Landrätin Tamara Bischof

Seit Oktober 2000 ist Tamara Bischof die Landrätin des Landkreises Kitzingen. 

Bürgerfreundlich und serviceorientiert führt sie seitdem die Behörde und hat nicht nur das Landratsamt, sondern auch den Landkreis Kitzingen maßgeblich weiterentwickelt.

"Ich sehe das Landratsamt als Dienstleister für unsere Bürger. Wir verstehen uns als Genehmigungsbehörde und nicht als Verhinderungsbehörde. Überwiegend einstimmige Beschlüsse in den Kreisgremien und eine vertrauensvolle sowie konstruktive Zusammenarbeit im Kreistag sprechen für eine hervorragende Zusammenarbeit, auch zwischen Politik und Verwaltung. Eine offene Kommunikation nach außen und innen liegt mir besonders am Herzen. Auch ich habe stets ein offenes Ohr für Ihre Anliegen, sprechen Sie mich gerne persönlich an oder vereinbaren Sie einen Termin."

 

 

Einen Lebenslauf mit beruflichem Werdegang und politischen Ämtern finden Sie auf der privaten Homepage von Landrätin Tamara Bischof, klicken Sie bitte hier.

Landrätin Tamara Bischof (Foto Robert Haas)

Auszug eines Interviews mit der Fundgrube anlässlich "15 Jahre Landrätin" im Jahr 2015

Landrätin zu sein, ist das ihr Traumberuf?

"Ich kann viel bewegen, den Landkreis aktiv weiterentwickeln und gestalten, sehr selbstständig arbeiten und habe viel mit Menschen – Mitarbeitern und Bürgern – zu tun. In den vergangenen Jahren habe ich tausende persönliche Gespräche geführt und konnte vielen Menschen gut weiterhelfen – insofern ist Landrätin ein sehr erfüllender, aber auch ein sehr zeitintensiver Traumberuf."

Charakterisieren sie sich bitte als Chefin...

"Konsequent, zielstrebig, geradlinig, gerecht, manchmal ungeduldig, aber auch herzlich. Ich sage immer zu meinen Mitarbeitern, sie sollen bei unangenehmen Gesprächen „freundlich aber deutlich“ bleiben. So agiere ich auch. Für die Mitarbeiter habe ich immer ein offenes Ohr und bin für alle schnell erreichbar und ansprechbar."

Wenn sie zurückblicken, was war das wichtigste, das sie geschafft oder bewirkt haben?

"Sicher ist die Generalsanierung und Erweiterung unserer Klinik Kitzinger Land, die aktuell in vollen Zügen läuft, eines der größten und wichtigsten Projekte im Landkreis. Mit der Sanierung der Klinik als wichtigste Infrastruktureinrichtung sichern wir dauerhaft die medizinische Versorgung unserer Landkreisbürger.

Wichtige Projekte der Vergangenheit waren natürlich auch die Sanierungen bzw. der Neubau unserer Landkreisschulen, denn Investitionen in die Bildung zahlen sich vielfach aus. Alle Investitionen sind natürlich nur durch eine stabile Finanzsituation möglich, auch hier habe ich mit meinen Mitarbeitern und auch mit den Damen und Herren im Kreistag die richtigen Weichen gestellt und wir bauen Schritt für Schritt Schulden ab – trotz großer Investitionen.

Zudem habe ich vor 15 Jahren den Bereich „Tourismus/Regionalentwicklung“ zur Chefsache gemacht und wir haben hier enorm viel erreicht. Ich möchte nur die Stichpunkte Leader-Förderung, Radwegebeschilderung, Ausbau sowie Vermarktung, Gelbe Welle und ganz aktuell unsere TraumRunden nennen. Auch für die Wirtschaft sind wir ein sehr interessanter Standort, dadurch, dass wir beinahe sämtliche Infrastruktureinrichtungen haben und wir die Wirtschaft als Partner bei ihren Projekten schnell und unkompliziert begleiten.

Wir sind einer der Landkreise mit den günstigsten Müllgebühren in Bayern und – das kann ich aus voller Überzeugung sagen – sicher einer der schnellsten Baugenehmigungs-Behörden. Die Atmosphäre im Haus ist sehr gut, die Mitarbeiter arbeiten hervorragend und engagiert zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Kreistag läuft sehr konstruktiv und erfolgsorientiert. Meine persönliche Bilanz der vergangenen 15 Jahre fällt in meinen Augen durchaus positiv aus."

Die Vereinbarkeit vom Familie und Beruf steht heutzutage mit oben auf der politischen Agenda. Wie sah es da bei ihnen aus?

"Direkt nach dem Jahr Elternzeit bin ich wieder Vollzeit eingestiegen. Damals mussten wir uns noch selbst eine private Tagesmutter für unsere Tochter suchen. Es gab keine Krippen und auch die Tagesmütter waren rar gesät. Deshalb weiß ich, wie schwierig es ist, Familie und Beruf zu vereinbaren. Es war immer mein oberstes Ziel, dies zu verbessern. Zum Glück herrscht zu diesem Thema mittlerweile in allen politischen Lagern Einigkeit und die Situation hat sich durch den Krippenausbau – Dank unserer Gemeinden – massiv verbessert. Der Landkreis selbst bildet Tagesmütter aus und für unsere Mitarbeiter bieten wir flexible Arbeitszeiten – auch in Führungsbereichen."

Es fällt auf, dass im Landratsamt seit Jahren die Mehrheit der Abteilungsleitungs-Posten von Frauen bekleidet werden. Liegt dass daran, dass wir eine Landrätin haben?

"Das ist reiner Zufall, je nachdem welche Staatsbeamten uns von der Regierung zugewiesen werden. Ich habe aber immer signalisiert, dass ich Juristinnen bzw. generell Frauen als Führungskraft gegenüber sehr aufgeschlossen bin. Viele haben bisher bei uns auch in Teilzeit gearbeitet und ich sehe das als wichtiges Signal nach Außen, dass die Punkte „Teilzeit und Führungskraft“ durchaus vereinbar sind." 

Die Konversion ist ziemlich geschafft, der Landkreis hat seine Schulen auf den neuesten Stand gebracht. Welche größeren Herausforderungen sehen sie in naher Zukunft auf unseren Landkreis zukommen?

Die Integration der anerkannten Asylbewerber wird eine große Herausforderung, sozial, sowie in unsere Gesellschaft mit unseren Wertevorstellungen, allen voran unser Grundgesetz und die Gleichberechtigung von Frau und Mann sowie die Integration in den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus benötigen wir bezahlbaren Wohnraum für alle unsere Bürger. Weiterhin werde ich mich sehr dafür einsetzen, dass die Sanierung unserer Klinik, die noch eine Weile dauern wird, erfolgreich verläuft und vor allem die medizinische Versorgung bei auftretendem Ärztemangel ambulant wie stationär im Landkreis gesichert werden kann. Darüber hinaus haben wir noch viel vor: Die Sanierung der FOS/BOS läuft bald an, dann folgt die Sanierung des alten Teils der Berufsschule und 260 Kilometer Kreisstraßen müssen unterhalten werden, wie zum Beispiel auch unsere lange und schwierige Schwanbergstraße. Touristisch werden wir uns mit unseren TraumRunden verstärkt als Wanderregion positionieren und weiter innovative Projekte entwickeln, um den Landkreis noch stärker als Wirtschafts- und Tourismusregion zu positionieren und gegenüber anderen Regionen positiv herauszustellen. Sie sehen also, die Arbeit macht mir auch noch 15 Jahren noch enorm viel Spaß, die Ideen gehen mir nicht aus und es gibt noch viel zu tun - also packen wir es an!   

Kontakt

Tamara Bischof

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www.kitzingen.de

Andrea Burkard

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Susanne Brandl

Landratsamt Kitzingen


Büro der Landrätin Persönliche Mitarbeiterin

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