Der „Führerschein mit 17“ ist gefragt
692 Bescheinigungen wurden vom Landratsamt erteilt
Der Führerschein ist für viele junge Erwachsene ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Obwohl die Unfallzahlen sinken, sind junge Führerscheinbesitzer von 18 bis 24 Jahren aber immer noch überproportional häufig an Unfällen beteiligt. Aus diesem Grund wurde in Bayern im Rahmen der Aktion „Verkehrssicherheit Bayern 2006“ der Modellversuch „Begleitetes Fahren mit 17“ gestartet. Auch alle anderen Bundesländer haben den Modellversuch mittlerweile eingeführt, der in Deutschland noch bis 31. Dezember dieses Jahres läuft.

Im vergangenen Jahr wurde 692 Jugendlichen aus dem Landkreis Kitzingen der so genannte „Führerschein mit 17“ erteilt, sie konnten daraufhin in Begleitung einer Person ab 30 Jahren und die mindestens seit fünf Jahren einen Führerschein besitzt, hinterm Steuer sitzen. „Frühestens mit 16,5 Jahren können sich Jugendliche für die Führerschein-Ausbildung anmelden, zum 17. Geburtstag bekommen sie nach bestandender Prüfung die Bescheinigung“, erklärt Albin Korn von der Führerscheinstelle des Landratsamts. Den „echten“ Führerschein in EC-Kartenformat gibt es erst zum 18. Geburtstag.

Wie aus der Statistik der Regierung von Unterfranken hervorgeht, ist der „Führerschein mit 17“ vor allem in ländlichen Gegenden beliebt. So wurden in den Landkreisen Main-Spessart, Aschaffenburg oder Schweinfurt weit über 1000 Bescheinigungen für begleitetes Fahren ausgestellt. In den Städten hingegen war die Zahl sehr viel niedriger, wie in der Stadt Schweinfurt mit 245 und in der Stadt Aschaffenburg mit 258 Bescheinigungen.

„Durch das begleitete Fahren soll das Unfallrisiko bei jungen Autofahrern gesenkt werden“, erklärt Albin Korn. Durch die Begleitung können Fahranfänger Erfahrungen sammeln und lernen, kritische Situationen richtig einzuschätzen. Auch die Polizei Unterfranken bewertet den „Führerschein mit 17“ in ihrer Unfallstatistik 2008 positiv: „Jugendliche Autofahrer, die eine Begleitperson neben sich hatten, waren mit nur fünf kleineren Unfällen verschwindend gering am Unfallgeschehen beteiligt.“ Ob der Modellversuch nach dem 31. Dezember diesen Jahres bundesweit verlängert wird, bleibt abzuwarten. Eine bis Ende des Jahres erteilte Fahrerlaubnis behält aber ihre Gültigkeit.


Lkr. Kitzingen Der Führerschein ist für viele junge Erwachsene ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Obwohl die Unfallzahlen sinken, sind junge Führerscheinbesitzer von 18 bis 24 Jahren aber immer noch überproportional häufig an Unfällen beteiligt. Aus diesem Grund wurde in Bayern im Rahmen der Aktion „Verkehrssicherheit Bayern 2006“ der Modellversuch „Begleitetes Fahren mit 17“ gestartet. Auch alle anderen Bundesländer haben den Modellversuch mittlerweile eingeführt, der in Deutschland noch bis 31. Dezember dieses Jahres läuft.

Im vergangenen Jahr wurde 692 Jugendlichen aus dem Landkreis Kitzingen der so genannte „Führerschein mit 17“ erteilt, sie konnten daraufhin in Begleitung einer Person ab 30 Jahren und die mindestens seit fünf Jahren einen Führerschein besitzt, hinterm Steuer sitzen. „Frühestens mit 16,5 Jahren können sich Jugendliche für die Führerschein-Ausbildung anmelden, zum 17. Geburtstag bekommen sie nach bestandender Prüfung die Bescheinigung“, erklärt Albin Korn von der Führerscheinstelle des Landratsamts. Den „echten“ Führerschein in EC-Kartenformat gibt es erst zum 18. Geburtstag.

Wie aus der Statistik der Regierung von Unterfranken hervorgeht, ist der „Führerschein mit 17“ vor allem in ländlichen Gegenden beliebt. So wurden in den Landkreisen Main-Spessart, Aschaffenburg oder Schweinfurt weit über 1000 Bescheinigungen für begleitetes Fahren ausgestellt. In den Städten hingegen war die Zahl sehr viel niedriger, wie in der Stadt Schweinfurt mit 245 und in der Stadt Aschaffenburg mit 258 Bescheinigungen.

„Durch das begleitete Fahren soll das Unfallrisiko bei jungen Autofahrern gesenkt werden“, erklärt Albin Korn. Durch die Begleitung können Fahranfänger Erfahrungen sammeln und lernen, kritische Situationen richtig einzuschätzen. Auch die Polizei Unterfranken bewertet den „Führerschein mit 17“ in ihrer Unfallstatistik 2008 positiv: „Jugendliche Autofahrer, die eine Begleitperson neben sich hatten, waren mit nur fünf kleineren Unfällen verschwindend gering am Unfallgeschehen beteiligt.“ Ob der Modellversuch nach dem 31. Dezember diesen Jahres bundesweit verlängert wird, bleibt abzuwarten. Eine bis Ende des Jahres erteilte Fahrerlaubnis behält aber ihre Gültigkeit.


Erstellt am 02.02.2010 12:23, geändert am 02.02.2010 12:23

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