Winzer und Weinbau

Auch wenn das Segnitzer Weinbaugebiet mit 20 Hektar nicht zu den ganz Großen im fränkischen Raum gehört, so brauchen sich die Schoppen und der Sekt vom Pfaffensteig oder vom Zobelsberg vor Weinschmeckern nicht zu verstecken.

Den Hauptanteil der angebauten Sorten stellen Müller-Thurgau und Silvaner. Bacchus, Kerner, Weißer Burgunder, Riesling, Traminer, Scheurebe, Rieslaner und Rotweine runden das Segnitzer Weinangebot ab. Nahezu die Hälfte der Anbaufläche wird von Selbstvermarktern bearbeitet, der Rest liefert den Rebensaft an die Winzergenossenschaft oder baut den Most zu einem köstlichen Hausschoppen aus.

An die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse im Dorf und an eine Legenden umwobene Begebenheit aus der Ortsgeschichte erinnern die beiden Weinlagen. Der nach Osten hin abfallende Zobelsberg erinnert an die Ritter Zobel von Giebelstadt, die als Vertreter des Bistums Würzburg einen Teil der Dorfherrschaft ausübten. Die andere Hälfte des Dorfes stand unter der Lehenshoheit des evangelischen Markgrafen von Ansbach. Als sich die Bevölkerung im Jahre 1601 zu der Konfession ihres Landesherrn bekannte und dieses sogar mit militärischer Unterstützung durchzusetzen vermochte, soll der damalige katholische Priester über den späteren Pfaffensteig geflohen sein.

 


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Erstellt am 14.06.2009 15:37, geändert am 14.06.2009 15:37