Fränkischer Marienweg
Der 800 km lange beschilderte Wander- und Fahrradweg verbindet 50 Wallfahrtsorte im Bistum Würzburg. Lernen Sie das Fränkische Weinland, den Steigerwald, die Rhön, Hassberge, den Spessart und Odenwald kennen.

Frankenland - Marienland

Fränkischer Marienwegexterner Link

Kommen Sie dem Geheimnis der Region auf die Spur, die seit uralten Zeiten "Marienland" genannt wird. Lassen Sie die unzähligen Bildstöcke und Feldkreuze, die Hausmadonnen an den Fassaden schmucker Dörfer und Städte und die vielen kleinen und großen Wallfahrtskirchen auf sich wirken.

Dettelbach - Maria im Sand


Dettelbach ist einer der bedeutendsten marianischen Wallfahrtsorte der Diözese. Ursprung ist die Verehrung eines von Winzern in den Weinbergen aufgestellten Bildstocks mit einer um 1500 entstandenen Pieta.

Maria im SandEine legendäre Wunderheilung 1504 war der Beginn der Wallfahrt, die die Reformation überdauerte und bis heute besteht. Schon 1506 wurde über dem Bildstock eine kleine Kapelle erbaut. Vor allem Fürstbischof Julius Echter förderte die Wallfahrt im Zuge der katholischen Reform. 1611 begann der Bau einer großen Kirche in den für die Echterzeit typischen historisierenden Formen der Spätgotik mit dem prächtigen Renaissance-Portal (1613) von Michael Kern, der auch die Kanzel (1626) schuf, eine der schönsten Steinmetzarbeiten der deutschen Renaissance. Mittelpunkt der Kirche ist der Hochaltar von Agostino Bossi (1778) mit dem Gnadenbild. 24 großformatige Votivbilder im Kirchenschiff berichten von wundersamen Gebetserhörungen. Von 1620 bis heute betreiben Franziskaner die Wallfahrts-Seelsorge. Das Dettelbacher Gnadenbild ist Vorbild für zahlreiche barocke Pieta-Bildstöcke in Unterfranken.

(Quelle:Führer "Wandern & Radeln auf dem Fränkischen Marienweg", S. 56)

Volkach - Maria im Weingarten

Maria im WeingartenEin Kreuzweg des 19. Jh. führt von der Talaue hinauf zur spät-gotischen Kirche, die weithin sichtbar inmitten der Weinberge am Maintalhang nördlich von Volkach steht.

An ihrer Stelle befand sich eine Kirche aus dem 13./14. Jh., die die Pfarrkirche für Volkach und umliegende Ortschaften war. Ab Mitte des 15. Jh. begann eine marianische Bruderschaft, der der Würzburger Bischof, Adelige und Volkacher Bürgermeister angehörten, mit dem Bau einer neuen Kirche, die zu Beginn des 16. Jh. vollendet war. Für sie wurde 1521 bei Tilmann Riemenschneider die Rosenmadonna in Auftrag gegeben, die heute ihr wertvollster Schatz ist. 1962 wurde sie mit anderen Figuren gestohlen und erst nach Zahlung eines Lösegeldes von den anonym gebliebenen Tätern wieder zurück gegeben. Seit dem 16. Jh. wird eine Pieta aus der Zeit um 1370 als Gnadenbild verehrt. Die Kirche hat im Innern im Lauf ihrer Geschichte (Gotik, Barock, Neugotik) viele Veränderungen erfahren. Eine Neugestaltung fand 2002 statt. Bis heute ist die Kirche Zielpunkt von Wallfahrern und Kunstbegeisterten aus Nah und Fern.

(Quelle: Führer "Wandern und Radeln auf dem Fränkischen Marienweg, S. 62)

Kontakt

Verein der Freunde und Förderer des Fränkischen Marienweges e.V.
Pfarrer Josef Treutlein
Matterstockstr. 39
97080 Würzburg
Tel. 0931-21762
E-Mail: info@fraenkischer-marienweg.de
www.fraenkischer-marienweg.deexterner Link

 

 

 



Erstellt am 15.05.2009 00:18, geändert am 09.08.2010 15:05

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