Haushalt 2019 des Landkreises steigt erstmals über 100-Millionen-Euro-Marke

Kürzlich haben die Kreisräte den Haushalt verabschiedet, der erstmals deutlich über die 100-Milionen-Euro grenze steigt. Landrätin Tamara Bischof hob die «grundsoliden Zahlen» des Kreishaushaltes hervor, der dem Prinzipien von Effektivität und Sparsamkeit gerecht werde.

Die Eckpunkte des diesjährigen Haushalts

  • Senkung der Kreisumlage um 1 Punkt auf 39 Punkte. Da die Realsteuern (Grundsteuer A und B, Gewerbesteuer) den Gemeinden zustehen, erheben Kreise zur Deckung des Finanzbedarfs eine Kreisumlage von den kreisangehörigen Gemeinden. Mit 39 Punkten Kreisumlage nimmt der Landkreis auch in diesem Jahr einen Spitzenplatz in Bayern ein.
  • Schuldenabbau um 1,52 Millionen Euro auf 12,38 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt damit auf 137 Euro und liegt deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt.
  • Die Erhöhung der allgemeinen Rücklagen um 273 000 Euro.
  • Ein kräftiges Paket an Investitionen von 13,45 Millionen Euro ohne neue Schulden.

Schwerpunkt Artenschutz

In ihrer Haushaltsrede legte die Landrätin aufgrund der aktuellen öffentlichen Diskussion ein besonderes Augenmerk auf den Bereich Artenschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit. Hier forderte sie einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs und betonte: «Nicht hastiger Aktionismus, sondern ein nachhaltiges Vorgehen ist der richtige Weg für eine weitere Verbesserung im Artenschutz.» Der Landkreis sei hier schon in vielen Bereichen gut aufgestellt, erklärte die Kreischefin und zählte zahlreiche Maßnahmen des Landschaftspflegeverbandes, der unteren Naturschutzbehörde und der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege auf. In Vorbereitung sei unter anderem ein Projekt zum nachhaltigen Pflegemanagement, das die Voraussetzungen für die sinnvolle Umsetzung von konkreten Maßnahmen auf landkreiseigenen Flächen und von ausgewählten Kommunen schaffen soll. Außerdem gab sie einen Überblick über das Vorgehen des Kreisbauhofs und der Kreisgärtnerei an Liegenschaften des Landkreises.

Zum Beispiel werden an der Klinik Kitzinger Land große Flächen im Außenbereich erst ab Juli gemäht, und eine Fläche am Parkplatz seit Jahren mit einer Blumenmischung angesät. An der Staatlichen Realschule Kitzingen werde eine 300 Quadratmeter große Rasenfläche zu einer bienen- und insektenfreundlichen Blühfläche umgebaut - um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen.

Die wichtigsten Investitionen aus dem Vermögenshaushalt

  • Für die Durchführung und Vorbereitung zweier Schulbauprojekte (Berufsschule und Realschule Dettelbach) sowie die Digitalisierungsmaßnahmen sind rund 2,1 Millionen Euro vorgesehen.
  • 520 000 Euro stehen für Einrichtung der Umweltstation bereit, zudem 75 000 Euro für Projektarbeit in diesem Bereich.
  • 913 000 Euro sind für den Deckenbau auf Kreisstraßen eingeplant, 275 000 Euro für den Ausbau, 336 000 Euro für die Beschaffung von Fahrzeugen und Maschinen des Kreisbauhofs.
  • Für 1,8 Millionen Euro wird die Kreisbauschuttdeponie Iphofen baulich erweitert.
  • 300 000 Euro werden als freiwilliger Investitionskostenzuschuss für das Tierheim bereitgestellt.
  • Rund 2 Millionen Euro sind als Gesamtaufwand im Bereich Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) vorgesehen, abzüglich der Fördermittel wird eine Netto-Belastung für den Landkreis von rund 700 000 Euro erwartet.

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