Die Hauptausgrabungen erfolgten jedoch erst 20 Jahre später und erstreckten sich über den Zeitraum 1992 bis 1996. Nach Auswertung der Funde bestanden bereits um 1400 v. Chr. bronzezeitliche Grabhügel auf dem Kleinen Anger.
Aus den geborgenen Brand- und Körpergräbern bzw. aus den Beigaben lässt sich die Nutzung des Geländes als Gräberfeld weiter verfolgen über die Urnenfelderzeit (ca. 1200 bis 750 v. Chr.) bis in den ersten Abschnitt der Latènezeit (ca. 450 bis 400 v. Chr.).
Der Schwerpunkt der Belegung dieses Friedhofes lag jedoch in der Hallstattzeit (ca. 750 bis 450 v. Chr.). Eine römische Münze stellt das jüngste frühgeschichtliche Einzelfundstück dar.
An besonderen Funden sind vor allem eine reich geschmückte bronzezeitliche Frauentracht, eine Trennwandschale, eine Vogelplastik und weitere Keramiksonderformen hervorzuheben. An metallischen Gegenständen traten in erster Linie Gewandnadeln, Ringe und Armspiralen aus Bronze, Schmuckstücke aus Golde sowie eine Perlenkette aus Bernstein zu Tage.
Die restaurierten Fundstücke können zusammen mit einer Fotodokumentation über die Grabungsphase in einem eigens eingerichteten Museumsraum in der alten Schule in Segnitz besichtigt werden. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein kleines Freigelände mit Nachbildung einiger Grabhügel, Originalsteinringe und einem Flechtwandhaus.
KONTAKT:
Segnitz
Museum Alte Schule
Sulzfelder Straße 3
Besuchsszeiten nach Vereinbarung: Tel. 09332/9458
Eintritt: 1,-- € ; Begleitheft: 1,50 €[ zurück zur Segnitzer Startseite ]