzungsformen und Lebensräumen entstand.
Vor allem auf Standorten, die vom Menschen nicht intensiv ackerbaulich genutzt werden konnten, entwickelten sich Lebensräume wie Sandmagerrasen oder Streuwiesen, auf denen teilweise stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten vorkommen.
Der Naturraum des Landkreises kann in sechs Untereinheiten eingeteilt werden:
1. - Mainaue
2. - Maintalhänge
3. - Steigerwaldvorland
4. - Steigerwaldtrauf
5. - Steigerwaldhochfläche
6. - Vorderer Steigerwald
7. - Ochsenfurter- und Gollachgau
8. - Gäuplatten im Maindreieck
Die naturräumlichen Untereinheiten, eine Auswahl in ihnen vorkommender Lebensräume, mit einigen charakteristischen und teilweise vom Aussterben bedrohten Pflanzen und Tieren, werden im Folgenden kurz vorgestellt: