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Reiche Früchte für den Obstlandkreis Kitzingen

Wolfgang Fuchs, LEADER-Koordinator für Unterfranken, übergab nun den Förderbescheid an die Vorsitzende des Landschaftspflegeverbands Kitzingen Landrätin Tamara Bischof, begleitet wird das Projekt auch von Regionalmanagerin Maja Schmidt, Markus Schmitt, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands sowie Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Mechthild Engert.

Der Obstanbau ist seit alten Zeiten ein wichtiger wirtschaftlicher und kultureller Bestandteil des Kitzinger Landes. Zwetschgen an der Mainschleife, Äpfel um Dettelbach, Sauerkirschen in Marksteft und mächtige Birnbäume an den Straßen- und Feldrändern in der Hellmitzheimer Bucht, der Obstbau hat viele Gesichter. Alte Sorten und alle Obstarten, die in Deutschland angebaut werden können, wachsen hier. Einige Sorten sind direkt vor Ort ausgelesen worden, wie die Astheimer Perlquitte oder die Marktstefter Frühe, eine Sauerkirsche. Seit dem frühen Mittelalter förderten Mönche, Könige und Fürsten den Obstbau im Kitzinger Land.

Erst seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ging der Obstbau zurück, mit der zunehmenden Einfuhr auch von exotischem Obst aus aller Welt. Bäume wurden gerodet für die Vergrößerung der Felder, die Verbreiterung der Straßen und für die Ausweisung neuer Siedlungsflächen. Dabei sind die Obstfelder und Baumreihen für den Artenreichtum, wie Vögel und Insekten, besonders wichtig. Streuobstbäume sind zwar naturschutzrechtlich geschützt, doch können diese Elemente der Kulturlandschaft dauerhaft nur erhalten werden, wenn sie auch zukünftig sinnvoll genutzt werden.

Mit dem Projekt „Fränkische Obstlandschaft-Aktivierung und Vernetzung regionaler Akteure im Bereich (Streu-)Obst im Kitzinger Land“ soll genau das erreicht werden: die Obstlandschaften sollen zukunftsfähig gestaltet werden, unter breiter Beteiligung der Obstbauern, Baumbesitzer, Keltereien, Brennereien, Baumpfleger oder Obstverarbeitende.  

Gefördert wird das umfangreiche Projekt durch LEADER, das EU-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums. Vom Frühjahr 2018 bis zum Jahr 2021 wird ein Projektmanager die Ziele umsetzen. Angesiedelt ist die Stelle beim Landschaftspflegeverband Kitzingen, auch die Untere Naturschutzbehörde und die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landkreises Kitzingen sind eingebunden. Wolfgang Fuchs, LEADER-Koordinator für Unterfranken, übergab nun den Förderbescheid an die Vorsitzende des Landschaftspflegeverbands Kitzingen Landrätin Tamara Bischof. „Sie pflegen und schützen ein wichtiges materielles Kulturerbe“, gab Wolfgang Fuchs mit auf den Weg. Landrätin Bischof ist sicher, dieses Projekt wird reiche Früchte tragen.

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