Segnitz - ein Dorf in Franken
Wann das heutige Segnitz entstand, ist nicht genau bekannt. Man nimmt jedoch an, dass die ehemalige Ansiedlung an einer Furt über den Main einst zum benachbarten Frickenhausen gehörte und damit im zehnten Jahrhundert dem Bistum Würzburg zufiel. Der Name Segnitz erinnert darüber hinaus an das althochdeutsche Wort segasna oder segense, was soviel wie Sense bedeutet. Vermutlich war dieses Mähwerkzeug im einstigen Frickenhäuser Flurteil sehr häufig im Gebrauch.
Den letzten katholischen Priester hat man verjagt, er soll über die spätere Weinlage Pfaffensteig geflohen sein. Segnitz hatte es fortan mit zwei Dorfherren verschiedener Konfession zu tun: Mit den katholischen Freiherrn von Zobel und den evangelischen Markgrafen von Ansbach-Brandenburg. Diese Doppelherrschaft zog sich hin bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich die alten Herrschaftsverhältnisse auflösten und Segnitz 1803 bzw. 1814 nach einem Toskana-Würzburgischen Zwischenspiel (1805 bis 1814) endgültig dem Königreich Bayern angegliedert wurde. Das Gemeindewappen mit dem Schwarzweiß des Ansbach-Brandenburgischen Schildes und dem Zobelschen Pferdekopf aber erinnert noch heute an die einstigen Herren. Erstellt am 14.06.2009 15:50, geändert am 14.06.2009 15:50 |
