Im Westen des Landkreises befinden sich die Gäuplatten, die ca. 15,2 % der Gesamtfläche einnehmen.
Charakteristisch sind mächtige eiszeitliche Lössdecken über den Schichten des Lettenkohlenkeupers.
Die landwirtschaftlich hochwertigen Braunerden und die geringe Reliefenergie bilden hier hervorragende Grundlagen für intensive ackerbauliche Nutzung mit hohen Erträgen.
Naturnahe Lebensraumstrukturen, wie Hecken, Feldgehölze und Streuobstbestände sind kaum vorhanden, weiträumige Agrarlandschaften bestimmen das Landschaftsbild. Diese offene Landschaft stellt dennoch den Lebensraum einiger sehr seltener Tierarten dar, von denen viele ursprünglich aus weiträumigen Steppengebieten stammen.
Tier- und Pflanzenarten:
Feldhamster (Cricetus cricetus)
Wiesenweihe (Circus pygargus)
Grauammer (Emberiza calandra)
Rebhuhn (Perdix perdix)
Wachtel (Coturnix coturnix)
Schafstelze (Motacilla flava)
Ortolan (Emberiza hortulana)
Erdbock (Dorcadion fuliginator)
Acker-Hasenohr (Bupleurum rotundifolium)
Mit dem Schutz und der Förderung der zahlreichen gefährdeten Tiere und Pflanzen und vor allem ihrer Lebensräume kommt dem Naturschutz eine wichtige Aufgabe zu!
Der traditionell stark durch den Menschen geprägte Naturraum des Landkreises, mit seinen verschieden genutzten Teilflächen, stellt eine erhaltenswerte Kulturlandschaft dar, deren Erhalt, sowohl aus kultureller, als auch aus naturschutzfachlicher Sicht, einen hohen Stellenwert besitzt.