„Kitzinger“ gedeihen im Botanischen Garten Würzburg Anfang März rief die Kreisfachberatung am Landratsamt Kitzingen dazu auf, Samen von Gemüse aus dem Kitzinger Land abzugeben. Die ersten Pflänzchen sind nun im Botanischen Garten Würzburg zu sehen.Prächtig gedeihen dort im Gewächshaus Fleischtomaten aus Mainbernheim. Vor Jahrzehnten kamen sie von Siebenbürgen nach Franken und werden seither hier angebaut. Und auch einige Segnitzer Rettiche zeigen schon große grüne Schöpfe. „Die Keimblätter waren schon so groß, ich bin gespannt, wie die Rettiche werden“, sagt Barbara Keller, Gärtnerin im Botanischen Garten und unter anderem zuständig für die Abteilung Nutzpflanzen. Der Botanische Garten unterhält neben dem Bauerngarten, in dem gezeigt wird, wann und wie viele der beliebten Pflanzen, wie Tränendes Herz, Stockrosen und Nelken, ihren Weg in die Gärten gefunden haben, einen Bereich speziell für Gemüse, Getreide und Heilkräuter. Dr. Gerd Vogg, Wissenschaftlicher Kustos des Botanischen Gartens, legt Wert darauf, dass die gezeigten Pflanzen aus dem Mainfränkischen Raum kommen. Neben den im Kitzinger Land gesammelten Bohnen, Tomaten, Kartoffeln und Zwiebeln kommen heimische Samen zurück aus der Gen-Bank des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, Sachsen-Anhalt. Die Segnitzer Rettiche sind darunter, Züchtungen der Kitzinger Firma Fetzer, einige Unterpleichfelder Weißkraut-Sorten und Tomaten. In diesem Jahr werden die Pflanzen gezogen und mit ihren bekannten Artgenossen verglichen. Sind die Rettiche schärfer als die heute verkauften Exemplare? Haben die Tomaten mehr Süße? Wie schmecken die Zwiebeln und Bohnen? Bei der Gartenschau Natur in Kitzingen 2011 werden die Kitzinger, Segnitzer und Mainbernheimer zu sehen und, wenn der Besucher rechtzeitig kommt, auch zu schmecken sein. Weiterhin können Samen von Pflanzen, die seit vielen Jahren im Kitzinger Land vermehrt werden, abgegeben werden. Ansprechpartnerin ist Kreisfachberaterin Mechthild Engert, Landratsamt Kitzingen, Kaiserstraße 4, 97318 Kitzingen, Telefon (0 93 21)9 28 42 05. Auf dem Bild: Dr. Gerd Vogg und Barbara Keller vom Botanischen Garten Würzburg begutachten die Kitzinger Tomaten. Erstellt am 03.05.2010 14:19, geändert am 27.05.2010 14:37 |
