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Nachhaltigkeit in der Kommune leben

Gut besucht war die Regionalkonferenz mit BNE-Netzwerktreffen, bei der es unter anderem um die Anstrengungen Sommerachs ging, ein CO²-freies Weinfest bzw. ein nachhaltiges Weinfest auf die Beine zu stellen.

Foto: Corinna Petzold

Rund um den Themenkomplex Nachhaltigkeit und Klimaschutz drehte sich die Regionalkonferenz des Landkreises, der mit dem Netzwerktreffen der BNE-Koordinierungsstelle kombiniert wurde.

Landrätin Tamara Bischof begrüßte die Teilnehmer und betonte: „Wir können nicht einfach den Schalter von links nach rechts umdrehen und alles wird besser, jeder ist hier gefragt und muss an sich selbst arbeiten.“ Im Zuge der Technisierung sei vieles eingeführt worden, was einerseits den Menschen helfe, andererseits aber die Umwelt belaste. „Mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung wollen wir ein Bewusstsein schaffen und die Menschen zum Nachdenken anregen“, so die Landrätin.  Julia Stanger vom Netzwerk RENN.SÜD schloss die thematische Einführung mit einem kurzen Impuls zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN, anschließend teilten sich die Anwesenden in die zwei Foren auf.

Im Forum „Netzwerktreffen“ gaben Maja Schmidt und Verena Volkamer von der BNE-Koordinierungsstelle des Landkreis Kitzingen einen Rückblick auf das Projekt „Kreisacker“.

2019 wurde der Kreisacker auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Kitzingen angelegt, mit vielen Aktionen und Kursen rund um das Thema nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft begleitet und sehr gut von den Menschen im Landkreis angenommen.

 „Diesen Schwung wollen wir nutzen und die Menschen weiter für eine nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft sensibilisieren“, so Verena Volkamer. Sie erläuterte den Zuhörern die Idee einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe für das kommende Jahr, die mit Akteuren aus dem gesamten Landkreis entwickelt werden soll. Erste spontane Ideen der Teilnehmer waren die Darstellung wassersparender Bewässerungstechniken oder die Nutzung alter Getreide- und Gemüsesorten. Verena Volkamer kündigte an, dass die BNE-Koordinierungsstelle eine Abfrage im Landkreis starten wird, um alle Bildungs-Veranstaltungen zum Thema nachhaltige Landnutzung und Ernährung für das kommende Jahr unter dem Dach des Kreisackerprojekts zu bündeln. Auf diese Weise soll das Thema den Menschen im Landkreis übersichtlich angeboten werden. Abschließend fragte Maja Schmidt das Interesse der Teilnehmer an einer Schulung zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung ab: „Wir wollen gemeinsam BNE-Qualitätsstandards für Veranstaltungen im Landkreis erarbeiten“, erläuterte sie. Da gut die Hälfte der Anwesenden, 15 Personen, ihr Interesse bekundete, wird sich die BNE-Koordinierungsstelle um die Organisation einer solchen Qualifizierung kümmern.

Im zweiten Forum „Nachhaltige Kommunalentwicklung“, stellte unter anderem der Bürgermeister von Sommerach, Elmar Henke zusammen mit Peter Walker von der FHWS das Projekt CO2-neutrales Weinfest Sommerach vor. Sommerach beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit, begonnen beim Thema Energie, über die nachhaltige Weinerzeugung - hier ist ein eigener Rechner für drei Betriebsgrößen entstanden - bis zum Thema Mobilität. Aktuell drehen sich die Überlegungen rund um das Weinfest. Um fundierte Daten zu haben, wurden beim diesjährigen Weinfest alle Verbräuche  notiert, über diese Zahlen steigt die Projektgruppe der FHWs nun in die Analyse ein. Interessant werde es, wenn alle Stellschrauben bekannt sind, denn es hänge nie nur an einem Parameter. Peter Walker betonte: „Man muss sich im Klaren sein, ohne CO2-Verbrauch geht es nicht, man kann den Verbrauch aber durch Nautralitätsprojekte kompensieren.“ Im ersten Quartal des kommenden Jahres werde geklärt, was das Ziel wird: ein CO2-freies Weinfest oder ein nachhaltiges Weinfest. Ein spannendes Projekt, wie auch durch die Fragen der Zuschauer deutlich wurde. Simone Göbel vom Regionalmanagement, die das Forum moderierte, freute sich über eine lebhafte Diskussion: „Es ist schön, dass so viele interessierte Nachfragen kamen und wir hoffen, dass wir den Teilnehmern wertvolle Impulse geben konnten“. Danielle Rodarius und Julia Stanger von RENN.süd rundeten den Abend durch eine Präsentation mit dem Thema „Nachhaltigkeit in der Kommune leben“ ab.

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