5. UnternehmerForum bei GEA Brewery stand im Zeichen der Arbeitswelt 4.0

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? - Mit dieser Frage beschäftigte sich das jüngste UnternehmerForum, das bei GEA Brewery Systems zu Gast war. Organisiert wird die Veranstaltung von der Wirtschaftsförderung am Landratsamts sowie dem Lokalen Bündnis für Familie Kitzinger Land.

Referentin Dr. Isabelle Kürschner nahm die Anwesenden mit auf eine Zeitreise in die Arbeitswelt 4.0 und hatte interessante Zahlen parat. Studien gehen davon aus, dass in den kommenden 20 Jahren 47 Prozent unserer heutigen Arbeitsplätze verschwinden - auf der anderen Seite gebe es über 60 Prozent der Jobs, die unsere Schüler einmal ausüben, heute überhaupt noch nicht. „In Zukunft ist ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefragt“, betonte Kürschner und erklärte, dass uns die Arbeitswelt 4.0 aber auch mehr Flexibilität und Selbstbestimmung geben werde. „Viele Arbeitgeber sperren sich auch heute noch gegen Heimarbeitsplätze“, wusste die Referentin und erklärte, dass die Transparenz zunehmen werde, Arbeitsabläufe werden in Clouds abgespeichert, wodurch jederzeit nachvollziehbar wird, wer gerade woran arbeitet - egal wo das Büro ist.

„Jobs mit reiner Wissensgenerierung, wie Gutachter, werden in Zukunft immer seltener“, so Kürschner, Computer werden diese Aufgaben übernehmen. Sie nannte hier unter anderem Beispiele aus der Medizin, bei denen 1000 Krebsdiagnosen in 99 Prozent der Fällen durch einen Computer bestätigt wurden, in 30 Prozent der Fällen wurde sogar eine Zusatzbehandlung nach neustem Forschungsstand vorgeschlagen. „Unsere Ärzte haben pro Monat fünf Stunden Zeit für Weiterbildung, ein lernfähiger Computer speichert das einfach in der Datenbank“, erklärte Kürschner. Auch Berufe in der Selbständigkeit, als Berater oder ähnliches, werden zunehmen. „Hierarchien werden flacher, es wird weniger lineare Führungskarrieren geben und sie werden leichter zu durchbrechen sein“, erklärte die Referentin auf die Frage eines Zuhörers zum Bereich „Führung 4.0“.  Kleinere Unternehmen werden sich in Zukunft mehr Leistungen einkaufen müssen, wie die Unternehmens-Kommunikation oder auch die Personal-Sachbearbeitung.

Zu Beginn des UnternehmerForums stellte Ralf Kamisek, Geschäftsführer von GEA Brewery Systems, das Unternehmen kurz vor, das sich auf Brauereianlagen spezialisiert hat. Landrätin Tamara Bischof begrüßte alle Anwesenden und gab einen kurzen Abriss über den aktuellen Kreishaushalt, der auch Dank der lokalen Wirtschaft sehr gut dastehe. Zur Selbständigkeit gehöre eine große Portion Mut und „ich bewundere jeden, der sich selbständig macht“, betonte Bischof. 

UnternehmerForum

Roland Eckert

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