Landkreis A-Z Erstellt am 17.04.2009 13:04, geändert am 11.11.2011 21:21 Suche im A-Z Index Denkmalschutzmedaille an den Kirchenburgverein Mönchsondheim Staatsminister Dr. Thomas Goppel verleiht Bayerische Denkmalschutzmedaille an den Kirchenburgverein Mönchsondheim Mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille hat Staatsminister Dr. Thomas Goppel am 21. November 2007 in München insgesamt 31 Persönlichkeiten, Vereine und Institutionen ausgezeichnet, die sich besondere Verdienste um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege erworben haben. Besonders freuen wir uns im Landkreis Kitzingen über die Auszeichnung des Vereins Fränkisches Bauern- und Handwerkermuseum Kirchenburg Mönchsondheim. Unser Landkreis ist einer der Träger des Kirchenburgmuseums und hilft zum Erhalt dieses besonderen fränkischen Kleinods. Der Verein wurde im Rahmen einer Feierstunde neben weiteren 30 Persönlichkeiten, Vereinen und Institutionen ausgezeichnet, welche sich besondere Verdienste um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege erworben haben. Andere Preisträger waren unter anderem z. B. Bundesminister a. D. Dr. Theo Waigel und der bekannte Schifahrer Markus Wasmeier. Der Verein Fränkisches Bauern- und Handwerkermuseum wurde ausgezeichnet, da er seit Gründung 1975 Beeindruckendes geleistet hat. Zur Rettung der örtlichen Kirchenburg wurde der Verein gegründet auf Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger. Zunächst gelang die Instandsetzung der Kirchenburg. Dort wurde ein Museum mit Gerätschaften für Landwirtschaft und Weinbau eingerichtet. Daraus entwickelte sich ein Freilichtmuseum mit Rathaus, Gasthaus, Kleinbauernhof, Krämerladen, Dorfschule und anderem. Heute umfasst das Fränkische Bauern- und Handwerkermuseum in Mönchsondheim 30 Gebäude und zeigt die Geschichte Fränkischen Dorflebens. Weitere Projekte stehen an je nach finanzieller Möglichkeit des Vereins. Die Bayerische Denkmalschutzmedaille wird seit 1977 alljährlich verliehen und zeigt auf ihrer Vorderseite ein Portrait König Ludwig I., der im Jahre 1835 mit der Errichtung einer „Generalinspektion der plastischen Denkmäler des Reiches“ den Grundstein für die staatliche Denkmalpflege legte. Nach Worten von Minister Dr. Goppel ist Bayern ohne seine Denkmäler und damit typischen Ortsbilder einfach nicht vorstellbar: „Sie geben unserem Land ein unverwechselbares Gesicht und sind mehr als attraktive Markenzeichen in Reiseführern“. Dass Denkmäler auch wichtige Standort- und Wirtschaftsfaktoren darstellen, erläuterte er anhand einiger eindrucksvoller Zahlen. In Bayern wird demnach pro Jahr eine halbe Milliarde Euro in den Erhalt des baulichen Erbes investiert; allein die privaten Denkmaleigentümer haben hierfür in den letzten 5 Jahren ca. 230 Mio. Euro aufgewendet. Im Landkreis Kitzingen gibt es im bayernweiten Vergleich eine sehr große Anzahl von Denkmälern. Seit Jahren unterstützt der Landkreis Kitzingen private Bauherren neben entsprechender fachlicher Beratung auch finanziell bei dem Mehraufwand zum Erhalt ihrer denkmalgeschützten Objekte (s. hierzu auch die Homepage des Landratsamtes Kitzingen http://www.kitzingen.de/buergerservice/behoerden/landratsamt/fuehrer/bauamt/zuschüsse Der Wirtschafts- Kultur- und Tourismusausschuss erhöhte vor kurzem die zur Verfügung stehenden Fördermittel 2007 aufgrund der Vielzahl von Erhaltungs-maßnahmen auf *85.000 €, damit zumindest die derzeit bereits durchgeführten Maßnahmen kurzfristig finanzielle Unterstützung erfahren. Der Bezirk Unterfranken stellt für die Sanierung von Denkmälern ebenfalls erhebliche Fördermittel zur Verfügung. Nicht zu vergessen sind hier auch die Steuervorteile für Denkmaleigentümer. Dies kommt neben den unmittelbar Begünstigten u. a. auch der örtlichen Bauwirtschaft, dem Fremdenverkehr und der Gastronomie in unserem Landkreis zu gute. Erstellt am 17.04.2009 15:08, geändert am 16.06.2009 15:38 |
