
Auf Traumrouten durchs Kitzinger Land
Die Arbeitsgruppe „Wanderkonzept“ traf sich nun zum Abschlussbericht von Hans-Georg Sievers, der alle Wanderwege im Landkreis unter die Lupe genommen hat. Anhand einer Karte, in der Sievers die vorhandenen Wege eingetragen hatte, wurde schnell deutlich, dass es im Landkreis zwei Schwerpunkte für Wanderer gibt: zum einen die Mainschleife und das Maintal, zum anderen der Steigerwald. Wichtig sei, so Sievers, sich als Wanderregion zu positionieren und das Signal an die Touristen auszusenden, dass man im Kitzinger Land nicht nur eine schöne Wanderung, zum Beispiel auf dem Steigerwald-Panoramaweg machen könne, sondern sich eine ganze Woche auf tollen Strecken die Zeit in der Region vertreiben kann. „Wanderer wünschen sich abwechslungsreiche Wege mit wenig Asphalt und schönen Aussichten“, erklärte Sievers und betonte, dass eine gute Beschilderung sowie ansprechende Möglichkeiten, Rast zu machen, ebenso wichtig seien. Für das Kitzinger Land hatte der Wanderexperte einige Empfehlungen parat. So sollte man zum Beispiel bestehende Rundwanderwege optimieren und gezielt weitere attraktive Wege schaffen, zum Beispiel im Klosterforst, von Sulzfeld am Main nach Kitzingen sowie von Mainbernheim nach Marktsteft. Allerdings immer mit der Maßgabe Qualität vor Quantität, denn der spätere Pflegeaufwand dürfe auch nicht aus den Augen verloren werden. Gleichzeitig regte er an, als Zugpferde so genannte „Traumrouten“ zu entwickeln. Der Wanderexperte stellt sich hier Top-Rundwanderwege mit acht bis 15 Kilometern vor, die höchste Wanderwünsche erfüllen und die vom Kitzinger Land unter einem gemeinsamen Namen vermarktet werden können. „Bei der Beschilderung gibt es im Kitzinger Land eine Menge zu tun“, war das Urteil des Experten, der ebenfalls eine gemeinsame Broschüre zur Vermarktung empfiehlt. Auch das Angebot von Wanderpauschalen regte er an. Claudia Bellanti von der Touristinfo Iphofen und Maja Schmidt vom Regionalmanagement unterstrichen die Notwendigkeit einheitlicher Standards. „Ich traue mir nicht zu, Touristen bestimmte Wanderwege an der Mainschleife zu empfehlen“, betonte Bellanti. Gäbe es aber eine gemeinsame Broschüre auf der Basis qualitativ hochwertiger Wege – der „Traumtouren“ – , würde auch den Mitarbeiterinnen des Landkreises die gezielte Bewerbung auf Messen oder bei Anfragen leichter fallen. „Die Kolleginnen schicken bisher immer ein ganzes Bündel an Flyern ohne genau sagen zu können, wie attraktiv die Wege wirklich sind“, betonte Maja Schmidt. Erstellt am 31.01.2012 14:52, geändert am 31.01.2012 14:52 |
