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Übersicht aller Pressemitteilungen des Landratsamts rund um Corona

Im Folgenden finden Sie chronologisch geordnet alle Pressemitteilungen des Landratsamts, die im Zusammenhang mit Corona erschienen sind. 

Pressemitteilungen des Landratsamts

05.06.2020: Laienmusikgruppen dürfen ab 8. Juni wieder üben

Brauchtum und Kultur spielen eine große und wichtige Rolle im Kitzinger Land. Zahlreiche Laienmusikgruppen wie zum Beispiel Posaunenchöre gestalten das kulturelle Leben. Wie der Ministerrat am 26. Mai beschlossen hat, ist ab dem 15.06.2020 eine eng begrenzte Wiederaufnahme des Theater-, Konzert- und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs unter Schutzauflagen möglich, dies gilt auch für so genannte Laienmusikgruppen. Eine entsprechende rechtliche Regelung ist in Vorbereitung und wird rechtzeitig vom Ministerium veröffentlicht. Wie am Donnerstag, 4. Juni, bekannt wurde, sind ab 8. Juni auch wieder Proben erlaubt.

In der Mitteilung des Bayerisches Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege heißt es: „Um sich auf mögliche Aufführungen ab dem 15.06.2020 vorbereiten zu können, besteht aber auch für den Bereich der Laienmusik ein anerkennenswertes Interesse daran, den Probenbetrieb im infektionsschutzrechtlich vertretbaren Umfang bereits vor dem 15.06.2020 wieder aufnehmen zu können.“ Ab 8. Juni sind deshalb ein gemeinsames Üben und Proben von Laienmusikgruppen unter Einhaltung folgender Vorgaben möglich:

  • Es handelt sich um Instrumentalmusik in Gruppen von höchstens zehn Personen einschließlich des musikalischen Leiters/der musikalischen Leiterin.
  • Es wird ein Mindestabstand von 2 m, bei Blasinstrumenten von 3 m zwischen allen Teilnehmern eingehalten. Der Abstand zwischen Dirigent/Dirigentin und Musikern muss mindestens 3 m betragen. Wenn möglich ist auf eine versetzte Aufstellung der Musiker zu achten. Querflöten sind auf Grund der höheren Luftverwirbelungen am Rand zu platzieren. Verwendete Trennwände führen nicht zur Reduktion des Mindestabstands.
  • Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist von allen Musikern mit Ausnahme der Blasmusiker jederzeit zu tragen.
  • Die Proben sollen nach Möglichkeit im Freien stattfinden. Auch im Freien muss auf die Einhaltung der Mindestabstände geachtet werden. Räume müssen ausreichend gelüftet werden (Grundsatz: 10 Minuten Lüftung nach jeweils 20 Minuten Probe). Raumlufttechnische Anlagen sind mit möglichst großem Außenluftanteil zu betreiben.
  • Möglichkeiten zur adäquaten Händehygiene (wie Seife, Einmalhandtücher müssen gewährleistet sein.
  • Bei Blasinstrumenten darf kein Durchpusten des Instruments beim Ablassen des Kondensats stattfinden. Das Kondensat muss vom Verursacher mit Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden.
  • Ein Verleih von Musikinstrumenten oder deren Nutzung durch mehrere Personen darf nur nach jeweils vollständiger Desinfizierung stattfinden. Bei Blasinstrumenten ist ein Tausch oder eine Nutzung durch mehrere Personen ausgeschlossen.
  • Personen mit Symptomen, die auf COVID-19 hindeuten können, wie Atemwegssymptome jeglicher Schwere, unspezifische Allgemeinsymptome und Geruchs- oder Geschmacksstörungen, dürfen nicht teilnehmen.
  • Publikum ist nicht zugelassen.
  • Wegen der erhöhten Infektionsgefahr, die mit lautem Gesang verbunden ist, gilt diese ausnahmsweise Regelung nicht für Chöre und sonstige Gesangsgruppen.

03.06.2020: Änderungen beim Versorgungsarzt

Zum 1. Juni wurde Dr. Stephan Unkelbach aus Volkach zum neuen Versorgungsarzt des Landkreises ernannt. Dr. Edgar Gramlich hatte diese Aufgabe seit April inne und war maßgeblich am Aufbau der Corona-Teststrecke und der Schwerpunktpraxis beteiligt. Dr. Gramlich hat seine Aufgabe zum Ende des Monats Mai niedergelegt.  

22.05.2020: weitere Änderungen bei der Bürger-Hotline

Aufgrund des rückläufigen Anrufaufkommens bei unserer Corona-Hotline, besetzen wir die Hotline ab Montag, 25. Mai, von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr. Die Wochenenden und Feiertage bleiben weiterhin unbesetzt.

Wir verweisen auf die Hotline der Bayerischen Staatsregierung 089 / 122 220 – täglich von 8 bis 18 Uhr.

25.05.2020: Infos rund um die Kfz-Zulassung

Hohe Nachfrage der Kfz-Zulassung

Landkreis Kitzingen   Die Corona-Kontaktbeschränkungen machen Vieles in unserem Alltag schwieriger, trotzdem ist das Landratsamt natürlich als Dienstleister für die Bürger da und hat auch während der akuten Corona-Krise immer den Service aufrechterhalten.

Gerade in der Kfz-Zulassung müssen die Bürger aktuell aber etwas Geduld und Verständnis mitbringen. Termine werden aufgrund der Corona-Krise und nach Vorgabe der Bayerischen Staatsregierung aktuell ausschließlich telefonisch 09321/928-4318 oder per Mail kfz@kitzingen.de vergeben.

An der Termin-Hotline sitzen Mitarbeiter aus anderen Sachgebieten, die keine spezifischen Fragen zur Zulassung beantworten können. Die Fachmitarbeiter sind mit der Bearbeitung der vielen Dienstleistungen der Zulassungsstelle beschäftigt. Die Termin-Koordinatoren nehmen die Fragen aber auf und leiten sie weiter. Außerdem können Fragen per Mail gesendet werden. Bitte auch hier um Verständnis, dass E-Mails nicht wie gewohnt sofort beantwortet werden können.

Die Nachfrage ist extrem hoch, im Schnitt versuchen über 1000 Anrufer am Tag die zentrale Nummer zu erreichen und wir sind permanent dabei, nachzusteuern und zu optimierten.

Auch in den anderen Sachgebieten des Landratsamts sind Termine nur nach vorheriger Terminvereinbarung per Mail oder telefonisch möglich, das Mitarbeiterverzeichnis finden Sie unter www.kitzingen.de

13.05.2020: Änderungen bei der Corona-Hotline

Seit der erste Corona-Fall im Landkreis Kitzingen aufgetreten ist, also seit 11. März, hat das Landratsamt ein Bürgertelefon eingerichtet. In diesen gut zwei Monaten haben über 3500 Anrufer die Nummer 09321/928-1111 gewählt.

Unter der Woche rufen aktuell täglich noch bis zu 80 Personen an, an den Wochenenden sind die Anrufe aber seit einiger Zeit stark rückläufig, vergangenen Sonntag waren es zum Beispiel nur zwei Bürger, die etwas wissen wollten.

Deshalb hat das Landratsamt entschieden, das Bürgertelefon am Wochenende und an Feiertagen vorerst nicht mehr zu besetzen. Sollte wieder Bedarf bestehen, kann dies natürlich wieder geändert werden.

Das Landratsamt verweist am Wochenende auf den Service der Bayerischen Staatsregierung, die ebenfalls eine Coronavirus-Hotline eingerichtet hat: 089 / 122 220 – täglich von 8 bis 18 Uhr

Die Hotline der Staatsregierung dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen zum Corona-Geschehen. Mittels eingerichteter Kompetenzbereiche findet eine themenbezogene Weiterleitung statt. Wesentlich betroffene Lebensbereiche sind abgedeckt: Sowohl Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler können täglich beantwortet werden.

Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen: 116 117

Das Corona-Bürgertelefon des Landratsamtes ist künftig erreichbar von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 09321/928-1111.

04.05.2020: Handdesinfektionsmittel für Kirchen im Landkreis

Nachdem seit Montag, 4. Mai 2020, unter bestimmten Voraussetzungen öffentliche Gottesdienste wieder stattfinden können und sich die zentrale Versorgung mit den vom Freistaat Bayern beschafften Desinfektionsmitteln mittlerweile sehr gut entwickelt hat, sind die örtlichen Katastrophenschutzbehörden nunmehr in der Lage, Kirchen und Glaubensgemeinschaften Desinfektionsmittel für die Gläubigen zur Verfügung zu stellen.

Voraussetzungen für öffentlich zugängliche Gottesdienste sowie Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften sind eine Höchstteilnehmerzahl, die Pflicht des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung (gilt nicht für das liturgische Sprechen und Predigen), eine Höchstdauer von 60 Minuten sowie das Vorhandensein eines Infektionsschutzkonzeptes, das die je nach Glaubensgemeinschaft und Ritus mögliche Infektionsgefahren minimiert.

Je Gemeinde einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft im Landkreis Kitzingen werden bei Bedarf maximal zehn Liter Handdesinfektionsmittel ausgegeben, nach Erhalt dieser Erstausstattung wird gebeten, sich selbst um die Beschaffung zu bemühen.

Landrätin Tamara Bischof bietet allen Kirchen und Glaubensgemeinschaften im Landkreis an, sich für eine Erstausstattung mit Händedesinfektionsmitteln ab sofort per E-Mail unter psa-bedarf-corona@kitzingen.de an das Landratsamt Kitzingen zu wenden und das Weitere zu vereinbaren.

30.04.2020: Corona-Teststrecke und Schwerpunktpraxis an neuem Ort

Die Corona-Teststrecke und die Schwerpunktpraxis ziehen von der Sickergrundhalle in Kitzingen nach Albertshofen. Ab Montag, 4. Mai, ist die Schwerpunktpraxis in Albertshofen im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus/BRK-Kolonnenheim zu finden.

Außerdem wird die Schwerpunktpraxis künftig vom Hausarztzentrum Albertshofen betrieben. Auch die Terminvereinbarung erfolgt dann nicht mehr über das Landratsamt, sondern direkt über die Praxis. Es gilt aber weiterhin, dass der Kontakt zur Schwerpunktpraxis über den eigenen Hausarzt hergestellt wird. Bei einem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung sollen sich die Patienten weiterhin telefonisch erst an ihren Hausarzt wenden. Dieser entscheidet dann, ob er die Patienten in der eigenen Praxis behandeln kann, oder ob er sie an die Schwerpunktpraxis verweist.

Auch das Testzentrum wird verlegt und wird künftig in Albertshofen als Drive-Through-Lösung betrieben, das bedeutet, man bleibt im Auto sitzen und wird abgestrichen. Die Terminvereinbarung läuft weiterhin über das Landratsamt. 

27.04.2020: Landkreis beklagt dritten Toten im Zusammenhang mit Corona

Ein 1936 geborener Mann mit chronischen Grunderkrankungen aus dem Landkreis Kitzingen ist in der Klinik Kitzinger Land mit einem positiven Corona-Befund verstorben. Er ist der dritte Tote im Zusammenhang mit Corona im Landkreis Kitzingen.

Aktuell, 27. April um 8 Uhr, gibt es 144 Corona-Infizierte im Landkreis Kitzingen, 105 von ihnen sind bereits als gesund gemeldet. Aktuell befinden sich 85 Personen als Kontaktpersonen 1 in Quarantäne.

26.04.2020: Landkreis beklagt zweiten Toten im Zusammenhang mit Corona

Ein 1951 geborener Mann mit chronischen Grunderkrankungen aus dem Landkreis Kitzingen ist in der Klinik Kitzinger Land mit einem positiven Corona-Befund verstorben. Der Mann lebte in einem Seniorenheim in Mainstockheim. Im Seniorenheim sind weitere drei Bewohner und 2 Mitarbeiter positiv getestet.

Das Gesundheitsamt am Landratsamt steht in engem Kontakt mit dem Seniorenheim. Alle Bewohner und das Personal wurden bereits abgestrichen und alle nötigen Vorkehrungen getroffen.

Aktuell gibt es 144 Corona-Infizierte im Landkreis Kitzingen, 104 von ihnen sind bereits als gesund gemeldet. Aktuell befinden sich 101 Personen als Kontaktpersonen 1 in Quarantäne.

16.04.2020: Landkreis beklagt ersten Toten im Zusammenhang mit Corona

Ein 1932 geborener Mann aus dem Landkreis Kitzingen ist in einem Krankenhaus im Landkreis Würzburg verstorben.  Er hatte etliche Vorerkrankungen sowie einen positiven Corona- und Influenza-Befund.

Aktuell gibt es 85 Corona-Infizierte im Landkreis Kitzingen, über 60 von ihnen sind bereits Genesen. Aktuell befinden sich 92 Personen als Kontaktpersonen 1 in Quarantäne.

09.04.2020: Kompostwerk öffnet nach Ostern für dringende Privatanlieferungen

Nach den Osterfeiertagen: Kompostwerk öffnet für dringende Privatanlieferungen

Ab Dienstag, den 14. April 2020, öffnet das Kompostwerk im Klosterforst wieder seine Tore. Erlaubt sind ausschließlich dringend notwendige Anlieferungen aus dem gewerblichen, kommunalen und privaten Bereich, die im Einklang mit den bestehenden Ausgangsbeschränkungen stehen. Längere Wartezeiten müssen einkalkuliert werden.

An Privathaushalte werden keine Produkte wie Kompost, Blumenerde oder Rindenmulch verkauft.

Anlieferungen nur aus dem Kreis Kitzingen möglich

Da in den umliegenden Städten und Landkreisen mancherorts die Entsorgungsanlagen noch geschlossen sind, wird ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass am Kompostwerk im Klosterforst ausschließlich Privatanlieferungen aus dem Landkreis Kitzingen angenommen werden. Grünabfälle von Privathaushalten aus Nachbarlandkreisen oder -städten werden konsequent abgewiesen.

Weiterhin die Allgemeinverfügungen beachten!

Die Öffnung des Kompostwerks geschieht im Einklang mit den vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlassenen Beschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie. Dabei appellieren die Abfallberater am Landratsamt Kitzingen insbesondere an die privaten Anlieferer:

Liefern Sie in der derzeitigen Corona-Krisenlage nur dann Abfälle am Kompostwerk an, wenn dies absolut dringend und unaufschiebbar ist. Kalkulieren Sie längere Wartezeiten ein, da gewerbliche und kommunale Anlieferungen Vorrang haben. Außerdem kann das Kompostwerk aufgrund der im Zuge der Corona-Pandemie erlassenen Verhaltensregeln nur von einer begrenzten Anzahl an Anlieferern betreten werden.

Bereiten Sie zu Hause alles so vor, dass möglichst wenig Zeit auf dem Kompostwerk verbracht werden muss. Leisten Sie bitte unbedingt den Anweisungen des Personals Folge. Nur so ist ein geregelter Betrieb möglich. Halten Sie bitte unbedingt die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln ein, auf dem Kompostwerk selbst und natürlich auch in der Warteschlange vor dem Tor.

Bleiben Sie gesund! - Bleiben Sie informiert!

Aufgrund der dynamischen Krisenlage können sich auch in der Abfallwirtschaft kurzfristig Änderungen ergeben. Darüber informieren die Abfallberater im Kreis Kitzingen immer zeitnah auf ihren Internetseiten www.abfallwelt.de und in der kostenfreien abfallwelt-App. Dort finden sich die aktuellen Öffnungszeiten der Entsorgungsanlagen. Bei Fragen helfen auch die Abfallberater am Landratsamt gerne weiter: Tel. 09321 928-1234, E-Mail: abfall@kitzingen.de.

09.04.2020: Corona-Schwerpunktpraxis wird eingerichtet

Nach der Ernennung von Dr. Edgar Gramlich zum Versorgungsarzt für den Landkreis Kitzingen wurde nun als erste Maßnahme durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie des Bayerischen Roten Kreuzes eine vorläufige Corona-Schwerpunktpraxis auf dem Parkplatz der Sickergrundhalle in der Nähe der Corona-Teststelle eingerichtet.

Was hat es mit dieser Corona-Schwerpunktpraxis auf sich?

Damit die ärztliche Grundversorgung der Haus- und Fachärzte entlastet wird, sollen in dieser Praxis Patienten mit fieberhaften Atemwegsinfekten, Corona-Verdachtsfälle und Patienten mit gesicherter Covid-19-Infektion mit mildem Krankheitsverlauf untersucht und behandelt werden.

An der Vorgehensweise für Patienten ändert sich aber nichts: Bei einem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung sollen sie sich weiterhin telefonisch erst an ihren Hausarzt wenden. Dieser entscheidet dann, ob er die Patienten in der eigenen Praxis behandeln kann, oder ob er sie an die Schwerpunktpraxis verweist. Koordiniert wird die Terminvergabe bis auf Weiteres über das Landratsamt.

Betrieben wird die Praxis von niedergelassenen Ärzten, die sich freiwillig gemeldet haben, Patienten werden also nicht vom eigenen Hausarzt behandelt. Die Schwerpunktpraxis geht nach Ostern am Dienstag, 14. April, in Betrieb.

08.04.2020: Die Leistungen der Beratungsstellen in der Corona-Krise

Die Leistungen der Beratungsstellen in der Corona-Krise

Durch die Ausgangsbeschränkungen sind auch Besuche bei Beratungsstellen nicht möglich, viele haben ihr Angebot auf Telefon umgestellt. 

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der aktuellen Erreichbarkeiten der Beratungsstellen - allgemein und speziell für Familien.

Beratungsstellen allgemein

Beratungsstellen Familien

06.04.2020: Was ist im Gartenlandkreis erlaubt und was nicht?

Als Gartenlandkreis mit langer Tradition gibt es natürlich im Kitzinger Land zahlreiche Gartenbaubetriebe. Aktuell wäre dort Hochkonjunktur, aber wegen Corona haben auch sie geschlossen. Einige Betriebe behelfen sich mit Lieferungen, andere mit Verkaufshäuschen und Vertrauenskasse. Was erlaubt ist und was nicht, darüber informiert das Landratsamt:

Wegen des Infektionsrisikos sind große Gartencenter/Gartenmärkte ohne Ausnahme geschlossen. Kleine mittelständische Gärtnereien sind laut Regierung von Unterfranken als so genannte „Mischbetriebe zu beurteilen. Für diese mittelständischen Gärtnereien gilt:

  • Der Produktionsbetrieb in Gewächshäusern oder im Freiland der Gärtnerei ist weiterhin möglich genauso wie der gewerbliche Verkauf an Händler.
  • Unter den Begriff der Lebensmittel/ Lebensmittelversorgung fallen nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Salat-, Gurken- oder Tomatensetzlinge und andere.
  • Untersagt ist nur der Ladenverkauf von Non-Food-Artikeln, Blumen, Büschen und sonstiger Gartenbedarf. Ausnahme: In Gärtnereien, bei denen auf mehr als 50 Prozent der Verkaufsfläche Lebensmittel angeboten werden, darf die komplette Verkaufsfläche geöffnet sein, das andere Sortiment Zierpflanzen usw. darf dann mitverkauft werden
  • Gärtnereien dürfen auch dann geöffnet sein, wenn sie ausschließlich Produkte zur Lebensmittelversorgung verkaufen und dieser Bereich vom „untersagten“ Sortiment klar abgegrenzt ist, zum Beispiel Direktvermarktungs-Hütte, gesondertes Zelt, Drive-In-Verkauf (Abholung auf Bestellung), abgegrenzter Bereich im Ladengeschäft o.ä. Hier sind die Hygiene-Schutzvorgaben (Mindestabstand etc.) einzuhalten.
  • Gärtnereien dürfen einen Lieferdienst sowohl für Produkte zur Lebensmittelversorgung als auch für alle anderen Produkte anbieten
  • Gärtnereien dürfen auf Wochen- und Bauernmärkten Obst, Gemüse, Setzlinge verkaufen. Wenn auf dem gesamten Wochenmarkt der Verkauf von Lebensmitteln überwiegt, sind auch Gärtnerstände, bei denen Zierpflanzen verkauft werden, erlaubt.

01.04.20: Landrätin ernennt Versorgungsarzt

Landrätin ernennt Versorgungsarzt

Dr. Edgar Gramlich fungiert künftig als Bindeglied zwischen niedergelassenen Ärzten und Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt

Um mit der Corona-Krise im Landkreis noch besser umgehen zu können, hat Landrätin Tamara Bischof Dr. Edgar Gramlich zum Versorgungsarzt für den Landkreis ernannt. Dr. Gramlich ist ab sofort das Bindeglied zwischen der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt und den niedergelassenen Ärzten im Landkreis Kitzingen.

Die Aufgabe des Versorgungsarztes ist es, ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen und entsprechender Schutzausrüstung für die Arztpraxen im Landkreis zu planen und die Verteilung zu koordinieren, sofern verfügbar. Außerdem sollen entsprechende Schwerpunkt-Praxen für die Behandlung von Covid19-Patienten benannt oder eingerichtet werden. Der Versorgungsarzt nimmt also eine koordinierende Funktion aller Arztpraxen im Landkreis ein. Dr. Gramlich hat viele Jahre als Allgemeinmediziner in Albertshofen gearbeitet und kennt die Hausärzte der Region. Außerdem war er als Notarzt tätig und hat gute Kontakte zur Klinik Kitzinger Land. Seit Kurzem ist Dr. Gramlich im Ruhestand und hat sich sofort bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. 

Nach einer Bekanntmachung des Bayerischen Innenministeriums sowie des Gesundheitsministeriums muss zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Versorgungsarzt eingesetzt werden. 

01.04.2020: Wertstoffhof ab 2. April wieder geöffnet

Die vorübergehende Schließung des Wertstoffhofes im Kitzinger Technologiepark conneKT geht zu Ende: Ab dem 2. April 2020 öffnet diese Entsorgungsanlage wieder die Tore. Private, gewerbliche sowie kommunale Anlieferungen aus dem Kreis Kitzingen sind zu den üblichen Annahmezeiten dann wieder möglich.

Das Kompostwerk und die Bauschuttdeponien Iphofen und Effeldorf bleiben auch über den 3. April hinaus bis auf Weiteres für Privatanlieferungen und -abholungen geschlossen.

Weiterhin die Allgemeinverfügungen beachten!

Die Öffnung des Wertstoffhofes geschieht im Einklang mit der vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlassenen Beschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie. Die Allgemeinverfügungen des Staatsministeriums gelten jedoch weiterhin: „Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zur reduzieren“, so das Ministerium. Daher auch die Bitte der Abfallberatung am Kitzinger Landratsamt: „Beschränken Sie Abfallanlieferungen auf das wirklich Notwendige, bereiten Sie zu Hause alles so vor, dass möglichst wenig Zeit auf dem Wertstoffhof verbracht wird und die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können.“

Da nur eine begrenzte Anzahl an Personen auf das Wertstoffhofgelände gelassen werden, müssen Anlieferer mit Wartezeiten rechnen. Die Abfallberater weiter: „Bringen Sie Geduld mit. Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang mit dem Wertstoffhofpersonal. Es bleibt keine Zeit für lange Diskussionen – was nicht den Annahmebedingungen entspricht, muss wieder mitgenommen werden.“

Gewerbliche Anlieferungen werden bevorzugt behandelt.

Kompostwerk und Bauschuttdeponien

Die beiden Bauschuttdeponien in Iphofen und Effeldorf bleiben für private Direktanlieferungen bis auf Weiteres geschlossen. Dies gilt auch für Privatanlieferungen und -abholungen beim Kompostwerk im Klosterforst.

Gewerbliche und kommunale Anlieferungen bzw. Abholungen aus dem Landkreis Kitzingen sind an diesen Anlagen jedoch weiterhin zu den gewohnten Zeiten möglich.

Müllabfuhr weiterhin planmäßig

Die Abfuhr der Restabfalltonne, Biotonne, Papiertonne sowie die Abholung der Gelben Säcke werden nach derzeitigem Stand auch weiterhin planmäßig zu den im Abfuhrkalender veröffentlichten Terminen durchgeführt. Auch bei der Sperrabfallabfuhr gibt es aktuell keine Einschränkungen. Die Entsorgungsmöglichkeiten an den öffentlichen Containerstandorten in den Gemeinden stehen ebenfalls weiterhin zur Verfügung.

Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle

Privatanlieferungen von asbesthaltigen Abfällen und Mineralfaserabfälle am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle des Landkreises Schweinfurt sind bis auf Weiteres nicht möglich.

Bleiben Sie informiert

Aufgrund der dynamischen Krisenlage können sich auch in der kommunalen Abfallwirtschaft kurzfristig Änderungen ergeben. Darüber informieren die Abfallberater im Kreis Kitzingen immer auch zeitnah auf ihren Internetseiten www.abfallwelt.de und in der kostenfreien abfallwelt-App. Dort findet man auch die aktuellen Öffnungszeiten der Entsorgungsanlagen. Bei Fragen helfen auch die Abfallberater am Landratsamt gerne weiter: Tel. 09321 928-1234, E-Mail: abfall@kitzingen.de.

01.04.2020: Erreichbarkeit des Bürgertelefons

Die Bürger fühlen sich gut informiert, das zeigen zumindest die Rückmeldungen am Corona-Bürgertelefon des Landkreises. In Spitzenzeiten haben über 200 Personen am Tag die Nummer des Bürgertelefons 09321/928 1111 gewählt.

Da die Anrufe aber vor allem am Wochenende rückläufig sind und sich auf niedrigem Niveau bewegen – vergangenen Sonntag waren es nur 12 Anrufe – wird die Erreichbarkeit des Bürgertelefons für das kommende Wochenende, 4. und 5. April, auf die Zeit von 13 bis 16 Uhr geändert (bisher 10 bis 16 Uhr).

Sollte kein kurzfristiger Änderungsbedarf eintreten, wird diese Erreichbarkeit auch für die anstehenden Feiertage Karfreitag, Karsamstag und die beiden Osterfeiertage Ostersonntag und Ostermontag gelten; hierüber wird nochmals informiert werden.

Sollte das neue Zeitfenster nicht ausreichen, kann jederzeit kurzfristig aufgestockt werden.

Das Bürgertelefon ist erreichbar von

Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr

Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 13 bis 16 Uhr

Sollte es Abweichungen geben, werde diese unter www.kitzingen.de/corona veröffentlicht

27.03.20: Das Landratsamt in der Corona-Krise

Seit über einer Woche ist das Landratsamt nur für den Publikumsverkehr geschlossen, aber alle Sachgebiete sind sowohl telefonisch als auch per Mail erreichbar. Der Geschäftsbetrieb läuft in großem Umfang normal weiter, soweit kein persönlicher Kontakt nötig ist.  

„Wir arbeiten selbstverständlich weiter, um für die Bürger da zu sein“, erklärt Landrätin Tamara Bischof. Auch das Personal im Landratsamt ist oft mehrfach belastet durch Kinderbetreuung, Einsatz am Bürgertelefon oder im Katastrophenschutz zusätzlich zur normalen Arbeit. Aber das Landratsamt muss weiter funktionieren, denn die öffentliche Hand muss handlungsfähig bleiben.

Das Landratsamt arbeitet aktuell im Krisenmodus. Das merken zum Beispiel auch das Jugendamt und der Allgemeine Soziale Dienst. Vor allem die Betreuung der Kinder hat sehr viele Eltern vor große Probleme gestellt. „Da kam es vor, dass am ersten Tag, als Kindergärten und Schulen geschlossen waren, Eltern uns ihre Kinder vorbeigebracht haben, weil sie sich nicht anders zu helfen wussten“, berichtet Bischof. Es sind herausfordernde Zeiten für alle: für die Angestellten, die Arbeitgeber, Eltern, Großeltern und Kinder. „Wir alle müssen jetzt zusammenhalten“, appelliert Bischof an die Bürger.

Gesundheitsamt im Krisenmodus

Im Krisenmodus arbeitet seit Wochen auch das Gesundheitsamt des Landratsamts, eine große Verantwortung lastet auf den Schultern von Amtsarzt Dr. Jan Allmanritter und seinem Team. Sie müssen zum Beispiel alle Kontaktpersonen um eine Corona-Infizierte Person ermitteln und kontaktieren, das können von zwei Personen bis weit über 10 Personen sein: für Kontaktpersonen 1 gelten zwei Wochen häusliche Quarantäne, getestet wird nur bei Symptomen, bisher über die Kassenärztliche Vereinigung. Schwierig ist, dass es von dort oft keine Rückmeldung gibt, wenn ein Test negativ ist, bzw. dauert es sehr lange. Bei der eigenen Testeinrichtung des Landkreises, die am Freitag, 27. März, startet, soll dies anders organisiert werden. Um das Team des Gesundheitsamtes zu entlasten, helfen mittlerweile vier Ärzte im Ruhestand, sie telefonieren unter anderem – wie vorgeschrieben - die Corona-positiv-Getesteten täglich ab und fragen nach deren Gesundheitszustand.

Führungsgruppe Katastrophenschutz rund um die Uhr im Einsatz

Seitdem der Katastrophenfall ausgerufen wurde, ist insbesondere die Führungsgruppe Katastrophenschutz (kurz FüGK) rund um die Uhr im Dienst. Ein Team von etwa 40 Mitarbeitern aus allen Bereichen des Landratsamts deckt die nötigen Tages- und Nachtschichten ab. Am vergangenen Wochenende zum Beispiel mussten sie die Verteilung der zugeteilten Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung koordinieren, aktuell haben sie die Einrichtung einer eigenen Corona-Teststrecke vorbereitet und vieles mehr an organisatorischen Aufgaben erledigt. Neben regelmäßiger interner Lagebesprechung stehen sie auch über ein spezielles Onlineprogramm ständig in Kontakt mit der Regierung von Unterfranken und dem Ministerium sowie den Einsatzkräften vor Ort.

Koordiniert wird die FüGK durch das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung, deren Mitarbeiter aktuell ebenfalls mehr als gefragt sind, schließlich sind sie auch für das Infektionsschutzgesetz zuständig, also für die Maßnahmen rund um die Allgemeinverfügung und sie sind unter anderem auch Ansprechpartner für Gewerbetreibende, die wissen möchten was erlaubt ist und was nicht. Beratung rund um wirtschaftliche Fragen übernimmt indes Wirtschaftsförderin Kristina Hofmann (09321/928-1100), die auch beim Ausfüllen von Soforthilfeanträgen unterstützt. – Alle Stellen arbeiten aktuell zusammen, um in der Krise handlungsfähig zu bleiben.

So auch das Bürgertelefon, das seit 11. März ebenfalls von Mitarbeitern aus allen Bereichen des Landratsamts abgedeckt wird. „Hier sind derzeit pro Schicht drei Mitarbeiter im Einsatz, auch am Wochenende“, erklärt die Landrätin und betont: „Das ist keine einfache Aufgabe und es ist wichtig ist, dass sich die Mitarbeiter an der Hotline genau in Fragen rund um Corona einarbeiten, um die Bürger beruhigen und ihnen sachkundig Auskunft geben zu können.“

Bußgelder wurden verhängt

Da es leider auch uneinsichtige Bürger gibt und die Ausgangsbeschränkungen streng von der Polizei kontrolliert werden, mussten bereits durch das Landratsamt Bußgelder verhängt werden, zum Beispiel, weil Fußball gespielt oder in Gruppen zusammengesessen wurde. 150 Euro pro Person werden hier beim ersten Vergehen fällig.

Vor diesem Hintergrund appelliert Landrätin Tamara Bischof an die Bürger:

„Bleiben Sie bitte zu Hause, liebe Bürgerinnen und Bürger – wir gehen für sie vor die Tür und arbeiten.“

26.03.20: Teststelle des Landkreises Kitzingen geht in Betrieb

Teststelle des Landkreises Kitzingen geht in Betrieb

Abstrich ausschließlich nach Aufforderung durch das Gesundheitsamt

Am Freitag, 27. März, geht die Corona-Teststelle des Landkreises Kitzingen in Betrieb. In der Sickergrundhalle in Kitzingen werden künftig vormittags ausschließlich Personen auf Corona getestet, die vom Gesundheitsamt dorthin bestellt wurden. Andere Personen werden nicht getestet und der Zutritt auf das Gelände ist auch nicht gestattet.

Am Nachmittag testet die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) weitere Personen, allerdings auch nur nach ausdrücklicher persönlicher Aufforderung durch die KVB.

Unterstützt wird das Gesundheitsamt durch pensionierte Ärzte, die sich freiwillig gemeldet haben und künftig die Abstriche machen. Den Ablauf vor Ort organisieren Mitarbeiter aus der Verwaltung des Landratsamts und des Bayerischen Roten Kreuzes. Vorbereitet wurde die Test-Strecke von der Führungsgruppe Katstrophenschutz am Landratsamt, unterstützt durch Hausmeister der Großen Kreisstadt Kitzingen. Den Verantwortlichen der Stadt dankt Landrätin Tamara Bischof auch für die unbürokratische Bereitstellung der Halle. Ebenfalls ein großer Dank geht an die Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes, die den Landkreis von Anfang an bei den Planungen einer eigenen Testeinrichtung unterstützt haben.

Landrätin Tamara Bischof appelliert an die Bürger: „Bitte fahren sie nur dann an die Halle, wenn vom Gesundheitsamt ein Termin zum Testen vergeben wurde.“

25.03.20: 5 neue Corona-Fälle im Landkreis

5 neue Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen - Testzentrum in Vorbereitung

Einige Tage waren keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen dazugekommen, nun sind es fünf neue Fälle an einem Tag. Somit gibt es im Landkreis Kitzingen nun 18 Corona-Fälle.

Zwei der neuen Fälle stehen in direktem Zusammenhang mit einem bereits bekannten Corona-Fall und waren als Kontaktpersonen 1 geführt. Andere Betroffene sind zum Beispiel Reiserückkehrer.

Aktuell wird auch ein Testzentrum vorbereitet, das voraussichtlich am Freitag in Betrieb geht. Hier werden künftig Verdachtsfälle ausschließlich nach Aufforderung durch das Gesundheitsamt getestet.

Hierüber veröffentlichen wir in den kommenden Tagen eine gesonderte Mitteilung.

24.03.20: Corona: Landrätin Bischof gibt einen Überblick im Landkreis

Corona: Landrätin Bischof gibt einen Überblick im Landkreis

Unterstützung durch pensionierte Ärzte – Führungsgruppe Katastrophenschutz rund um die Uhr im Einsatz

Nicht nur im privaten Leben hat sich in diesen Tagen sehr viel verändert, auch die Arbeit im Landratsamt ist aktuell in weiten Teilen durch das Corona-Virus geprägt.

„Bitte bleiben Sie zu Hause“, appelliert Landrätin Tamara Bischof an die Bürger im Kitzinger Land. Die ersten Tage der Ausgangsbeschränkung seien gut gelaufen, bewertet die Landrätin die Rückmeldungen, und auch die Corona-Fallzahlen im Landkreis bewegen sich mit aktuell 13 Fällen auf einem zum Glück eher niedrigen Niveau. Mittlerweile wird das Gesundheitsamt von Ärzten im Ruhestand unterstützt, denn täglich müssen zum Beispiel die Bürger in Quarantäne abtelefoniert werden. Auch der Einsatz von Medizin-Studenten ist geplant. Auch ein Testzentrum als „Drive-in“ ist in Vorbereitung, muss aber noch mit der Regierung von Unterfranken abgeklärt werden.

Landrätin Tamara Bischof erklärt, was sich sonst noch geändert hat: „Seit vergangenen Donnerstag sind dringende Termine im Landratsamt nur noch nach telefonischer Anmeldung möglich, was bisher reibungslos und ohne Beschwerden funktioniert.“ Seit dieser Woche ist außerdem die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), die seit Bekanntgabe des Katastrophen-Falls in Bayern tagsüber im Einsatz ist, auch nachts im Landratsamt zu erreichen. Über diese Gruppe wurden zum Beispiel am vergangenen Wochenende die vom Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beschafften Materialien wie FFP2/FFP3- und OP-Masken, Schutzanzüge sowie Hände-Desinfektionsmittel nach Vorgabe des Ministeriums verteilt. Die bayernweite Verteilung richtete sich nach den Einwohnerzahlen. „Wir mussten als erstes die „vorrangingen Einrichtungen“ bedienen, als Krankenhäuser, Pflegeeirichtungen oder Altenheime“, erklärt die Landrätin, die hofft, das bei größeren Lieferungen auch andere als „nachranging“ eingestufte Dienstleister wie Bestatter, Zahnärzte oder Hebammen, berücksichtigt werden können.

Neu ist auch, dass seit Samstag, 21. März, der Wertstoffhof in Kitzingen, das Kompostwerk Klosterforst sowie die Bauschuttdeponien in Iphofen und Effeldorf für PRIVATanlieferungen bzw. -abholungen bis einschließlich 3. April 2020 geschlossen bleiben. Auch diese Einschränkung läuft aktuell ohne Probleme.  

„Wir stoßen auf sehr großes Verständnis“, bewertet die Landrätin die Reaktionen der Bürger. Wichtig sei, dass sich jeder an die Vorgaben halte: „Wir müssen jetzt zusammenstehen und unsere Risikogruppen schützen. Jeder muss seinen Beitrag leisten, um das Corona-Virus einzudämmen.“

Hilfe und Beratung gibt es auf den unten genannten Seiten.

Neue Service-Bereiche im Internet:

  • Die Wirtschafsförderung des Landratsamts hat eine Seite mit Informationen rund um wirtschaftliche Hilfen von Land und Bund sowie Kontaktadressen zusammengestellt.  Die Infos finden Sie unter www.kitzingen.de im Bereich Wirtschaft oder über eine Weiterleitung auf der Corona-Seite. Wirtschaftsförderin Kristina Hofmann steht auch als Ansprechpartnerin zur Verfügung, was zahlreiche Betriebe bereits in den vergangenen Tagen wahrgenommen haben.

  • Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. informiert in 15 verschiedenen Sprachen über die Corona-Krise sowie die Einschränkungen, wir haben auf die Seite verlinkt.

  • Aufgrund der flächendeckenden Schließung der Schulen und den Ausgangseinschränkungen gilt seit 23. März bis 19. April im gesamten Verkehrsverbund Mainfranken der Ferienfahrplan. Informationen finden Sie unter www.vvm.de oder  www.vgn.de 

  • Unter www.ehrenamt-wirkt.de/corona-hilfe/ hat das Koordinierungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement „WirKT“ eine Übersicht aller bisher bekannten Hilfsdienste und -gruppierungen im Landkreis erstellt.

Das Landratsamt hat eine Bürgerhotline für Fragen rund um Corona: 

09321/ 928 1111

Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr

Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr

20.03.20: Mitteilung der Kommunalen Abfallwirtschaft

Entsorgungseinrichtungen des Landkreises Kitzingen ab Samstag, 21. März 2020, für PRIVATanlieferungen geschlossen

Ab Samstag, den 21. März 2020, bleiben der Wertstoffhof in Kitzingen, das Kompostwerk Klosterforst sowie die Bauschuttdeponien in Iphofen und Effeldorf für Privatanlieferungen bzw. -abholungen bis einschließlich 3. April 2020 geschlossen.

Dies geschieht im Einklang mit der vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlassenen vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 20.03.2020.

Gewerbliche und kommunale Anlieferungen bzw. Abholungen sind an den genannten Anlagen weiterhin zu den gewohnten Zeiten möglich, am Wertstoffhof Kitzingen allerdings nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an Wertstoffhof-KT@Knettenbrech-Gurdulic.de

Diese Einschränkungen sind dringend notwendig zum Schutz aller Bürgerinnen und Bürger, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Von diesen Einschränkungen aktuell nicht betroffen sind die Abfuhr der Restabfalltonne, Biotonne, Papiertonne, die Sperrabfallabfuhr sowie die Abholung der Gelben Säcke in der Zuständigkeit der Dualen Systeme.

Auch die Entsorgungsmöglichkeiten an den öffentlichen Containerstandorten in den Gemeinden stehen weiterhin zur Verfügung.

Privatanlieferungen von asbesthaltigen Abfällen und Mineralfaserabfällen am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle des Landkreises Schweinfurt sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich.

Für Fragen stehen die Abfallberater unter der Tel.-Nr. 09321 928-1234, Fax 09321 928-1299 und per E-Mail an abfall@kitzingen.de gerne zur Verfügung.

18.03.20: Landratsamt Kitzingen schränkt Publikumsverkehr massiv ein

Landratsamt Kitzingen schränkt Publikumsverkehr massiv ein

Persönliche Vorsprache nur nach Terminvergabe möglich

Nachdem die Bayerische Staatsregierung am Montag, 16. März 2020, den Katastrophenfall ausgerufen und entscheidende Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus verfügt hat, hat das Landratsamt Kitzingen entschieden, ab Donnerstag, 19. März, bis auf Weiteres den Parteiverkehr im Landratsamt massiv einzuschränken.

Das heißt, eine persönliche Vorsprache in allen Bereichen im Landratsamt Kitzingen ist ab sofort nur noch bei dringenden und unaufschiebbaren Terminen und nur mit vorheriger Terminvereinbarung mit der jeweiligen Organisationseinheit möglich. Der Zugang ist über den Innenhof/Alte Poststraße. Die Kontakte wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern der einzelnen Arbeitsbereiche des Landratsamts Kitzingen sind im Internet unter www.kitzingen.de  in den jeweiligen Fachbereichen oder über das Mitarbeiterverzeichnis zu finden.

Das Gesundheitsamt, das Veterinäramt sowie das Schulamt sind über die jeweilige Klingel am Eingang erreichbar.

Das Landratsamt bittet für diese einschneidende Maßnahme um Verständnis. Dies jedoch geschieht alles unter der Maßgabe, die sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung betont haben: Nämlich soziale Kontakte soweit es geht zu vermeiden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

„Wichtig ist, dass wir handlungsfähig bleiben“, betont Landrätin Tamara Bischof und schließt sich den Worten des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder an: „In einer Demokratie und einem Rechtsstaat ist es essentiell wichtig, die öffentliche Hand handlungsfähig und erreichbar zu erhalten und dies gewährleisten wir auch weiterhin.“

Dazu zählen auch externe Einrichtungen des Landratsamtes.

Aktuell gibt es 9 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen.

16.03.20, 12 Uhr: 5. Corona-Fall und weitreichende Einschränkungen in Bayern

Corona-Virus, Stand 16.3.20, 12 Uhr

5. Corona-Fall und weitreichende Einschränkungen in Bayern

Landkreis Kitzingen    Am späten Sonntagabend wurde der 5. Corona-Fall im Landkreis Kitzingen bestätigt. Hierbei handelt es sich um einen Arzt der Klinik Kitzinger Land. Die Klinik hat sofort alle nötigen Vorkehrungen getroffen und das Gesundheitsamt ist in engem Austausch mit der Klinik, die Regierung von Unterfranken sowie die Task Force des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind bereits beteiligt. Alle notwendigen Schutzvorkehrungen sind getroffen.

Indes hat der Krisenstab unter der Leitung von Landrätin Tamara Bischof die Pressekonferenz der Staatsregierung verfolgt. Ministerpräsident Markus Söder hat den Katastrophenfall für den Freistaat verhängt, das gilt ab sofort für zwei Wochen.

Das öffentliche Leben wird massiv zurückgefahren, soziale Kontakte sollen auf das Nötigste beschränkt werden. In Bayern werden ab Dienstag nicht nur Kinos, Clubs, Vereinsräume und ähnliches geschlossen, sondern auch Sportplätze und Spielplätze werden gesperrt. Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern die Ladenöffnungszeiten für bestimmte Geschäfte aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte dürfen werktags bis 22.00 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben, dann bis 18.00 Uhr. Restaurants und Betriebskantinen in Bayern dürfen nur noch von 6.00 bis 15.00 Uhr öffnen und maximal 30 Gäste gleichzeitig bewirten.  

Auf das Landratsamt bezogen heißt das unter anderem:

  • Das Landratsamt bittet dringend darum, alle Anliegen, wenn möglich, telefonisch zu regeln. Bürger sollten Termine, die nicht dringend sind, verschieben. Bitte nur noch absolut notwendige Termine im Landratsamt Kitzingen wahrnehmen.
  • Das Landratsamt schließt ab sofort bis auf Weiteres das Landkreishallenbad Dettelbach
  • Alle Veranstaltungen der Familienstützpunkte sind abgesagt, auch die Schuleingangsuntersuchungen werden verschoben

Wichtige Telefonnummer:

  • Bürgertelefon des Landratsamts: 09321/928 1111 (Mo-Do 8-16 Uhr, Sa-So 10-16 Uhr)
  • Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) 116117
  • Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 09131 6808-5101

13.03.20, 13 Uhr: 4 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen

Mittlerweile gibt es 4 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen. Beim vierten Fall handelt es sich um eine Person aus Dettelbach, die in einer Würzburger Pflegeeinrichtung beschäftigt ist und bereits als Kontaktperson 1 eines Würzburger Corona-Falls unter Quarantäne stand.

Ein Zusammenhang zu den anderen beiden Fällen aus Dettelbach ist aktuell nicht herstellbar.

13.03.20, 10 Uhr: Drei Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen

Drei Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen

Am späten Donnerstagabend hat sich der dritte Corona-Fall im Landkreis Kitzingen bestätigt. Dabei handelt es sich um eine Person aus dem engeren Familienkreis des ersten Falls, also um eine Kontaktperson 1, die bereits seit einigen Tagen in häuslicher Quarantäne verbracht hat.

Am Freitag, 13. März, um 9 Uhr trat wieder der Krisenstab zusammen. Verschiedene Punkte, die besprochen wurden:

  • Die Klinik Kitzinger Land und die Helios Klinik in Volkach werden ebenfalls bis auf Weiteres ein Besuchsverbot aussprechen, für die Pflegeheime und Senioreneinrichtungen war dies bereits am Donnerstag durch das Landratsamt empfohlen worden und wurde nun durch eine Allgemeinverfügung der Staatsregierung angeordnet.
  • Für den Wahlabend, 15. März, war die Öffentlichkeit ab 18 Uhr in den Großen Sitzungssaal des Landratsamts eingeladen, um die Ergebnisse der Landratswahl live zu verfolgen. Dies wird abgesagt, das Landratsamt bleibt am Sonntag, 15. März, für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Wahlergebnisse werden wie üblich über www.kitzingen.de veröffentlicht.
  • Wie die Staatsregierung bekannt gegeben hat, sind ab Montag, 16. März, alle Schulen und Kindertageseinrichtungen in Bayern bis einschließlich 19. April geschlossen.

Um auch ausländischen Mitbürgern Informationen weiterzugeben, hat das Landratsamt allgemeine Informationen zum Corona-Virus in englisch, arabisch, türkisch und russisch  unter www.kitzingen.de veröffentlicht.

Wichtige Telefonnummer:

  • Bürgertelefon des Landratsamts: 09321/928 1111

(Mo-Do 8-16 Uhr, Sa-So 10-16 Uhr)

  • Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) 116117
  • Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 09131 6808-5101

12.03.20: Zweiter Fall im Landkreis Kitzingen – Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen empfohlen

Zweiter Fall im Landkreis Kitzingen – Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen empfohlen

Ein zweiter Corona-Fall hat sich am Donnerstag, 12. März, bestätigt. Es handelt sich um eine Frau aus Kitzingen, die in einer Pflegeeinrichtung in Würzburg arbeitet. Das Gesundheitsamt hat bereits Kontaktpersonen 1 ermittelt und alle nötigen Maßnahmen eingeleitet. Betroffen hiervor ist auch eine Schulklasse der Grundschule Siedlung, die Schüler bleiben bis einschließlich Montag zuhause.

Das Landratsamt empfiehlt zudem allen Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis ein Besuchsverbot auszusprechen. Ein entsprechendes Schreiben geht heute noch an die Einrichtungen.

Ferner hat das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege am späten Mittwochabend eine Risikobewertung für Veranstaltungen veröffentlicht (siehe Anhang), die das Landratsamt an alle Städte und Gemeinden verschickt.

Um auch ausländischen Mitbürgern Informationen weiterzugeben, hat das Landratsamt allgemeine Informationen zum Corona-Virus in englisch, arabisch, türkisch und russisch  unter www.kitzingen.de veröffentlicht.

Wichtige Telefonnummer:

  • Bürgertelefon des Landratsamts: 09321/928 1111
  • Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 09131 6808-5101
  • Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) 116117

11.03.20: Erster Corona-Fall im Landkreis Kitzingen

Erster Corona-Fall im Landkreis Kitzingen

Am späten Dienstagabend wurde der erste Corona-Fall im Landkreis Kitzingen bekannt. Betroffen ist ein Mann aus dem Landkreis, der sich aktuell in Quarantäne befindet. Sein Umfeld wird derzeit vom Gesundheitsamt des Landratsamts Kitzingen überprüft. Familienangehörige und weitere Personen, die als Kontaktpersonen 1 eingestuft werden, befinden sich ebenfalls bereits in Quarantäne.

Sobald weitere für die Öffentlichkeit relevante Erkenntnisse vorliegen, melden wir uns mit einer weiteren Pressemitteilung. Das Landratsamt und das Gesundheitsamt bitten die Bevölkerung weiterhin Ruhe zu bewahren.

Das Landratsamt richtet aktuell ein Bürgertelefon ein, das heute, 11.3.20, ab 11 Uhr unter 09321/928 – 1111 zu erreichen ist.

Das Bürgertelefon ist künftig zu erreichen von 8 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

Es gelten, wie bei der Grippe, die üblichen Hygieneempfehlungen:
•    Abstand halten und engen Kontakt mit Personen, die an einer Atemwegsinfektion erkrankt sind, meiden.
•    Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife mindestens 30 Sekunden.
•    Beim Niesen und Husten Mund und Nase mit der Armbeuge abdecken und Einmal-Taschentücher verwenden.

10.03.20, 12 Uhr: Der Krisenstab bereitet sich auf den Ernstfall vor

Der Krisenstab bereitet sich auf den Ernstfall vor - Weiterhin kein bestätigter Fall im Landkreis Kitzingen

Noch ist kein Corona-Fall im Landkreis Kitzingen bestätigt, Stand Dienstag, 10. März 2020, 12 Uhr. Da sich die Lage aber permanent ändert, steht auch der Krisenstab am Landratsamt im regen Austausch und entspricht damit der Forderung von Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch Instituts, vom 10. März „die Krisenpläne zu aktivieren“.

„Wir müssen tagesaktuell reagieren“, erklärt Landrätin Tamara Bischof und führt aus, dass auch im Landkreis Kitzingen Personen unter Quarantäne stehen, bisher jedoch alle Tests negativ waren. Nachdem das Corona-Virus aber mittlerweile in fast allen unterfränkischen Landkreisen angekommen ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch im Kitzinger Land der erste Fall auftritt. Aktuell wird die Einrichtung eines Bürgertelefons vorbereitet, das besetzt wird, sobald ein erster Fall bestätigt ist. Zurzeit laufen die Anrufe im Gesundheitsamt ein und können noch bewältigt werden.

Wichtig ist nach wie vor die Feststellung, dass der Hausarzt der erste Ansprechpartner ist, beziehungsweise die Kassenärztliche Vereinigung – auch wenn dort an der Hotline mit derzeit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Die Kassenärztliche Vereinigung schreibt in einer Mitteilung vom 9. März (siehe Anhang), dass die Eindämmung des Coronavirus das gemeinsame Ziel sei. „Bereits am 28. Februar 2020 haben wir in Bayern einen eigenen Fahrdienst eingerichtet. Dieser sucht Patienten, bei denen ein konkreter Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, zu Hause auf, nimmt eine Probe und transportiert diese ins Labor. Das Ergebnis wird den Patienten in einem strukturierten Prozess zeitnah mitgeteilt. Dabei erfolgt bei einem negativen Befund die Mitteilung an den Patienten und seinen Hausarzt durch die KVB, bei positiver Testung durch die Gesundheitsämter, so wie im Infektionsschutzgesetz vorgesehen. Dieser Service steht rund um die Uhr, sieben Tage die Woche unter der Rufnummer 116117 bereit.“

Für allgemeine Fragen zum Corona-Virus hat auch das Landesamt für Gesundheit eine Hotline eingerichtet mit der Nummer: 09131/ 6808-5101.

06.03.20, 10 Uhr: Großveranstaltungen können stattfinden

Großveranstaltungen können stattfinden

Regelmäßig steht der Corona-Krisenstab des Landratsamtes Kitzingen im Austausch, so auch am Freitag, 6. März, als es um die finale Abstimmung bezüglich geplanter Großveranstaltungen am kommenden Wochenende ging.

Im Rahmen der Besprechung wurde Folgendes festgelegt:

Stand: 06.03.2020, 10 Uhr

Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes Kitzingen gibt es derzeit (Stand: 06.03.2020, 10 Uhr) aus epidemiologischer Sicht keinen dringenden Anlass Großveranstaltungen pauschal abzusagen. Diese Einschätzung teilt nach Rücksprache auch die Task Force des LGL.

Hintergrund:

Großveranstaltungen können dazu beitragen, Krankheitserreger schneller zu verbreiten. Durch den vorherrschenden Übertragungsweg von SARS-CoV-2 (Tröpfchen) z.B. durch Husten, Niesen oder teils mild erkrankte oder auch asymptomatisch infizierte Personen kann es zu Übertragungen von Mensch-zu-Mensch kommen. Übertragungen kommen im privaten und beruflichen Umfeld, aber auch bei größeren Veranstaltungen vor. Auf Messen, Kongressen oder größeren Veranstaltungen kann es unter ungünstigen Bedingungen zu einer Übertragung auf viele Personen kommen.

Wenn sich die Veranstalter dazu entscheiden, die Veranstaltungen durchzuführen werden folgende Empfehlungen gegeben:

  • Für eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten ist Sorge zu tragen.
  •  Für ausreichende Sanitäre Einrichtungen mit durchgehender ordnungsgemäßer Ausstattung zum Händewaschen sollte Sorge getragen werden.
  • Information der Teilnehmenden über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes über Aushänge im Eingangsbereich:
    • Vermeidung von Händegeben und Anhusten/-niesenBeim Husten oder Niesen ein Einmaltaschentuch verwenden (direkt entsorgen) oder die Armbeuge vor Mund und Nase halten
    • Häufiges Händewaschen (ca. 20 Sekunden) mit Wasser und Seife, insbesondere nach Personenkontakten, vor dem Essen und nach dem Besuch sanitärer Einrichtungen
    • Es wird auf das Informationsblatt der BzGA verwiesen.
  • Auf eine enge Interaktion (z.B. Tanzen) der Teilnehmenden sollte verzichtet werden
  • Personen mit Erkältungssymptomen sollten die Veranstaltung nicht besuchen
  • Sensibilisierung des Personals, auf Personen (auch Personal) mit Erkältungssymptomen zu achten
  • Aushang im Eingangsbereich, dass Personen mit Erkältungssymptomen bitte nicht die Veranstaltung besuchen sollen und dass der Zutritt verwehrt werden kann (dies ist über die Ausübung des Hausrechts möglich).

Generell empfiehlt das Landratsamt Kitzingen älteren Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen Großveranstaltung aus Eigenschutz nicht zu besuchen. Diese Empfehlung kann grundsätzlich für die Grippezeit gegeben werden.

02.03.20, 15 Uhr: Informationen rund um das Corona-Virus

Informationen rund um das Corona-Virus

Im Landkreis Kitzingen gibt es zum aktuellen Zeitpunkt, 2. März 15 Uhr, keinen bestätigten Corona-Virus-Fall. Das Gesundheitsamt rät allen Bürgern, Ruhe zu bewahren und sich an die normalen Hygienevorkehrungen wie gründliches Händewaschen und Niesen in die Armbeuge und ähnliches zu halten.

Die Telefone stehen aktuell im Gesundheitsamt nicht still. Viele Anrufer waren in der vergangenen Woche Skifahren, sind mit einer Erkältung zurückgekommen und möchten nun wissen, wie sie sich verhalten sollen. Die Mitarbeiter am Gesundheitsamt klopfen daraufhin die Informationen ab. Aktuell stellt sich vor allem die Frage, ob der Anrufer in einem Risikogebiet war. Die aktuellen Risikogebiete sind laut Robert-Koch-Institut in China die Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang. Im Iran die Provinz Ghom, in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) sowie in Italien die Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.

Hat man sich also aus dem Skiurlaub in Österreich eine Erkältung mitgebracht, ist weiterhin der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet, an die sich diese mit ihren Fragen wenden können: 09131 6808-5101.

Es sind auch vermehrt Fragen gestellt worden, ob geplante Großveranstaltungen am Wochenende im Landkreis stattfinden können. Hier ist die Haltung des Gesundheitsamts, Stand Montag, 2. März, 15 Uhr, Folgende: Das Robert Koch Institut hat „Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen“  (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.html )herausgegeben, darin sind verschiedene Kriterien zur Risikobewertung aufgeführt. Nach diesen Kriterien sieht das Gesundheitsamt derzeit keine Veranlassung, dass die Veranstaltungen nicht stattfinden können. Da jede Veranstaltung aber für sich bewertet werden muss und sich die Lage ständig ändert, kann keine pauschale Aussage zu Großveranstaltungen im Allgemeinen getroffen werden.

Bei Krankheitssymptomen empfiehlt es sich generell, zu hause zu bleiben, denn aktuell grassiert auch die Grippe-Welle im Landkreis. Seit 1. Januar wurden 122 Fälle von Influenza A oder B im Gesundheitsamt gemeldet. Da aber nur ein kleiner Teil der betroffenen Personen getestet werden, ist dies sicher nur ein Bruchteil der Erkrankten.

Das Gesundheitsamt weist deshalb auf Hygienemaßnahmen hin: gründliches Händewaschen und beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Beim Niesen oder Husten nicht die Hand vor den Mund halten, sondern in die Armbeuge niesen.

„Es gibt keinen Grund für Panik“, betont Landrätin Tamara Bischof, die im permanenten Austausch mit dem Gesundheitsamt, der Klinik Kitzinger Land und dem Bayerischen Roten Kreuz steht. „Der Schutz der Menschen im Landkreis Kitzingen liegt mir sehr am Herzen und wir werden alles dafür tun, Infektionen der Menschen im Kreis zu vermeiden beziehungsweise schnell zu erkennen und einzudämmen.

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