Ein Netzwerk für Kinder

„Familien stützen – Kinder schützen“ Veranstaltung der Koordinierenden Kinderschutzstelle am 25. Januar

Koki 1Cornelia Röder und Yvonne Bilz betreuen in der Koordinierenden Kinderschutzstelle des Landratsamts Kitzingen (werdende) Eltern bei ihren neuen Herausforderungen, mit dem Ziel, Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen. Am Mittwoch, 25. Januar, haben die beiden einen Vortrag zum Thema Kinderschutz organisiert und stellen ihre Arbeit vor. 

1. Was genau ist der Aufgabenbereich von Koki?
Unsere Arbeit gliedert sich in drei Dimensionen. Zum einen Familienbezogene Arbeit mit einem Unterstützungsangebot vor und nach der Geburt für Familien, zum anderen Netzwerkarbeit, wodurch ein effizienter Kinderschutz aus engmaschiger Zusammenarbeit zwischen Gesundheitshilfe, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Beratungsstellen, Frühförderstellen und der Kinder- und Jugendhilfe hervorgehen soll. Außerdem geht es uns auch um die gesellschaftliche Sensibilisierung für die Mitverantwortung jedes Einzelnen zum Thema Kinderschutz.

2. Wie viele Familien haben Sie im vergangenen Jahr betreut?
64 Familien

3. Wie können Sie helfen?
Wir beraten und begleiten frisch gebackene Eltern bei den Herausforderungen ihrer neuen Lebensphase und gehen ein Stück des Weges mit ihnen, damit es ihnen und dem Kind gut geht. Außerdem vermitteln wir den Kontakt zu geeigneten Fachstellen. Das KoKi-Angebot ist kostenlos, freiwillig und kann auf Wunsch zu Hause erfolgen.

4. Was sind die häufigsten Probleme?
Die sind ganz unterschiedlich und reichen von Grenzsituation der Eltern im Bezug auf die neue Lebenssituation, Schreibabys, Krankheit, Sucht oder Behinderung in der Familie bis hin zu Minderjährigen Müttern, die Unterstützung benötigen.

5. Am 25. Januar findet die Fachveranstaltung „Familien stützen – Kinder schützen“ statt. Um was geht es bei dieser Veranstaltung genau?
Es ist der dritte Fachvortrag im Rahmen des Lokalen Netzwerkes Kinderschutz und dreht sich um das Thema Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung im Säuglings- und Kleinkindalter. In erster Linie richtet sich die Veranstaltung an ein Fachpublikum, denn ein präventiv ausgerichteter Kinderschutz erfordert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachdisziplinen. Daraus ergibt sich die Netzwerkarbeit als eine der Hauptaufgaben der KoKis. Als ein wesentliches Element für diese Netzwerkarbeit, beabsichtigen wir in unserer Veranstaltung einen Grundstein für die Gründung eines Runden Tischs für Frühe Hilfen zu legen, innerhalb dessen alle Fachdisziplinen und Akteure vertreten sind, die mit Kindern in den ersten Lebensmonaten Kontakt haben. Aber es sind natürlich auch alle Bürger, die sich für das Thema Kinderschutz interessieren, herzlich eingeladen.

6. Wer sind die Referenten?
Die Einführung in das Thema macht Prof. Dr. med. Hans-Michael Straßburg, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Sozialmedizin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin. Im Mittelpunkt steht der Vortrag „Interdisziplinäre Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung im Säuglings- und Kleinkindalter“ von Dr. phil. Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut München, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie der Uni Regensburg und forensischer Sachverständiger in familien- und strafrechtlichen Fragen. Die Referenten sind zwei absolute Fachleute auf dem Gebiet des Kinderschutzes!

7. Kinderschutz bedeutet für uns …
…vor Ort ein Netz von Hilfs- und Unterstützungsangeboten zu pflegen, das Familien in belasteten Lebenssituationen möglichst frühzeitig erreicht und dadurch bessere Entwicklungschancen für Kinder geschaffen werden können.

Der Fachvortrag ist am Mittwoch, 25. Januar, in der Alten Synagoge in Kitzingen. Er beginnt um 17.15 Uhr mit einem Empfang, um 17.50 Uhr wird die Veranstaltung mit der Begrüßung von Landrätin Tamara Bischof eröffnet. Die beiden Referate schließen sich an. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, der Eintritt ist frei. 


Auf dem Bild:
Ein Netzwerk für Kinder knüpfen Yvonne Bilz (links) und Cornelia Röder von der Koordinierenden Kinderschutzstelle des Landratsamts Kitzingen.
 



Erstellt am 19.01.2012 10:57, geändert am 19.01.2012 10:59

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