
Foto: Mechthild EngertZwei besondere Gartenanlagen öffnen am Sonntag, 13. September 2026
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026, öffnen auch zwei besondere Gartenanlagen im Landkreis Kitzingen ihre Tore: der Schlosspark Schwanberg und der Hof der ehemaligen Synagoge in Wiesenbronn.
Schlosspark Schwanberg: Gartendenkmal mit Geschichte
Der Schlosspark Schwanberg ist selbst ein Gartendenkmal. Um 1920 wurden auf dem Schwanbergplateau Lindenalleen in streng geometrischen Formen angelegt. In den angrenzenden Gartenräumen wurden heimische und exotische Baumarten gepflanzt.
Der Park diente jedoch nicht nur der Zierde. Einige Bäume wurden auch gepflanzt, um ihre Eignung für bestimmte Zwecke zu testen, beispielsweise für die Bleistiftherstellung der Firma Faber-Castell.
Die Schlossparkführer bieten drei thematische Rundgänge an:
10.15 Uhr: „Herausragende Baumgestalten, Persönlichkeiten und Ereignisse“ mit Heiner Wilhelm
14.00 Uhr: „Ich ging im Walde so vor mich hin … – ein philosophisch-literarischer Rundgang“ mit Thomas Schneider
15.30 Uhr: „Unser Schlosspark auf dem Schwanberg“ mit Franz Hildebrand
Die Führungen dauern jeweils 90 bis 120 Minuten. Treffpunkt ist der Brunnen vor der Kirche, Schwanberg 4, 97348 Rödelsee.
Aufgrund von Bauarbeiten kann es an der Baustellenampel der Schwanbergstraße zu längeren Wartezeiten kommen.
Wiesenbronn: Ein kleiner Garten an der ehemaligen Synagoge
Der Hof der ehemaligen Synagoge in Wiesenbronn ist ein besonderer Freiraum an einem Baudenkmal. Die denkmalgerecht sanierte ehemalige Synagoge wird heute als Wohnhaus genutzt und beherbergt außerdem Ausstellungsräume.
Der Hof ist nur 120 Quadratmeter groß. Er wird von der Südfassade der Synagoge, den an den Grundstücksgrenzen stehenden Nachbargebäuden und Mauern eingerahmt. Ein großer Teil der Fläche ist wasserdurchlässig befestigt.
Die Wände sind, soweit möglich, begrünt, unter anderem mit Obstspalieren. Eine kleine Pflanzfläche mit Stauden und Sträuchern wird durch zahlreiche Kübelpflanzen ergänzt. Diese können immer wieder neu arrangiert werden. Einige Pflanzen sind Familienerbstücke. Auch Kräuter und essbare Pflanzen wie Feigen gehören zur Bepflanzung. Zimmerpflanzen verbringen hier den Sommer, und selbst Wildpflanzen dürfen in Fugen und Töpfen wachsen.
Das Beispiel zeigt: Auch in historischen Gebäuden, in einem Altort und auf kleiner Fläche lassen sich vielfältige Gartenparadiese schaffen.
Michaela Hüßner erläutert die Gestaltung und Bepflanzung des Hofes um 13.30 Uhr und um 16.00 Uhr.
Die ehemalige Synagoge kann von 11.30 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Führungen durch die Ausstellungsräume finden um 12.00 Uhr und um 15.00 Uhr statt.
Kontakt und Information
Mechthild Engert
Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
Kaiserstraße 4
97318 Kitzingen
Telefon: 09321 9284205
E-Mail: mechthild.engert@kitzingen.de
Webseite: www.kitzingen.de/offene-gartentuer
Instagram: @kitzingergartenland
