Gemeinsame Ziele zur Förderung der Gartenkultur
Akteure aus dem Landkreis unterzeichnen Schwanberger Erklärung
 Schwanberger Erklärung 210510 Mit der Schwanberger Erklärung setzt der Landkreis Kitzingen einen Schlusspunkt und gleichzeitig den feierlichen Auftakt zum Projekt „Gartenkultur Kitzinger Land“. Auf dem Schwanberg trafen sich Akteure, die dem Thema nahestehen und schlossen die Vorbereitungsphase mit der Unterzeichnung der Schwanberger Erklärung ab. Gleichzeitig starteten sie durch die Erklärung, mit der sie sich gemeinsame Ziele zur Förderung der Gartenkultur geben, den konkreten Beginn des Projekts „Gartenkultur Kitzinger Land“.

Feierlich war der Rahmen im Festsaal auf dem Schwanberg zur Unterzeichnung der Schwanberger Erklärung. Mitarbeiter und Schwestern des Schwanbergs umrahmten die Veranstaltung musikalisch, zum Genießen gab es feine Häppchen mit Produkten aus dem Landkreis und anstelle des Landkreis-Weins wurden Quitten- und Apfel-Seko sowie Apfelsaft angeboten. Feierlich wurde dann auch die Erklärung verlesen, in der es heißt: „Der Landkreis Kitzingen hat es sich zum Ziel gesetzt, einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung und Entwicklung der Gartenkultur zu leisten.“ Formulierte Ziele sind zum Beispiel das Netzwerk zur Gartenkultur im Kitzinger Land zu begründen und aufzubauen, die historischen Gärten denkmalverträglich aufzuwerten und erlebbar zu machen sowie die gartenkulturellen Potenziale als neue touristische Zusatzangebote für Wein- und Radtourismus zu erschließen.

Landrätin Tamara Bischof betonte, dass ein Netzwerk, geknüpft aus Freiwilligkeit, dem gegenseitigen Austausch und Vertrauen sowie einer gemeinsamen Entwicklung für das Projekt besonders wichtig sei. Denn gemeinsam gehe vieles besser, zum Beispiel auch die Vermarktung der eigenen Produkte und Leistungen. „Zum Glück können wir hier auf ein hohes Maß an Kompetenz und Qualität unserer Gärtnereien, Obstbauern, Gemeinden und vieler anderer Akteure zurückgreifen, die mit Leib und Seele dabei sind“, erklärte die Landrätin. Klaus Hartner von der Stadt Kitzingen erzählte, dass er in einer Gärtnerei groß geworden sei und ihm die Gartenkultur schon allein deshalb besonders am Herzen liege. Er versicherte, dass die Stadt ihren Teil dazu beitragen werde, um die Schwanberger Erklärung nachhaltig mit Leben zu erfüllen.

Professor Gerd Aufmkolk vom Büro Werkgemeinschaft Freiraum in Nürnberg stellte noch einmal die Grundidee des Projekts Gartenkultur vor, die über die Teilnahme des Landkreises an der kleinen Gartenschau entstanden ist. Die Nachhaltigkeit stehe hierbei im Vordergrund, betonte Aufmkolk, der mit seinem Team und Mechtild Engert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege vom Landratsamt, im Dialog mit den Akteuren aus dem Landkreis die Grundzüge des Projekts entwickelt hat. Mechthild Engert informierte im Rahmen der Veranstaltung über die historischen Gärten im Landkreis und erklärte: „Ein historischer Garten ist ein lebendiges Denkmal.“ Das Interesse an historischen Gärten sei groß. Jeder von ihnen Kitzinger Land – in Castell, Rüdenhausen, am Schwanberg, in Mainstockheim, Wiesentheid, Gaibach oder Kirchschönbach – sei ein Juwel der Gartenkunst. „Die Parks spiegeln die Geschichte und den Reichtum der Landschaft unsere Landkreises wider“, betonte Engert. Doch das Wissen um diese Parks sei noch sehr lückenhaft. Eine Aufgabe sehe sie darin, das Wissen zu vertiefen und an die Bürger und Besucher weiter zu geben.

Sehr persönlich waren dann die einzelnen Statements der Unterzeichner der Schwanberger Erklärung, die allesamt zeigten, dass ihnen die Gartenkultur eine Herzensangelegenheit ist. Außerdem wurde noch einmal deutlich, welche gartenkulturellen Schätze und welches Potenzial bereits vorhanden sind, was nun durch das gemeinsame Projekt gestärkt werden soll. Unterstrichen wurde die Zielsetzung der Schwanberger Erklärung noch durch Thomas Riehl von den Fränkischen Obstbauern, der erklärte, dass der Landkreis Kitzingen zu den drei Landkreisen in Bayern zähle, die für den Obstanbau stehen. Alleinstellungsmerkmal des Kitzinger Lands sei aber seine Vielfalt.

Die Erklärung unterzeichnet haben: Landrätin Tamara Bischof, Oberbürgermeister Siegfried Müller, Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert (Markt Willanzheim), Dr. Werner Knaier (ARGE Dorfschätze), Jürgen Chodera (Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landschaftspflege Kitzingen), Christian Weiglein (Bund Deutscher Baumschulen), Barbara Keller (Frauen für die Vielfalt), Reinhard Hüßner (Kirchenburgen), Bürgermeister Elmar Henke (Sommerach), Erwin Reidelbach (Stadt Mainbernheim), Christian Klose (Historische Gärten im Kitzinger Land), Thomas Riehl (Fränkische Obstbauern), Marius Wittur (Privatinitiative Quittenprojekt) und Klaus Schneider (Kulturschaffende). 

Auf dem Bild:

Die Schwanberger Erklärung zur Förderung der Gartenkultur Kitzinger Land wurde feierlich im Festsaal auf dem Schwanberg unterschrieben.

Dossier Gartenkultur Kitzinger Land, 5786 KB
 



Erstellt am 28.06.2010 14:53, geändert am 01.09.2010 10:38