Historie des Landkreises Kitzingen

Zwei Daten haben maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung der Landkreise:

1862: Geburtsstunde der Landkreise

Nachdem die Stadt- und Landgerichte selbstständig geworden und aus der allgemeinen Verwaltung ausgeschieden sind, werden die Regierungsbezirke in Verwaltungsdistrikte, die heutigen Landkreise, eingeteilt. Für jeden Distrikt wird ein Bezirksamt (heute Landratsamt) als Verwaltungsbehörde eingerichtet. 

Zum gleichen Zeitpunkt entstehen als unterste Gerichtsinstanz die späteren Amtsgerichte (damals unter dem Namen Landgerichte) und das bayerische Notariat.

Diese entscheidende Verwaltungsreform gilt als Meilenstein in der Geschichte der modernen Staatlichkeit Bayerns. Umso mehr, als damals schon erkannt wurde, dass Landratsämter als bürgernähe Unterbehörden in einem Flächenlandkreis wie Bayern unerlässlich sind.

1. Juli 1972: Gebietsreformen verändern die Landkreise

Die Gebietsreform gliederte sich zeitlich in zwei Abschnitte:

  1. die Gebietsreform zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte 1972
  2. die kommunale Gebietsreform, die ab 1972 zuerst auf freiwilliger Basis durchgeführt wurde und im Jahre 1978 mit Zwangseingemeindungen abgeschlossen wurde.

Die Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte trat am 1. Juli 1972 in Kraft. Aus 143 Landkreisen wurden 71 neue Landkreise, 23 von 48 kreisfreien Städten verloren ihre Kreisfreiheit. Zum Ausgleich erhielten sie begrenzte zusätzliche Rechte gegenüber den sonstigen kreisangehörigen Gemeinden und durften den Titel "Große Kreisstatdt" tragen.

Der "neue Landkreis Kitzingen" ab 1972

Im Rahmen der Gebietsreform wurde am 1. Juli 1972 der heutige Landkreis Kitzingen aus dem alten Landkreis Kitzingen (ohne die drei Gemeinden Dipbach, Oberpleichfeld und Prosselsheim, die zum Landkreis Würzburg kamen), der kreisfreien Stadt Kitzingen, dem südlichen Teil des Landkreises Gerolzhofen, dem westlichen Teil des Landkreises Scheinfeld sowie den Gemeinden Bullenheim, Gnötzheim und Unterickelsheim des Landkreises Uffenheim gebildet. Die Stadt Kitzingen erhielt für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt.

Am 1. Januar 1978 wurde der Landkreis Kitzingen um die Gemeinde Ilmenau des Landkreises Bamberg, die nach Geiselwind eingemeindet wurde, vergrößert. Gleichzeitig trat er die Gemeinde Bullenheim, die nach Ippesheim eingemeindet wurde, an den Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim ab. Am 1. Mai 1978 wechselte die Gemeinde Gnodstadt aus dem Landkreis Würzburg in den Landkreis Kitzingen und wurde nach Marktbreit eingemeindet.

Die Landräte des Landkreises Kitzingen

seit 2000 Landrätin Tamara Bischof

  • 1946-1948 Adolf Pfeuffer
  • 1948-1970 Oskar Schad
  • 1970-1984 Dr. Rolf Bauer
  • 1984-2000 Dr. Siegfried Naser
  • seit 2000 Tamara Bischof

Weitere Informationen über Landrätin Tamara Bischof finden Sie hier

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