Die Amphibienwanderung beginnt
Das Landratsamt informiert und bittet Autofahrer um Rücksicht
Mit den ersten wärmeren Tagen beginnen die heimischen Amphibien ihre Wanderung aus den Überwinterungsquartieren zu den Laichplätzen. Dabei müssen sie vielerorts auch Straßen überqueren und werden nicht selten überfahren. Das Landratsamt Kitzingen bittet daher alle Autofahrer in diesen Tagen um rücksichtsvolles Verhalten.

Grundsätzlich müssen Autofahrer überall im Bereich von Tümpeln, Teichen und anderen Gewässern mit Amphibienwanderungen rechnen. Insbesondere bei wärmerem und regnerischem Wetter, ab Beginn der Dämmerung und nachts. Die Zahl der Tiere, die bei ihrer Wanderung Straßen überqueren, kann zwischen wenigen Dutzenden und einigen hundert schwanken. Bei diesen Amphibien handelt es sich um Frösche, Kröten, Molche und Salamander. Ihre Überwinterungsquartiere liegen im Wald, in Hecken und in Feldgehölzen.

Die von den Amphibien stark frequentierten Straßen können auch für den Autofahrer gefährlich sein. Durch entsprechend langsame Fahrweise kann man den im Scheinwerferlicht gut erkennbaren Tieren aber leicht ausweichen. Die Autofahrer tragen so zum Erhalt dieser gefährdeten Arten bei. An den wichtigsten Übergängen werden auch in diesem Jahr wieder Amphibienzäune mit so genannten „Krötenschildern“ aufgestellt. An der Staatsstraße Michelfeld-Mainbernheim besteht nach dem Bau der Umgehungsstraße eine fest eingebaute Einrichtung mit Durchlässen.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Kreisstraße KT 37 zwischen Rimbach und Krautheim (400 Meter nach Ortsende Rimbach bis 800 Meter nach Ortsende Rimbach) der am stärksten frequentierte Amphibienübergang ist. Deshalb wird die Strecke auch in diesem Jahr mit einer Schranke gesperrt. Die Sperrung erfolgt, sobald die ersten Kröten wandern (ab circa 5 Grad in der Nacht) und zwar bis längstens 30. April 2010, jeweils zwischen 19 Uhr und 6 Uhr. Eine Umleitung ist über die KT 36 – Gemeindeverbindungsstraße Obervolkach – Staatsstraße 2274 – Krautheim und umgekehrt. Auch die Wirtschaftswege, die in diesen Teil der KT 37 einmünden, werden gesperrt.

Viele freiwillige Helfer haben sich auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, die Tiere, die entlang der Zäune in die eingegrabenen Eimer fallen, aufzusammeln, über die Straße zu tragen oder in Laichgewässern auszusetzen. Da diese Arbeit meist in die Morgen- und Abendstunden fällt, hat das Landratsamt wieder eine Geschwindigkeitsbeschränkung zum Schutz dieser Personen veranlasst. Es wird gebeten, diese unbedingt einzuhalten.

In der Anlage finden Sie eine Aufstellung der bedeutendsten Übergänge im Landkreis Kitzingen.
Amphibienübergänge 2010, 21 KB
 


Erstellt am 24.02.2010 15:11, geändert am 24.02.2010 16:28

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