Marktstefter "Panoramaweg"
Wandern und Radwandern am südl. Maindreieck Rundwanderweg - " Panoramaweg".

Ein Spaziergang zwischen "Beethoven und Spargel" - in Marktsteft -
 

Mit Hilfe von Tafeln wird Ihnen naturkundlich Wissenswertes und geschichtlich Interessantes über Marktsteft an ausgewählten Punkten und Plätzen dargestellt. Der Weg ist durch ein rotes Schild mit Vogelemblem gekennzeichnet.

Marktstefter Panoramaweg

Information, Übersicht an der Unterführung Hausackerweg und am alten Hafen
 

An den Informationspunkten an der Unterführung Hausackerweg und am "Alten Hafen" steht jeweils eine Infotafel, die speziell auf den Wanderweg aufmerksam macht. Zwei weitere Infotafeln, die auch auf die insg. 3 Marktstefter Rundwanderwege hinweisen, stehen am Hauptwanderweg des "Gemeindeverbund Wanderwege Südliches Maindreieck" ("roter Punkt").

Info-Tafel Panoramaweg, 687 KB


Feuchtbiotop Nägelesee im NSG Markstefter Tännig

Vom Informationspunkt mit Rastmöglichkeiten laufen wir in Richtung Norden an der Umgehungstraße entlang bis zur Straße nach Michelfeld. Dort queren wir die Staatstraße und gelangen nach ca. 50m auf den eigentlichen Panoramaweg.
Am Rückhaltebecken vorbei geht der Weg weiter bis zum alten Wasserhochbehälter aus dem Jahre 1928 (Aussichtspunkt). Dort soll das erste Schild den "Blick in unser Wohnzimmer" öffnen.

Kulturlandschaft - Panoramaweg, 605 KB


Maintalhang- Wasserhochbehälter, Alte Weinberge, Halbtrockenrasen

Die Geschichte dieses Bauwerkes und des alten Felsenkellers wird kurz umrissen und die naturkundliche Vielfalt der Maintalhänge beschrieben. Der Blick auf das Maintal lädt zum Verweilen ein.
Die Patenschaft für die Pflege des Umfeldes hat dankenswerter Weise der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Marktsteft übernommen, der auch die Begehbarkeit und Absicherung des Aussichtspunktes ausgeführt hat.

Weiter geht es durch das Naturschutzgebiet "Marktstefter Tännig" zum ‚Nägelesee'. Dort wird der Lebensraum "Feuchtbiotop" auf der Basis der geologischen Grundlagen beschrieben (zweite Tafel). Auf dem kleinen Hochpunkt hat man einen sehr schönen Blick auf die letzten Baumfelder von Marktsteft und dem südlichen Steigerwald.

Urwald - Panoramaweg, 643 KB


Lebensraum Streuobstacker - Ortolan 

Dem Weg entlang hört man im Mai und Juni den äußerst seltenen Singvogel Ortolan. Dort wird der vom Aussterben bedrohte Lebensraum "Streuobstacker" (dritte Tafel) beschrieben. Denn ohne die Bäume in den Getreideäckern würde es dort bald keinen Ortolan mehr geben. Es ist auch ein Stück Kultur den, für Marktsteft früher lebensnotwendigen, Feldobstbau und die nach wie vor landschaftsprägenden Obstbäume zu dokumentieren und für die Erhaltung dieser lebendigen Geschichte Marktstefts einzutreten. Was wäre die Marktstefter Flur ohne die Obstbäume. Es gilt diese Attraktion für die Naherholung und den Tourismus stärker ins Bewußtsein zu rücken.

Ortolan - Panoramaweg, 726 KB


Fliegende Sande - Spargel - Sandmagerrasen

Am Hoßfelder-Wäldchen gelangen wir zu einer weiteren Marktstefter Besonderheit - dem Sandboden! Er liefert zwar nicht gerade große Zuckerrüben aber eine hervorragende Sonderkultur - den Spargel (vierte Tafel). Auf ein paar Quadratmeter vergessenes Land (ehem. Sandgrube, alter Schuttplatz etc.) haben sich Pflanzen und Tiere gehalten die im südlichen Landkreis Kitzingen einmalig sind. Wir werden schnell feststellen, dass es sich dort nicht um unproduktives Ödland handelt, sondern die biologische Vielfalt um ein mehrfaches höher ist als auf vielen anderen Flächen. Die 2 Tafeln sind bereits vorhanden (Punkt 5 auf der Infotafel).

Spargel - Panoramaweg, 549 KB


Traugraben - der Marktstefter Bach 

Der Traugraben (Tafel sechs) entwässert die Landschaft östlich von Marktsteft bis in die Mainbernheimer und Willanzheimer Flur hinein. Eine reichhaltige Geschichte widerfuhr diesem Bach - mit Mühlen, Schwarzwurzeln und Gladiolen. Entlang dem Traugraben geht es dann zurück zum Infopunkt bzw. zum Parkplatz an der Mehrzweckhalle, vorbei an den Tafeln des Fernwanderweges.

Traugraben - Panoramaweg, 550 KB


Altarm "Ader"

Aber eine weitere Besonderheit soll auch außerhalb des Rundwanderweges nicht unerwähnt bleiben - "die Ader".
Dieser Altarm des Mains birgt immer noch eine sehr seltene Flora, die für die Mainaue einmalig ist. Das siebte Schild beschreibt die Gefahren und Chancen des Lebensraumes Flusslandschaft.

Die Ader - Panoramaweg, 677 KB


Die Gemarkung von Marktsteft kann deshalb als naturschutzfachlich besonders hochwertig eingestuft werden. Eine "Auszeichnung" für diese Landschaft - aber auch für die Menschen, die diese Landschaft erhalten haben - spiegelt sich auch darin wider, dass ein Naturschutzgebiet, ein geschützter Landschaftsbestandteil und weitere Planungen hierzu und ein besonderes Schutzgebiet nach der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union (SPA-Gebiet), ausgewiesen wurden.

Mit diesem Rundwanderweg soll ein Teil der Marktstefter Geschichte - außerhalb der Ortsschilder - wieder ins Bewusstsein gerückt und gleichzeitig auch für Auswärtige ein zusätzliches, informatives Angebot geschaffen werden. In kaum einer Gemarkung sind so viele, völlig unterschiedliche Biotoptypen, die die Schwerpunktarbeit des Naturschutzes im Landkreis Kitzingen widerspiegeln, vorhanden.

Zusammenfassung:
Infotafeln:
Information, Übersicht an der Unterführung Hausackerweg und am alten Hafen
1. Maintalhang- Wasserhochbehälter, Alte Weinberge, Halbtrockenrasen
2. Feuchtbiotop Nägelesee im NSG Markstefter Tännig
3. Lebensraum Streuobstacker - Ortolan
4. Fliegende Sande - Spargel
5. Sandmagerrasen
6. Traugraben - der Marktstefter Bach
7. Altarm "Ader"

Träger:
Stadt Marktsteft in Zusammenarbeit mit Hafen & Kultur e.V. Marktsteft;

Umsetzung:

  • Landschaftspflegeverband Kitzingen
  • arc.grün - Landschaftsarchitekten;
  • Atelier Ziegler
  • Schlosserei Carlos Duran-Wagner
  • Fa. Höhn;

Fachliche Begleitung:
untere Naturschutzbehörde Kitzingen;

Grundkonzeption und Idee:
Dieter Lang mit Hafen & Kultur e.V., Beate Etzelmüller;

 



Erstellt am 27.03.2009 17:31, geändert am 03.08.2010 11:58

Kontakt
Landratsamt Kitzingen
Dachmarketing
Kaiserstraße 4
97318 Kitzingen
Tel: 09321-928 1104 / -1107
Fax: 09321-928 1199
tourismus@kitzingen.de