Kulturzeichen: Das Finale ist eingeläutet

Die Mitglieder der Jury der Kulturzeichen 2019 bei der Auswahl der Werke für den Installations- und Skulpturenweg.

Nach einem Auftaktjahr und vier Themenjahren nähern sich die Kulturzeichen Kitzinger Land nun dem Schlusspunkt. Teil des diesjährigen Programms wird ein Skulpturenweg in Iphofen sein. Hierfür hatte der Landkreis regionale Künstler dazu aufgerufen, sich mit der Frage „urEigen. Was erzählt dein Ort im Kitzinger Land?“ zu beschäftigen und sich den Besonderheiten der Region aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven zu nähern.

Zahlreiche Bewerbungen wurden eingereicht, nun hatte eine Fachjury die Qual der Wahl, daraus acht Konzepte auszuwählen, die im Rahmen des Skulpturen- und Installationsweg am Herrengraben in Iphofen gezeigt werden sollen. Zur Jury zählten neben Vertretern des Landkreises, der Vorsitzende des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler in Unterfranken Dierk Berthel, der Leiter der Museen der Diözese Würzburg Michael Koller, die Künstlerin Roswitha Berger-Gentsch sowie die Tourismusbeauftragten der Städte Iphofen und Kitzingen Claudia Bellanti und Vanessa Feineis sowie die für die inhaltliche Konzeption der Kulturzeichen Kitzinger Land beauftragten Agentur Kulturgold aus Stuttgart.

Simone Göbel vom Landratsamt erklärt, welche Idee sich hinter der Frage „urEigen. Was erzählt dein Ort im Kitzinger Land?“ verbirgt: „Welche ureigenen und besonderen Geschichten erzählt die Region? Welche Spuren dieser Erzählungen lassen sich in den einzelnen Orten aufspüren und künstlerisch sichtbar machen?“ Die teilnehmenden Künstler waren nicht nur aufgefordert in der Vergangenheit auf Spurensuche zu gehen, sondern sich auch mit aktuellen Lebenswelten auseinanderzusetzen und diese mit den Mitteln der zeitgenössischen Kunst zugänglich zu machen.

Céline Kruska von der Agentur Kulturgold zeigte sich erfreut von der Qualität der eingereichten Arbeiten: „Es ist schön, dass sich zum Abschluss der Kulturzeichen Künstler aus der Region so intensiv und auf so unterschiedliche Art und Weise mit den regionalen Besonderheiten des Kitzinger Landes auseinandergesetzt haben. Dabei sind vielschichtige und spannende Konzepte entstanden, die die kulturelle Vielfalt der Region spiegeln. Die ausgewählten Skulpturen und Installationen werden sicherlich den ein oder anderen Besucher innenhalten lassen, zum Schmunzeln bringen und zum Nachdenken anregen.“

Die Eröffnung des Skulpturenwegs ist voraussichtlich am 1. Juni. Zu besichtigen sind die Skulpturen bis mindestens Ende August. Über die Ausstellungsdauer hinaus ist angedacht, die Exponate im Landkreis tournieren zu lassen bzw. weiter auszustellen.

Hintergrundinfo „KULTURZEICHEN KITZINGER LAND“

Der Landkreis Kitzingen feierte 2015 den Auftakt der Reihe Kulturzeichen Kitzinger Land, deren Konzept 2013/2014 im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ausgezeichnet wurde. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, die kulturhistorischen und räumlichen Eigenheiten der Region mit Mitteln der zeitgenössischen Kunst sichtbar und erfahrbar zu machen, indem Künstler Zeichen hinterlassen, in Form von Kunst, Sprache und Tanz oder anderen künstlerisch-ästhetischen Ausdrucksformen. Die Auftaktveranstaltung der Reihe Kulturzeichen Kitzinger Land galt 2015 dem Gründungsmythos der Region, der Hadeloga-Sage. 2016 stand das Thema Wein (Weinzeichen) im Fokus der künstlerischen Inszenierungen und im Jahr 2017 wurden die Wasserzeichen präsentiert.

Mit den Gartenzeichen 2018 wurden weitere kulturlandschaftliche Besonderheiten der Region in den Blick genommen. Mit dem Finaljahr 2019 schließt der Veranstaltungszyklus Kulturzeichen Kitzinger Land.

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